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Dieses Thema hat 75 Antworten
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 1:120 / 1:160 und kleiner - TTe, TTm, Nm ...
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rofra Offline




Beiträge: 1.594

15.12.2024 01:10
#61 Prj. *uckow: Es grünt jetzt auch in winzig Antworten

Eigentlich wollte ich mich heute Abend zwar dem harten _uckower Pflaster widmen, aber ein Paket mit Grünzeug kam früher als erwartet also habe ich erstmal weiter ausgeschmückt. Vorher möchte ich aber eine andere Kleinigkeit zeigen.
Der von mir als Stadthäusschen genutzte ehem. Speisesaal des Gasthauses passt zwar ganz gut, bietet aber durch seine großen Fenster tiefe Einblicke. Das wollte ich nutzen und etwas Einrichtung unterbringen.



In dem kleinen Igra-Set nicht nur alles doppelt, sondern ich glaube zum ersten mal auch komplett vorhanden. Da der Saal keine Innenwände hatten, wurden die schnell angefertigt und - wie ich jetzt sehe - etwas krumm eingesetzt. Die Tür, ist die bisher einzige die verkehrtherum eingebaut wurde. Der Stuhl ist wesentlich filigraner als die Modellbau Union Stühle (3d Druck) aber auch etwas fummliger zu bauen. Allein die auf dem Bild nicht zu sehende Sitzfläche besteht aus 3 Teilen. Der Ofen ist untypischerweise in Gussteil aus Metall mit einem kleinen Stück Juweelapflaster.





Auch wenn noch etwas Mobiliar fehlt, irgendwie fetzt das schon ein bisschen :D Zum Thema fummeliger tschechische Bausätze. Auch beim Thema Zäune ging es weiter:



Auch aus Tschechien kommen ein paar Bäume die ich mir mal Testweise bestellt habe, um endlich mal die Zieljahreszeit besser zu treffen. Den Anfang macht das eher selten zu sehende Gleisende. Einer der Bereiche in dem ich die Dimensionen des Bahnhofs ziemlich derbe ignoriert hab. Um das etwas zu kompensieren habe ich mal, um zu gucken wie es wirkt, eine Eiche gepflanzt.



Bei der Gelegenheit sieht man auch mal den ehem. Fahrkartenschalter.



Die Kiefer an der Bahnhofseinfahrt steht jedoch als Bewuchs schon fest, es werden aber wohl mehr als eine. Auch die Büsche gehen schon in die finale Richtung. Für die Ausgestaltung des Bodens muss trotzdem dann nochmal alles raus.
Insgesamt gefallen mir besonders die Birken, die wesentlich besser aussehen, als alles was ich bisher ausprobiert hab. Die Eiche scheint mir etwas Grob, passt aber von der Größe noch. Bei der Kiefer (um die gings primär) bin ich mir unsicher... aber wirklich unansehnlich ist sie auch nicht.

Generell nimmt das ganze langsam Form an, wenn auch nur in gesteckter und temporärer Form und nicht immer so wie es soll.

Bonusbild:

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der franke, der robert


rofra Offline




Beiträge: 1.594

25.12.2024 19:31
#62 Prj. *uckow: Die Straßen von Bad _uckow Antworten

Wir erinnern uns... vor mehreren Wochen wollte ich mich dem harten _uckower Pflaster auf den zu sehenden Straßen widmen. Wobei die Straßen selbst das geringere Problem darstellen, die daneben liegenden Fußwege sind das Größere... Hier kam mir im Nachgang der letzten Bastelsession noch ein Gedanke, bei deren Umsetzung ich auch die unbrauchbaren Bahnsteigsteine verwursten konnte.



Das Vorbild findet man hier in der Region öfter mal - auch wenn die zu sehende Umsetzung doch eher abstrakt ist -:https://upload.wikimedia.org/wikipedia/c...A4chterhaus.JPG

Problematisch war die Betonoptik der Platten, die irgendwie zu behauenem Granit werden musste. Auch das Straßenpflaster musste farblich noch irgendwie an die hiesigen Vorbilder angepasst werden. Bevor ich mich an einer Mischung aus Schwammtupfen und dry brushing probiert hab ging es erstmal ans Probelegen.



