Moin, Ich bin momentan beim Zusammenbasteln meines Ringlokschuppens. Dieser hat einen Holzdielen Boden der aus 3-schichtigem gelasertem Holz (Abachi? ) ist Diesen möchte ich gerne altern, Die Optik habe ich mir stark verschmutzt und ölig vorgestellt, wie vermutlich ein Boden aussieht nach jahrelangem Dampfbetrieb. Meine bisherigen Versuche waren sehr ernüchternd! Wie bekommt man sowas halbwegs realistisch hin? Für Tipps und Anregungen wäre ich sehr dankbar!
Danke erstmal, Pigmente hab ich noch nicht getestet, hatte ich auch noch auf dem Zettel! Htte bisher nur positive Ergebnisse damit! Allerdings habe die die Teile nicht fixiert . Nimmt Du dafür Klarlack? Gruß Martin
Bei meinen Weinert Wagen habe ich die Holzleisten für die Ladefläche zunächst gebeizt. Beizen gibt es ja verschiedene Brauntönen und Helligkeiten. Das hier war glaube ich "Eiche mittel":
Dann habe ich die Leisten mit der Dry Brush Methode gealtert, also mit fast trockener schwarzer und hellgrauer Revell Farbe abgebürstet:
Das kann man solange wiederholen bis einem der Effekt gefällt. Wenns zu dunkel ist kann man mit hellgrau wieder aufhellen, oder mit schwarz abdunkeln.
und dann einzeln aufgeklebt:
Die Methode funktioniert sicher auch bei einem flächigen Boden aus einer gelaserten Holzplatte.
abgesehen von der Alterung frage ich mich ob ein Holzboden für einen Dampflokschuppen geeignet ist. Ich erinnere mich an den Tag der offenen Tür bei der RhB in Landquart 2014: Die Rotunde der RhB ist gepflastert, und das Pflaster bei den beiden noch vorhanden Dampflokständen nahezu schwarz von den Dampflokrückständen der vergangenen Jahrzehnte:
Am Boden gab es Feuchtigkeit und Ölflecken.
Ebenso war die Decke fast komplett schwarz vom Ruß der Dampfloks.
Nur so als Anregung.
PS: die beiden Dampflokstände sind von der übrigen Rotunde mit einer Holzwand abgetrennt. Die übrigen Stände für die Elloks in der RhB Rotunde sind schön weiß gestrichen und sehr sauber und gepflegt:
Die Variante um Holz zu altern, die Du beschreibst ist natürlich super, habe ich in ähnlicher Form schon gemacht, allerdings sieht`s bei Dir professioneller aus! In meinem Fall ist das aber nicht so gut umzusetzen, da es sich um Schichthoz handelt und die Teilen keinen Maßerungsverlauf in eine Richtung haben, außerdem würde ich beim bürsten der Oberfläche das gelaserte mit Sicherheit beschädigen! Zur Verdeutlichung 2 Bilder wie der Boden im Rohzustand ausschaut. Ich würde gerne die Konturen der Dielen Nagellöcher so gut wie möglich erhalten!
Servus Ralf, auch Dir herzlichen Dank für Deine umfangreiche Antwort!
Deine Methode um Holz zu altern ist ja ähnlich wie die von Günni, leider für meinen Fall nicht wirklich umsetzbar, sieht aber echt klasse aus bei Deinen Wagen!!!
Das die Sache mit dem Holzboden in einem Dampflokschuppen früher oder später kommen musste, war klar. Zugegeben ist das auch völliger Quatsch! Simon Cox schreibt auch in der Bauanleitung das er das gemacht hat weil es ihm so gefällt, mit dem Zusatz das es nicht realistisch ist! Es besteht die Option den Holzboden wegzulassen und anstatt dessen den "Grundboden" als Beton- oder Steinboden darzustellen. Ich fand die Option mit Dielenboden schön, daher hab ich den Bausatz so bestellt. Da ist Kit Wood Hill Models halt sehr flexibel was die Varianten angeht, man muß mit Simon nur reden dann macht er das so wie man es gerne hätte! Der Typ ist einfach nett, kompetent und umgänglich. Auch danke für die Bilder vvon der RhB! Den E-Lok-Schuppen will man nicht wirklich nachbauen...hatten die blaue Farbe für die Gleise übrig?
Zitat von Enzian 999 im Beitrag #8 Den E-Lok-Schuppen will man nicht wirklich nachbauen...hatten die blaue Farbe für die Gleise übrig?
Gruß Martin
In der Tat, das sieht ungewöhnlich aus, aber es fällt auf. Wenn dann noch jemand über die Gleise stolpert, dann muß er sich Fragen lassen, wo er denn hingeschaut hat, während er da lang ging.
Grüße aus Töging am Inn
Ulli
Betriebdirektor/ Technischer Leiter und Lokführer der TKB
@Holzböden: Ich denke hier hängt es auch von der Art und Lage der Bahn ab. Die Heeresfelbahneinheitslokschuppen hatten zumindest - als temporäre Bauten - einen angedacht und gerade für Bahnen in Übersee (je nach Klima) sind sie m. E. eine gute Wahl.
Ansonsten würde ich das ganze einfach mal an den Resten und Rahmen der Holzstücke probieren (generell immer den Werkstoff nehmen, den man auch verbaut) und einfach mal probieren, wie sich der Werkstoff verhält. Im Zweifelsfall sind bei solchen "Drecksbuden" eh nicht mehr alle Schraub/Nagellächer erkennbar und wie gut man die am Ende dann im Bauwerk sieht, lasse ich auch mal dahingestellt. Nacharbeiten der Konturen ist auch noch eine Option (auch wenn der Umfang der Arbeiten erstmal abschreckt... Zeit und Aufwand, ist das was schöne anlagen ausmacht.)
Altern/Patinieren ist sowieso so ein Thema wo ich auch nach div. Jahren noch kämpfe. Von daher einfach üben und nach Möglichkeit nachholen (Ich habe genau aus dem Grund nicht ein gealtertes Gebäude...)
/Edit: wovon ich aber abrate - und das tue ich sehr selten, weil jedem gefällt was anderes - sind die schlumpfblauen Schienen ;). Die sieht man dann defnitiv auch aus der Entfernung durch die Fenster :D
Moin, Mein Plan ist folgender: einen Teil vom Dach möchte ich so bauen das dieser abnehmbar ist, um einen besseren Blick in das Innenleben zu gewähren, da ich den Schuppen auch mit diverse Einrichtungs Gegendtänden bestücken will. Inspiriert wurde ich durch das abnehmbare Führerhausdach bei der Mannig Wardle, mal sehn vielleicht bekomme ich das beim Lokschuppen auch mit Magneten hin. Da wäre es schon schön wenn von der Boden Struktur noch was zu erkenne wäre! Der nächste Versuch wird mit Pulverfarbe gemacht. Gruß Martin