Da ich bisher weder eine Maßskizze für eine kleine E- oder Akkulok mit Mittelführerstand oder gar etwas "Garpen"-Ähnliches (https://www.oslj.nu/sv-SE/fordon/motorlok-41307609) auftreiben konnte, bin ich auf der Suche nach einem zu den Fahrgestellmaßen passenden Vorbild bei Deutz fündig geworden. Aus Maßen der Baureihen OMZ117 (fasst passenden Radstand) und OMZ122 (Aufbauten) habe ich mal Angefangen ein Rahmen zu Konstruieren um zu sehen wie Groß das ganze werden würde.
Auf dessen Basis will testweise eine Akkulok mit Holzaufbauten, jeweils mit Mittel- und Endführerstand bauen, bevor ich mich an die finale Kostruktion mache. Obwohl, oder gerade weil, der Pikoantrieb mit seinem recht hochragendem Antrieb, die Version Mittelführerstands weniger attraktiv werden lässt, habe ich mich als erstes für diese Variante entschieden (die Bauart gefällt mir einfach besser):
Derzeit funktioniert das ganze noch komplett als Überzieher, das soll auch noch ein weilchen so bleiben. Der erste versuch ist zwar möglichst einfach gehalten, bekommt aber schon Farbe (Beize) und stark vereinfachte Beschlagteile. Nur aufgelegt wird das ganze auf dem Fahrwerk sehr hochbeinig, was aber auch am noch fehlenden eigentlichen Rahmen liegt, der soll unter den Außenverkleidung ansetzen und aus entspr. Messing U-Profilen bestehen.
Als erstes habe ich 15mm Breite Bretter an einem der Vorbauten verbaut... die machen weniger Aufwand, sind mir aber zu Breit. Die für das Führerhaus vorgesehenen 10mm Bretter scheinen schon passender.
Eigentlich sollte nur der grobe Lokkasten aus Bild 1 entstehen um die Dimensionen zu testen. Erst als ich gesehen hab, dass ich den Aufbau fast komplett überziehen kann, habe ich mich entschlossen hier weiter zu bauen, dadurch ist der Lokkasten hartes Stückwerk und viel zu leicht ausgeführt. Erstaunlicherweise lies sich der erste Aufbau aber im Nachgang recht problemlos Nageln. An eine Führerstandseinrichtung habe ich aber natürlich nicht gedacht. Wie und wann man die gestaltet sollte man bei solch großen Modelle aber vorher bedenken. Einer der vielen Erfahrungswerte, die der weiterbau jetzt schon gebracht hat, auch wenn er viel Material frisst.
ZitatDa ich bisher weder eine Maßskizze für eine kleine E- oder Akkulok mit Mittelführerstand .... auftreiben konnte,
obwohl Du schon angefangen hast, hätte ich noch einen Vorschlag: Schalke 3F7 Die Maße passen nicht genau auf dein Fahrwerk aber bei Feldbahnen kann man das ja anpassen.
Die Lok hatte ich auch im Blick, war mir aber zu unförmig um daraus irgendwas zu aggregieren. Mit knapp 1,70 Vorbildmetern Breite (Rahmenbraite der Deutz OMZ122 + Bretter) ist meine Lok auch etwas stämmiger. Wobei ich sagen muss, wirklich wohlgeformt ist meine Entwurf jetzt auch nicht.
Dafür hat er seit heute die ersten Fenster. In 3-Lagen-Sandwichbauweise gefertigt, sind die genauso dick wie Beplankung der Lok, sodass - zumindest auf dieser auf dieser Führerstandsseite - eingelassen sind. Bretter und Fenster, liegen genau wie das Dach nur auf. Bei den Brettern trocknet gerade die Beize, bevor sie eingebaut werden können, danach sollte das Führerhaus auf der Seite stabil genug sein, um mit Nägeln versehen zu werden. Die Fensterrahmen sollen "natürlich" bleiben.
Konstruktiv ist das Ganze sicher nicht die sauberste Lösung aber es ergab sich so. Die güterwagenähnliche Konstruktion ist vll. etwas zügig aber definitiv besser als, das was die andere Lokhälfte an Wetterschutz zu bieten hat:
Auf Bild 2 kann man, auf halber Höhe des Einstiegs und unter dem Dach, zwei der Hilfsleisten die inzwischen im Lokkastenrahmeninneren verbaut werden müssen, erkennen. Die werden im Laufe des Bauvorganges weggestutzt und helfen den ungeplanten Nagelreihen halt zu geben.