Nach Originalmaßen wurde dann die Gesamte Straße samt Bordsteinkante und Fußweg als Modulares Bauteil umgesetzt. Die Straße samt Gehweg ist dabei auf starken Papier aufgeklebt und bildet eine Einheit. Mehrere lagen Papier (insgesamt sind's 3) sorgen dabei für Feinjustierung der Höhe einzelner Bauteile (Bordsteine zu Straße) und Unebenheiten im Pflaster darzustellen (sieht man kaum und auf den Bildern garnicht). Primär ist die Straße jetzt nicht mehr so wellig (trotz eingebauter Schlaglöcher).





Als Abschluss noch ein Blick auf den "fertigen" Abschnitt: Haus, Grundstück, Fußweg und Straße stehen bereits in den finalen Abständen, alles aber sind noch nicht fest verbaut. Der Zaun hat ein fundament bekommen. Am Grün experimentiere ich auch noch ein bisschen und muss mich derzeit stark zurück halten, nicht schon mit der Begrünung der Gleise anzufangen.... Eigentlich müsste es dahinten auch leicht bergab gehen... Die dritte Dimension, gibt es in meiner kleinen Modellbauwelt aber bisher nur bedingt :/

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rofra Offline




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28.12.2024 21:35
#63 RE: Prj. *uckow: Die Straßen von Bad _uckow Antworten

Nach meinen Zwischenerfolgen beim Thema Straße und Fußwege und dank einer erstaunlich schnellen Lieferung neuer Pflastersteinmatten, habe ich mich nochmal mit der Ladestraße auseinander gesetzt... leider ohne Erfolg. Zwar habe ich die Laderampenauffahrt endlich mal zuende Gebaut (hier war vorher nur ein wobbliges halbwegs passendes Stück aufgelegt) aber bei der Ladestraße selbst inkl. Einfahrt von der Straße komme ich nicht so recht weiter.



Was der geneigte Leser hier nicht sieht, ist dass sich das Motiv auf dem Bild, kaum von den bisherigen Bildern unterscheidet aber eigentlich komplett neugestaltet wurde (jenseits der Laderampe...). Der Bahnsteigbereich wurde nochmal etwas verlängert was die Ladestraße nochmal etwas eingekürzt hat, aber eher den Vorbildbildern entspricht.

Die Gestaltung des Grünzeugs mit der Birke hat mich dazu bewogen, die bisher vorne Verbaute Birke umzuziehen und mit etwas Buschwerk zu ergänzen (den jetzigen Zustand sieht man am Ende des Beitrags). Die auf dem Bild vorne zu sehende Birke musste dabei auch nochmal umziehen, weil sie das Kuppeln auf dem Ladegleis erschwert hat.... Viel Detailkram also. Dazu kamen ein paar Gestaltungsversuche für Einfahrten, Fußwege und ähnliches. Am Ende aber alles nur Prokrastination auf hohem Niveau, deswegen musste etwas Abwechslung her.



Den Stuhl ganz links, kennt man schon, der Rest kam neu dazu. Die Bank ist eher ein Abfallprodukt, die Stühle werden für den Außenbereich der Bahnhofsgaststätte benötigt.

So ein "Igra Ding" hat mir dann noch einen kleinen Dämpfer verpasst. Für zukünftige Bauprojekte wollte ich mal die Bieberschwänze ausprobieren. Die finde ich eigentlich ganz sexy, weil sie in einzelnen Reihen kommen, gut aussehen und recht preiswert sind. Die Einzelreihen sind zwar wesentlich fummliger, als die bisher zu sehenden passenden Fertigdächer, aber ermöglich auch mehr Varianz für z. B. etwas ältere Dachstühle. Mein Ybbstal-Lokschuppen ist bisher mein einziger Bausatz bei dem das Dach so gebaut wurde und dank der Führungsmarkierungen baut sich das ganze recht einfach. Hochmotiviert hatte ich mir schon vor einiger Zeit einen Packung bestellt und wollte meinen Bahnhofsdach mal testweise Eindecken. Der Gesamte Bau ist eine Mischung aus Dummy und Versuchsträger, was man so machen kann/könnte. Eine Packung reichte bei dem recht langen Bau natürlich nicht, also musste ich eine Nachbestellen, die jetzt ankam:



Meine Kamera verfälscht die Farben zwar aber ich denke man sieht das Problem... aber halb so wild (rot ist rot und bei meinen Testbauten bin ich da recht schmerzbefreit) frisch ans Werk.



