Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 
Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 3 Antworten
und wurde 314 mal aufgerufen
 Was grade auf dem Basteltisch liegt
Gruaga Online




Beiträge: 74

24.01.2026 09:01
Sind Lasercutter "mobil" Antworten

Hallo.

Derzeit liebäugle ich mit einem Lasercutter. Allerdings schlägt auch hier das Problem "kein Platz" zu. In diesem Falle eben, kein Platz um ihn dauerhaft aufgebaut stehen zu lassen.
Daher nun meine Frage, ob man so ein Gerät aufbauen, die diversen Schneidereien erledigen und dann wieder einpacken kann?
Ist mir klar, dass dies der Maßhaltigkeit eher abträglich ist. Aber vielleicht sind die Geräte ja auch gar nicht zum erneuten Zerlegen vorgesehen und meine Idee ist "dummes Zeug". Kann aber ja auch anders sein ...

Hat da jemand Erfahrung und kann mir Infos dazu geben?

Mit besten morgendlich frischen Grüßen
Marten

PS: Auf längere Sicht gesehen könnte es sein, dass sich ein dauerhafter Standplatz ergibt...

Aufräumen ist nicht das Problem, wiederfinden ist es!


Boemmel13 Online



Beiträge: 203

24.01.2026 09:18
#2 RE: Sind Lasercutter "mobil" Antworten

Moin Marten,

wir haben uns sowas hier zugelegt:

https://de.crealityfalcon.com/products/f...ravierer-cutter

Den kann man problemlos wegstellen. Mit einer Tiefe von etwa 50cm passt er z.B. super in ein IVAR-Regal unter der Anlage...

Schöne Grüße aus der Lüneburger Heide

Jesper und Markus


Claus60 Offline




Beiträge: 1.253

24.01.2026 15:56
#3 RE: Sind Lasercutter "mobil" Antworten

Hi.
Es gibt ganz unterschiedliche Ausführungen von Lasercuttern. Deswegen kann man das pauschal nicht beantworten. Die günstigsten Lasercutter sind offene Gestelle mit ein paar Steppermotoren und einem Laser- Modul. Die gibt es schon ab 100€. Als Beispiel mal so etwas:

https://de.aliexpress.com/item/1005010133908628.html

Diese Teile sind nicht sonderlich stabil, weswegen man sie nicht all zu oft hin und her räumen kann, ohne das was passiert.

Die "mittlere" Version ist die, die ich habe. Eigentlich ist mein Gerät eine CNC Fräse, bei der man die Frässpindel gegen ein Laser Modul austauschen kann. Das wäre dann sowas:

https://de.aliexpress.com/item/1005009407671764.html

Nachteil, die Arbeitsfläche ist meist eher kleiner. Preislich liegt das etwas über den einfachen Lasercuttern, dafür hat man dann den Mehrwert, das man eben auch eine CNC Fräse zur Verfügung hat. Außerdem sind die Teile deutlich stabiler als die einfachen Lasercutter. Müssen sie sein, da beim Fräsen eine erhebliche mechanische Belastung auftritt, die beim Lasern nicht vorkommt. Deswegen kann man sie problemlos hin und her räumen. Der weitere Vorteil ist der Frästisch. Da kommt kein Laser durch. Wenn man das Teil mal aus Versehen im Betrieb umwirft, kann der Laserstrahl kein Unheil anrichten, was bei den einfachen Modellen sehr wohl passieren kann.

Die "große" Variante der Diodenlaser sind dann welche in einem geschlossenen Gehäuse, wie der weiter oben verlinkte Lasercutter. Solche Modelle kann man ebenfalls problemlos hin und her räumen. Sie sind aber (deutlich) teurer als die bisherigen Varianten.

Daneben gibt es für den Heimgebrauch auch CO² Laser.

https://de.aliexpress.com/item/1005010545516106.html

Die können deutlich mehr Materialien schneiden und sind meist auch leistungsfähiger. Dafür sind sie teurer (so ab 500€ an aufwärts) und verbrauchen viel Strom. Groß und schwer sind sie obendrein. Da fällt das Hin und her räumen nicht mehr ganz so leicht.

