Tram #27 war die Stammtram auf Linie 12, Luxemburg Bahnhof - Chartly's Gare - Rollingergrund - Mühlenbach (mein Heimatort) - Eich. Charly fuhr ab Eich weiter bis Echternach an der deutschen Grenze.
Es gibt 2 sehr interessante Bücher zum Thema Straßenbahnen der Stadt Luxemburg. im Tram Museum konnte oder wollte mir niemand Zugang zu Plänen oder sonst was gewähren. So habe ich aus den 2 Büchern mir die notwendigen Daten zusammen gesucht. Vorbild Daten: Breite 2100mm, Spurweite 1000mm, Lànge des Kastens 10700mm, Achstand des SLM Drehgestells 4500mm, Drehzapfenabstand 4400mm, Treibrad 820mm, Lenkrad 440mm. Verschiedene Maßen konnte ich im Tram Museum messen. Alle anderen Maße habe ich von Fotos abgegriffen und errechnet.
Auf Basis dieser Maßen habe ich eine 3D Cad Zeichnung erstellt und in meinem Drucker die Teile gedruckt. Da meine Druckplatte zu klein ist, musste ich die Karosserie in 3 Teile aufteilen und spàter zusammen kleben. Als alles passte, habe ich das Gehäuse als ein Teil professionell drucken lassen. Interessant ist das 3-achs SLM Lenkgestell und ebenfalls eine Herausfordung im Modellbau. Meinen Prototypen habe ich händisch über die Streck und Weichen getestet, hat funktioniert. Jetzt muss ich auf die beiden Treibachennoch Motore bauen.
oha - was für ein Fahrwerk! Ich kannte bis jetzt nur Zweiachser und Drehgestellfahrzeuge bei der Strab. Was es nicht alles gibt...
Ich bin mal gespannt auf deine Radsätze mit den gedruckten Radsternen. Die Räder zentrisch auf die Achsen zu bringen ist mir in meinen Experimenten noch nicht wirklich gelungen. Hoffentlich hast du mehr Erfolg!
oha - was für ein Fahrwerk! Ich kannte bis jetzt nur Zweiachser und Drehgestellfahrzeuge bei der Strab. Was es nicht alles gibt...
Solche Dreiachser waren früher teilweise sehr weit verbreitet. Sowohl im Normal-, wie auch in Meterspur. Bekannteste Beispiele sind die M- Wagen in München, die es in einer Großen Stückzahl gab, allerdinsg in Normalspur. In dieser Spur gabe es solche Fahrzeuge auch in Köln. Diese wurden Speziell für die Rundbahnlinie 18 beschafft Nach 1945 gab es diese Linie nicht mehr. Die Fahrzeuge wurden daher dann anderwetig in der Stadt verwendet.
In Augsburg (Meterspur) fuhren diese Lenkdreiachser mit einem Auflieger, so das es ein 5 Achser war, aber der vordere Wagenteil war eben ein Lenkdreiachser. Es gab noch mehr derartige Fahrzeuge in Deutschland (u.a. Bonn) und anderen Ländern, aber dazu habe ich leider keine Informationen.
Hallo Claude, ich lese, daß Du beide Treibachsen mit Motoren versehen willst. Hat das einen bestimmten Grund? Ich nahm an, daß eine angetriebene Treibachse ausreicht, damit das Modell sauber fahren kann. Meine umgebaute Magic Train - Diesellok, der ich die Treibstangen genommen habe, hat dadurch nur eine angetriebene Achse. Die Fahreigenschaften sind perfekt. Allerdings hat sie etwas weniger Zugkraft als im Originalzustand. Das ist aber verständlich, denn so schwer ist sie trotz Beilballast nicht. Und dann dreht bei zu hoher Zuglast die angetriebene Achse durch. Da ich aber nur kurze Züge auf ebener Strecke fahre, fällt das nicht ins Gewicht. Bei Deinem Triebwagen düfte das Thema Zugkraft doch keine Rolle spielen. Der Triebwagen ist übrigens ein interessantes Fahrzeug. Und ich habe gelernt, daß es derartige Straßenbahntriebwagen auch andernorts gab. Gut, daß es das Forum gibt. Gruß Henning
einbauen werde ich einen kleinen Glockenankermotor, 10mm x 15mm. Ob die Leistung mit einem Motor reicht kann ich erst sagen wenn ich ein angetriebenes Lenkgestell habe. Die Teile für die Treibachsen sind identisch, so lassen sich beide Varianten schnell testen.
Zitat von claude1602 im Beitrag #6einbauen werde ich einen kleinen Glockenankermotor, 10mm x 15mm. Ob die Leistung mit einem Motor reicht...
Für einen Treibwagen? Auf jeden Fall. Die Dinger sind viel stärker als sie aussehen. ich hab auch schon Loks (in 0e zugegeben) damit ausgerüstet, die locker 10 Wagen Züge eine deftige Steigung hoch ziehen. Sollten die Räder durchdrehen, etwas Ballast einbauen, damit der Triebwagen schwerer wird. Diese Mini- Glockenanker Motoren sind meine absoluten Lieblinge. Und speziell der 1015 ist besonders kräftig für seine Größe.
