dann werde ich ebenfalls meine Kleinbahngesellschaft hier im neuen Schmalspurforum wieder vorstellen. Was im alten Forum in mehreren Threads verteilt war, möchte ich jetzt nur noch in zwei Strängen einstellen: 1. mein Anlagenbau, und 2. mein Fahrzeugbau.
Wohlan, laßt und beginnen und erfahren, wie alles begann:
Als immer mehr betuchte Berliner im vorletzten Jahrhundert die heiße Sommerzeit im Grünen verbrachten, wurden die Stimmen zur Errichtung und Betrieb einer Eisenbahn von Erkner in das Umland immer lauter. Machbarkeitsstudien und Trassenplanungen wurden erstellt und wieder verworfen. Doch dann schälte sich eine Trasse heraus, die dann auch gebaut wurde: Vom Bahnhof Erkner der Berlin - Frankfurter Eisenbahngesellschaft nach Rüdersdorf mit einer Verlängerung zum Kalktagebau und den dort entstandenen Zementwerken. Die Bahn erfreute sich von Anfang an bester Beliebtheit bei den Anwohnern, Ausflüglern, sowie den Sommerfrischlern. Um den Ausflugsverkehr bedienen zu können, wurde die Trasse auch an der Woltersdorfer Schleuse, die Anlegestelle der Stern & Kreis Flotte, vorbeigeführt. Durch die Anbindung des Kalktagebaus und der Zementwerke war ein hohes Güteraufkommen garantiert. Die Topografie der Umgebung um Erkner führte zu nicht unerheblichen Steigungen bei der Überwindung der Kalkberge, ein Höhenzug zwischen Erkner und Rüdersdorf, der aus der letzten Eiszeit stammt.
Schon zwischen den beiden Weltkriegen stiegen die Baumaßnahmen in Groß-Berlin derart an, daß der Tagebau immer größer wurde, und die Zahl der Zementwerke anstieg. Dies führte zu einer weiteren Trassierung von Erkner in Richtung Strausberg. Der Kleinbahnhof Erkner wurde dadurch betrieblich zu einem Trennungsbahnhof.
Soweit erstmal der erste grobe historische Abriß. Bei der Planung meiner Anlage stand und steht der hohe Grad der Eigenfertigung im Vordergrund. Im Anschluß einige Skizzen, wie ich mir anfangs die Heimanlage vorgestellt habe. Da ich aus der Spur h0 gekommen bin, haperte es noch in der Umsetzung im neuen Maßstab 1:45.
Hier die Skizze des Bahnhofs Rüdersdorf:
Auf der Fahrt nach Erkner sollte sich eine Anlagenzunge anschließen, die der aktuellen Anlagenausführung Gottseidank zum Opfer gefallen ist:
Daran schließt sich der Hafen an, der so ähnlich ausgeführt wird. Das Ausziehgleis wird jetzt die Strecke nach Strausberg.:
Der geneigte Leser wird unschwer erkennen, daß der Schwerpunkt des Lok- Und Wagenmaterials Magic war. Bei den Wagen ist das größtenteils auch so geblieben, aber bei den Loks sind doch jetzt schon die Großen dran.
Soviel erstmal für den Anfang.
Gruß Klaus
Der frühe Vogel fängt den Wurm, die zweite Maus aber den Käse!
Hallo Klaus, die Pläne sehen sehr interessant aus, das gefällt mir. Ich habe nur eine Anmerkung zur unteren Zeichnung, meinste das geht so mit dem Gefälle zur unteren Ebene, das sieht so kurz von der Strecke für dieses Gefälle aus oder täusche ich mich da?
Das wird spannend. Die landschaftliche Schönheit Erkners in Verbindung mit dem Rüdersdorfer Industrierevier. Mal gucken was man da so wieder erkennt ;) Der Rüdersdorfer Bahnhof, gefällt mir jetzt schon.
Ich hatte tatsächlich mal die mutige bis wirre Idee aus dem KS Krauss C-Kuppler eine Lok der Oppenheimer Industriebahn zu schnitzen, um eine der Buckower Loks darzustellen. Vielleicht würde der Bausatz hier etwas Abwechslung zum MT Kram (bin ich kein Fan von :/ ) bringen.
