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Dieses Thema hat 16 Antworten
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Günni Offline




Beiträge: 968

12.03.2026 22:57
Al Maebad Antworten




Vor einiger Zeit entdeckten Arbeiter bei Restaurierungsarbeiten in einem der zahlreichen ägyptischen Tempel zufällig einen Zugang zu einer bis dahin unbekannten Kammer. Sie verständigten die Antikenbehörde in Kairo und diese lud international renommierte Archäologen zur Erforschung dieser neuen Kammer ein.
Der Tempel ist zwar etwas abgelegen, relativ klein und nicht sehr bekannt, aber um die Arbeiten nicht zu stören und vor allem Touristen fernzuhalten, wurden Ort und Name nicht veröffentlicht und das ganze Projekt läuft nur unter seiner arabischen Bezeichnung „Al Maëbad“, der Tempel.
Da die neu entdeckte Kammer noch unter einer großen Menge Geröll und Sand verborgen liegt, muss dieser vor genaueren Untersuchungen entfernt werden. Dazu hat man eine Feldbahn zur Abfuhr des Schutts eingerichtet.
Die Forschung läuft auf Hochtouren und die archäologische Welt ist gespannt, welche neuen Erkenntnisse zu Tage gefördert werden.


Über die oben geschilderte Thematik habe ich versucht, in Form einer Anlage zu reflektieren.


Die gesamte Ausgrabungsstätte in ihrer bescheidenen Größe




Die Feldbahn zur Geröllabfuhr




Das Team bespricht die beste Herangehensweise




Einige Artefakte werden bereits untersucht und katalogisiert




Erste Funde werden bereits in Augenschein genommen. Bei genauem Hinsehen erkennt man, dass auf dem Laptop Windows läuft.




Den Esel interessiert die ganze Aufregung nicht. Er knuspert lieber die kargen Büsche ab




Eine neue Ladung Schutt wird abgefahren




um hinter dem Tempel abgeladen zu werden




Die neue Situation wird sorgfältig aufgemessen




Auf allen meinen Anlagen gibt es jemanden, der Kaffee trinkt





Gut, mit dem simplen rundherum-Verkehr ist das Ganze natürlich keine „richtige“ Modellbahn sondern eher ein „People Catcher“.
Aber auf der NUSSA war sie bei den Besuchern erstaunlich beliebt und auch die Damen von der Bewirtung kamen der Reihe nach zum Fotografieren.

OK, wie ich Euch neugierige Bande kenne, wollt Ihr jetzt natürlich auch wissen, wie’s gebaut wurde.

Also:

Das Ding hat eine Größe von 40 x 40 cm und die Baugröße 09.

Alles begann mit einer Styrodurplatte und einem Stück N Flexgleis drauf (hatte ich noch rumliegen). Eigentlich sollte das mal eine Weihnachtspizza werden (daher die weiße Farbe) aber dann ist mir rechtzeitig eingefallen, dass ich Weihnachten gar nicht ausstehen kann (jedenfalls nicht diesen amerikanischen Kitsch, den wir draus gemacht haben). Da ich außerdem auch keiner, wie auch immer gearteten, Religion angehöre, ist mir das Fest als solches ziemlich schnuppe.

Also ist die Platte erst mal auf die oberste Etage des Vorratsregals gewandert und wurde nur gelegentlich als Testgleis und zum Gängig machen von widerwilligen Lokomotiven genutzt.




In dem dunklen Kasten an der Hinterkante sitzt ein simpler FREMO Analogregler.




Ich kann mich ums Verrecken nicht mehr erinnern, was mich auf die Idee mit Ägypten gebracht hat. Irgendwie habe ich einfach angefangen, rumzuprökeln und auf einmal ist das dabei rausgekommen. Wie auch immer, jetzt gab’s erst mal eine große Internetrecherche. Bilder von Gebäuden, Tempeln, vor allem Hieroglyphen und Götterreliefs.


Die Gebäude bestehen aus Styrodurzuschnitten, mit Heißdrahtschneider und dem geerbten Metzgermesser vom Urgroßvater (sauscharf das Ding) in Form gebracht.