Hallo Claude, ich bin ein wissbegieriger Mensch um nicht zu sagen neugierig. Daher komme ich nochmal auf die Motoren zurück. Ich hatte das so verstanden, daß Du beide Treibachsen mit einem Motor ausstatten willst ( Zitat: Jetzt muss ich auf die beiden Treibachennoch Motore bauen. ). Für einen Triebwagen, der wohl nur als Solofahrzeug unterwegs ist, hielt ich das nicht für erforderlich. Zwei Motoren sind ja auch immer problematisch, da sie nie exakt dieselbe Drehzahl haben. Bei meiner Malletlok sieht man das sehr gut. Da sind beide Triebwerksgruppen jeweils mit einem Motor ausgestattet. Und die laufen minimal ungleich schnell. Das sieht man dann im Betrieb. Bei den beiden Triebwerken ändert sich die Stellung des Gestänges im Verhältnis zueinander. Ich hoffe, ich konnte das verständlich beschreiben. Das stört nur optisch. Theoretisch sollte die Zugkraft auch beeinflußt sein. Das macht sich aber im Betrieb bei mir nicht bemerkbar. Was die Leistung betrifft, so meine ich, daß besonders das Drehmoment ausschlaggebend ist. Für die Motoren könnte ( sollte? ) das im Datenblatt angegeben sein. Welches Drehmoment oder auch welche Leistung ausreicht, weiß ich jetzt allerdings nicht. Da hilft nur "trail and error" - Versuch und Irrtum. Ich grübele übrigens gerade an der Konstruktion eines Einachsantriebes mit Komponenten, die ich hier liegen habe - schwieriger Fall, der mich ziemlich umtreibt. Gruß Henning
War auch so angedacht, jede Treibachse mit einem separaten Motor anzutreiben. Bei genügend Gewicht "sollten" verschiedene Drehzahlen nicht stören, eine Achse zieht die andere drückt, oder umgedreht.
Um zu vermeiden dass eine Achse steht, will ich beide antreiben. Die Treibachsen sind drehbar gelagert. Dadurch stellt sich im Kurvenlauf ein Winkel zur Achse des Motors ein(https://de.wikipedia.org/wiki/Lenkdreiac...Fahrgestell.svg), welches durch ein Kardangelenk ausgeglichen werden muss. Es braucht auch noch ein Gehäuse um das Antriebs Zahnrad und die Schnecke. Bei einem Motor pro Achse kann ich das Gehäuse weglassen.
Meine Zeichnung zeigt beide Möglickkeiten.
Bin im Moment unentschlossen wie der Antrieb final aussehen soll. Muss zuerst eine Konstruktion auf dem Tisch aufbauen. Wird es noch etwas dauern. Mein 3d-Drucker ist kaputt und der neue kommt erst im April.
Vielleicht gibt es noch eine Alternative für den Antrieb, mir fällt keine weitere ein.
Hallo Claude, Günni war schneller. Die Idee mit dem Motor in der Mitte, der dann zwei Wellenenden haben muß, kam mir vorhin auch. Über zwei Kardanwellen kannst Du dann die Achsen antreiben. In meinen alten aus der DDR - Zeit stammenden Modellen der Diesellok V 180 und V 100 wurde ein solcher Antrieb eingeaut. Der ging allerdings auf Drehgestelle. Aber das sollte nicht ausschlaggebend sein, meine ich. Falls Du zum Planen des Antriebs Inspiration in der Richtung brauchst, kann ich Dir gerne eine Aufnahme davon machen. Wäre schnell erledigt. Die Modelle stehen draußen im Flur in der Vitrine. Viele Grüße Henning
nachdem ich mich bereits als hinreichend unqualifiziert in Sachen Straßenbahn gezeigt habe, kann ich auch noch einen draufsetzen - von selbstgebauten Antrieben habe ich nämlich noch weniger Ahnung. Aber ich hätte das ebenfalls mit einem Mittelmotor (den 1015 gibt es auch mit zwei Wellenenden) und Kardanwellen versucht. Statt einem Zentralgelenk dann eben zwei exzentrische. Bei dem kleinen Motor sollte in 0m noch genug Platz zwischen den Radscheiben sein, damit die Mittelachse ausreichend beweglich ist. Und wenn nicht: Mir fällt spontan kein Grund ein, warum nicht der Motor mitsamt Untergestell ausschwenken sollte. Ein bisschen Längsspiel sollten die Kardanwellen dann aber schon haben - oder die Endachsen, was aber die anspruchsvollere Aufgabe ist.
Danke für Eure konstruktiven Kommentare. Ich werde einen Motor in der Mitte einbauen, ob auf dem Mittelteil gelagert oder am Boden hängend ist abhängnig von der Auslenkung in den Kurven oder auf den Weichen. Wird die Praxis zeigen. Zuerst braucht es noch einige Teile die ich jetzt zeichnen und drucken werde.