Hallo Andreas, ja, in der Skizze ist die Rampe zu steil. Dieser Bereich ist holztechnisch bereits gebaut und die Rampe ist viel flacher, weil die Höhenunterschiede deutlich geringer sind.
Hallo Robert, da ich eine fiktive Bahn baue, muß ich auf konkrete Vorbildsituationen weniger Rücksicht nehmen. Konkrete Vorbildgebäude wird es eher nicht geben. Übrigens, der C-Kuppler von KS wird in Rüdersdorf als Werklok viel zu tun bekommen.
Ich habe inzwischen auch den Gleisplan wieder gefunden. Grundlage sind noch Peco-Weichen. Das ein oder andere Gleis ist auch schon an den Realitäten gescheitert. das Grundkonzept ist aber geblieben. Ob ich nochmal einen aktuellen Gleisplan erstellen werde, steht in den Sternen.
... und so sieht mein Avatar vollständig aus:
Gruß Klaus
Der frühe Vogel fängt den Wurm, die zweite Maus aber den Käse!
ZitatKonkrete Vorbildgebäude wird es eher nicht geben.
Darum bitte ich (um nicht zu sagen:"Ick bitte drum") :). Aber ich denke, gestalterisch sind hier solide Rahmenbedingungen gesetzt und aus den Umständen kann man eine Menge machen (die Skizzen zeigen ja schon ein bisschen was). Brandenburg geht, in meiner kleinen, sandigen Welt im Schatten von Kiefern, immer.
Wow! Hier ist aber schon lange nichts mehr passiert! Dabei hat sich im Eisenbahnzimmer seit 2021 einiges getan. Neuester Stand: im Frühsommer wurden in unserer Mietwohnung von der Wohnungsgesellschaft alle elektrischen Leitungen und die Heizungsanlage um-, bzw. neugebaut. In diesem Zusammenhang erneuerte unser Vermieter auch alle Bodenbeläge. Im Klartext: die Wohnung mußte nahezu leer geräumt werden, damit der Bodenleger die Räume ungehindert bearbeiten konnte. Die Kleinbahn Erkner-Rüdersdorf mußte deshalb den Geschäftsbetrieb vorläufig einstellen. Dadurch ergab sich für mich der ausgesprochene Glücksfall, endlich die schon lange geplante Hintergrundkulisse zu bauen.
Für die Ausrundungen in den Ecken des Moba-Zimmers baute ich mir Eckgestelle, die an die Wand, bzw. in die Ecken gedübelt wurden. [img][/img]
Vor dem Fenster mußten die Eckgestelle natürlich abgerückt montiert werden. [img][/img]
Darüber hinaus war auch eine Holzprofilkonstruktion erforderlich, um die Preßpappeplatten flächig aufbringen zu können. [img][/img]
Wo feste Wände vorhanden sind, wurden die Platten vollflächig mit einem Wand- und Bodenkleber direkt aufgeklebt, vor dem Fenster mit dem gleichen Kleber auf die Holzkonstruktion. Die Holzteile dienen nur der Fixierung und sind inzwischen wieder entfernt worden. dabei stellte sich heraus, daß der Kleber so schnell abgebunden hat, daß eine weitere Sicherung nicht erforderlich war. [img][/img]
Heute war dann der Lückenschluß. [img][/img]
Wenn die Anlagenbeleuchtung ausgeschaltet wird, ergibt sich folgendes Bild. [img][/img]
Jetzt fehlt nur noch der hellblaue Fotohintergrund. Ich überlege noch, ob das Aufbringen mit Tapetenkleister ausreicht, oder Sprühkleber die bessere Alternative ist. Zumal die Papierbahn ziemlich dick ist. Hat jemand von Euch dazu einen Vorschlag?
Gruß Klaus
Der frühe Vogel fängt den Wurm, aber die zweite Maus bekommt den Käse!
