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Dieses Thema hat 11 Antworten
und wurde 653 mal aufgerufen
 Landschaftsbau
schmalspurloethi Offline



Beiträge: 255

19.02.2026 17:38
Verwendung von Sanden Antworten

Hallo Forumsfreunde,
ich möchte Ingos Thema mit der Beschreibung seiner 0e - Bahn nicht stören und eröffne hier deshalb dieses Thema inspiriert von der Beschreibung der beim Baseln verwendeten Sande.
Ich verwende verschiedene davon - Ostseesand, Nordseesand, Vogelsand und Terrariensand. Letzteren nutze ich zum "einschottern" meiner 0e - Schmalspurgleise. Dieser Sand ist mir fein genug. Die anderen drei Sorten siebe ich mit einem einfachen relativ feinmaschigen Haushaltssieb aus. Vor allem dient es dem Entfernen unerwünschter Fremdkörper. Aber auch die Feinheit des Sandes wird so "verbessert". Die Sande finden so dann Anwendung bei der Geländegestaltung. Mit dem Nordseesand habe ich allerdings auch Rauputz am Kohledepotschuppen der Lokeinsatzsteller meiner Löderberger Kreisbahn nachgebildet.





Zitat von Lindenauer im Beitrag Die KKB (Krakower Kreisbahn)
Hallo Günni,

von Dir kann man immer wieder was lernen. Das mit dem Tiefgrund kannte ich noch nicht, das werde ich auf jeden Fall ausprobieren. Zumal ich da schon ewig noch einen halben Kanister voll in der Garage stehen habe , das passt...

meint der Lindenauer

Micha


Ja lieber Micha, von Günni kann man viel lernen. Diesen Tipp mit dem Tiefengrund habe ich schon vor einiger Zeit dankend entgegengenommen und wende ihn erfolgreich an. "Von Günni lernen heißt siegen lernen".

Gruß Henning


Günni Offline




Beiträge: 939

21.02.2026 11:02
#2 RE: Verwendung von Sanden Antworten

Danke für Euer Lob. Ist auch nicht alles auf meinem Mist gewachsen, vieles hab ich auch von Anderen übernommen.
Übrigens Nordeseesand: das Zeug ist salzhaltig. Ich weiß nicht, ob das irgendwie mal Probleme macht.

_________________________________

Günni

Je schmaler die Spur umso größer der Spaß


schmalspurloethi Offline



Beiträge: 255

21.02.2026 12:46
#3 RE: Verwendung von Sanden Antworten

Hallo Günni,
ich verwende den Nordseesand seit etwa 5 Jahren und bisher ist mir nicht aufgefallen, daß er Probleme macht.
Gruß Henning


Claus60 Offline




Beiträge: 1.253

21.02.2026 12:57
#4 RE: Verwendung von Sanden Antworten

Hi.
Mein Tipp, wenn es in 1:45 (oder gar 1:87) auch nur in der Nähe von maßstäblich gehen soll, ist nach wie vor Chinchilla- Sand. Zum einen enthält er, im Gegensatz zu Vogelsand, nicht so viele Fremdstoffe (Kalk, Anis, und was weiß ich noch alles den Vogelsand "verunreinigt") und zum Anderen ist er das Feinste, was es so an Sand gibt.
Eigentlich kann man Sand weder in 1:87 noch in 1:45 nachbilden. In 1:1 hat "normaler" Sand (etwa im Sandkasten auf dem Spielplatz) so etwa 1-2 mm Körnung. Das entspricht in 1:45 nicht mal 0,05 mm Körnung, in 1:87 ist das noch schlimmer. Selbst wenn man den Sand so fein aussieben könnte, würde man das niemals mehr als Sand erkennen können.

