ganz einfach: Mit einem kleinen Holzstab. Dazwischen und schräg stellen, das wars. Geht einfacher und schneller wie bei vielen Bügel-, Haken- oder sonstigen Mittelpufferkupplungen. Jeder versucht eben für sich und seine Anlage das optimale Handling.
Frage ist: Welches Anhängegewicht verträgt diese Art der Kupplung wohl? Wäre ein solch kleiner Magnet ausreichend für z.B. einen Zug mit 5 MT Personenwagen auf einer Anlage ohne Steigungen und extremen Kurven? Klar kann ich das auch selber probieren, aber ich bin der Meinung, man muß ja nicht jedes Rad neu erfinden. Eventuell hat es hier ja schon mal jemand ausprobiert und berichtet?
auch wenn ich es noch nicht probiert habe, melde ich mich trotzdem mal zu Wort:
Vor mir auf dem Schreibtisch liegen (nicht völlig zufällig) ca. 40 "NdFeB / N45" Magnete mit 3mm Länge und 3mm Durchmesser. Die werden mindestens 5 MT-Fahrzeuge samt Zuglok zusammenhalten - also 10 Stück von den 40 Magneten. Auch in moderaten Steigungen. So jedenfalls mein Eindruck von den Teilchen. Ich kann mir sogar vorstellen, dass sie eine MagicTrain Lok zuverlässig am Wegfahren hindern könnten. Und nein: Nicht nur, wenn die Magnete auf den Schienen kleben... Aber das käme dann doch mal auf den Versuch an.
@Gronauer: Also ich sags mal so: Wenn die Dinger nicht funktionieren, wie ich behaupte: Schick mir die Teilchen und die Rechnung dazu, dann bekommst du dein Geld von mir erstattet.
Hallo Robert, Deine Lösung mit den H0 - Schraubenkupplungen finde ich sehr interessant. Ich habe bei meinen 0e - Modellen einen ziemlich bunten Kupplungssalat. Da muß ich irgendwann mal optimieren. Da wäre das eine Lösung, die mir gefallen könnte. Vor der Fummelei beim Kuppeln und Entkuppeln ist mir nicht bange. In meiner H0m - Endzeit Anfang der 1990er Jahre bin ich mit Bemo - Trichterkupplung gefahren. Habe die kleinen Pins immer mit der Pinzette reingefummelt. Den Schwund habe dann durch kleine Drahtstifte mit Öse überbrückt. Bei Ausstellungen hat man hin und wieder meine Geduld bewundert. Gruß Henning
ZitatWäre ein solch kleiner Magnet ausreichend für z.B. einen Zug mit 5 MT Personenwagen auf einer Anlage ohne Steigungen und extremen Kurven?
Da Peter m. E. viel Vollmetall baut, würde ich fast von ausgehen. Ich würde grob schätzen so ein H0m Wagen wiegt mehr als ein MT-Wagen (trotz der großen Gewichte). Im TT Forum war m. E. die rede von ca. 130g pro Wagen. Mangels passenden Wagen und Waage hier kann ich jetzt nicht nachwiegen was ein MT Wagen kommt, ich würde aber mit Vollmetall Tauschradsätzen irgendwo um die 100 bis 150g schätzen. Mit den Plastikradsätzen entspr. weniger.
@Henning: Kein Problem, wenn du bessere H0 Schraubenkupplungen als die von Modellbau Union findest sag bescheid. Ich hatte eigentlich die Hoffnung 1:76 Kupplungen zu bekommen, aber nee. Wen das Kuppeln nicht stört , ich kann den Umbau nur empfehlen. Auch wenn ich mich gerade am Anfang echt dumm angestellt habe. Bei bedarf kann ich gerne mal etwas mehr zu den H0 Kupplungen schreiben, der eigentliche Umbau hängt ja etwas von der Basis ab ist aber banal.
@Alle: Danke für den Austausch. Ich hab zwar meine Konzepte und Vorstellungen aber die sind halt auch immer wieder auf den Prüfstand zu stellen (da kommt der Informatiker durch). Einfaches Bsp.: Die Magnetkupplungen. Die hatte ich in H0e und TTe auf dem Schirm, auf die einfache Idee hier mit einem Stab einzugreifen bin ich aber nicht gekommen. Mein Knackpunkt war das Kuppeln via "Hand of God", also die Wagen händisch auseinander ziehen müssen.... auf so eine einfache Idee wie einen Stab bin ich dabei nicht gekommen (transferleistungen sind aber generell nicht meine Stärke :D ) und ob ich jetzt mit meinem Kuppelwerkzeug (Was auch nur ein Stab mit einem Drahthaken drin ist) oder nur einem Stab hantiere, ist gehupft wie gesprungen. Bleibt nur das Problem der natürlichen Anziehungskraft.
