Ich habe mir inzwischen einmal den zur Druckdatei bei Cults vom Konstrukteur beigefügten Text durchgelesen. Er schreibt folgendes: "Fleischmann BR89 is an almost perfect fit!"
Nun, die Baureihe 89 ist eine "Sammelbaureihe". Sie beinhaltet nicht nur die preuß. T3, sondern auch u.a. die BR 89.0, die es auch von Fleischmann gibt. Diese völlig andere Maschine hat eine Heusinger-Steuerung, wie sie auch auf Bildern der original Henschel RIIIc zu sehen ist.
Da hier im Verlauf mehrere Leute ebenfalls Interesse am Bau eines solchen Modells geäußert haben, wollte ich auf auf einen möglichen Irrtum für den Vorschlag des Spendermodells hinweisen.
Moin moin Laut Martin ist das Gehäuse speziell um das T3 Fahrwerk von Fleischmann herumkonstruiert. Und die hat nunmal keine Heusinger Steuerung. Die 89.0 gibt es auch von Fleischmann aber die kommt noch mit dem ordinären Rund-Dings-Motor. Da es leider nicht so viel an Dampfloks zu kaufen gibt in 0e...zumal dann der Preis wieder dort ankommen würde, wo man doch lieber selber baut...kann man mit dem Kompromiss leben. Denke ich...
Hi. Es gab in den 1950er Jahren schon mal eine T3 von Fleischmann. Die wurde damals von 1956 bis 1968 in recht großen Stückzahlen gebaut und taucht deswegen immer wieder auf Börsen auf. Die Lok ist aber deutlich größer als die "neuere" Version, die ab 1983 in den Handel kam. Denn in den 1950ern hat Fleischmann noch im Maßstab 1:82 gebaut. Daneben ist sie noch mal größer als für 1:82 nötig ausgefallen, da sie dasselbe, zur T3 gar nicht passende, Fahrwerk wie die BR 80 aus derselben Zeit erhalten hat. Die "alte" Fleischmann T3 hat eine Heusinger Steuerung, obwohl das Vorbild eine Allen Steuerung hat. Außerdem sind die Laufeigenschaften eine Katastrophe. Viel zu schnell und furchtbar schlechte Stromaufnahme. Trotzdem halte ich meine eigene T3 in Ehren, denn die Lok ist älter als ich und ein Erbstück.
Zitat von Martin im Beitrag #30Ich nehme mal an, alles ab 1995 ist geeignet.
1983 ist das erste Modell der T3 in der jetzigen Ausführung erschienen. Für die damalige Zeit war das ein Super Modell, und auch sehr teuer. War echt eine Investition damals. Aber die T3 sah klasse aus und lief (für 1983) extrem gut. Sie hat damals mehr als eine Roco BR 44 gekostet, nur um das mal einzuordnen. Sicherlich gab es später Anpassungen um Decoder, Sound usw. einbauen zu können. Aber grundsätzlich hat sich seit 1983 an der Lok nicht mehr viel geändert. War auch aufgrund der gelungenen Ausführung nicht nötig. Deswegen ist alles ab Bj. 1983 für die Henschel als Fahrwerksspender geeignet.
Neben dem offensichtlichen Größen- und Proportionsunterschied kann man die beiden Ausführungen eben auch ganz leicht an der Steuerung auseinander halten.
Hi. Ich hab mal schnell ein paar Fotos gemacht, um das zu verdeutlichen.
Hier ist meine "alte" T3 zusammen mit der Lok, die Martin mir zum Ausmessen für die Zylinder- Überzieher zugeschickt hat. Denn mir fehlt ja, wie gesagt, eine "neue" T3 im Portfolio.
Hier noch mal die beiden Fahrwerke in größer.
Und zum Schluss noch mal ein Foto mit einer Roco BR 80 in 1:87 als Größenvergleich. In "echt" ist die BR 80 deutlich größer als die T3. Hier im Modell ist es aber umgekehrt.
Man sieht also deutlich um wie viel zu groß die alte Ausführung der Fleischmann T3 ist. Sollte man auf den ersten Blick auseinander halten können.
Zitat von Holger im Beitrag #31hat eine Heusinger-Steuerung, wie sie auch auf Bildern der original Henschel RIIIc zu sehen ist.
