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Dieses Thema hat 1 Antworten
und wurde 248 mal aufgerufen
 Kitbashing und schamloses Metzgern
Carl Martin Offline




Beiträge: 258

05.08.2026 19:11
Drehschemelmetzgereien Antworten

Hei,

"Drehschmelwagen" ... es gab sie bei Staatsbahnen, Landesbahnen und Kleinbahnen i.d.R. zum Transport von Langholz, so auch bei der KAE. Allerdings stellte sich bei der KAE kaum ein echter Bedarf für den Transport von Holz ein, sodass nach anderen Einsatzmöglichkeiten gesucht wurde. Problematisch nach meinem Kenntnisstand war sowieso der Transport von echten Langhölzern, also Stämmen, bei denen die Wagen nicht mehr direkt gekuppelt werden konnten und dann entweder über das Ladegut gesichert wurden oder über Kuppelstangen, sofern diese vorhanden waren. Mir sind Berichte bekannt, dass etwa bei der DB solche Wagen im beladenen und ungekuppleten Zustand nur am Ende des Zuges einzureihen waren, um ein "Auffahren" der Ladung bzw. der Wagen zu verhindern bzw. den Schaden einzugrenzen.
Soviel mir bekannt ist, wurden einge der Drehschemelwagen bei der KAE erhalten, allerdings nicht um Holzstämme zu transportieren, sondern Metallträger für den Ausbau der ansäßigen Betrieben; ein Teil der Drehschmelwagen wurde daher der Drehschmel beraubt, um als Zischenwagen zu dienen:



Weiterhin nehme ich an, dass ein ehem. Drehschmelwagen als Beiwagen zum bei der KAE eingesetzen Kranwagen eingesetzt wurde und weitere, wie man auf dem Foto angedeutet erkennen kann, als Transportwagen für den "Von-Haus-zu-Haus-Containerbetrieb" genutzt wurden.
Über weitere Infos würde ich mich freuen!

hG
Carl Martin


Sauerländer Kleinbahner Offline




Beiträge: 442

05.08.2026 21:02
#2 RE: Drehschemelmetzgereien Antworten

Moin,

Langholz-Transporte auf Meterspur habe ich auf dem Rohbau meiner Nordharz-Bahn erfolgreich durchgeführt:



Dem zugrunde lag eine alte FV der GHE, wonach solche Wagen nur am Zugschluss laufen durften und höchstens ein mit Bremser besetzter Wagen angehängt sein durfte. Den genauen Wortlaut muss ich die Tage mal raussuchen.

Den Einsatz von Zwischenwagen halte ich bei Langholz wegen dem Durchhang für nicht zweckmäßig, während das bei Stahlträgern schon sinnvoll sein kann, auch wenn mir ein Einsatz bekannt ist. Du solltest die Gewichte der Träger überprüfen und die Beladung entsprechend anpassen. So ein Hw trägt ca 5 t, also 10 t gesamt.

Auch auf der Nordharz-Bahn habe ich überzählige H-Wägelchen von Tillig ihrer Drehschemel beraubt und mit Vierkant-Hölzern versehen, zwischen die Wechselbehälter geladen werden konnten. Eine tolle Idee für mehr Abwechslung.


Aus den letzten Betriebstagen der NHE: PmG in Unterschulenberg. Nach dem Absetzen des Wagens mit dem offenen pa-Behälter am Ladegleis für den örtlichen Kohlenhändler wird die Fahrt weiter Richtung Altenau fortgesetzt: in den drei geschlossenen pa-Behältern befindet sich Braunkohlenstaub für die Silberhütte Altenau.

Grüße

Jörn


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