Am Ende schreibe ich die Beiträge ja nicht nur für mich, sondern auch das andere nicht die gleichen doofen Fehler machen oder sich zumindest einen sparen. Ich hoffe auch immer wieder, dass ich dazu beitrage die Einstiegshürde für diesen wunderschönen Maßstab etwas zu senken.
Wer meine 0e Projekte verfolgt wird merken, dass hier ein paar echte Langläufer mit dabei sind. Also Modelle die schier ewig in der Mache sind. Eins was hier bisher garnicht zu sehen war, ist mein "Projekt V10B". Ich bin ein großer Freund der Kleindiesseloks der LKM Typenreihe V10B. Deren Schmalspurige Variante verliert durch ihr Fahrwerk und die abgänderte Form dabei für mich an Charme und war immer etwas zu klein für meinen Geschmack. Im Zuge meiner 0f Experimente dies Bezüglich kam mir noch eine andere Idee. Die Jung L10B von ZT Modellbahn hatte ich zwar verpasst aber zumindest noch ein Gehäuse abbekommen, was eigentlich nur ein Fahrwerk brauchte... Nach etlichen Jahren in der Bastelschublade war es jetzt soweit und ich habe mich zu ersten Tests mit einem PIKO Br 102.1 Fahrwerk in H0 durchgerungen. Über die Jahre hatte ich hier div. Fahrwerke im Auge aber so richtig stimmig schien mir keins. Das hier immer etwas zu zierlich, aber nun gut aber der Achsstand passt und zumindest Zeitweise hatte die Jung L10B keine wesentlich größeren Räder.
Fangen wir mit dem Ursprungszustand der PIKO BR 102.1 an:
Hier im Größenvergleich mit der TT Version des gleichen Herstellers. Die Fahreigenschaften sind ausreichend. Der Antrieb wirkt nur auf die hintere Achse, die Vordere wird per Kuppelstange mitgenommen. Im direkten vergleich hat die H0 Version, durch viel Spiel der vorderen Achse, eine Art 3 Punkt Lagerung. Die Lok ist erstaunlich laut und verfügt dank Schwungmasse sogar über etwas Auslauf. Der Rahmen ist komplett aus Metall.
Kurz darauf war das alte Gehäuse runter und das neue, das erste mal lose aufgesetzt.
Wie man sieht, passte hier etwas nicht ganz. Dafür Verantwortlich waren die Platine bzw. besser der Metallaufbau an dem sie verschraubt war und der normalerweise das Fürherhaus fixiert
Also ab in die Werkstatt und den Dremel angeworfen. Nach ein paar schneidarbeiten an den Metallklötzen und Schleifarbeiten an den sehr stark ausgeführten Gehäuseinnenseiten, sieht das ganze jetzt so aus:
Durch den die Fehlende Rahmenerweiterung und die Überhang sieht das ganze zwar noch etwas krumm aus aber ganz unzufrieden bin ich nicht.
Die oben erwähnte Normalspur V10B hab ich mir bei der Gelegenheit übrigens endlich in TT gegönnt. Insgesamt zumindest optisch ein wesentlich ansprechenderes Modell als DR BR 102.1, sowohl in TT als auch H0.
Da ich ungeplant doch noch weiter gemacht hab und meinen Beitrag oben nicht mehr ergänzen kann geht das sogar schneller als erwartet:
Vorhin gut versteckt war die fehlende zweite Seite. Die wurde jetzt für Trittstufen vorbereitet, was optisch doch nochmal einen gewissen Unterschied macht. Die gesamte Schürze wurde aus - ich schätze - 1mm Polysterolresten erstmal nur vorsichtig verklebt was beim Testaufbau zu gewissen Krummheiten führt:
Die Originallampen wurden übergangsweise angebracht, das Licht hinten etwas hübscher verkabelt und eine Kupplung angebaut.
Anschließend habe ich die Lok erstmal einem kleinen Testebtrieb unterzogen. Die Stromabnahme des 2-Achsigen Unterbaus macht keinerlei Probleme und vielleicht machen ein Paar mehr Gramm Gewicht das Anfahrverhalten des Motors etwas berechenbarer.