Ebenfalls zu sehen ist ein neues Stück Testgleis. Da ich günstig an fast passende Buchenholzleisten gekommen bin, habe ich mich entschlossen, mein Teststück um eins mit "richtigen" Gleisprofilen und Schwellenabstand (45mm/600mm) zu erweitern.
Dank mehr und dickerer Schwellen liegt das gleis jetzt nicht nur sicherer im Sand, sondern sieht m. E. auch besser aus. Die Übergangsschwelle trübt den Eindruck etwas, die ist aber nötigt um die unterschiedlichen Profilhöhen auszugleichen.
Eine Verbindung zwischen beiden Stücken gibt es offensichtlich noch nicht, die Gleise liegen aber fest genug um befahren zu werden. Bei 73cm Gleislänge (um die 9,70m) kann man eh nicht viel verkeht machen.
Und was einfach schon ein bisschen geil aussieht ist sowas hier:
Da ich mich an meinen 2 freien Tagen hier in der Hauptstadt nicht rausbewegen wollte (es ist kalt...) habe ich gerade mal einen groben Plan inkl. Teileliste für einen EMG O-Wagen für 600mm Kleinbahnen (ungebremst und ohne Seilführung) angefangen. Siehe: https://sachsen.museum-digital.de/singleimage?imagenr=20037
Stand jetzt würde ich behaupten, das ist mit "Haushaltsmitteln" analog zu den bisher gezeigten Loren durchaus machbar. Sofern man Spur II Radlager nutzen (finden wir heraus!), und mit im Durchmeser 1mm zu großen Rädern leben kann. Zu beachten ist, das in dem Maßstab die Materialkosten enorm in die höhe steigen. Ein Meter Messing U-Profil für den Rahmen (außen) kosten bereits knappe 30€ und den braucht man fast komplett. Dazu kommt nicht wenig Holz und div. L und U Profile sowie die Schrauben. Kupplung ist so eine Sache aber auch machbar, behaupte ich.
Bei Interesse würde ich versuchen den Plan zu digitalisieren und eine Teileliste veröffentlichen.
Ich guck mal wie gut ich das hinbekomme. Normalerweise bediene ich mich einfach aus meinem Fundus bzw. kaufe dann entspr. nach aber hier muss ich gezielt suchen und kaufen, brauche also selber zum ersten mal eine :) Zumal man hier wirklich viel Material braucht und nicht einfach 2m Kauft um 1,5 Wagen bauen zu können.
Weiter improvisiert wird dagegen an der Akkulok mit Mittelführerstand. Die bekam heute u. A. ihre finale Frontpartie (vll. ach Rückseite?). Es fehlen allerdings noch die Nägel. Ich hatte vorher begonnen die Nägel an der Seite weiter einzuschlagen, dabei fiel mir wieder auf wie Instabil der Rahmen ist. Es ist definitiv ratsam, hier erstmal durchtrocknen zu lassen und vll. sogar die 2. Seite bauen. Hier reicht zwar mein Material nicht mehr ganz aber, was da ist wurde schonmal gebeizt, sodass ich morgen zumindest anfangen kann.
Außerdem entstand ein erster Entwurf für einen einfachen Rahmen.
Die Konstruktion besteht aus 2 Aluminium U-Profilen (12mm Breite) sowie Polysterolplatten und Holzschwellen für die Pufferbohlen. Da Rahmen und Lokomotivkasten noch nicht verbunden sind, musste ich ihn für die Bilder aufbocken... Man erkennt es vll. das gute Stück ist leider etwas kurz. Beim Maßnehmen am Lokkasten, habe ich vergessen, dass noch 3mm in der Länge fehlen, weil bisher nur eine Seite beplankt ist.. jetzt will ich erstmal abwarten um den Rahmen mittig ausrichten zu können und dann zu entscheiden ob das so bleiben kann. Die Bohrung ist für eine Heyn Mittelpufferkupplung analog zu den Loren.