Generell gilt, man sollte möglichst keine Kunststoffe lasern. In den allermeisten Fällen entstehen dabei extrem giftige Dämpfe, die krebserregend sein können oder gar so giftig, das man daran stirbt. Acryl geht zwar ohne giftige Dämpfe zu Lasern, aber muss durchgefärbt sein, damit man es auch mit einem Diodenlaser schneiden kann. Bei klarem Acryl geht der Laserstrahl einfach durch das Material hindurch, ohne eine Wirkung zu haben. Das passiert bei einem CO² Laser nicht. Der schneidet problemlos auch transparentes Acryl. Aber andere Kunststoffe wie Polystyrol sollte man keinesfalls mit dem Laser schneiden. Metall ist aus einem anderen Grund problematisch. Dazu reicht die Leistung des Lasermoduls eines typischen Heim- Lasercutters einfach bei weitem nicht aus. Mit einem "großen" CO² Laser kann man bei dünnem Alu oder Messing vielleicht Glück haben. Für Stahl oder sowas reicht aber auch der Heim- CO² Laser nicht.

Nicht zuletzt aus dem Grund habe ich mich seinerzeit für ein Kombi- Modell aus CNC Fräse und Lasercutter entschieden, auch wenn ich die Maschine inzwischen fast nur noch als Lasercutter einsetze. Aber ab und an muss ich mal PS bearbeiten. Das kann man dann mal eben mit der CNC Fräse erledigen. Auch Messingbleche bekommt man damit bearbeitet. Allerdings ist die Fräse sehr laut, sehr langsam und sehr dreckig. Alleine deswegen verwende ich schon lieber den Lasercutter.

Für "normale" Modellbahn- Zwecke reicht jedes der genannten Modelle aus. Wei viel man dann für Komfort, Sicherheit und Leistung ausgeben mag, muss jeder für sich selbst entscheiden. Die ganz einfachen Modelle sind ziemlich unsicher. Da sollte man den Raum während der Laser arbeitet nur mit Schutzbrille betreten bzw. sich darin aufhalten. Bei dem Fräsen- Lasercutter braucht man die Schutzbrille eigentlich nur, wenn man in unmittelbarer Nähe des Gerät ist bzw. dort Einstellungen usw. vornimmt. Die Laser in geschlossenen Gehäusen sind da eher unkritisch, so lange man die Bedienklappe nicht im laufenden Betrieb öffnet (öffnen kann). Generell ist das alles kein Kinderspielzeug, aber auch kein Hexenwerk.

-------------------------------------
Danke fürs lesen, Claus

(M)Ein Modellbahn- Blog


Maze Offline



Beiträge: 20

24.01.2026 18:40
#4 RE: Sind Lasercutter "mobil" Antworten

Hallo,
jetzt muß ich dann doch mal der Legendenbildung vorbeugen.
Co2 Laser können KEINE Metalle schneiden, dazu benötigt man einen Faserlaser.
Kunststoffe kann man sehr wohl Lasern. Unterlassen sollte man allerdings PVC zu lasern, dabei entsteht unter umständen Salzsäure.
PS, ABS, POM und weiter lassen sich Lasern, mal mehr oder weniger gut, seht gut Plexiglas.
Mal abgesehen davon das Laserdämpfe IMMER abgesaugt werden sollte und nach außen oder durch entsprechende Filter geleitet werden sollte muß dabei keiner befürchten tot umzufallen. Lasergravieren und schneiden ist aber definitiv keine Wohnzimmertaugliche Anwendung.
Lasermaschinen ohne Schutzabdeckung und Absaugung kann ich ganz grundsätzlich nicht empfelen. Co2 Laser verbrauchen übrigengens weder unmengen von Strom noch sind sie alle schwer. das hängt tatsächlich von Leistung und Größe ab, es gibt auch kleinere Tischmaschinen. Diodenlaser sind von den Möglichkeiten im Vergleicch zu o2 Lasern schon sehr eingeschränkt.
Viele Grüße von einem der seit 10 Jahren mit allen möglichen Lasern und Materialien arbeitet und immer noch lebt ;-)
Viele Grüße
Martin

Nachtrag: der Falcon macht zumindest auf den ersten Blick einen ordentlichen Eindruck
Gratuliere, viel Spaß damit


nur mal so »»
 Sprung  
Xobor Ein eigenes Forum erstellen
Datenschutz