Dabei belasse ich es aber estmal... eigentlich wollte ich ja an meinem Lokschuppen weiterbauen. Aber das hat mich jetzt interessiert, zumal ich ziemlich schnell ein funktionierendes Fahrzeug in der Hand hatte. Mit den kleinen Loks lässt sich auf der Anlage fast Betrieb machen :D
/edit: Schön, dass ich jetzt erst sehe dass der eine Tritt falsch verklebt ist... aber das lässt sich korrigieren :)
Nachdem kleinen Einschub im Fahrzeugbau ging es heute endlich am Lokschuppen weiter. Eigentlich sollten Front und Rückseite entstehen, stattdessen ersteres und der erste versuch vom Tor - eine der Schwachstellen des Anlagenkonztepts -.
Beim Tor habe ich mich derbe Vermessen, was dazu führt, dass ich noch eins mit Schmaleren Leisten bauen darf. Generell konnte ich aber mal die zukünftige "Schwenkdynamik" testen. Durch die beengten Zustände darf der eine Torflügel(?) nämlich nicht voll ausschwingen.
Anbei auch noch 2 Bilder. Einmal eine (fast)Gesamtübersicht von der Baustelle.
Trotz meiner Kritik hat die kleine Satteltanklok einen dauerhaften Platz auf der Anlage gefunden. Dadurch, dass die Lok nur extrem wenig Anfahrstrom braucht, kann man mit ihr wunderbar 2 Zugbetrieb durchführen außerdem ist sie sehr Kompakt, was bei der Minianlage auch nicht unvorteilhaft ist.
Dazu noch ein Ensemble aus Lenz Kram, Sachsen und Angelsachsen:
Eine weitere kleine Optimierung habe ich heute an der Konstruktion meiner Kupplung vorgenommen. Beim Umbau der H0 Schraubenkupplungen blieben bisher die Haken übrig... irgendwie war und bin ich Skeptisch wie gut die sich im Betrieb machen, optisch bringen sie aber eine Menge!
/edit: Nachtrag:
Bei den Testfahrten mit der Mallet, habe ich beschlossen den Lokschuppen 2mm höher zu legen, sodass auch diese Lok reinpasst.
Selbst in im unfertigen Zustand und meiner stümperhaften Ausführung einfach eine schöne Lok...
Die auf der Anlage richtig Spaß macht (wie gesagt "Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert" und die Anlage wurde mehr oder weniger um die Lok herum gebaut).
Bonusbild: Kontraste - Meine kleinste und größte Spur 0 Lok nebeneinander
Weiter gings mit dem Gebäude bzw. Fassadenbau. Auch wenn es keinen Plan gibt, baue ich nach einem groben Plan im Kopf, den es ab und an mit Stellproben zu Überprüfen gilt. Heute entstand die Front eines weiteren Lenz "Einheitsbaus". Ich habe die Fenster/Türanordnung meinen Bedürfnissen angepasst. Auch wenn noch unvollständig, ging es vom Plan zur Wand doch recht schnell. Erkenntnisgewinn: Ich habe dahinten doch mehr Platz als Ich dachte... verdammt
Um den Schattenwurf am Hintergrund zu minimieren habe ich außerdem noch etwas Grün platziert.
Sodass sich am Abend jetzt dieses Gesamtbild zeigt.
Schon länger schwelte in mir das Verlangen nach einem Lenz'schen O-Wagen passend zu meinem kleine Epoche 1 Zug. Wagen, deren Pläne auf den z. B. von EMG gebauten Wagen (siehe: https://sachsen.museum-digital.de/single...439.33/915.29/0 ) zurück gehen habe ich zwar mehrfach gezeichnet aber noch nie einen "echten" gebaut.
Da ich über die letzten Monate schon alles vorbereitet und eine Abwechslung vom Hausbau 1:45 brauchte, habe ich mich heute mal an die Umsetzung eines ungebremsten, offenen Wagens gemacht. Zur Anwendung kommen meine üblichen Baumaterialien: Messingprofile, Holz und ein - mehr oder weniger - Großserienfahrwerk zum Metzgern (in dem Fall ein Peco 0-16.5/NG7 Bausatz für ein Wagenfahrwerk). Das ganze ist als Versuch zu verstehen, bisher hat es keiner meiner Spur 0 eigenbauten in den regelmäßigen Einsatz geschafft :/
Auf den 4mm x 2mm Messing U-Profile wurde der Wagenboden aus 4mm x 1mm Kiefernleisten gelegt. Oben Stellprobe mit Magic Train Basierten G-Wagen hier aus dem Forum und meinem Henke Personenwagen; unten sind genau 1m der Kiefernholzleiste lose aufegelgt.