Auch wenn der Farbunterschied stört, finde ich das Ergebnis brauchbar. Solange man ähnlichere Farben nehmen kann und sich Hilfslinien zeichnet (ich habe mich an der krumm geschnittenen Dachkante orientiert...) kann man hier schöne Dächer zaubern. Bzw. auch für die finale Fassung sind die Bieberschwänze ein muss. Ich finde den "Charachterwechsel" an meinem Dummy erstaunlich, da übersehe ich das Farbspiel.



Auf dem letzten Bild, ist außerdem eine kleine Neuheit von Karsei zu sehen, die zwar so garnicht in mein Beuteschema passt, aber einfach zu knuffig ist, um sie nicht in Tt haben zu wollen. der zweiachsige sächs. Packwagen mit Tonnendach:



Zumal hier Karsei - abgesehen von den krummen Trittbrettern - nochmal ein echten kleinen Knaller auf die schmalen Gleise stellt. Ein etwas teures aber sehr schönes Modell! Generell gefallen mir die Karsei 2-Achser als Modelle wesentlich besser als die die 4-Achser. Dazu kommt die kompakte Bauart. Die Wagen sind nochmal kürzer als meine Lenz Wagen, was lange, vorbildgerechte Züge auf kleinsten Raum ermöglichen sollte.

.

Zum Abschluss noch ein aktuelles Übersichtsbildchen von der Bahnhofsausfahrt, als ausgleich für das viele Gewäsch im Beitrag :)

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rofra Offline




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04.01.2025 10:35
#64 Prj. *uckow: Die Straßen von Bad _uckow vol. II - es wird fest Antworten

Ich wusste ja, dass ich hier mit dem aktuellen Stand etwas hinterher bin aber, dass ich in dem Faden dieses Jahr noch garnichts hinterlassen hab verwundert mich doch (ich veröffentliche meinen TT Kram noch in einem TT Forum und versuche immer dezent an den Standort anzupassen an beiden stellen zu berichten... klappt nicht immer). In diesem Sinne: Frohes neues!

Während meines Weihnachtsurlaub ging es zumindest etwas voran, obwohl ich die Ausgestaltung der Ladestraße doch gut vor mir her geschoben hab, was zu div. Kleinigkeiten führte. Mit denen fange ich mal an.
Zum einen ging es nach den Sitzmöbeln mit Tischen weiter:



Die Mitte ist der bekannte Schreibtisch aus einem Igrabausatz, links und rechts Eigenbauten für drinnen und draußen.



Nach dem ich jetzt Monatelange auf die eher schlecht ausgeführten Seilführrollen der Karsei Wagen geschaut hab, juckte es mich in den Fingern. Die Ätzteile von Klunker wären hier vermutlich die bessere Wahl für einen ernsthafen Umbau aber für mich ist das mehr eine Spielerei, allein schon, weil in _uckow eigentlich an allen Fahrzeugen Druckluftbremsen verbaut sein sollte und wenn nicht per Hand gebremst wird.





Dazu kam noch ein kleines Nebengebäude. Das gehört zum hellblauen Bauernhaus, passt aber eigentlich zu allem.





Da soll noch einer sagen, Prokrastination führt zu nicht. Am Neujahrstag lag dennoch der erste Versuch und damit ein weiterer grober Aufbau:



Nach etwas hin und her sieht das ganze jetzt so aus, liegt aber immernoch nur lose auf. Der Fußweg ist auch erstmal nur ein Versuch, macht sich aber m. E. ganz gut. Es fehlen noch div. einzelne Steiner, Fugen, Farbe und ein echter Unterbau. Den hat bisher nur der obere bzw. Einfahrt erhalten. Durch mehrere Lagen dickes Papier wird eine unebener Untergrund geschaffen der Schlaglöcher und ähnliches darstellen soll.