Jetzt kam die große Geduldsarbeit, all das auf die Gebäude zu kriegen. Die Bilder von den Göttern hab ich verkleinert, ausgedruckt und aufs Styrodur geklebt. Dann habe ich die Außenumrisse mit dem Messer durch das Papier in den Schaum geschnitten. Damit hatte ich schon mal die Form und die Proportionen. Danach wurde alles mit einem Zahnstocher nachgearbeitet und detailliert.
Die Katze ist eine Inkarnation der ägyptischen Katzengöttin BASTET und kontrolliert, ob ich das auch richtig mache.
Die Beleuchtung ist ein bisschen seltsam, ich brauchte seitliches Streiflicht um die vertieften Konturen erkennen zu können.




Bei den Hieroglyphen kamen wieder Zahnstocher zum Einsatz. Einige habe ich mir vorne zurechtgefeilt um immer wiederkehrende Zeichen und Formen einfach einzustanzen. Trotzdem war’s drei Tage Fummelei. Ich hab’s einfach Kolonne für Kolonne abgeschrieben und keinen blassen Schimmer, was da steht.
BASTET kontrolliert wieder die Rechtschreibung.




Die Palmen sind von TEDI. Die gibt’s da eng zusammengequetscht im Zweierpack für’n Euro. Warum die chinesischen Hersteller allerdings der Meinung waren, auf Palmen müsse Schnee liegen, hat sich mir nicht erschlossen. Das Zeug war auch noch sehr widerstandsfähig, ich habe ewig gebraucht, das mit einem Borstenpinsel da raus zu bürsten (Abwaschen ging nicht, auch nicht mit Alkohol).
Gegen das Zusammengequetschte fand sich eine simple Lösung: einfach einen Fön drübergehalten und die Dinger haben sich von selbst zu wunderschönen Palmwedeln entfaltet.
Der Stamm ist einfach ein Stück isolierter Kupferdraht, mit Sand umklebt.



Am Übergang habe ich noch ein bisschen Heki Herbstgras aufgeflockt und die Palmen konnten gepflanzt werden.



Die Palmen hatte ich einfach ganz hemdsärmelich zusammengestroppelt ohne mir vorher mal irgendwelche Vorbilder anzugucken. Ich hatte daher die Befürchtung, dass auf einer Ausstellung irgend so ein Klugscheißer ankommt und mich wortreich vollschwafelt, was da alles dran falsch wäre. Ein paar Tage später mache ich den Fernseher an und da lief zufällig wieder eine von diesen zahllosen Pharaonensendungen. Die Kamera schwenkte zu einem Wissenschaftler und der stand vor einer Palme, die haargenau wie meine aussah. Manchmal muss man einfach Schwein haben.


Da die Damen und Herren Archäologen beim Forschen ja auch gern mal sitzen wollen haben sie ein paar Stühle bekommen. Rückenlehne und Beine sind aus 0,5 mm Kupferdraht gebogen, die Sitzfläche ist ein Stück 0,5 mm Kunststoff mit kleinen Löchern in den Ecken. Die Beine wurden dann in kleine Löcher auf der Anlage gesteckt.




Zum Schluss kam alles auf die Grundplatte und die Forscher konnten anrücken.





Soweit die eigentliche Anlage.

Die Wissenschaftler sind alle von 3drifter gedruckt (www.3drifter-miniatures.de).
Da habe ich mir Figuren in passenden Körperhaltungen ausgesucht, egal wofür die sein sollten da ich sie ja sowieso selbst bemalen musste.

3drifter druckt die gesamte Bestellung auf eine Grundplatte und lässt die Supports dran, dadurch werden Transportschäden vermieden.




Die Supports sind sehr dünn und lassen sich leicht abknipsen.
Der Araber ist eigentlich einfach eine stehende Figur. Mit einer Lage Papiertaschentuch und Sekundenkleber bekam er seinen Kaftan und das Kopftuch.




Ein bisschen Farbe drauf uns alle hatten einen neuen Job.




Jede Figur bekam noch eine Bohrung mit einer Stecknadel in den Fuß um sie sicher auf der Anlage aufzustellen.