Chinchilla- Sand wirkt in 1:45 als Sand- Nachbildung durchaus realistisch, obwohl er von der Körnung her eher normalem Aquarium- Kies als tatsächlich Sand entspricht. In 1:87 ist das dann schon eher grober FLusskies als Sand. Aber noch feiner macht das Auge einfach nicht mit. Unsummen muss man dafür auch nicht ausgeben. 25 KG Chinchilla- Sand kosten beim Obi 15€. Damit kommt man ein ganzes Modellbahnerleben hin. Selbst ich mit meiner sehr sandigen Karibik- Insel werde das nie aufbrauchen.

Vogelsand dient dazu den Vögeln bei der Verdauung zu helfen, soll also durch deren Mägen wandern. Deswegen gibt es dort diese unzählige Zusatzstoffe, die im Modellbau (teils sehr) störend sind. Chinchilla- Sand hingegen dient nur zur Fellpflege und ist deswegen ziemlich rein und sauber. Zwingend aussieben muss man ihn, im Gegensatz zu Vogelsand, nicht. Wenn einen die eher helle Farbe stört, kann man ihn auch mit Pulverfarben einfärben, bevor man ihn aufklebt.

Ich habe neben Chinchilla- auch Vogel- Sand, ausgesiebt in mehreren Körnungen in Gebrauch. Aber nur dort, wo ich Kies oder noch gröberes Material nachbilden will. Daneben verwende ich auch gerne getrocknete und in der Mikrowelle sterilisierte Erde oder auch Kaffeesatz (genu wie die Erde behandeln, erst trocknen und dann sterilisieren) zur Bodengestaltung.

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Danke fürs lesen, Claus

(M)Ein Modellbahn- Blog


rofra Offline




Beiträge: 1.552

22.02.2026 06:57
#5 RE: Verwendung von Sanden Antworten

Zitat
Eigentlich kann man Sand weder in 1:87 noch in 1:45 nachbilden. In 1:1 hat "normaler" Sand (etwa im Sandkasten auf dem Spielplatz) so etwa 1-2 mm Körnung.



Dem würde ich mich Anschließen. Ich hatte mir ja Schluff (https://de.wikipedia.org/wiki/Schluff, da sind wie m. E. fast bei maßstäblichen Körnungen) besorgt und damit initial meine 0e Gleise eingeschottert. Das Ergebnis, war eine recht glatte Oberfläche die fast wie Ton wirkt. In meinen letzten Versuchen habe ich auf mehr oder weniger feingesiebten Märkischen Sande gesetzt, und verschiedene Körnungen und Sand aus verschiedensten Quellen kombiniert was m. E: ganz brauchbare Ergebnisse erzielt hat. Es war keine farbliche Nachbehandlung nötig, man erkennt das Material, auch wenn die Körnungen Maßstäblich wohl Daumennagel groß sein dürften.

Anbei noch ein paar Bilder aus 2021:







Generell gefällt mir ein "körniger" Anblick besser (jetzt in 1:32):




Zumal wir im Vorbild m. E. von ungesiebten Kies aus entspr. Gruben reden. Das ist weder homogen, noch frei von Steinen (also Kies im eigentlichen Sinne).

~ from prussia with love ~

der franke, der robert


Günni Offline




Beiträge: 939

22.02.2026 21:56
#6 RE: Verwendung von Sanden Antworten

Man kann auch nicht alles genau maßstäblich nachbilden, denn die Auflösung des menschlichen Auges ist nicht unendlich hoch. Bei Sand erwartet man eine gewisse Körnigkeit und das sollte man auch erkennen, egal ob maßstäblich oder nicht.
Nur zu grob sollte es natürlich nicht sein.
Bei meiner neuesten Anlage (könnt Ihr auf der NUSSA bewundern) habe ich auf etwa 1 mm ausgesiebten Vogelsand verwendet und es ist eine schöne Wüstenlandschaft entstanden.
Sand altere ich übrigens erst nach dem Verkleben mit Wasserfarben aus meinem alten Schulmalkasten. Mit Schwarz, Umbra, Siena und teilweise Ocker kann man sich die schönsten Drecktöne mischen, von ganz schwachen Schattierungen (viel Wasser) bis ordentlich dreckig (wenig Wasser). Auch Pastellkreiden, trocken aufgebracht und mit dem Borstenpinsel verteilt, geben überzeugende Effekte.

