Signal- und Fernmeldekabel, die normalerweise entlang des Gleises liegen, werden natürlich auch im Tunnel weitergeführt. Dabei werden sie sehr oft an der Tunnelwand in verschiedenen Haltevorrichtungen festgeklemmt oder eingelegt. Letzteres natürlich nur bei sehr geringer Streckengeschwindigkeit. Bei meiner Schmalspurbahn liegen die Kabel als Erdkabel im Erdboden eingegraben neben dem Gleis. Kurz vor dem Tunnel werden sie in einem Schutzrohr aus dem Erdreich auf die Kabelhalter im Tunnel geleitet. Bei einer Streckengeschwindigkeit von max 30 km/h besteht keine Gefahr, dass die Kabel durch den Fahrtwind aus den Haltern geworfen werden. Insofern reichen hier einfache Haken vollkommen aus.
Zum Bau: Das Schutzrohr besteht aus einem kurzen Kunststoffrohr mit 1,5mm Innendurchmesser, außen sind es 1,8mm. Zum Material kann ich nichts weiter sagen, es lag noch in meiner Restekiste. Die Kabelhaken bestehen aus 0,4mm Messing, welches ich mir auf der Tischkreissäge in 1mm Streifen geschnitten habe. Die Schraubenimitationen sind sehr kurze Abschnitte aus 0,5mm Rundpolystyrol. Und die Kabel selbst sind einfach schwarze Litzen mit 0,65mm Außendurchmesser. Das entspricht etwa 30mm Durchmesser beim Vorbild, könnte ein Kabel mit 50 Doppeladern sein.
Eine kleine Bastelei, die den Tunneleingang etwas auflockert. Weit hineingucken kann man ja eh nicht. Der Arbeitsaufwand betrug vielleicht 2 Stunden, die Kosten liegen ganz leicht über Null.