Soweit die Anlage.
Diesmal habe ich spaßeshalber mal auf die Uhr geguckt. Die Aktion hat ca. 120 Std. gedauert.


Getreu meiner Devise: jede neue Anlage bekommt auch neue Fahrzeuge habe ich auch eine neue Lok gebaut. Wagen hatte ich noch rumliegen.


Als Fahrwerksspender diente eine Arnold Dampflok, bei der schon ein paar Teile fehlten (Treibgestänge).




Diese wurde in alle Einzelteile zerlegt und erst mal gründlich gereingt.




Alles für meine Zwecke nicht benötigte wurde entfernt (Puffer, Zylinder, Trittstufen).
Dafür kamen neue Teile aus Kunststoff um das Fahrwerk im Aufbau zu befestigen. Der Aufbau ist, wie immer bei mir, von Hand aus Polystyrolplatten geschnitten.




Bei Feldbahnloks wurden gern Zusatzgewichte zur Erhöhung der Zugkraft am Rahmen verschraubt. So auch bei mir. Es sind tatsächlich Gewichte, nämlich Auswuchtgewichte für Alufelgen die mir meine Autowerkstatt großzügig gesponsort hat.
Diese habe ich halbiert und an den Rahmen gepappt.




Der fertige Fahrwerksrahmen von oben und von unten. In alle freien Räume kamen noch Lötzinnstücke als zusätzliches Gewicht.






Alle Aufbauteile, das Fahrwerk und der spätere Lokführer.
Im Vordergrund liegt noch eine Ölkanne aus Rundkunststoff und Draht (alle meine Lokomotiven haben eine).




Auf der Rückseite sah es ein bisschen leer aus, also gab’s noch eine Werkzeugkiste und Werkzeug.




Die fertige Maschine, lackiert und leicht gealtert.









Bereit für den Einsatz, der Fahrer hat bereits Platz genommen. Er hat wieder einen Kaftan aus Papiertaschentuch und ein Kopftuch aus Zigarettenpapier.
Der Fahrersitz der Lok besteht aus einem runden Neodymmagneten, der Fahrer hat eine kleine Blechplatte am Hintern. So sitzt er sicher, kann aber auch abgenommen werden.




Der Bau der Lok hat 50 Std. gedauert. Sonst mache ich ja vorher immer eine Zeichnung am Computer, diesmal habe ich einfach drauflos gebaut. Hätte ich mal besser auch diesmal eine Zeichnung gemacht, dann wäre es sicher schneller gegangen.


So Leute, das war Al Maëbad, der Tempel.
Betriebstechnisch hat die Anlage ja nichts zu bieten aber sie ist ganz hübsch anzusehen und vor allem hatte ich `ne Menge Spaß beim Bauen.

_________________________________

Günni

Je schmaler die Spur umso größer der Spaß


schmalspurloethi Offline



Beiträge: 269

12.03.2026 23:26
#2 RE: Al Maebad Antworten

Hallo Günni,
das ist mal wieder eines von Deinen Meisterwerken. Und Du hattest Freude beim bauen. Damit hatten alle Beteiligten, die Besucher und der Erbauer schöne Erlenbnisse. Danke und weiter so.
Gruß Henning


Martin Offline




Beiträge: 1.563

13.03.2026 05:31
#3 RE: Al Maebad Antworten

Moin Günni,

du bist ein echter Künstler ! Deine Anlage ist ein "echter Hit", vielen Dank, dass du uns alles so ausführlich erklärst !

Auf der NuSSA bin ich immer wieder an deinem Tisch mit den drei kleinen Anlagen stehen geblieben um mich daran zu erfreuen, chapeau !