Die Aluminium Profile bringen zwar kein zusätzliches Gewicht, kosten aber dafür weit weniger als Messingprofile, die ich bisher nur bis 10mm Breite finden konnte (und in Anbetracht der Preise eigentlich auch nicht in größer finden will).
Kleiner Nachtrag: Nachdem der zweite Vorbau zu 2/3 verklebt wurde, habe ich heute Lokkasten und Rahmen verheiratet.
Btw.: Die Heyn Wagen würde, ich nachdem ich angefangen habe den EMW O-Wagen zuzeichnen, als recht stämmig einschätzen. Im Gesamtbild finde ich den kleinen Zug aber recht stimmig. Was man vom Bild nicht behaupten kann aber vormittags, muss ich an meinem Testgleis gegen das Licht fotografieren.
Es ist schon ein bisschen witzig, wie sich die Lok langsam durch das Gras kämpft :D (ohne Wagen, der Zug füllt mein gesamtes Testgleis aus)
Die Lok kommt ohne Zusatzgewichte jetzt auf ca. 1250g, davon gehen 930g auf die Spenderlok, Leichtbaurahmen und Lokkasten (nur Holz und Nägel!) kammen damit auf über 300g und am Lokgehäuse fehlt noch so einiges. Ich denke mal auf 1,5kg + nochmal 250-500g gewicht zusätzlich dürfte ich am Ende kommen. Da bin ich gespannt wie sich das dann auf die Akkus auswirkt.
Zitat von rofra im Beitrag #36Die Aluminium Profile bringen zwar kein zusätzliches Gewicht, kosten aber dafür weit weniger als Messingprofile, die ich bisher nur bis 10mm Breite finden konnte (und in Anbetracht der Preise eigentlich auch nicht in größer finden will).
@Max Hensel hat mir hier heute einen entspr. Shop mit div. Metallprofilen verlinkt an dem ich mal völlig Wertfrei die Preisverhältnisse darlegen möchte:
Für den EMG O-Wagen benötige ich in 1:13,x
Zitat20334100 Messing U-Profil 20 Ms58 4 x 10 x 4 x 1 mm CW614 N CuZn39Pb3 37,54 € Stück 0,17 1000 mm
Wobei ich 3mm Schenkellänge verbauen werde und mein Profil dadurch weniger gekostet hat. Mit Versand bin ich aber auch bei dem Preis.
Hier verbaue ich 75cm von dem 100cm Profil für einen Wagen.
In 1:32 habe ich in etwa diese Profile
Zitat20333700 Messing U-Profil 20 Ms58 2 x 6 x 2 x 0,6 mm CW614 N CuZn39Pb3 11,83 € Stück 0,04 1000 mm
verbaut, davon aber nur 32cm. D. H. ich bekomme 3 Wagen aus einem Profil, was mich 1/3 kostet. Weiter gehts dann beim Holz, sodass hier die "Funktionsteile" (Räder/Fahrwerk, Kupplung u. Ä.) fast den geringeren Kostenanteil ausmachen. Ick bin gespannt, was bei dem Projekt am Ende unterm Strich steht, das wird auch das erste mal, dass ich das voll Erfassen kann.
Dazu kommt, eigentlich müsste man hier einen Vollständigen Rahmen bauen, hier kommen, m. E., im Rahmen nochmal mehr Material dazu.
/edit: passender wäre natürlich der vergleich zu 1:45 gewesen, da ist aber gerade nichts greifbar.
Einen Bausatz hat Heyn noch im Angebot, der mich massivst gereizt hat und zwar, nach dem ich die Kartoffellore im vollen Umfang vor mir stehen sehen hatte, aus rein ( ;) ) praktischen Gründen. Es handelt sich um eine Ziegellore. Wie sich herausgestellt hat, ein Fest für jeden der gerne Schrauben (r)eindreht.
Auch dieser Bausatz ging flott von der Hand, auch wenn ich ein paar Anpassungen vornehmen musste. Dadurch dass die Bohrungen in den L-Profilen für die Bretterböden zu weit auseinander liegen, lies sich das Gestell nicht sauber in den Rahmen führen, sodass an jedem horizontalen träger unten etwas Material abgenommen werden musste. Ansonsten habe ich den Bausatz nur durch 6 Nägel ergänzt, die den oberen Rahmen stabilisieren:
Meine Idee den Wagen für div. Kleinkram zu nutzen, funktioniert ganz gut.
