einmal wieder hat eine angefangene Bastellei eine lange Pause durchleben müssen.
Aber in den letzten beiden Tagen ist wieder etwas Bewegung in die Sache gekommen. Ich möchte endlich einen Zug fertigstellen, um mit meinen Bahnhofs-Segmenten voran zu kommen.
Irgendwo im weltweiten Netz bin ich zwischendrin auf "Green Putty" von Green Stuff World aufmerksam geworden. Ein von der Konsistenz honigartiger Filler, mit dem man ganz wunderbar kleine Risse und Fugen verfüllen kann.
Da diese vertieft montierten Griffstangen nur bei einer Lok bekannt sind, müssen sie natürlich verschwinden.
Bei beiden im Umbau befindlichen Loks sind auch die Beleuchtungseinrichtungen an den Kabinen beseitigt. Bei der gelben Lok hatte ich es mit Fräsen versucht, bei der grünen habe ich sie einfach weggebohrt.
Auch die Motorvorbauten sind nun mit den gedruckten Masken bestückt. Links sollte die ältere Deutz-Variante sein, rechts ist vermutlich der Look der 13 später von Spoorijzer nachproduzierten Maschinen sein. Bei der zweiten Maske ist mir das Einpassen schon besser gelungen. Da muss wohl gar nicht verfüllt werden.
Die grüne Maschine wurde hier vom Vorbesitzer auch einmal vorgestellt: trauriges Bastelobjekt
Ich muss mir nun langsam überlegen, ob die beiden Maschinen Sound bekommen oder nicht. Ist vor allem stark davon abhängig, ob es einen wirklich passenden gibt. Habt Ihr da eine passende Empfehlung für mich? Klingt ja, nicht ohne Grund, wie ein Trecker: https://www.youtube.com/watch?v=RWi0RNk8eUw
Es geht zwar recht langsam voran, aber es bewegt sich noch.....
Die Lokgehäuse sind soweit lackierbereit und auch die Lackierkabine ist, nachdem mir der gesamte Keller Weihnachten vor einem Jahr durch die damaligen Regenfälle abgesoffen war, wieder einsatzbereit.
Vor dem Lackieren müssen aber noch Lampen an die Gehäuse. Ich hatte mir zwar Scheinwerfer von Weinert gekauft, aber die wirken mir etwas zu klein. Sie dürften mit ca. 3mm LKW-Scheinwerfer mit 150mm Durchmesser nachbilden.
Ich habe mir heute welche mit 4mm Durchmesser konstruiert, die dann ca. 180mm in 1:1 entsprechen sollten.
Ich warte eigentlich nur darauf, dass du demnächst den kompletten Motorvorbau neu konstruierst und druckst. Und danach dann das Führerhaus. Spart die Schleiferei mit den angegossenen Lampen...
Zitat von lokonaut im Beitrag #4960 Scheinwerfer!?
Klar, wenn ich so Fizzelkram drucken muss, dann auch immer gleich ne anständige Portion. Sehr viel davon verschwindet bzw. geht kaputt, bevor man es überhaupt erst anbauen kann. Kostet ja praktisch nichts. So ein Tropfen Harz lässt sich kaum in Cent bepreisen und Stromverbrauch und Druckzeit bleibt absolut gleich, egal ob 2 oder 60 Lampen gedruckt werden.
Zitat von lokonaut im Beitrag #49demnächst den kompletten Motorvorbau neu konstruierst und druckst. Und danach dann das Führerhaus.
Mit das Schwierigste (neben der geschwungenen Dachform) hat Holger sowieso schon gemacht, die Front. Ich denke auch, ich hätte da gleich ganz auf Eigenbau gesetzt und vielleicht sogar ein besseres Fahrwerk eingesetzt. Die alten MT Sachen laufen so lala. Kann man mit leben, aber es geht besser. Ich lasse meine wenigen MT Fahrzeuge quasi unverändert (bisschen Farbe und ggfs. das eine oder andere zusätzliche Anbauteil), bis auf die Weihnachts- Stainz von Roco. Die wird noch zu einer Kastendampflok, vielleicht ähnlich der 99 092 (weiß ich aber noch nicht genau) umgebaut. Bei der "neuen" Stainz lohnt sich der Aufwand mit dem Umbau wenigstens, denn die läuft um Welten besser als das alte "Gelumpe"...
Gestern habe bei der ersten Lok einmal die Scheinwerfer montiert:
Dann habe ich angefangen, die fehlenden Zurüstteile für die beiden Loks zu zeichnen. Dabei bin ich auf Details gestossen, die ich mir nur zum Teil erklären kann und wollte deshalb einmal fragen, ob hier tieferes Wissen vorhanden ist. Ein Bild der "Braubach" zeigt zwei mintierte Objekte, deren Sinn mir nicht klar ist. Ich habe diese auf dem folgenden Bild einmal gekennzeichnet:
Ich schätze, das einnes davon (auf dem Dach) eine Druckluftpfeife ist. Aber was stellt das auf dem Motorvorbau dar? Beide Objekte wurden auch bei der orangenen, grünen und schwarzen MT-Deutz nachgebildet.
so ganz nebenbei bin ich immer noch Mitglied im club760 und habe früher bei Arbeitseinsätzen auf der Taurachbahn ganz nahen Kontakt zur "Braubach" gehabt und auch 'ne ganz Menge Bilder gemacht. An der Lok ist über die Jahre viel gebastelt worden. Kann durchaus sein, dass es sich um eine Druckluftpfeife und eine Abgaspfeife handelt. Ich suche in meinen Bildern mal, was die aussagen und melde mich hier wieder.