Am Ende entsteht dann dieser dezente Effekt von Unebenheit:



Etwas womit ich so nicht gerechnet hatte, waren die auftretenden Höhendifferenzen, die auch überwunden werden mussten:



Eigentlich ist über den Jahreswechsel nicht so viel passiert, es zog sich nur etwas. Zum Abschluss nochmal ein paar Impressionen:







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rofra Offline




Beiträge: 1.594

12.01.2025 18:27
#65 Prj. *uckow: Interlude - Kleinkram Antworten

Während _uckows Straßen und Teile des Bahnhofgeländes Stück für Stück beleuchtet wurde, fielen mir die dunkeln Wagen immer negativer auf. An diesem WE war zwar nicht viel Zeit um an der Anlage zu bauen, aber zumindest etwas Rumzuexperimentieren und so kam eins zum Anderen. Eine Stromversorgung über die Drehgestelle war bereits im Vorfeld ausgeschieden. In meinen Größeren Modellen habe ich bereits mit Knopfzellen experimentiert, was ich auch mal an den Packwagen ausprobieren wollte. Der erste Prototyp fand sich dann aber an einem ruhigerem Örtchen. Dem WC meines Bastelrekowagens.



Der Aufbau funktioniert Grundsätzlich die Kabel werden nur durch Druck durchs Gehäuse gehalten. Die verwendete Lampe ist allerdings ungeeignet und lässt jeden im Umkreis von 5m bis 10m zumindest temporär erblinden.



Mit 2 bis 3 passenden Dioden wäre das ganze aber durchaus machbar, nur nicht abschaltbar :/.
Am Karsei Packwagen (vierachsig) zeigte sich ein weiteres Problem, was mir am Rekowagen nicht aufgefallen war.





Für die Karsei Wagen ist das also keine/nur bedingt eine Lösung. Für Bausätze, von denen noch einige auf dem Tisch liegen bzw. der Einkaufsliste stehen, schon.
Ganz anderes Thema genauso semierfolgreichim Ausgang: Kupplung an der LKM Neubaulok. Die bisherigen waren nur provisorisch installiert und eine davon hatte sich bereits verabschiedet. Also frisch ans Werk.



Der Anbau hat aber gezeigt, das auch mein dünner Draht zu dick ist und die Kupplung nach dem Einbau nicht schwingt. Beim nächsten mal also von Veit IVK Kupplung oben etwas Material abtragen und nochmal von vorn. Aber zumindest wieder eine Kupplung hinten, und diesmal auch so eingebaut, dass man sie nutzen kann.



Zum Sonntagabend, dafür noch ein Bonusbild: "Sachsen über Sachsen!"

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rofra Offline




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06.08.2025 22:25
#66 RE: Prj. *uckow: Interlude - Kleinkram Antworten

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schmalspurloethi Offline



Beiträge: 269

06.08.2025 23:21
#67 RE: Prj. *uckow: Interlude - Kleinkram Antworten

Hallo Robert,
wenn ich Dein Video anschauen will kommt das:



Was könnte da wohl unangemessenes zu sehen sein?

Gruß Henning


rofra Offline




Beiträge: 1.594

06.08.2025 23:54
#68 RE: Prj. *uckow: Interlude - Kleinkram Antworten

Was in dunklen Bahnhofsgassen nun mal so zu sehen ist :)

(habs angepasst... falls jetzt irgendwo noch schwarze Balken zu sehen sind, sind das Kuppelbalken!)

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rofra Offline




Beiträge: 1.594

02.01.2026 00:34
#69 CSD Packwagen DF/u von DK Modell Antworten

Ich habe gestern noch 3 DK Modell Bausätze von der Post abgeholt. Den einfachsten der 3 habe ich heute mal zusammen gesetzt um zu gucken worauf ich mich da eingelassen hab.