Vom Tapetenkleister würde ich dringend abraten! Habe erst letzten Donnersteg eine kleine Hintergrundkulisse gebaut. Dabei habe ich blauen Karton (!) mit Weißleim auf eine völlig ebene Styrodurplatte aufgezogen und danach sofort beschwert, im Glauben, dass das eine ebene Sache würde. Pustekuchen. Am Tag später war alles wellig, selbst der dicke Karton verzieht sich also. Selbst der Rettungsversuch mit einem Bügeleisen hat nichts gebracht. Also: bei sowas, Hände weg von wasserbasierten Klebstoffen. Wie das mit Sprühkleber ist, weiß ich nicht. Da stellt sich allerdings das Problem, dass man beim Aufkleben so gut wie keine Korrekturmöglichkeit bezüglich der Richtung hat, weil es sofort pappt. Dabei kann einem leicht die lange Kulisse schief geraten. Ich habe mal (allerdings bei einer kleinen Fläche) doppelseitiges Teppichklebeband auf den Untergrund geklebt und dann das Bild quasi draufgerollt. Hat wunderbar geklappt, alles gerade, keine Wellen. Perfekt. Ist allerdings keine Option für eine so große Kulisse wie Deine. Ich würde vielleicht mal bei so einem Laden, wo man Drucke und Kaschierungen macht, nachfragen. Die haben ja auch das Problem und sicher Ideen (und auch Materialien) mit denen sowas klappt.
Servus, ich bin zufälligerweise Werbetechniker! Da bräuchte man dann selbsklebende Folie, auf Papier Basis gibts da nix was selbsklebend ist, mir zumindest nicht bekannt! Alternativ wäre noch Plakatpapier, das kann man mit Kleister verkleben, das wirft keine Falten nach dem Trocken, entspannt sich das wieder! Man nennt das Material auch Blueback da es eine Hellblaue Rückseite hat. Kann zB in Tintenstrahltechnik von der Rolle auf Großformatdruckern bedruckt werden. Gruß Martin
erstmal vielen Dank für Eure Tips. Dann wird es wohl in Richtung Sprühkleber gehen müssen. Der Hintergrund ist eine Rolle Fotohintergrund von Hama. Vorteil: Länge 11 m! Da gibt's nicht sooo viele Stöße. Ein Mann hält die Rolle und wickelt sie auf Zuruf ab, der zweite Mann bringt den Sprühkleber auf die Oberfläche der Platten auf und der dritte Mann, also ich, klebt die Bahn dann hoffentlich falten- und blasenfrei auf den Untergrund. Schon mer mal.
Gruß Klaus
Der frühe Vogel fängt den Wurm, aber die zweite Maus bekommt den Käse!
Auf welcher Basis ist die Fototapete? Ist es Vlies oder Papier?
Grundsätzlich würde ich mich in jedem Fall für einen Kleber entscheiden, der Dir beim Verarbeiten die Möglichkeit der Korrektur durch Drücken oder Schieben ermöglicht.
Bei Vlies bringt man den dafür geeigneten Kleister auf den Untergrund auf und bringt die Bahn darauf an. Bei Papier kenne ich das Aufbringen des Kleister auf die zu verklebende Bahn.
11m "Tapete" fehlerfrei an die Wand zu bringen stelle ich mir schwierig vor. Wenn der Sprühkleber keine Korrektur zulässt, muss man, denke ich, schon viel Erfahrung und Übung beim Tapezieren mitbringen.
Du darfs auch nicht vergessen, wenn Du nur 1mm am Anfang krumm bist addiert sich das auf die 11m extrem in die verkehrte Richtung! Mit Sprühkleber anzufangen wird zum Fiasko!
vor einigen Jahren konnte ich einen alten Gleisplan vom Bf. Nienburg/W. ergattern. Den wollte ich auch irgendwie auf eine große Pappe oder ein passendes Stück Sperrholz aufziehen, um ihn im Hobbyraum an die Wand zu hängen.
Zum Testen habe ich mir im Kopyshop erst ein oder zwei Kopien davon gemacht und bin mit den herkömmlichen Klebern auch daran gescheitert, da es hinterher immer wellig blieb.
Irgendwer hat mir dann den Kleber "PLANATOL Elasta N" für solche Zwecke empfohlen. Damit soll sich Papier, ohne Wellen zu bilden, auf andere Untergründe aufziehen lassen ...
Getestet habe ich das leider bislang immer noch nicht und so steht die 1kg-Dose noch immer ungeöffnet in meiner Werkstatt.
Fragt mich jetzt aber bitte nicht nach der Bezugsquelle, daran kann ich mich nun nicht mehr erinnern.