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Günni

Je schmaler die Spur umso größer der Spaß


schmalspurloethi Offline



Beiträge: 255

22.02.2026 23:16
#7 RE: Verwendung von Sanden Antworten

Hallo Forumsfreunde,
da schließe ich mich der Meinung von Günni an. Ich habe auf meiner "Löderberger Kreisbahn" den Bahnsteig mit Nordseesand gestaltet. "Geschottert" habe ich wie schon geschrieben mit Terrariensand. Optisch gefällt mir Beides. Auf Fotos kann man das hier leider nicht demonstrieren. Zur Zeit baue ich an einer kleinen 0e - Anlage, die vielleicht mal auf Ausstellungen zu sehen ist. Die Randstreifen an der gepflasterten Straße habe ich mit Nordseesand gestaltet. Auf der Ladestraße kam gesiebter Vogelsand zur Anwendung, den ich mit Abtönfarbe "Sandstein" eingefärbt habe. Der Kies für die Gleise ist wie zu erwarten Terrariensand. Könnte ja mal ein Teil zur NuSSA mitnehmen ( falls ich Lust krieg, die Teile auseinander zu schfauben ).
Die Idee, mit Wasserfarben aus dem Schulmalkasten Farbeffekte zu erzeugen, klingt übrigens gut. Das werde ich mal ausprobieren.
Gruß Henning


schmalspurloethi Offline



Beiträge: 255

04.03.2026 22:36
#8 RE: Verwendung von Sanden Antworten

Hallo Forumsfreunde,

Zitat von schmalspurloethi im Beitrag #7
Hallo Forumsfreunde,
da schließe ich mich der Meinung von Günni an. Ich habe auf meiner "Löderberger Kreisbahn" den Bahnsteig mit Nordseesand gestaltet. "Geschottert" habe ich wie schon geschrieben mit Terrariensand. Optisch gefällt mir Beides. Auf Fotos kann man das hier leider nicht demonstrieren. Zur Zeit baue ich an einer kleinen 0e - Anlage, die vielleicht mal auf Ausstellungen zu sehen ist. Die Randstreifen an der gepflasterten Straße habe ich mit Nordseesand gestaltet. Auf der Ladestraße kam gesiebter Vogelsand zur Anwendung, den ich mit Abtönfarbe "Sandstein" eingefärbt habe. Der Kies für die Gleise ist wie zu erwarten Terrariensand. Könnte ja mal ein Teil zur NuSSA mitnehmen ( falls ich Lust krieg, die Teile auseinander zu schfauben ).
Die Idee, mit Wasserfarben aus dem Schulmalkasten Farbeffekte zu erzeugen, klingt übrigens gut. Das werde ich mal ausprobieren.
Gruß Henning

ich zitiere mich mal selbst. Das ging dann doch schneller als ich dachte und auch ganz anders. Meine 0e - Anlage wird auf der NuSSA zu sehen sein, weil mein Freund Helmut Heinert mit seiner H0e - Anlage "St. Denise" absagen mußte und ich in die "Lücke" sprang. Man könnte also meine Varianten der Verwendung von Sanden in Stadtoldendorf live begutachten.
Gruß Henning


Martin Offline




Beiträge: 1.518

05.03.2026 06:01
#9 RE: Verwendung von Sanden Antworten

Moin Henning,

ich freue mich auf deine Anlage, wir sehen uns auf der NuSSA. Gute Anreise !