Im Gegensatz zu allen anderen Loren ist hier Vorsicht beim Verschrauben des mittleren Querträgers geboten. Der nimmt hier nämlich den mittleren Träger für die Einlegeböden auf. Alle 6 Träger passen bündig in den Lorenrahmen (naja fast, siehe oben). Hier sitzen aber, wie bei allen anderen Loren auch, die 4 Bolzen zum fixieren des Querträgers, man sollte die also erst nach dem befestigen der Aufbauten reinschrauben. Sonst bekommt man den Träger nicht mehr richtig Eingebaut
Mein Werkstattzug ist damit also erstmal Komplett :) (also abgesehen vom Zugpferd)
Puffer an Puffer ist das Gespann 95cm Lang und füllt damit mein gesamtes "indoor Testgleis" aus. Draußen würde er schon nicht mehr aufs Gleis passen. Deswegen ging es mit dem Gleisbau weiter... ein wie sich herausgestellt hat, doch etwas komplexeres Thema.
Da mir Gleise selber Nageln bisher immer sehr viel Spaß gemacht hat, habe ich mir hier mal bei Wenz ein entspr. Starter Set bestellt. Eigentlich für 1:20,3 also US 3ft. Schmalspur. Der erste Eindruck war ernüchternd. Ein Teststück mit den von mir bisher genutzten und eigentlich favorisierten MIHA Code 250 Profilen schlug erstmal fehl... zu Krumm, zu viel Verzug bei der Spurweite. Ein Vergleich mit den von Wenz angedachten (und Testweise mitbestellten) PECO Code 250 Profil zeigte auch warum. Der Schienenfuß ist fast doppelt so hoch wie bei Peco und auch Breiter, was zusätzlich dazu führt, dass die Schienenverbinder nicht passen.
So richtig auf mir sitzen lassen, konnte und wollte ich das aber auf mir nicht. Also noch ein zweiter Testaufbau zu später Stunde mit den Spur 1e Profilen die bei mir noch rumflatterten.
Das funkionierte schonmal besser. Was hier noch nicht ganz so gut zu sehen ist, ist die Nagelform. Ich hatte etwas in Form der MicroSpikes oder Spur 0/1 Schienennägel erwartet. Bekommen habe ich eine weitere Variation der bekannten Messingnägel 8-10mm Lang, 0,8 bis 1,1mm Kopfdruchmesser. Das gefällt mir auch nicht so wirklich. Auch zu sehen (oben auch schon, aber schlecht): Meine Lok hat jetzt Kupplungen und konnte gestern zum ersten mal auch Wagen ziehen. Leider passt die Optik der Heyn Kupplungen m. E. garnicht zur Lok aber das ist bei meinem Testaufbau nebensächlich, dafür eine weitere gute Erkenntnis. Die Bohrungen für die Kupplungsaufnahme hatte ich "blind" auch so ziemlich genau 3mm zu tief gesetzt, was ich durch Hochlegen des Rahmen korrigiert habe.
Aber zurück zum Gleisbau, denn ohne Schienen, wird das hier alles nichts und eigentlich soll meine Werkstattbahn ja auf die große Werkbank und vll. in die weiten der Märkischen Pampa vordringen. Es folgte also ein weiteres Testgleis, nochmal mit MIHA Profilen und ein paar Hilfsmitteln (Lehre zum Ausrichten der Unterlegplatten, Eigenbau Spurlehren und etwas Grüner Tee mit Rum für die genauigkeit) entstanden heute im Nachgang nochmal etwas mehr als 50cm Gleis im Vollausbau. Also alle 8 Schwellen, mit je 2 Unterlegplatten, 8 Löcher und 8 Nägeln. Was soll ich sagen, das muss man auch wollen :D
Im Testaufbau zum Vergleich mal Baumarkt Nägel (mehr Nägel für weniger Geld, kürzer mit größeren Kopf) rechts und links Wenz Nägel.
Irgendwie hats was aber so richtig Praktikabel ist das nicht und sieht auch nicht so richtig nach... Klein oder Feldbahn aus. Zum Thema Gleise und Gleisbau plane ich nochmal einen gesonderten Exkurs, deswegen hier nur der kurze Einblick. Aber ich musste hier auch etwas Frust wegschreiben. Spaßig war das nicht. Da baut sich selbst so ein schraub- und vorarbeitungsintensiver Bausatz wie die Ziegellore faktisch von selbst, aber Gleisbau ist bisher ziemlich ungeil.