Bis auf die Trittbretter sind alle Bauteile montiert. Der Wagen passt zwar thematisch garnicht, sieht aber verdammt stimmig aus, wie ich finde.



edit: Nachtrag: Hintergrund meiner Bestellung war jenseits der Neugier, dieser schrullige tscheschich/österreichische Packwagen... und wow. Für den winzigen Maßstab und den Preis (<20€) bin ich begeistert. Es fehlen noch ein paar Anbauteile aber ich bin jetzt schon sehr angetan.



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rofra Offline




Beiträge: 1.594

03.01.2026 12:35
#70 RE: CSD Packwagen DF/u von DK Modell Antworten

Das war ein wilder Ritt aber trotz einiger Unsauberkeiten könnte das ein stimmiger Wagen werden



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der franke, der robert


rofra Offline




Beiträge: 1.594

09.01.2026 17:46
#71 Mischbauweise in 1:120: DK Modell O-Wagen Antworten

Das ich meine heißgeliebte Mischbauweise aus Messing und Holz mal im Maßstab 1:120 nutze, hätte ich auch nicht gedacht:

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der franke, der robert


rofra Offline




Beiträge: 1.594

14.01.2026 09:50
#72 Mischbauweise in 1:120: DK Modell O-Wagen (directros cut) Antworten

Seid gegrüßt, da ich zum Einen, zum Hintergrund der Holzwände, als auch zu den doch sehr gelungenen DK Modellbausätzen ein paar Worte verlieren will, hier ein erweiterter Bericht.

Grundsätzlich scheinen die Wagenrahmen alle gleich aufgebaut:

Grundplatte, Rahmen mit Achshaltern, Achshalter und oben drauf noch einen Achshalterdeckel. Sofern die Wagen gebremst sind, noch bremsbacken.



Die winzigen Achslagerdeckel, lassen sich im Vergleich zu anderen TT Bauteilen noch erstaunlich gut anbringen (hier die Multicar Anhängerkupplung unter den Messingbauteilen... daneben ein 1:13 Feldbahn Achslager). Bündig und sauber Arbeiten muss, man dennoch weil man hier die Aufnahmen für die Achsspitzen baut.



Durch passende Schlitze in der Grundplatte, werden die einzelnen Schichten passend ausgerichtet, sodass die Achsen am Ende sauber laufen*.



Der Bau des Wagenkasten vom Packwagen war dabei mein Highlight. Auch hier kommt eine Sandwichbauweise zur Anwendung, interessant ist, dass die Einzelteile am Ende durch die Griffstangen in ihren Bohrungen in Form gebracht werden und so am Ende alles sauber passt. Hier war ich echt skeptisch ob ich den geometrisch Korrekt zusammengesetzt bekomme aber es passierte von allein.

Mehr als gutes Dutzend (14, beim ungebremsten G-Wagen sogar nur 10!) Teile, sind am Rahmen nicht vorgesehen. Also auch keine differenzierte Nachbildung von Bremsanlage oder ähnliches. Insgesamt hat man also recht schnell, ein filigranes, aber einfach detailliertes Fahrgestell vor sich stehen. (oben fehlen noch die oben gezeigten 4 Achslagerdeckel, unten sind schon ein paar Teile mehr dran).



Beim O-Wagenbau waren 2 Dinge für mich problematisch: Mangels geschlossenen Wagenkasten konnte keine Schraube zur Aufnahme der MB Klunker Kupplungsaufnahmen angebracht werden, wie das beim G- und Packwagen passierte. Für die Kupplungsaufnahme mussten bei beiden Wagen außerdem neue Löcher gebohrt werden.



Das geht bei dem offenen Wagen so nicht. Zumal auf die Grundplatte noch ein Wagenboden kommt. Das Kupplungsproblem war dabei, wenn nicht schön aber zumindest einfach zu lösen.