Viele Grüße aus der Hildesheimer Börde

Martin

Micron/DelTang-Funkloks,
Wald- und Feldbahnen 0e, 16,5 mm,
Maßstab 1:45


bartdonker Offline



Beiträge: 6

Gestern 21:33
#10 RE: Verwendung von Sanden Antworten

Moin zusammen,

Es schweift vielleicht etwas vom Thema ab, aber was nimmt man am Besten um die Sande auf der Anlage zu kleben? Ich hatte "früher" mal Holzleim bzw. Weissleim benutzt um Gras auf eine Anlage zu kleben, aber irgendwann hat sich der Leim gelöst und gabs Flächen dessen Ränder sich nach oben krümmten. In den Niederlanden wird zum Kleben vom Schotter auch Buchbinderleim empfohlen da dieser etwas flexibel bleiben soll. Erfahrungen habe ich damit noch keine gesammelt, noch weiss ich ob dieser Leim auch für Sande zu gebrauchen ist.

Beste Grüsse, Bart


schmalspurloethi Offline



Beiträge: 255

Gestern 23:01
#11 RE: Verwendung von Sanden Antworten

Hallo Bart,
wir hatten uns während der NuSSA an meiner kleinen 0e - Anlage an der Wand gegenüber vom Eingang unterhalten.
Deine Frage schweift garnicht ab. Günni hatte hier im Forum den Tip gegeben, mit Tiefengrund zu kleben. Den kriegt man im Baumarkt. Ich habe mir vor einiger Zeit eine Dose mit 1 l Inhalt gekauft und klebe fast alles angefangen vom Sand bis zum Begrünungsmaterial damit. Erst Sand aufstreuen, dann mit Wasser gemischt mit einigen Tropfen Spülmittel einsprühen. Anschließend tropfe ich aus einer kleinen Plastikflasche den Tiefengrund auf. Der trocknet glasklar und verändert die Farbe des Materials nicht. Allerdings ist die Klebung nicht so robust wie zum Beispiel mit Weißleim. Früher habe ich auch oft mit Latex Bindemittel gearbeitet und verwende es auch jetzt manchmal noch bei der Begrünung.
Ich hoffe, ich konnte Dir helfen.
Gruß Henning


Günni Offline




Beiträge: 939

Heute 00:01
#12 RE: Verwendung von Sanden Antworten

Ich streue meinen Sand oder auch Steinchen (aus Katzenstreu) trocken auf und bringe alles mit Fingern, Pinsel oder was auch immer in die gewünschte Form. Dann sprühe ich einen feinen Wassernebel über das Ganze. Sprühfläschchen von Nasensprays sind sehr gut geeignet, die machen einen ganz feinen Nebel. Die Oberfläche darf nicht nass sein, nur leicht feucht. Dann träufele ich vorsichtig mit einer Pipette (diese billigen Dinger aus Kunststoff) den Tiefengrund auf. Die Pipette ganz dicht über den Sand halten. Lässt man die Tropfen aus größerer Höhe fallen, hauen sie kleine Krater in die Oberfläche. Durch die feuchte Oberfläche verläuft der Tiefengrund sofort und verteilt sich schön gleichmäßig. Danach nicht mehr dranfassen sonst erzeugt man schnell Matsche. Über Nacht trocknen lassen und alles ist fest verklebt.
Spülmittel braucht man nicht, Tiefengrund hat nur eine geringe Oberflächenspannung. Im Gegenteil, das kann die Endfestigkeit herabsetzen. Das immer wieder propagierte Wasser-Weißleim Gemisch hat den Nachteil, dass es nach dem Trocknen leicht glänzt, was mir optisch nicht so gefällt.
Übrigens: ein Kumpel hatte auf einem Fremo Modul die Gleise mit Tiefengrund eingeschottert. dann wollte er etwas ändern und das Gleis wieder rausnehmen. Er hat ein Stemmeisen gebraucht und die Schienenprofile waren hinterher nur noch Korkenzieher. Soviel zum Thema Festigkeit.

_________________________________

Günni

Je schmaler die Spur umso größer der Spaß


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