Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 
Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 6 Antworten
und wurde 453 mal aufgerufen
 Digital / elektr. Technik / Analog
teetrix Offline




Beiträge: 335

12.02.2026 12:46
Akkubetrieb für Dummies Antworten

Hallo,

irgendwann hatte ich die Nase voll von der schlechten Stromabnahme meiner Fahrzeuge. Also Akkubetrieb? Die Erläuterungen unserer Elektronikgurus schreckten mich eher ab. Stepup-Regler, Fahrregler, Ladeschaltung, WLAN-Empfänger... spätestens beim dritten Wort stieg ich aus. Einen Decoder kann ich noch einlöten, aber viel mahr nicht. Ich brauchte also was einfaches. Und ich wollte Sound.
Dann kam der bluetoothfähige Hornby-Decoder heraus, und irgendwann erfuhr ich, dass der mit 9 Volt zurechtkommt. 9 Volt-Blockakkus mit USB-Ladeanschluß gibt es mittlerweile recht erschwinglich, ich kaufte welche mit 650 mAh im Doppelpack mit einem praktischen Ladekabel:



TwCotangaAkku by Michael Carl, auf Flickr

Als Testobjekt wählte ich meine Cotanga-Triebwagen aus, weil da genug Platz für den doch etwas sperrigen Akku war. Ich lötete den Decoder ein, an die schwarz/roten Gleisanschlüsse kam ein 9V-Kontaktpad:



TwCotangaGesamt by Michael Carl, auf Flickr

In Walldürn wurde dann getestet. Der Akku hält etwa 4 Stunden im Anlagenfahrbetrieb, dann wird er ausgetauscht und geladen. Mit 4 Akkus kam ich über das gesamte Wochenende.

Nachteile?
Das Gehäuse muß für jeden Wechsel abgenommen werden.
Die Akkus haben einen eingebauten Stepup-Regler, ab und an gibt es Exemplare, die die Soundwiedergabe stören und etwas unsauber klingen lassen.
Der Hornby-Decoder hat nur vorgefertigte, nicht änderbare Soundprojekte, bei meinem Triebwagen fehlt z.B. die Glocke.
Um den Decoder im Bedarfsfall an die Zentrale anzuschließen, muß man an das Gleiskabel der Zentrale ein Kontaktpad anschließen.

Natürlich kann man das alles eleganter, aufwendiger, professioneller machen. Dann ist aber die Einfachheit dieser Lösung weg...

Viele Grüße
Michael


Martin Offline




Beiträge: 1.518

12.02.2026 12:52
#2 RE: Akkubetrieb für Dummies Antworten

Moin Michael,

ich finde diese Lösung richtig gut, das einzige Problem, dass du auch schon angesprochen hast, ist die Größe des Akkus. Der passt halt nicht in jedes Modell.

Das müssten diese Akkus sein.

https://www.kaufland.de/product/46848442...t=PMax_lowPrice

Viele Grüße aus der Hildesheimer Börde

Martin

DelTang-Funkloks,
Wald- und Feldbahnen 0e, 16,5 mm,
Maßstab 1:45


Martin Offline




Beiträge: 1.518

12.02.2026 13:28
#3 RE: Akkubetrieb für Dummies Antworten

Moin Michael,

sobald du zwei Fahrzeuge hast könnte man den Akku "fest" einbauen und mit einer Ladebuchse versehen.

Viele Grüße aus der Hildesheimer Börde

Martin

DelTang-Funkloks,
Wald- und Feldbahnen 0e, 16,5 mm,
Maßstab 1:45


Claus60 Offline




Beiträge: 1.253

12.02.2026 14:08
#4 RE: Akkubetrieb für Dummies Antworten

Hi.

Zitat von teetrix im Beitrag #1
Stepup-Regler,

So kompliziert ist das wirklich nicht. Der StepUp Regler wird einfach in die Stromzuleitung eingeschleift. Plus an Plus und Minus an Minus. "In" zeigt zum Akku, "Out" zum Empfänger/Decoder. Das war's schon. Schaffst du ganz sicher.

"Ladeschaltungen" braucht man nicht, sofern man den Akku mit einem (oft mitgelieferten) Ladegerät auflädt.

Z.B. Sowas:
https://www.amazon.de/Weciau-RC-Flugzeug...e/dp/B0FR9BXPMZ

oder sowas:
https://www.amazon.de/AVCXEC-RC-Flugzeug...e/dp/B0DQSG1NP5

Sind nur zwei Beispiele von unzähligen solcher Angebote. Ich hab viele solcher Lagegeräte hier rum liegen, nutze aber ein "gutes" auch für mehrzellige Akkus geeignetes Ladegerät aus dem RC Modellbaubereich. Das überwacht und pflegt die Akkus doch besser als so eine einfache USB Ladeschaltung. Man bekommt diese LiPo Akkus auch so klein, das man sie in H0e oder N Loks einbauen kann. Bei 0e findet man immer etwas, das passt.

