das Jahr 2026 ist nun schon fast wieder einen Monat alt, aber große "Heldentaten" an der Werkbank habe ich noch nicht vollbracht. Ich muss aber auch zugeben, dass die gegenwärtigen niedrigen Temperaturen doch den Elan im Bastelkeller etwas bremsen. Im Normalfall liegt bei mir die "Keller"-Temperatur bei knapp 19°C (dank durchlaufender Heizungsrohre), da kann man gemütlich vor sich hin werkeln, aber zur Zeit sind's nur zwischen 15 und 16°C. Dementsprechend sind die Einsätze etwas kürzer, wenn die Füße kalt werden, setze ich mich dann doch lieber wieder in die warme Stube. Trotzdem war ich nicht ganz untätig und möchte Euch ein paar meiner einfachen Basteleien kurz zeigen. In der Vorweihnachtszeit habe ich in irgendeinem 1-Euro-Laden ein paar Plaste-Dekotannenbäumchen erworben, mit langem Stiel und mit einer Art Glitzerzucker bestreut und beklebt. Aber von der Struktur her gar nicht so schlecht (für meine Baugröße IIe), also habe ich die vorhandenen 6 Stück zum Preis von 1 Euro pro Stück erworben, machte also preislich dem Laden-"Motto" alle Ehre. Zu Hause habe ich mir die Dingers näher beguckt und festgestellt, die kann man auseinander zupfen, genau 46 Äste/Zweige sind's pro Bäumchen. Einzeln mit der Drahtbürste behandelt, kriegt man den Glitzerzucker auch runter, besser noch, wenn man die Äste vorher mindestens 24 Stunden in Wasser einlegt. Na ja, ist letztlich eine Fleißarbeit, inzwischen habe ich 3 Bäumchen daraus fertig, jeweils auf unterschiedlich lange Stiele gesetzt, so sieht's im Moment aus:
Und kam der berühmte Neujahrstag, wo man bekanntlich das Bastelmaterial praktisch von der Straße aufsammeln kann, nachdem es seinen Himmelsflug beendet hat. Na klar, die Raketenleisten! Es werden wegen der mistigen Raketenbatterien jedes Jahr weniger, aber eine Handvoll ist's doch noch geworden. Wie auf Stichwort hat mich ein guter Eisenbahnfreund in den ersten Januartagen besucht und brachte mir das Blechdach eines ausrangierten Vogelhäuschens mit. Er weiß, dass ich im Sternzeichen des "Lumpenmannes" geboren bin und alles gebrauchen kann und das meistens auch irgendwie "verwurste". Es hat nicht lange gedauert, da schnurrte die Proxxon-Säge schon und das hier ist heraus gekommen:
Nach Aufbringen von Holzbeize aufs Holzgerüst und ein paar Alterungsfarben und Grünzeug aufs Dach haben meine Schafe von jetzt auf gleich einen Unterstand gefunden und eine Ecke auf der Anlage wird sich finden, wo ich das Teil noch hinpacke.
Und dann sind mir mal wieder die Einzelteile eines Messingblech-Lorenrahmen in die Hand gefallen, die treiben sich schon 'zig Jahre in der Materialkiste rum. In der Zwischenzeit gibt es auch einen kleinen Vorrat an 3D-gedruckten Achslagern und da hatte ich die Idee, ob man nicht aus diesen gegensätzlichen Materialien was zusammen "gebacken" bekommt. Zunächst habe ich den Rahmen zusammengelötet, dann mittels einer Klebelehre die Achslager mit Zweikomponentenkleber befestigt, nach dem Aushärten die Löcher nachgebohrt und gekürzte Schienennägel als Stifte (statt Schrauben) eingeklebt. Scheint zu halten, ich konnte den Rahmen leicht auseinander biegen und die Radsätze (von Regner) einsetzen, ohne das ein Lager wieder abgebrochen wäre.
Im Bestand hatte ich auch noch die beiden Kabeltrommeln, also war der Gedanke einer Kabeltransportlore geboren. Einfach eine Flachlore mit Holzbelag und darauf ein Gestell, auf dem die Trommeln nebeneinander lagern und von wo das das Kabel theoretisch "abgetrommelt" werden könnte. Der Holzbelag ist aus 3 kurzen Stücken Raketenleiste und 8 dickeren Kaffeerührstäbchen (!) entstanden und es wurden 3 Reihen Schienennägel als Befestigungs-"Imitat" mit eingedrückt. So muss man sich die Sache zunächst vorstellen, das Gestell für die Kabeltrommeln folgt noch.
Damit kann ich ein wenigstens paar kleine Erfolge für den ersten Monat des Jahres verbuchen. Wie heißt es so schön? - Kleinvieh macht auch Mist! Na bitte schön....und es sind ja noch elf weitere Monate im Kommen...