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Dieses Thema hat 11 Antworten
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Goose Online




Beiträge: 704

20.02.2022 19:48
Die Fahrzeuge der WKB (Westönner Kleinbahn) Sektion Deutschland Antworten

Nachdem die Faller Hittrain Wagen aktuell auf die Lackierung des Fahrgestells und den Einbau der Bremsanlage warten, habe ich Weihnachten 2021 ein weiteres Projekt begonnen.
Es handelt sich um den PKB O-Wagen von Jaffa, den ich mir vor längerem schon gekauft hatte um zu prüfen, ob das Bühnengeländer auch für ältere RhB Fahrzeuge brauchbar wäre.

Als erstes habe ich mal die Rahmenteile trocken zusammengesteckt und dann mit einem "fertigen" Universalfahrwerk verglichen



Abweichend von der Bauanleitung habe ich die Rahmenteile einzeln montiert, damit ich die Kupplungsaufnahme für die Kadee-Kupplung einbauen konnte.
Daher wurde als erstes das Mittelteil mit dem oberen Teil verklebt



Nachdem der Basisausschnitt feststand, konnte das untere Rahmenteil zugeschnitten und anschließend montiert werden. Nach Montage der Achslager konnten dann erstmals die Radsätze installiert werden



und anschließend die erste Kupferplatte und das Decking auf das Fahrgestell geklebt werden. Und so konnte er dann das erste mal aufgegleist werden



Ein sehr "stupide" Tätigkeit war die Montage der Bremsklötze an den Hängeeisen, wobei ich hier alle für 4 Wagen am Stück montiert habe



Der letzte Schritt vor der Farbgebung war dann die Montage der Dreiecke für die Bremswelle sowie der Kupplungsaufnahmen





Und da das Wetter gut war, konnte direkt das Fahrgestell gespritzt und nach Tocknung wieder auf die Schienen gesetzt werden





Bevor es an den Aufbau gehen konnte, musste noch die Bremsanlage fertig gestellt werden.
Hier habe ich den Bremszylinder und den Tank ergänzt, wobei leider die Halterung des Tanks nicht zwischen die Längsträger passt und ich diese extrem verschmälern musste.



Für den Aufbau hatte ich mir als Aussenfarbgebung mein obligatorisches Braun vorgenommen, jedoch sollten die Innenseiten verwittert dargestellt werden.
Hier kam mir die von Jaffa vorgesehene Konstruktion zu gute, bei der jedes Wandteil aus zwei einzelnen Teilen zusammengeklebt wird.
Daher konnte ich die eine Hälfte braun lackieren, während die andere ein Bad in Weather All nehmen durfte.
Nach Trockung wurden dann die Teile vereinigt und konnten jetzt montiert werden



Nach Montage des Bühnengeländers konnten dann die ganzen Profile, die ich zuvor gespritzt hatte, installiert werden





Die letzte Arbeit war dann die Montage der inneren Profile sowie die farbliche Nacharbeit an diversen Stellen



Damit ist der Wagen bis auf die Beschriftung fertig.

Gruß
Hubert the Goose
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Sauerländer Kleinbahner Offline




Beiträge: 391

20.02.2022 21:22
#2 RE: Die Fahrzeuge der WKB (Westönner Kleinbahn) Sektion Deutschland Antworten

Sehrrrrr schön, den habe ich auch noch vor der Brust. Zum Zusammenbau eignet sich - entgegen der Anleitung - auch der flüssige Sekundenkleber von Tesa, welchen es derzeit für'n Euro bei Aldi gibt. Außer in Clausthal, da habe ich zugeschlagen 😁

Grüße

Jörn


Goose Online




Beiträge: 704

20.02.2022 22:21
#3 RE: Die Fahrzeuge der WKB (Westönner Kleinbahn) Sektion Deutschland Antworten

Ich habe hier wie immer Pattex Sekundenkleber, sowohl in Gel als auch flüssiger Form verwendet.
Und ein paar zusätzliche Stabiliserungen mit Fischer UV Kleber.