Gestern ging es endlich mit meinem EMG O-Wagen los! Kern des Ganzen sind Spur IIm Radlader mit Federung und ca. 120g 10mm Messing U-Profile.
Die Konstruktion erfolgt analog zu den bereits gebauten Prototypen in 1:32, nur größer und dass ich kein "Industriefahrwerk" einbetten kann und auf kompletten Eigenbau angewiesen bin. Etwas tricky ist hier, dass man die Federn der Achslager nicht einfach auf den U-Träger platzieren kann. Das Vorbild liegt Tiefer als die Wagen größerer Spurweiten.
Sicherlich nicht ganz vorbildgerecht aber zumindest in der Höhe halbwegs stimmig und den Rahmen stabilisierend, liegen die Federn jetzt auf jeweils 2 Querträgern auf. Zwischen den U-Profilen Längs und Quer habe ich einen Holzprofil Eingeklebt was später die Nägel und Schrauben halten soll.
Grob zusammengestapelt zeigt sich das erste größere Problem. Die Achslager sind gefedert, aber im Original für einen 1:22,5 Lasercutbaustz gedacht und der Rahmen jetzt nicht nur schon zu schwer für die Federn, auch ihr Spiel ist zu groß, sodass die Spurkränze an den Wagenboden stoßen würden.
Das muss jetzt erstmal sacken. Entweder alles festlegen oder Federn mit mehr widerstand einbauen.
ZitatEntweder alles festlegen oder Federn mit mehr widerstand einbauen.
Da festlegen - nach etwas hin und her Denken - in der Baugröße für mich nicht in Frage kommt, habe ich mich zwischenzeitlich mal daran versucht den Federweg zu verkürzen. Hier mal der Urzustand:
Und mit verkürzten Federweg. Hierzu habe ich einen je einen Bolzen in die Federn eingeführt, sodass nur noch minimales Spiel vorhanden ist. Der Federeffekt bleibt ein gewisses Stück erhalten aber die Räder können nicht mehr an den Wagenboden schlagen. Wirklich genial ist, dass durch die Schraubbauweise man ein paar Versuche beim Auseinanderbauen frei hat :)
Leider war auch das nur bedingt erfolgreich. Nachdem testweise anbringen der Kupplungen, ging der Wagen wieder in die Knie.
Da weder genug Material für den Wagenkasten, noch passende Eckprofile vorhanden waren musste ich hier erstmal pausieren. Die Frage ist jetzt wo bekomme ich passende Federn her... und wann gibt es wieder 3mm Lindenholz bei Modulor?
Mangels Antworten ging es erstmal mit dem Gleisbau weiter. Der vordere Teil einer Schleppweiche und nochmal 60cm Gerades Gleis (naja nicht ganz... nach dem Weichentorso hatte ich keine lust mehr auf Hämmern) bringen meiner Werkstattbahn einen zusätzlichen Meter Gleis. Damit komme ich auf 2,20m Strecke und nochmal 50cm Abstellgleis (bis zum Herzstück gemessen).
Für einen "freestyle" Bau der ohne Plan entstand, funktioniert die Weiche ganz gut. Der Gleisabstand zum Stellstück ist etwas knapp geraten und auch das Herzstück etwas zu steil verbaut aber es funktioniert. Generell muss ich mich an die größeren Toleranzen Gewöhnen, gerade beim Gleisbau hat man und braucht man hier mehr Spiel.
Damit schwinden aber auch die Vorräte für den Gleisbau. In der Weiche sind auf 40cm Länge nochmal gut 1,50m Gleisprofile geflossen (3ft. Peco und nochmal 58cm Massoth, wenn mich nicht alles täuscht) und da fehlt noch was entscheidendes! Mehr mangelt es aber an Holz für die Schwellen. Es ist wirklich krass was hier an Material drauf geht.
Aber ganz ehrlich... selbst drinnen, auf hart improvisieren Gleisen: Das ist schon ein bissche geil.