Auf dem Bild sieht man auch wie die Schwenkbarkeit der Kupplungen gewährleistet wird: Durch einen Spalt im Rahmen. Wirkt erstmal grob, ist aber m. E. die ideale Lösung, die ich beim den zu bauenden Rahmen für meine Klunker Wagen auch vorgesehen hatte. Für extreme Radien ist das Vermutlich nichts, aber die muss man in TTe auch nicht zwangläufig verbauen.
Als Kupplungshalterung kamen hier welche von Karsei mit NEM Aufnahme zum Einsatz. Den Bausätzen liegen weder Kupplungen, noch entspr. Aufnahmen bei. Beide Kupplungsaufnahmen (Klunker + Karsei) sind problemlos zu beziehen, Kupplungen können, je nach Wahl, fast so teuer wie ein einzelner Wagen werden.

Problematischer waren für mich die Wagenkastenwände. Die haben nämlich auf der Innenseite keine Gravur, was mir überhaupt nicht zusagte. Selbst die doch eher groben Karsei Modell verzichten darauf nicht.



Glücklicherweise hatte ich von Igra noch gelaserte Bretterstapel als Ladegut rumliegen. Dabei kommt jede Schicht des Stapels einzeln daher und die Bretter entspr. in ihrer Breite ziemlich genau den originalen:



Nur schwer zu erkennen ist, dass die Bretter kleine Abstandhalter haben. Der kleine Spalt scheint mir sinnvoller als keine Fugen zwischen den Brettern zu haben (+ man muss nicht jede Planke einzeln anbringen!). Um die etwas dickeren Seitenwände bündig einsetzen zu können, musste die Bodenplatte etwas schmaler werden (ca. 2mm).

Am "Ende" stand dann das bekannte Motiv. Noch ohne Türen und Farbe:



Fazit: Als TTe'ler kann man zwar auf ein recht großes, aber primär sächsisches Angebot an Fahrzeugen zurückgreifen, was hier aufgelockert wird. Ob einen jetzt Österreicher ohne passende Loks weiterhelfen, ist eine Frage des eigenen Geschmacks bzw. Schmerzbefreitheit. Generell kann man nach Altösterreichischen Vorbild inzwischen sehr viel in TT machen (Gebäude, Zubehör, Ausgestaltung!)

Die Vorbilder und Modelle sind zwar etwas größer, als die typischen dt. Kleinbahnfahrzeuge aber zumindest der O-Wagen passt sehr gut zu den Sachsen.



Dazu kommen Preis und "Aufwand" der Bausätze. Für unter 20€ bekommt man hier ein filigranes, einfach zu bauendes Modell, was mit etwas Glück auch entspr. gut Läuft. Gerade beim G-Wagen ist die Kombination aus Gewicht und Rolleigenschaften sehr ausgewogen. Bezüglich Laufkultur eins meiner Highlights in 1:120 (auf Wagen bezogen). Dazu kommt, das so ein Vollmetallzug aus 2 Achsern auch in TT, nach was klingt.
Ein wirkliches Problem sind die dicken Achsen (siehe unten) und ihr taumeln.

Ich hätte auch nicht gedacht, dass ich meine TT Anlage fast nur aus Tschechien beziehe. Erst die Gebäude, dann das Grünzeug, jetzt die Wagen.


*) Bei den Bausätzen waren, 2 Arten von Achsen dabei, die schmalen für den G-wagen, die breiten beim O- und beim Packwagen. Letzte sind dabei wesentlich unsauberer Gearbeitet. Alle 4 Achsen mussten neu eingestellt werden und neigen zum Taumeln. Der G-Wagen hat dabei dummerweise einen schmaleren Rahmen, weshalb die neueren Achsen nur dort passen.



/edit: Dazu kamen div. andere Arbeiten, weil ich schonmal dran war: Mein Weimarer Wagen läuft jetzt wieder Kurzschlussfrei, sofern noch möglich gab es auch neue schwenkbare Kupplungsaufnahmen für die Lenz Wagen. Alles Wagen die wesentlich kürzer als die langen Sachsen sind und mehr Rangierspaß bieten. Was auch immer wieder wild klingt, wenn man den Maßstab bedenkt. Die gesamte Anlage wurde sozusagen aus dem Winterschlaf geholt und hat mich erstmal wieder - nach etwas Rumgefluche und einigen Instandsetzungsarbeiten - in ihren Bann gezogen...