Beide Produkte aus Überzeugung, insbesondere den Pattex, den ich schon seit Anbeginn meiner 0m Karriere nutze.
Mit anderen habe ich immer wieder schlechte Erfahrungen gemacht, daher bleibe ich bei meinen bevorzugten Produkten.

Gruß
Hubert the Goose
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Beiträge: 704

27.02.2022 19:09
#4 RE: Die Fahrzeuge der WKB (Westönner Kleinbahn) Sektion Deutschland Antworten

Parallel zu den Arbeiten an den Hittrain-Wagen kam mir die Überlegung, einen weiteren offenen Güterwagen dem Fuhrpark hinzuzfügen.

Vor rund 8 Jahren gab es im alten RhB-0m-Forum - dem Gutsherrenforum - eine Forenaktion, bei der ein Hochbordwagen der RhB von einem Mitglied konstruiert worden war und dann allen Forenmitgliedern im Rahmen einer Sammelbestellung verfügbar gemacht wurden.

Diese Hochbordwagen der Serie Ek 6020 - 6040 wurden 1903 von der MAN in Deutschland an die RhB geliefert.
Da es zum damaligen Zeitpunkt keine 0m Modelle von Hochbordwagen der RhB gab - die von Bemo kamen ja erst viel später - hatte ich mir 3 Stück dieser Bausätze gesichert und eingelagert. Einen Wagen hatte ich im Rohzustand, wie er aus dem Druck kam, 2019 auf der NuSSA ausgestellt.





Von diesem Bestand an Fahrzeugen der Schweizer Sektion der Westönner Kleinbahn wurde jetzt ein Bausatz an die deutsche Sektion abgegeben.

Nachdem die Teile heute lackiert werden konnten, wurden sie zusammengeschraubt und mit den Kadee-Kupplungen versehen.
Der ganze Wagen besteht aus 6 Teilen (4 x Achslagr mit Halter, Rahmen mit Bühnengeländer, Aufbau) und wird mit M1,6 Schrauben zusammengehalten.
Und auch die Schrauben für die Montage der Kadee-Kupplungen waren schon vorhanden.



Aktuell warte ich jetzt auf die Lieferung der Beschwerungsgewichte (1,5mm tiefe Einbuchtungen für Gewichtsplatten sind in der Bodenplatte des Wagens vorgesehen).
Diese Gewichtsplatten und die Schrauben werden dann mit einem zugeschnittenen Moebo Boden abgedeckt.
Und es fehlt noch die Bretterplatte für die Bühne, die ich noch zuschneiden und beizen muss.

Gruß
Hubert the Goose
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14.03.2022 17:38
#5 RE: Die Fahrzeuge der WKB (Westönner Kleinbahn) Sektion Deutschland Antworten

Anlässlich unserer privaten NuSSA hatte ich auch den (ehemaligen) RhB O-Wagen dabei und wir haben ihn auch mal auf Engiadina mitlaufen lassen.

Dabei mussten wir feststellen, dass der eigentlich ein Fremdkörper bei der "modernen" RhB ist und irgendwie nicht dazu passt. Er ist schmäler und auch einiges kürzer als die sonstigen Hochbordwagen.

Daher haben wir beschlossen, auch die restlichen zwei Bausätze an die deutsche Sektion abzutreten und dort einzusetzen.

Wie auch schon beim ersten Fahrzeug ging es relativ zügig über die Bühne, zerlegen, lackieren, wieder zusammen bauen.

Nebenbei wurde bei allen Radätzen (zwei Wagen Sternspeiche, ein Wagen Scheibe) die gelben Radreifenmarkierung entfernt, da die bei dem zukünftigen Einsatz unpassend sind.

