Nachdem die Vorbereitungen für die nächste Ausstellung Mitte Juni in Lauingen soweit abgeschlossen sind (bis auf eine umgespurte Minex Dampflok, bei der ich für das Fahrwerk auf andere Bolzen für die Gegenkurbelbefestigung warte) habe ich mich einem weiteren Wagen gewidmet, der den Fahrzeugpark ergänzen soll.
Tomek hatte bereits in 2023 insgesamt drei Varianten des typischen Bettgestellwagens der GHE konstruiert. Diese unterscheiden sich durch die Ausführung der Türen (Holz bzw. Stahl) und eine Variante mit Stahltür und Patch über der hölzernen Bretterwand.
Wie schon bei einigen anderen Wagen habe ich mir alle drei Varianten bei der Firma WEERG drucken lassen, so lange sie noch den Rabatt von 50 % auf alle Resine hatten.
Als erstes ein Foto des Wagens, wie er geliefert wird:
Weerg hat das Stützmaterial oben auf die Seitenwände und den Bremsersitz gesetzt. Dieser lässte sich dort relativ leicht abschleifen, ohne Details zu beschädigen.
Wie üblich wurden die Lagerungen für die Speichenradsätze von Schnellenkamp als erstes mit dem Zwischenlagen angeklebt.
Da laut dem Buch "Die Selketalbahn" von Transpress sowie von OOK im BAE Buch die Güterwagen der GHE außen grün und innen grau gestrichen waren, wurde der Wagen zunächst mit grauer Grundierung gespritzt und nach Abkleben die Aussenwände in grün. Als das getrockent war, wurden zunächst die unteren Trittstufen angebracht. Diese sind laut Tomek selber zu ergänzen, und ich habe welche aus Messing von der Modellbauwerkstatt Halle verwendet, die ich schon schwarz lackiert hatte. Anschließend wurde der Unterboden mit Rahmen, die Trittstufen und der Bremsersitz mit dem Pinsel schwarz eingefärbt.
Auch die Bremserkurbel ist selber beizusteuern, Tomek hat nur die verkleidete Umlenkung an dem Wagen angebracht, die auf der Oberseite mit einem Loch für die Bremserkurbel sowie einem weiteren Loch in der oberen Trittstufe versehen sind.
Ich hatte zufälligerweise noch ein Reststück Ms-Rohr von H0fine aus einem Weichenantrieb mit Drehmechanik liegen. Dieses wurde vorsichtig auf 1 mm Innendurchmesser aufgebohrt, eine Bremserskurbel von der Modellbauwerkstatt Halle auf die reine Kurbel mit Stange reduziert und diese dann in das Röhrchen eingeklebt. Nach Anpassen der benötigten Länge wurde es dann mit Ätzgrundierung versehen und schwarz lackiert.
Nach Trockung der Lackierung wurde die Bremskurbel eingeklebt.
Anschließend wurde die Sitzfläche mit einer gravierten und gealterten Northeastern Bretterplatte belegt und der Wagenkastenboden mit einem passend zugeschnittenen Holzboden von Moebo versehen, der dann auch die Löcher im Wagenkasten verdeckt, die für die Befestigung der Kupplung im H0 und TT Bereich vorgesehen sind.
Damit ist der Wagen einsatzbereit bis auf die fehlende Beschriftung.