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der franke, der robert


rofra Offline




Beiträge: 1.594

22.03.2026 18:52
#73 Gedankenspiele zum Anfassen Antworten

Hier wurde ja an anderer Stelle eine gewisse Forenkultur (vll. auch Veranstaltungskultur... ich hab in den Faden den Faden verloren) vermisst. Ich bin ja inzwischen seit Dekaden in div. ("Fach"-)Foren unterwegs und find's eher unschön wie diese Form des digitalen Austauschs dahinsiecht. Im TT-Board funktioniert das ganze aber noch erstaunlich gut und schon zu meinem Einstieg in die Maßstabs-Spurweitenkombination TTe kam ich so mit einigen Mitstreitern ins Gespräch. Einer zeigte mir seine Eigenbauten aus "Papier" (kann ich leider nicht verlinken :/).

Damals Stand das Thema für mich in TT nicht zur Debatte und war dann auch schnell aus dem Kopf.

Insgesamt war das, was er mir gezeigt hat, aber vorbildtechnisch genau meine Kragenweite: Ein Lenz'scher G-Wagen... und Lenz-Kram ist - trotz seit damals "explodierten" Angebots - bis heute rar in TTe. Dazu dutzende Andere mögliche Vorbilder auf 7x0mm Spur. In der Umsetzung sprechen ein geringer Platz und Materialbedarf für Eigenbauten in TTe.

Die Bilder habe ich jetzt nochmal im Kontext der Klunker und DK Bausätze bzw. meiner generellen Erfahrungswelten in TTe zu sehen brachte mich auf eine Idee.

Evergreen Polysterolprofile und Profilplatten sind mir seit Jahren bekannt, aber für mich eher ein Tabu Thema, eine Sünde sondergleichen sozusagen.

Aber... sie sind auch leicht zu verarbeiten und ideal für kleine Modelle in H0e und kleiner. Da ich an diesem WE mal wieder in Berlin fest saß (mit der Bahn zur Bahn fahren, funktioniert immer mal wieder nur bedingt), ging es gestern schnell nach Westberlin um einen Miniarbeitsplatz und etwas Material zu beschaffen. Das war erstaunlich teuer (Messing wird langsam unbezahlbar... und irgendwelchen Kleinkram findet man auch immer...) aber ansonsten Erfolgreich.

U. a. habe ich Messing L Profile mit 1mm Kantenlänge und Holzprofilplatten mit 1,5mm (1,3mm wären vll. besser gabs aber nicht) und 2mm "Brettern" gekauft. Nicht ganz so Ideal ist die Materialstärke von 1mm, weshalb sich eher nur G-Wagen anbieten und die Tür entspr. extra gebaut werden müsste. Durch die schmalen L-Profile müssen die Kanten der Wagenkastenwände außerdem zu einem 45° Winkel geschliffen werden.

Als Rahmen sollen 1,5mm U-Profile herhalten. Die kommen später in der Werkstatt drunter. Es ist eine Überlegung wert, den Rahmen soweit möglich (Kupplung!), vollständig nachzubilden. Die U-Profile sind leicht zu verarbeiten und würden noch etwas Gewicht ins spiel bringen.
Da, im Gegensatz zu mir, neben meinem Werkzeug, auch meine Literatur in der Werkstatt weilt musste ich für meinen ersten Versuch etwas im WWW wühlen.
Als Testobjekt hielt erstmal ein Wagen der Bröhltalbahn her. Diese 785mm Schmalspurbahn gehört zu den ältesten Deutschlands (die erste mit öffentlichen Verkehr im damals noch nicht vereinten Deutschen Reich), ist damit keine Kleinbahn und zeichnet sich primär durch eher unförmige Fahrzeuge aus.