Viele Grüße aus der Hildesheimer Börde

Martin

Micron/DelTang-Funkloks,
Wald- und Feldbahnen 0e, 16,5 mm,
Maßstab 1:45


Uwe Haas Offline




Beiträge: 121

13.03.2026 09:14
#4 RE: Al Maebad Antworten

Moin,

sehr schöner Modellbau - erinnert mich an ein Modul aus Voie Libre. Interessant der Fahrersitz mit passendem Magneten! Vielen Dank fürs Zeigen - hab ich mir gern angeschaut, Gruß von Uwe


Enzian 999 Offline




Beiträge: 365

13.03.2026 09:25
#5 RE: Al Maebad Antworten

Moin Günni, ist das ein SAHNESTÜCK!!!! Das ist echt Klasse was Du da gebastelt hast! Auch Dein Baubericht ist sehr informativ! Kleine Anmerkung , KEINE Kritik!: das Kamel hätte ich im Vordergrund als Skelett im Sand gemacht...
Gruß Martin


strippenbahner Offline



Beiträge: 45

13.03.2026 09:54
#6 RE: Al Maebad Antworten

Hallo Günni,

deine kleine Anlage gefällt mir ausgesprochen gut, die Kombination ist einfach Klasse! Der Pharao fährt Pheldbahn.

Frank Combe hat das Thema auch schon mal in Osiris - 1/13 verarbeitet.

Beste Grüße
Andreas


Enzian 999 Offline




Beiträge: 365

13.03.2026 15:05
#7 RE: Al Maebad Antworten

Moin Andreas auch geil! Vor Allem wenn man eine Vorliebe für Tim & Struppi hat! Leider gibt`s die Figuren in 1:43 so gut wie nicht!


Schmalspurganove Offline




Beiträge: 171

13.03.2026 17:16
#8 RE: Al Maebad Antworten

Hallo Günni,

deine kleine Anlage gefällt mir sehr gut.
Ein lustiges und interessantes Thema und eine meisterhafte Umsetzung!
Sehr inspirierend.

Viele Grüße,
Ralf


Peter.R. Offline



Beiträge: 33

13.03.2026 17:59
#9 RE: Al Maebad Antworten

Hallo Günni,

eine nette kleine Anlage und ein sehr gut verfasster Baubericht. Schade dass ich die Anlage nicht im Original sehen konnte.

Viele Grüße
Peter


Günni Offline




Beiträge: 968

13.03.2026 23:17
#10 RE: Al Maebad Antworten

Danke für Euer Lob.

Ist also doch gut, dass ich nix mit Weihnachten am Hut habe, sonst wäre das Ding wohl nie entstanden.

_________________________________

Günni

Je schmaler die Spur umso größer der Spaß


rofra Offline




Beiträge: 1.596

13.03.2026 23:36
#11 RE: Al Maebad Antworten

Nicht nur das! Hier wird auch methodisch einiges vereint. Vom klassischen, wenn auch harten, freelancen auf alternden N Fahrwerken aus den 80ern des letzen Jahrhunderts, über ausdauernde Handarbeit bis 3d Druck.
Ich kann mich nur für die Inspiration zum Thema Stuhlbau sowie für den Bericht bedanken und bin von Grundkonzept beeindruckt. Ick freu mir ja immer über koloniale Geshichten, aber das hier ist heißer Schei* auf Basis von einem Kreis, auf kleinsten Raum. Bericht, wie Anlage, wie Konzept sind -Achtung Wortspiel, oder wieder Britte sagt: pun - einfach wunnderschön!

Und diese Lok...

~ from prussia with love ~

der franke, der robert


bartdonker Offline



Beiträge: 14

14.03.2026 17:22
#12 RE: Al Maebad Antworten

So viele Details auf eine so kleine Anlage, so akribisch gemacht, dass muss man erstmal hinkriegen. Da verschlägts mir die Sprache und beim Ansehen auf der NuSSA habe ich bestimmt die Hälfte davon verpasst... Also auch deswegen Dank für den (Bau-)Bericht über die Anlage. Aber auch der kleine Gewinnungsort auf der Rückseite der der Bergwerksbahn fand ich klasse gemacht, dank fürs Zeigen!

Beste Grüsse, Bart


Günni Offline




Beiträge: 968

15.03.2026 21:24
#13 RE: Al Maebad Antworten

Kommst Du im August nach Katwijk? Da kannst Du Dir nochmal alles in Ruhe ansehen.