Und damit konnten dann mal alle Wagen (die beiden gedeckten braunen Hittrain Wagen sind noch nicht ganz fertig, es fehlen noch Teile der Bremsanlage und die Tritte unter den Schiebetüren) zusammen hinter der ebenfalls an die WKB-D abgegebene Diesellok abgebildet werden.



Gruß
Hubert the Goose
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18.04.2022 18:03
#6 RE: Die Fahrzeuge der WKB (Westönner Kleinbahn) Sektion Deutschland Antworten

Jetzt ist schon wieder ein Monat vergangen seit dem letzten Update.

Nachdem ich nach längerer Wartezeit dann entlich die Wagenböden von Möbo bekommen hatte, konnte ich dieses Wochenende weitermachen.

Leider war es etwas tricky, die Kupferplatte (1,5 mm) für die Gewichtsplatten zuzusägen, da sich bei meiner Kreissäge die Schraube für das Sägeblatt zum Wechseln einfach nicht lösen lässt. Daher musste ich dann leider mit einem suboptimalen Blatt die Sägearbeiten vornehmen.



Nachdem die Platten eingeklebt waren, wurde dann Wagen für Wagen der eigentlich für einen Lenz Linz Omm32 gedachte Boden zugeschnitten und eingepasst.
Wie üblich habe ich dann den Boden mit meinem Klebeband aus den USA (ich habe inzwischen herausgefunden, dass es hier als Transferklebeband doppelseitig von 3M erhältlich ist) selbstklebend gemacht und eingeklebt.
Ebenfalls wurde aus der Platte die Bretter für den Bühnenbelag zugeschnitten und aufgeklebt, hier jedoch mit Sekundenkleber Gel.





Damit sind die Wagen bis auf die Beschriftung und eine leichte Alterung fertiggestellt.

Und wie üblich habe ich dann einen Wagen verwogen, er bringt 97 g auf die Waage.
Zum Vergleich:

Der Plettenberger O-Wagen von Jaffa hat 87 g, und der erste fertiggestellte G-Wagen aus dem Faller Hittrain mit Jaffa Fahrgestell als Leitungswagen wiegt 91 g.
Also alle ziemlich im gleichen Rahmen.

Gruß
Hubert the Goose
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Beiträge: 704

08.09.2025 19:13
#7 RE: Die Fahrzeuge der WKB (Westönner Kleinbahn) Sektion Deutschland Antworten

Lange ist es her, dass in diesem Thread etwas gepostet wurde, aber das wird sich jetzt ändern.
Hintergrund ist, dass ich einen radikalen Themenwechsel hinter mir habe und das Schweiz-Thema bis auf den Betrieb von Engiadina Geschichte ist.
Dafür gibt es verschiedene Faktoren, zum einen war schon vor etlichen Jahren eine kleine 0m-Anlage in meinem Bastelzimmer nach württembergischen Vorbild geplant, dann kam die Vorbereitung für die MeterSpurSchau 2024 mit 0m historisch, parallel dazu lief eine Materialsatzaktion für den SHE VT14 / Härtsfeldbahn T37.

Wir hatten ja für 0m historisch den Kaiserweg rekonstruiert, und der wird aktuell zu einem Schaustück ausgebaut mit Einhausung, Beleuchtung und zwei Fiddle Yards.

Und da darauf natürlich auch stilechtes Rollmaterial eingesetzt werden soll, stand und steht der Bau von Rollmaterial auf dem Programm (genauso wie bei der Vorbereitung für die MSS 2024 ).

Jaffa hatte anläßlich der MSS 2022 den SHE 156 als Bausatz herausgebracht, den ich mir damals sofort gekauft hatte (weil er mir gefiel, nicht, weil ich eine Verwendung dafür geplant hatte). Bei den Vorbereitungen zur MSS konnte ich bei der Rekonstruktion des seinerzeit von Holger Jeworowski gebauten Wagens der Zündholzfabrik Wieda darauf zurückgreifen.