Die gelbe ehemalige "Brummi"und zukünftige DL11 hatte ja von Werk aus keinen Auspuff und keinen Luft-Ansaugstutzen. Nachdem ich gestern gezeichnet und gedruckt habe, sind die Teile nun nachgerüstet. Als Auspuff hat sie (erst einmal?) einen mit selbstschließenden Deckel erhalten. Der grünen ehemaligen "Club 760" und zukünftigen DL12 wollte ich nach einem durch eine schlecht montierte Schwungmasse entstandenen Gehäuseschaden möglichst die angedeuteten Revisionsklappen zurückgeben. Dafür entstanden die große obere Revisionsklappe und die Lufthutzenaufnahme neu.
Beide Loks sind jetzt auch mit hinteren Beleuchtungseinrichtungen ausgerüstet.
ich habe mir heute die Zeit genommen und meine Bilder vom "Braubach"-Diesel der Taurachbahn zusammengesucht, ein bißchen hübsch gemacht und ein Fotoalbum in der Galerie erstellt, könnt' Ihr hier direkt anklicken. Eigentlich handelt es sich ja um den Deutz-Lizenzbau einer A4L514 bei der niederländischen Firma Spoorijzer, konkret um die Fabrik-Nr. 6008. Die Lok war mit 2 weiteren Schwestern in der Blei- und Silberhütte in Braubach im Einsatz, die ehemalige Lok III (6008) gelangte letztlich nach Österreich zum club760 und wurde / wird auf der Taurachbahn im Lungau als "Mädchen für alles" eingesetzt. Die Firma Fleischmann wählte die Lok als Vorbild für ihre Magic Train - Diesellok (0e) aus. In meiner aktiven Zeit beim club760 habe ich die Lok zwischen 2001 und 2016 recht hautnah erleben können und dabei sind über die Jahre eine Reihe von Fotos entstanden. Im Jahre 2001 konnte man die Lok noch mit dem schwarzen / gelben Warnanstrich an den Rahmenendplatten erleben.
Verrückt war's im Frühjahr 2002, der Warnanstrich wurde überpinselt (und nie wieder hergestellt), dafür verpasste man der Lok kurzzeitig ein "Fünf-Licht"-Spitzenlicht! Das war aber nur wenige Tage so dran bis der Lokverantwortliche in Mauterndorf eintraf... Außerdem ging das vordere rechte Rotlicht verloren und wurde nie wieder gefunden. In Ermangelung eines baugleichen Lampenkörpers blieb das so.
Auf Holgers Anfrage kann ich also nun bestätigen, die Lok hat 2 verschiedene Pfeifen, auf dem Motorvorbau links eine Abgaspfeife, auf dem Führerhausdach eine Druckluftpfeife, die auf Grund des höheren Schalldrucks in der Regel verwendet wird. Außerdem gibt's noch eine normale Hupe an der Führerhausvorderwand und irgendein "verspielter" Eisenbahnfreund hat auch noch ein Auto-Signalhorn oben rechts auf's Dach gebastelt.
In diesem Zustand verkehrte die Lok bis zum Frühjahr 2010. Auf Grund einer durchgerosteten Führerhausrückwand wurde die Lok grundlegend entrostet, ein Stück neue Rückwand eingeschweißt und anschließend rot lackiert.
Seit der Fahrsaison 2010 ist sie damit in roter Farbgebung auf der TB im Einsatz, bei der Gelegenheit hat man auch an der Rückwand das rechte Rotlicht entfernt (und hat nun wieder 1 Ersatz )
Die letzte meiner Aufnahmen stammt vom Sommer 2016, da waren die beiden Pfeifen und die beiden unterschiedlichen Hupen immer noch präsent.
Seitdem war ich noch nicht wieder im Lungau und hoffe, dass es dem alten Mädel gut geht - und bin gespannt auf Holger's Baufortschritte mit seinen Deutz-Diesel'n...
Ich bin von der Deutz A4L514F begeistert, seit ich das Modell der Braubach von MT das erste Mal gesehen habe. Das war da auch eine "besseren" Ausführungen. Ich habe übrigens lange gebraucht, bis ich irgendwann begriffen habe, das die "grüne" und die "orange-rote" von MT eigentlich dieselbe Lok sind. Wenn Fleischmann der Lok im Modell auch Lampen wie beim Vorbid verpasst hätte, hätte ich meinem Drang zur Veränderung des Modells leicht widerstehen können. Da MT aber als "Spielbahn" konzipiert war, war die Entscheidung für integrierte Leuchten bestimmt nicht falsch.
Die Front mit der nur bei dieser Maschine vorhandenen Revisionsklappe gefällt mir sonst eigentlich gut. Wenn ich mir Deine Bilder anschaue, diente die Klappe wahrscheinlich zur besseren Zugänglichkeit des Kompressors. Auch das kann ich mir anhand Deiner Bilder jetzt erklären. Übrigens ist mir bei Deinen Bildern aufgefallen, dass bei der Lok die beiden Luftkessel außen sichtbar auf dem vorderen Rahmenabschlußblech durch ein Rohr verbunden sind. Das war mir bisher nicht aufgefallen. Jetzt muss ich heute wieder in die Bildersammlung, um zu prüfen, ob das andere Loks dieses Typs auch hatten.
Auch Dank für Deine Unterstützung bei der Klärung der Pfeife auf dem Motorvorbau. Ich weiß jetzt, dass ich die bei meinen Loks ersatzlos streichen kann! Die Tröte auf dem Dach bekommen sie aber. So ein Horn macht sich optisch immer gut!