Das sieht zwar etwas wild aus, war aber am meisten Vorhanden und relativiert sich hoffentlich im Laufe des Baus. Entscheidend für die Wahl des Peco Fahrgestells, auch wenn am Ende fast nichts verbaut wird, war der Raddurchmesser der beiliegenden Speichenräder. Unvorteilhaft sind die kleinen Federpakete.
Ursprünglich wollte ich hier Teile der EMW Kreativplatine für Offen Wagen nutzen, mangels geeigneten Biegewerkzeug für die Eckprofile, habe ich aber auch hier auf die leider etwas dicken und Nietlosen standard Messing Eckprofile zurückgegriffen.
Am Wagenkasten kommen 2mm x 1mm U-Profile und 3mm x 1mm Lindenholz zum Einsatz. Das was derzeit vom Wagenkasten da ist, ist noch abnehmbar (erleichtert das bemalen)
Mal gucken, recht stimmig sieht das Ganze m. E. ja schonmal aus und reit sich ganz gut in den Preußischen Fuhrpark ein.
In den letzten Tagen gings es mit meinem Gebäuderelief weiter. Die fehlenden Fugen ins Mauerwerkkratzen und aus der Wand ein Halbreliefgebäude machen.
Dabei fiel mir bei letzteren nicht nur auf, dass ich schon im zu Grunde liegenden Plan einen Fehler gemacht hatte und das Gebäude zu hoch gebaut hab. Die obere Fachwerkfächer sind ca. 5mm zu hoch. Jetzt könnte man meinen, dass das nicht Auffällt. Tut es auch nicht, bis man es gemerkt hat... was bei der Zeichnung der Seitenwand passierte. Das ganze wurde Konstruktiv zwar erstmal berücksichtigt, aber so lassen möchte ich das trotzdem nicht. Zumal mir zeitgleich auffiel, dass der obere Querbalken an der Gebäudefront zu kurz ist und ich den Überhang fürs Dach auf einer Seite vergessen habe... (auf der anderen Seite war keiner vorgesehen, weil hier theoretisch ein Güterschuppen anschließen sollte und praktisch das Diorama endet). Zwei bis 4 Querbalken an der Front hatte ich so oder so aus Faulheit weggelassen... und dass genau auf der einsehbaren Seite die Balken für Stirn und Frontseite nicht passen (auf der anderen Seite passt's. Ick sollte mehr der Symmetrie huldigen...) ist dann auch geschenkt.
Konsequenz aus diesem Sammelsorium unterschiedlichster Fehler und unsauberkeiten ist: Einmal Neuzeichnen und Neubauen. Das halbfertige Halbrelief bleibt aber erstmal ein gute/r Platzhalter/Kulisse, auch für weitere Projekte. Fenster und Türen sind eh noch nicht fix (immerhin kommt jetzt hier nach langer Wartezeit die bisher fehlende Grundierung :D ). Ich stelle mir nur gerade die Frage ob jetzt nicht auch das richtige Mauerwerk sinnvoll wäre?! Generell ist hier auch zu beachten: Ick finde das sieht generell nicht schlecht aus, geht aber in Anbetracht des minimalen Materialverbrauchs und dem Bastelspaß den man hat, geht das besser! Das ist ein <5€ Relief in Spur 0 (selbst wenn ich Fenster und Tür drin lasse; inkl Skalpellklingen die beim Zuschneiden drauf gehen)! Dazu kommt, ich habe hier nochmal etwas Routine im Umgang mit den Werkstoffen bekommen.
Erfolgreicher verlief das Prototyping meines 0e O-Wagens. Der bekam 1,5 Paar Federn aus der Bastelkiste (in der Hoffnung, dass das 4. Blattfederpaket noch auftaucht) und seinen zweiten Aufbau:
Bonusbilder:
Und auch wenn die Lok wirklich unpassend ist und ich sie die letzten Wochen regelrecht in mein Anlagenkonzept prügeln musste (Gegenkurven + Überhänge der Lok + meine "starren" Kupplungen harmonierten hier einfach garnicht... die Zeitform ist hier aber zu beachten :) ), man macht die Lok Spaß, trotz ihrer Länge selbst auf 75cm :)