Ich weiß, ich überlege gerade ob ich das schlechte Wetter nutze um einen Bestelltag einzuschieben, ich war bisher blos zu "faul".
Ich hatte, nachdem ich Modulor entdeckt hab, nur viele Sachen dahin ausgelagert, weil die "um die Ecke" sind. Ich fahre nur 15min mit der S-Bahn. Der Weg ist also nur minimal länger, als der zur Packstation/zum DHL-Shop. Da ist aber - Stand jetzt - vor Ende Juni nicht mit Nachschub zu rechnen. Bei Architekturbedarf habe ich schon geschaut, alles da :) ich muss nur noch schauen was ich gerade alles brauche... Es ist kalt und regnet und ich will gerade nicht hinter ;)
/edit: fast alles da... jetzt haben die die 6x12mm Kieferleisten nicht mehr (das sind exakt MPSB Schwellen in 13,3) >_< es ist doch zum Mäuse Melken!
Neben noch etwas Spielkram beim Gleisbau, habe ich an meinem Lokkosten weiter ge"arbeitet". Der wird zwar nicht schöner, kann aber inzwischen - entgegen meiner Pläne - ganz gut die Piko Lok verstecken.
Das Spitzdach des zweiten Vorbaus liegt dabei auf dem Dach des Führerhauses der Pikolok auf und wird abnehmbar bleiben
Die Erweiterung meines Testgleises wird seit ein paar Wochen von irgendeinem wühlenden Wesen heimgesucht, was man am rechten Bildrand sehen kann. Glücklicherweise hat das Tier bisher gekonnt das wichtigere STück herumgebuddelt.
/edit: Am linken Bildrand sieht man wie schön die Kiefernholz schwellen nach 3 Monaten gealtert sind. Die Schwelle links vor der Lok, ist noch irgendwas anderes hat sich aber auch schön eingelebt. Wie gesagt, ich bin mir durchaus bewusst, dass die Verbaute Lösung nicht die langlebigste ist aber genau darum gehts. Mich interessiert wie lange so eine unbehandelte Kiesbettung überleben kann und wie sie sich entwickelt. Z. B. bleibt die Kiesbettung selbst, bisher erstaunlich Unkrautfrei und war von dem bisherigen Wetter (ein paar Kräftige schauer aber noch kein richtiges Unwetter wie wir sonst 1 bis 2 mal Jahr haben) bisher recht unbeeindruckt. Hier hatte ich mehr Erosion erwartet. Angriffe von Riesenwühlmäusen in 1:13,x sind dagegen m. E. einfach in den Griff zu bekommen (siehe Beiträge weiter oben.) und da ich draußen keinen Betrieb mache nur für die Optik ärgerlich.
Auch wenn hier im Faden jetzt ein paar Tage ruhe war, ging es primär in 1:13,x weiter. Gerade bei der Lok lohnt es m. E. aber einfach nicht Fortschritte zu Zeigen. Das Grundkonzept ist klar denke ich, aber dadurch ist das Projekt auch weder Ansehnlich, noch ein "interessantes" Modell. Gleichzeitig stecke ich aber recht viel Zeit in die Lok. Deswegen fange ich mal mit den interessanteren aber weniger erfolgreichen Teil an, dem EMG-Owagen:
Nachdem es endlicher wieder Holz (und passende L-Profile) gab habe mal Testweise mit einer Stirnwand begonnen. Die Idee ist die Bretter wie beim Vorbild zu Verschrauben und dazu wie bei den Heyn Wagen, erstmal mit Leim zu fixieren. Ich hatte mir das durch die Mischbauweise schwieriger Vorgestellt aber Uhu, Messing und Holz halten ganz gut und so konnte ich ohne Probleme die Bretter verschrauben. Das ganze hält auch seit 2 Wochen Bombenfest.
Was aber auch ein Problem ist. Auf dem Bild sieht man eine Schraube versetzt. Hier hatte ich einen Denkfehler drin, bzw. habe mich für eine andere Lösung entschieden.