Rein vom Preis her sind die 9 Volt Block- Akkus mit 5€ das Stück für einen 650 mAh Akku wirklich keine schlechte Lösung, da bereits alles eingebaut ist, was man so braucht. Ist halt oft ein Platzproblem sie unter zu bringen.

Wenn du Wert auf Sound legst, ist die Hornby Lösung auf jeden Fall die Einfachste und auch kostengünstigste, da bei Deltang und Co. kein Sound vorgesehen ist. Ohne Sound ist mir die Deltang Lösung aber lieber, da man den Hornby Decoder aktuell nur mit dem Smartphone steuern kann, was mir nicht so zusagt, wie ein "haptischer" Handregler.

Und der Einbau einer Ladebuchse lohnt sich auf jeden Fall. Ständig das Gehäuse abzunehmen ist wirklich lästig. Mit einer Ladebuchse (einfach parallel an den Akku anlöten) kann man die Lok aufladen, ohne sie zu öffnen. Bei den 9 Volt Blöcken kann man auch einfache Kabel mit losen Enden an der einen und einem USB Stecker an der anderen Seite verwenden, da eine USB Buchse ziemlich groß ist. Ich verwende einfache Stiftleisten aus dem Elektronik - Bedarf. Die sind winzig und spottbillig:



Oben ungefähr in der Mitte ist die Ladebuchse zu sehen. Ein winziger Einschalter, ebenfalls unter der Lok versteckt (unten in der Bildmitte), hilft sehr dabei, in Betriebspausen Strom zu sparen.

Ach, noch was...
Der alte Fleischmann Motor in deinem Cotanga-Triebwagen ist wirklich ein Stromfresser. Wenn du den mal gegen einen Glockenanker- Motor austauscht, wirst du wohl mit einer Akku- Ladung locker das ganze Wochenende hin kommen statt wie jetzt dafür 4 Akku- Ladungen zu benötigen.

-------------------------------------
Danke fürs lesen, Claus

(M)Ein Modellbahn- Blog


teetrix Offline




Beiträge: 335

14.02.2026 21:25
#5 RE: Akkubetrieb für Dummies Antworten

Danke für eure Antworten! Wie schon gesagt, es geht immer besser und eleganter... Über eine Ladebuchse habe ich schon nachgedacht, aber da müßte ich den Triebwagen nach vier Stunden abstellen und aufladen. Mit meiner Lösung tausche ich den Akku gegen einen vollen und weiter geht's. @Martin: Ja, es sind diese, es gibt aber von anderen Anbietern auch welche mit größerem Speicher.
Viele Grüße Michael


Martin Offline




Beiträge: 1.518

15.02.2026 07:39
#6 RE: Akkubetrieb für Dummies Antworten

Moin Michael,

du hast natürlich recht. Eine Ladebuchse macht erst Sinn wenn du zwei Fahrzeuge im Einsatz hast. Eines wird geladen, das andere fährt.

Das dauernde öffnen des Daches, das ist meine Meinung, ist dem Modell nicht unbedingt zuträglich.

Ich wünsche dir einen schönen Sonntag !

Viele Grüße aus der Hildesheimer Börde

Martin

DelTang-Funkloks,
Wald- und Feldbahnen 0e, 16,5 mm,
Maßstab 1:45


rofra Online




Beiträge: 1.552

15.02.2026 08:21
#7 RE: Akkubetrieb für Dummies Antworten

Tatsächlich auch für mich bisher die interessanteste Lösung, wenn auch immernoch nicht Kompakt genug. Das sieht erstmal machbarer aus, als ich das aus dem Experementierthema hier rausgelesen hatte, das dürfte aber am vereinfachten Akku liegen (bzw. das ich jetzt auch mal ein paar Erfahrungen mit dem Thema machen durfte).

Die 9V Blöcke gibt es inzwischen bis 1200mAh was ein weilchen halten sollte (Die PIKO Spur G Lösung nutzt 6x 1,5V R6/AA Akkus und empfiehlt min. 1200mAh für den großen 24V(?)-Motor. 1100mAh war das höchste was ich bekommen hab). Die Lösung wird bei mir im Laufe des Jahres durch 2 dieser 9V Blöcke im Wechsel ersetzt. (Wohlgemerkt in 1:13,3!)

Man braucht halt leider noch eine entspr. große Lok, die dann eigentlich auch weniger Probleme bei der Stromabnahme machen sollten. (Wobei sich die Großen Mehrkraft/Hybrid-Loks aus den Sperrgebieten ja fast Anbieten würden: https://www.deutschsuedwester.de/images/...Sperrgebiet.pdf)

~ from prussia with love ~

der franke, der robert


 Sprung  
Xobor Ein eigenes Forum erstellen
Datenschutz