So hat mein Vorbild mit 750mm (entspr. 6,25mm in 1:120) einen erstaunlich großen Raddurchmesser und damit auch eine entspr. Rahmenhöhe, ist aber recht schmal. Die großen Räder lassen sich dabei vermutlich eher nicht umsetzen (vll. durch Spur-N Radsätze?). Zu beachten ist auch die für 7x0mm spurige Bahnen eher untypische Kupplungbauart inkl. Kupplungshöhe:

https://iiif.deutsche-digitale-bibliothe...0cdc7de3d45.pdf

bzw. https://de.wikipedia.org/wiki/Br%C3%B6ltalbahn

Soweit die Theorie, auf zur Praxis:





Für den Wagenkasten kamen - die eigentlich für Wagendächer und -böden angedachten - 2mm Bretter zum Einsatz (siehe Zeichnung), durch Aufrunden und Materialstären ist der Wagenkasten mit 15mm Breite (+ Anbauteile) etwa so breit wie die üblichen Modelle (zum Vergleich in den Bildern GGw von Lorenz).





Das ist erstmal nur ein schneller Versuch, auch weil ich Depp das Dach schon befestigt hab und damit ein Betrieb fast ausgeschlossen sein dürfte. Bei der Bauweise muss auf jeden Fall zusätzliches Gewicht verbaut werden. Der Wagenkasten wiegt jetzt gerade 2,5g ...

Generell gitl: Als Achslager bieten sich Klunker Bauteile an. Falls vorhanden, wäre das vll. auch eine Idee Spur Z 2-Achser oder Busch H0f Kram zu verwerten. Wagenkastenstreben (und vll. auch bessere Lösungen für die Eckprofile) gibt es bei Klunker als Kleinteil. Die Schiebetür wäre - hier im speziellen weil zu beiden Seiten öffnet- noch ein Problem aber vll. wie von Fummel mit Pappe/Bastelpapier zu lösen? Vll. Gibt es die Ebenfalls als Kleinteil extra (ich bin mir unsicher).

Insgesamt würde ich aber fast behaupten: kann man machen und ist einen zweiten Blick wert! Grundstruktur und Proportion (nicht nach Vorbild aber im Vergleich zum restliche Fahrzeugpark) passen auf den ersten Versuch. Zeichnung und Rohbau gehen schnell. Abgesehen vom Schleifen und Bleistiftanspitzen entsteht wenig Dreck. Die Materialkosten sind schwer einzuschätzen. Knapp 30€ für Profilplatten und Messingprofile, die aber für mehrere Modelle reichen, je nach Größe ca. 5, würde ich behaupten vll. mehr.

Ob ich so ein stimmiges, vorbildgerechtes Modell hinbekomme, lasse ich mal dahingestellt aber zum nachmittäglichen freelancen am Küchentisch scheint mir das keine schlechte Idee zu sein und führt vll. zu mehr als 9 Themen in diesem Unteforum ;)

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Günni Offline




Beiträge: 966

22.03.2026 19:42
#74 RE: Gedankenspiele zum Anfassen Antworten

Zitat von rofra im Beitrag #73
gestern schnell nach Westberlin

Sagt Ihr in Berlin das immer noch so? Ihr wisst aber schon, dass es die "Hauptstadt der DDR" nicht mehr gibt .

(Konnte ich Schandmaul mir jetzt nicht verkneifen)

_________________________________

Günni

Je schmaler die Spur umso größer der Spaß


rofra Offline




Beiträge: 1.594

22.03.2026 19:55
#75 RE: Gedankenspiele zum Anfassen Antworten

Das mach ich aus Witz, allein weil man ja immer noch über die Grenze geht (ich wohne genau an der ehem. Grenze und der Grenzstreifen ist entweder Park oder ein Pflastersteinstreifen und damit immer sichtbar. Das ist schon interessant bis eigenartig.) generell unterteile ich aber tatsächlich in Nord/Süd/Ost/Westberlin + Spandau. Die Stadt ist groß, ich bin nur zugezogen und hier gibt es viele Straßen mehrfach und teilweise gehen die durch mehrere Bezirke (die halt auch seit der Reform keine sinnvolle Orientierung mehr sind) gehen.

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