Beim Studium der Vorbildliteratur kam dann heraus, dass die SHE insgesamt nur 6 gedeckte 2achsige Güterwagen besass und alle nur um max. 0,5 m² Ladefläche voneinander abwichen, also eigentlich identische Abmessungen hatten. Zwei davon waren reine Leitungswagen, 4 mit Bremserbühne.

Beim Studium der Bauanleitung fiel mir dann auf, dass sich aus dem gebremsten SHE 156 sehr einfach die Leiungswagen abwandeln lassen.
Ich habe daraufhin bei Jaffa einer "Sonder"bestellung getätigt, 2 gebremste und 2 ungebremste mit meinen Vorschlägen zur Abänderung (am Rahmen die vorgeschuhte Bremserbühne entfernen, das Dach entsprechend kürzer, Bühnengeländer, Handbremskurbel, Trittstufen und Belag Bremserbühne sowie die Bremsklötze entfallen).
Und das war problemlos möglich und er hat mir die gewünschten Bausätze geliefert, die ungebremsten als Spezialedition Hubert Wetekamp . Leider hatten wir beide nicht daran geacht, dass bei den U-Profilen der Stirnwände zwei kürzere im Bausatz vorhanden sind (wegen der Bremeserbühne). Er hat mir dann problemlos einen zweiten Satz U-Profile geliefert.

Der Bau war dann diesmal mehr eine Serienproduktion.

Als erstes wurden die Fahrwerke zusammengebaut:



Und natürlich wurde dann auch direkt bei den gebremsten die Bremsanlage mit eingebaut:



Die Aufbauten für die gebremsten Wagen wurden komplett in braun ausgeführt, daher konnten diese wie komplett montiert und dann lackiert werden.

Für die Leitungswagen hatte ich schwarze Profile vorgesehen, daher wurden die Verbretterungen und die Profile separat lackiert, genauso wie die von mir verwendeten zusätzlichen Messing-Anbauteile.



Bei dem obigen Bild gibt es einen Einblick in den Wagenkasten.
Laut Bauanleitung soll der bis auf die Dachsparren zusammengebaut werden und dann die selbstklebenden Bleiplatten zugeschnitten und von oben eingeklebt werden.
Da dies nicht gerade einfach ist, bin ich diesmal davon abgewichen.
Der Kern des Wagenkastens wurde zusammengeklebt, jedoch eine Seitenwand blieb offen. Anschließend wurden die Bleiplatten auf Breite geschnitten und dann von der Seite eingeschoben und angedrückt. Anschließend wurde die fehlende Seitenwand noch eingeklebt.

Wie bei mir üblich habe ich die Seitenwände wieder mit Fließkleber aufgeklebt. Leider ist bei dem Bau mein Restbestand aus den USA zu Ende gegangen, aber ich habe mit dem doppelseitigen Tesa Klebeband einen guten Ersatz gefunden.



Nach dem Aufkleben der vorbereiteten Wandelemente sah das schon richtig gut aus:



Nachdem dann noch die Tür und die Eckprofile montiert waren, konnte auch das separat schwarz lackierte Faherwerk unter den Wagenkasten geklebt werden.



Nach Montage des Daches, der Kupplungen und der ebenfalls schwarz lackierten Messingeile (Griffstangen, Türpuffer und -verriegelung, Saugluftschläuche) war der Wagen bis auf die Beschriftung fertig.



Und dann zusammen mit einem gebremsten:



Und zum Schluß der ganze Zug, wobei darin noch zwei weitere Wagen sind, die noch später beschrieben werden.



Sollte sich jemand die ungebremsten SHE G-Wagen bauen wollen, so kann er sich gern an Jaffa wenden und auf mich verweisen. Die Laserdaten liegen vor, man muss nur einen zweiten Satz U-Profile mitbestellen.

Gruß
Hubert the Goose
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08.09.2025 20:44
#8 RE: Die Fahrzeuge der WKB (Westönner Kleinbahn) Sektion Deutschland Antworten

Gehören die Türstopper zum Bausatz?

