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Dieses Thema hat 1 Antworten
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Thomas Spieth Offline




Beiträge: 42

19.05.2026 17:43
Transportkupplung für die VI-K Antworten

Transportkupplung für den Schmalspurtransportwagen von Schnellenkamp passend für VI-K von Gebauer

Angeregt wurde ich zu dieser Arbeit durch die Ankündigung von Herrn Schnellenkamp zu diesem fantastischen Fahrzeug, welches in Warthausen beim Öchsle im Original zu bewundern ist und nicht zuletzt von Bildern meines Vaters, der diesen Wagen mit der 099 651-2 in Natura erleben durfte. Nach dem Erscheinen des Schmalspurtransportwagens von Schnellenkamp stellte sich die Frage wie die Kupplung für eine Gebauer Messing VI-K im Maßstab 1:43,5 zum Schmalspurtransportwagen im Maßstab 1:45 beschaffen sein muss.
Erster Schritt war natürlich die Beschaffung der Transportkupplung von Herrn Weihe. Da diese für den Mudauer C-Kuppler 99 7204 konstruiert ist hatte ich schon eine schlechte Vorahnung, die sich bewahrheitete. Die Transportkupplung ist sehr schön gemacht, jedoch konstruktiv viel zu lange für die
VI-K.
Nach einigen Vorüberlegungen habe ich mich dafür entschieden eine Regelspurkupplung aus meinem Bauteilefundus zu opfern und diese mit Teilen der Weihe-Kupplung zu kombinieren. Ausschlaggebend war die Verstellspindel mit Gewinde 0,8 mm, die weniger "massiv" wirkt. Leider ist der verbleibende Platz nach dem Zentrieren der VI-K auf dem Schmalspurtransportwagen mittels Radvorlegern so knapp, dass ich außer dem Bügel im Mittelpuffer, dem Schwengel in der Verstellspindel und Teilen der Befestigungslaschen nichts verwenden konnte. Selbst die Verstellspindel mit Gewinde M 1,0 ist zu zu "massiv", um sie im verbleibenden Raum unterzubringen zu können.
Von der Regelspurkupplung verwendete ich die Verstellspindel ohne Schwengel, der kommt später von Weihe dazu, da der sehr fein gearbeitet ist.
Nachstehend eine Beschreibung was zu tun war von oben am Schmalspurfahrzeug nach unten am Schmalspurtransportwagen:

1. Bügel im Puffer
Der Bügel im Puffer kommt von der Weihe-Transportkupplung.

2. Kleiner Bügel oben
Zur Befestigung des Bügels im Puffer an der oberen Spindelmutter der Verstellspindel der verwendeten Regelspur-Kupplung benötigte ich einen möglichst kurzen Bügel. Eine mögliche Alternative fand ich in meinem Bauteilefundus aus einem früheren Projekt.

3.Verstellspindel mit Spindelmuttern
Die Verstellspindel der Regelspurkupplung hat ein Gewinde M 0,8 und ist aufgrund dieser Tatsache besser geeignet. Ein Nachteil waren jedoch die sehr einfach gehaltenen Spindelmuttern, die als einfache Drehteile gehalten waren, was optisch nicht besonders schön aussah. Außerdem waren die Zapfen viel zu dick und die Breite der Spindelmutter stimmte nicht, so dass die Spindelmutter nicht in den kleinen Bügel hinein passte. Also was tun, verwerfen? Einen möglichen Versuch sah ich darin die ca. 2,0 mm breiten Spindelmuttern auf das benötigte Maß abzudrehen und die Zapfen der Spindelmutter abzudrehen. Bei einem Teil dieser Größe ein gewagter Versuch. Also in meine alte Proxxon-Drehbank mit der Pinzette ins 3- Backenfutter eingespannt und so ausgerichtet, dass ich die Zapfen auf 0,8 mm abdrehen und die Mutter schmaler drehen konnte. Umdrehen und die Gegenseite abdrehen. Versuch geglückt! Anschließend habe ich noch der Optik wegen zwei Seiten der Spindelmuttern plan gefeilt. Das ganze wiederholte ich anschließend noch bei drei weiteren Spindelmuttern erfolgreich.

4. Schwengel mit Schwengelhalterung
Um den Schwengel mit Schwengelhalterung von der Weihe-Kupplung verwenden zu können musste ich zuerst die viel zu große Bohrung in der Verstellspindel (0,8 mm) auf das richtige Maß bringen, um den Zapfen der Schwengelhalterung (ca. 0,35 mm) verwenden zu können. Zu diesen Zweck drehte ich zwei passende Minihülsen, die ich in die Bohrung zusammen mit dem Schwengel einklebte.

5. Untere Laschen mit Bolzen und Muttern
Zuletzt benötigte ich noch zwei bzw. vier passende gekürzte Laschen mit Ösen/Bolzen zur Befestigung an der unteren Spindelmutter und an der Öse des Schmalspurtransportwagens. Einfachste Möglichkeit war die Laschen der Weihe-Transportkupplung zu kürzen. Also zerschnitten und auf ein Maß von ca.
3,0 mm Gesamtlänge gekürzt. Die Teile wurden verlötet und mit einem Messingblech von 0,15 mm Dicke hinterlegt und sauber befeilt. Die veränderte Dicke sieht man kaum. Die richtige Feinjustierung der Transportkupplung kann nun über die Verstellspindel ermittelt werden. Wichtig bei der Kürzung der gesamten Bestandteile ist es genügend Spielraum an der Verstellspindel zu belassen.

Anschließend habe ich die Kupplung von Kleber und Lötmittelresten befreit und mit Schnellbrünierung von Ballistol behandelt. Da Lötstellen leider hell bleiben habe ich die Kupplung zusätzlich mit „Gun-Metal“ von Humbrol gestrichen. Letzter Arbeitsgang war es noch Akzente mit polierfähiger „Metalizer“-Farbe von Testors zu setzten.
Möchte ich das noch einmal machen – NEIN
Ich habe sehr sehr viel Zeit benötigt und mehr Teilchen auf dem Boden gesucht als wirklich konstruktiv gearbeitet, da ich einhändig arbeiten darf/muss. Aber in der Retrospektive hat es trotz allem Spaß gemacht.

Nachstehend noch die obligatorischen Bilder.

Thomas Spieth












Thomas Spieth Offline




Beiträge: 42

19.05.2026 18:53
#2 RE: Transportkupplung für die VI-K Antworten

In aller Eile habe ich noch etwas Wichtiges vergessen. Das sind die Bilder meines Vaters.




Thomas Spieth


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