Auf dem zweiten Bild sieht man, dass ich die Schraubenköpfe im Wagenkasteninneren herausstehen lasse. Das Funktioniert aber nicht an den Eckprofilen, weil hier die Seitenwände anliegen müssen. Das habe ich natürlich nach der ersten Schraube festgestellt. Meiner erster Gedanke war, die Schrauben hier soweit nach innen/außen (Stirnseite/L-Profil) zu versetzen, dass die Seitenwand auf ihnen Aufliegt und eine zusätzliche Führung durch die Schraubköpfe bekommt. Das sieht aber wie Auf Bild 1 zu sehen aus... nicht wirklich gut. Weswegen ich dann die obere Schraubenkopf einfach im Holz versenkt ab. Das sieht einfach besser aus und ist auch einfach zu bauen. Hier war ich dann erstmal unentschlossen... Ein neues Profil zuschneiden? nur ein Neues Loch?
Da zwischenzeitlich auch meine direkt bei Piko im Webshop (inkl. Ersatzteilsortiment. Nicht schlecht.) bestellten Achsen ohne Haftreifen eingetroffen waren, habe ich mich erstmal wieder der Akkulok zugewandt und ihr auf die neuen, unbereiften Räder geholfen.
Im Lieferzustand der Spenderlok haben alle Räder Haftreifen, was mir irgendwie garnicht zusagt. Ich habe beide Achsen ausgetauscht und habe genug Zugkraft für meine Zwecke. Bei der Gelegenheit gleich noch ein Bilck auf den unteren Teil des Antriebs, falls es wen interessiert. Alles denkabr einfachst gehalten (was den Preis der Fahrgestelle doch etwas fragwürdig erscheinen lässt). Mich würde mal interessieren, ob hier z. B. auch Speichenräder der Piko E93 reinpassen. Die Antriebe scheinen mir sehr Modular und einheitlich.
Im Zuge des Umbaus wollte ich mir auch nochmal die digitalen/elektronischen Bauteile der Lok nochmal genauer anschauen und die Soundfunktion ausbauen, was auch gleich erledigt wurde.
3 von 4 Baugruppen hatte ich hier schonmal gezeigt: 7/8th scale - 0f mal andersherum (2) Diese wurden diesmal alle auseinender gefedel und jetzt auch vermessen, um sie in der zweiten Versuchslok gleich mit einzuplanen und zu schauen, wo ich mehr Kabel brauche. Die Soundplatine hatte ich bisher noch garnicht gesehen.
Die befindet sich unter dem Dach der GE Lok (#30; Bild 3) und jetzt auch unter dem Dach meiner Speicherlok, jedoch ohne "Brüllwürfel" und graue Verschalung.
Im Loch in der Mitte saß der Lautsprecher und ragte entspr. hoch bzw. ins Lokinnere. Auf der Platine befinden sich außerdem die Innenbeleuchtung, die an den Platinenrändern eingelassenen Dioden für die Fahrtrichtungleuchten und der Lautstärke/An/Aus Taster für den Sound
Hätte ich gewusst, dass ich das alte Führerhaus der GE-Lok jetzt schon ausbauen kann, hätte ich mir den abgeschrägten Motoraufbau an der Seite gespart. Die Kabel führen zwar jetzt genau mittig durch das Führerhaus. Die Platine selbst passt aber fast unsichtbar unters Dach und ach der Taster für den Sound ließe sich noch bedienen (was zwischenzeitlich durch mein Lokgehäuse nur mit mühe ging). Auch wenn ich für den großen Leuchtkörper der Führerstandsbeleuchtung, einen meiner Dachträger (auf denen die Platine aufliegt) entspr. einkerben musste.
Ohne Sound, kann man an/aus/Fahrtrichtung nur am Licht festmachen, umso besser, dass ich zusätzlich zur Innenbeleuchtung zumindest eine der beiden Dioden jetzt schon kann.
Auf der anderen Seite müsste ich einen größeren Eingriff machen bzw. eine Diode opfern. Deswegen sieht die bekannte Seite auch aus wie gehabt, leuchtet aber heller (nicht zu sehen.)
Testweise habe ich mal den zweiten Motorvorbau abgeschrägt. Das verdeckt zwar die Fenster(rahmen) einwenig aber dafür ist die Lok jetzt symmetrisch. Wirklich gut ist, dass ich jetzt keine schiefen Fenster auf der anderen Seite bauen muss und dort das Führerhaus jetzt von Innen ein bisschen verkleiden kann. Mit dem Kabelstrang kann ich wesentlich besser Leben als mit dem gelben Klotz.