Aber mich freut der Themenwechsel. Und ich bin ein Fan der Jaffa Bausätze... schade dass ich nur Bruchteile davon brauche :D Da bin ich gespannt.

~ from prussia with love ~

der franke, der robert


Goose Online




Beiträge: 704

08.09.2025 21:52
#9 RE: Die Fahrzeuge der WKB (Westönner Kleinbahn) Sektion Deutschland Antworten

Hallo Robert,

jein. Beim Bausatz sind aus Kraftplex gelaserte Teile für Türverriegelung dabei, aber keine Türstopper.
Und die Griffstangen sind eigentlich aus Messingdraht zu biegen, der selber zu beschaffen ist.

Ich habe Türverriegelungen und Türstopper von der Modelbauwerkstatt Halle verwendet, da diese wesentlich plastischer sind. Und auch die Griffstangen an den Ecken und auf den Türen stammen von dort.

Gruß
Hubert the Goose
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rofra Online




Beiträge: 1.502

08.09.2025 22:14
#10 RE: Die Fahrzeuge der WKB (Westönner Kleinbahn) Sektion Deutschland Antworten

Ich kenn' nur die Fahrwerke, die waren/sind stellenweise recht Kleinteilig... aber das ist ja noch besser, weil u. U. einzeln beziehbar. Wenn auch in anderen Spurweiten stehen bei mir ja auch noch einige G-Wagen der Zielgeraden.

~ from prussia with love ~

der franke, der robert


Goose Online




Beiträge: 704

09.09.2025 07:48
#11 RE: Die Fahrzeuge der WKB (Westönner Kleinbahn) Sektion Deutschland Antworten

Ja, die Montage der Fahrwerke ist etwas diffizil, aber doch gut baubar.
Ich habe inzwischen weit über 10 Stück davon gebaut, da ist das ychon fast Routine.

Und seit den Kelsterbacher Wagen - auf denen der SHE 156 ja basiert - bietet er nicht nur die Fahrwerke separat an, sondern auch noch Sonderlängen davon.
Die sind ja auch unter der "Bananen"wagen zum Einsatz gekommen.

Gruß
Hubert the Goose
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Goose Online




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09.09.2025 16:02
#12 RE: Die Fahrzeuge der WKB (Westönner Kleinbahn) Sektion Deutschland Antworten

In dem Gruppenbild der Wagensammlung befindet sich an vorletzter Stelle ein kurzer O-Wagen der SHE, Ow 264-266 und 274.

Diesen Wagen hatte Axel Hartig im HP1 Modellbahn 3+4/1986 mit einer Zeichnung vorgestellt und dann später als 0m-Bausatz in seinem Programm gehabt.
Leider ist es nahezu unmöglich, solch einen Messingwagen als Bausatz oder gebautes Fahrzeug zu bekommen, daher bliebe eigentlich nur der Selbstbau über.

Letztes Jahr erschien im Papierflieger-Verlag das Heimatbuch "Unsere Südharz-Eisenbahn, ISBN 978-3-98870-009-4, das ich umgehend erwarb.
Darin findet sich unter anderem ein Kapitel über die Südharz-Eisenbahn im Modell, wo verschiedene IIm, H0m und 0m Modelle vorgestellt wurden, neben den 0m-Modellen im Heimatmuseum Braunlage auch der T02 mit dem SHE G-Wagen 157 im Bahnhof Schlufterhütte auf der BAE von OOK.