Man könnte sicherlich auch andere C- Kuppler Fahrwerke unter die RIIIc bauen. Die Frage ist nur, lohnt sich der Aufwand? Ich hab mal meine Roco BR 80 unter das Henschel Gehäuse gehalten. Damit hätte sie eine Heusinger Steuerung. Auch die Proportionen von Rädern und Achsständen stimmen halbwegs zur T3. Allerdings ist das Roco Chassis "oben rum" viel zu voluminös. Man müsste unglaublich viele Fräsarbeiten durchführen und daneben zwingend auch den Motor austauschen, da der Original- Motor aus der BR 80 viel zu groß für die Henschel ist. Wäre (Ist) mir viel zu viel Aufwand. Sonst hätte ich meine Henschel tatsächlich auf BR 80 Basis aufgebaut, denn die hätte ich sowieso da. Eine andere Möglichkeit, ein nicht so teures Spenderfahrwerk zu ergattern, könnte auch die BR 53 von Fleischmann sein. Zumindest wenn man eine mit komplettem Gestänge erwischt (also eher nicht aus einer Startpackung) hätte man eine Heusinger Steuerung und sogar etwas größere Räder. Die BR 53 hat allerdings einen quer im Führerstand eingebauten Scheibenmotor. Den muss man auf jeden Fall beseitigen, da er zu "klobig" ist. Davon abgesehen bekommt man die BR 53 meist recht günstig und sie läuft nicht gar so schlecht. Und man könnte gleich noch den Tender zu einem Waldbahn- Tender umbauen und hinter die Henschel kuppeln...
Die 89.0 von Fleischmann wäre auch deutlich schlanker als die 80 von Roco, keine Frage. Könnte vielleicht möglich sein, die unter die Henschel zu basteln. Aber auch davon hab ich kein Exemplar vorrätig, genau so wenig wie von der BR 53. Wenn mir jemand eine schickt, schaue ich mal nach, ob man das irgendwie hin bekommen würde. Extra dafür eine Lok zu kaufen, hab ich aber keine Lust. Und die T3 läuft eindeutig besser als die 53 oder 89.0.
Ich finde die Lok mit dem T3 Fahrwerk aber ziemlich stimmig. Und wer weiß, ob nicht bei irgendeiner Waldbahn die defekte Heusinger Steuerung der Lok gegen eine sowieso noch in der Ecke herum liegende Allan Steuerung ausgetauscht wurde...
ich habe gestern auf die Schnelle das RIIC-Gehäuse einmal ausgedruckt, um die in meinem Kopf aufgetauchte Frage klären zu können.
Ich zeige hier einmal die bisher unbekannte Perspektive von unten
Die Aussparung im Gehäuse ist ~ 66mm x 29,5mm.
Hier das Fahrwerk einer Roco 89.0. Es ist unschwer zu erkennen, dass sie ohne Bearbeitung und Umbau nicht passen wird. Aber wer diesen Weg nicht scheut: Es könnte passen. Die Breite oben ist ~ 30,5mm. Die sichtbare Schraube, die das Gestänge hält, müsste im Gehäuse auf Höhe der seitlichen, ovalen Öffnung (Aufstieg?) im Wasserkasten plaziert werden. Vor der Schraube müsste Material weichen. Hinter der Schraube müssten je Seite 0,5mm abgetragen werden. Platz für einen kleineren Motor mit den Ausmaßen bis 16mm x ~ 20mm wäre dann immer noch vorhanden.
Erst einmal werde ich diesen Umbau nicht in Angriff nehmen können, aber er ist auf der to do-Liste notiert.
Hier für ebenfalls Interessierte ein nützlicher Netzfund:
Hallo Martin, Hut ab. Wirklich gut. Den Plan mit der Tendervariante habe ich vorerst verschoben, um "Dein Modell" so gut ich es vermag nachzubauen. Kann sein, dass ich mit der einen oder anderen Nachfrage per PN bei Dir melde. Viell. kannst Du das Modell zur nächsten NUSSA präsentieren. Grüße aus Celle Karl
so sieht übrigens die neueste Ausführung der T3 von Roco aus.
Statt einen rechteckigen Motors ist jetzt ein Rundmotor eingebaut. Typ Kinmore N30. Der kostet mit Schnecke und Schwungscheibe lt. Roco-Preisliste 43,50 €.
Zitat von Claus60 im Beitrag #34Hi. Es gab in den 1950er Jahren schon mal eine T3 von Fleischmann. Die wurde damals von 1956 bis 1968 in recht großen Stückzahlen gebaut und taucht deswegen immer wieder auf Börsen auf. Die Lok ist aber deutlich größer als die "neuere" Version, die ab 1983 in den Handel kam. Denn in den 1950ern hat Fleischmann noch im Maßstab 1:82 gebaut. Daneben ist sie noch mal größer als für 1:82 nötig ausgefallen, da sie dasselbe, zur T3 gar nicht passende, Fahrwerk wie die BR 80 aus derselben Zeit erhalten hat. Die "alte" Fleischmann T3 hat eine Heusinger Steuerung, obwohl das Vorbild eine Allen Steuerung hat. ...
diese alte T 3 von Fleischmann, die von meinem Geburtsjahr an bis zu meinem 12. Lebensjahr gebaut wurde (), ist das Modell einer würtembergischen T 3, was man unter anderem an der Ordnungsnummer 313 erkennen kann ( https://de.wikipedia.org/wiki/W%C3%BCrttembergische_T_3). Die Heusingersteuerung ist deshalb korrekt. Über Maßstäblichkeit und Fahreigenschaften kann ich natürlich nichts sagen. Gruß Henning