_________________________________

Günni

Je schmaler die Spur umso größer der Spaß


dejot Offline




Beiträge: 128

15.03.2026 23:00
#14 RE: Al Maebad Antworten

Hallo Günni,

danke auch von mir für Deinen Baubericht. Eine tolle Anlage! Das gefällt besonders dem Archäologiefreund in mir. Ägyptische Schriftzeichen sieht man ja viel zu selten auf Modellbahnanlagen. Diese Lücke ist nun meisterhaft gefüllt.

Beste Grüße aus dem Odenwald

Daniel


Günni Offline




Beiträge: 968

16.03.2026 12:32
#15 RE: Al Maebad Antworten

Nochmal was zu den Figuren.
3drifter stellt ja überwiegend Schauspieler in ihren Filmoutfits oder andere Künstler dar (man kann die kompletten Beatles, Queen oder die ganze Mannschaft von Fast and Furious bekommen). Das steht aber an den Figuren (wohl aus rechtlichen Gründen) nicht dran. Wenn man aber auf die Bilder zum Vergrößern klickt, wird oft der Originaldateiname mit dem Künstlernamen angezeigt.
Ich hatte mir die Figuren nach ihrer Körperhaltung augesucht aber hinterher mal nachgeguckt.
Der 'Ausgrabungsleiter' hinten links im weißen Hemd ist Matt Damon in der Rolle als Carol Shelby in "Le Mans '66". Die Dame neben ihm ist Laura Dern im Outfit aus "Jurassic Parc". Und der Typ am Tisch im blauen Hemd ist Roger Taylor, der Drummer von Queen. Der Kerl am Computer war ein Rennleiter mit dickem Gehörschutz auf. Den hatte ich hauptsächlich wegen des Computers ausgesucht. Den Gehörschutz hab ich abgschliffen und ihm ein neckisches (Papier)Hütchen aufgesetzt. Die restliche Bande sind hauptsächlich Bauarbeiter, deren Helme ich zurechtgefeilt und mit Krempen aus Papier zu "Indiana Jones" Hüten gemacht habe. Wie hieß es beim Bauhaus (das richtige, nicht der Baumarkt) in den 20er Jahren: "Form follows function" .

Die Diesellok hat mich am Ende auch noch noch ein bisschen genervt. Ich hatte das Fahrwerk zurecht gemacht und getestet. Der Aufbau war bereit und der Lack war am Donnerstag Abend trocken. Freitag morgen sollte es zur Nussa gehen. Ich habe die Lok zusammengebaut, aufs Gleis gestellt, den Strom aufgedreht und .... nichts!! Kein Mucks, kein Ruck, kein Brummen. Sie stand wie angeschraubt. Also, wieder auseinandergeposelt, Strom ans Fahrwerk gehalten, lief einwandfrei. Wieder zusammengbaut, aufs Gleis, Strom. Stand wie 'ne ägyptische Pyramide. Langsam kamen ungute Gefühle im Bauch hoch. Das Ding soll doch morgen laufen! Durch die Motorattrappe konnte ich bis zur Schnecke sehen. Und da war was Dunkles. Wieder auseinander. Ich hatte die freien Bereiche im Aufbau ja mit Lötzinnstücken als Zusatzgewicht gefüllt. Und eins dieser Stücke war um einen Gnant zu lang und tippte ganz leicht auf die Schnecke. Etwas abgekniffen, wieder eingebaut und ... hurra, läuft. Aber wie? Die Lok ist gehoppelt wie ein Hase. AARRRGGGH !!! Wasn jetzt wieder? Es war mittlerweile nach 20 Uhr und die Panik kroch langsam den Nacken hoch. Eine genauere Inspektion ergab, dass auf einem Rad ein winziger Klebstoffklumpen war. Abgekratzt, aufs Gleis, jaaaaa! Gottseidank, alles gut. Puuhhhh.
Mal wieder ein Beispiel für die Hinterhältigkeit der toten Materie.

Gut, ohne Sowas wäre Modellbau ja auch langweilig. Einfach zusammenbauen und funktioniert kann ja jeder .

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Günni

Je schmaler die Spur umso größer der Spaß


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