Besonders aufgefallen ist mir der Trichterwagen der SHE, der als CAD-Renderung von einem Modell in TTm abgebildet war.
Eine kurze Google-Suche führte mich zum TT-Forum, wo Tomek seine TTm Modelle vorstellt und auf die Downloadmöglichkeit für seine Modelle hinwies:
https://www.thingiverse.com/tomek_s_scaled_world/designs

Interessanterweise stellt er seine Modelle nicht nur in 1:120 ein, sondern auch in 1:87.
Und die Sammlung an SHE und NWE sowie GHE Fahrzeugen ist inzwischen schon sehr umfangreich, und darunter befinden sich auch die kurzen O-Wagen.
Diese Wagen wurden bei der SHE aus Trichterwagen umgebaut, die Ow 264-266 mit Blechwänden und der Ow 274 mit Holzbordwänden.

Ich habe mir die STL-Dateien heruntergeladen und war überrascht, in der ZIP-Datei drei Gehäuse-Varianten vorzufinden.
Tomek hat einen Blechwagen mit Schweißnähten, einen mit glatten Blechwänden und einen mit Holzwänden konstruiert.
Neben den Wagenkästen findet sich noch die Bremserbühne mit Geländer, verschiedene Bremsschläuche und zwei Kupplungsadapter für die H0m-Kupplung.



Mit fast 66 Jahren muss ich mir inzwischen überlegen, was ich noch selber bauen will oder wo ich auf andere Möglichkeiten zurückgreifen kann, zumal ich im Anlagenraum noch die On3-Anlage wieder betriebsbereit machen muss. Und dasselbe gilt auch für die 0m-Anlage, wo noch der Bau eines Bahnhofes und Abstellbereiches zusätzlich dazu kommt.

Daher habe ich mir mal einen Wagen testweise bei https://3ddrucklife.com/ drucken lassen, wobei die H0m Datei auf 0m hochskaliert wurde. Ich wollte mal schauen, ob das Ergebnis akzeptabel und einsetzbar ist.

Nachdem ich die Drucke erhalten hatte, habe ich erst mal geprüft, ob ich die 0m-Radsätze von Schnellenkamp einsetzen könnte. Dies war leider ein Fehlschlag, da die H0m-Achsen im Verhältnis länger sind. Der Radsatz fiel leicht klemmend durch.

Aber es gab eine Lösung: Auf der Rückseite der Achslager wurden jeweils ein 1,25 mm dicker Streifen (zwei Polystyroslstreifen 10x1 und 4x0,25 mm auf einandergeklebt), die in der korrekten Höhe mit einer 2 mm Bohrung versehen waren, angeklebt. In die Bohrung wurden die Nupsis (englische Lagersteine für Spitzenlagerung) eingesetzt, und anschließend ließen sich die Radsätze problemlos einsetzen und laufen perfekt.

Die Löcher im Wagenboden für die Kupplungsadapter, die ja nicht benutzt werden, wurden zu gespachtelt und anschließend der Wagen braun grundiert und nach entsprechendem Abkleben der Fahrwerks- und Bühnenbereich schwarz lackiert.





Insgesamt bin ich mit dem Wagen zufrieden, auch wenn die Teile teilweise etwas überdimensioniert sind.
Auf der anderen Seite setzen wir ja im Schweiz-Sektor auch FAMA-Fahrzeuge mit Bemo-Fahrzeugen zusammen ein.
Von daher ist das tolerierbar und wird von mir akzeptiert.

Und da es ein interessantes Foto gibt, wo dieser Wagen am Holzwerk Rinkemühle an der GHE mit neuen Fässern beladen war, habe ich nach Fässern gesucht und bin bei Real Modell fündig geworden.
Nachdem diese eingetroffen waren, wurden sie bemalt, eine Unterlage für den Wagen konstruiert und dann die Fässer darauf geklebt.
Somit können die Fässer auch entnommen und der Wagen leer verkehren.



Ich bin froh darüber, dass ich eine Lösung gefunden habe, die 0m-Radsätze verbauen zu können.
Tomek hatte mir zwar angeboten, den Rahmen separat online zu stellen, damit ich den schmäler drucken könne, aber es gibt einen Wagen bei dem das nicht geht, nämlich dem Trichterwagen (aus dem ja dieser Wagen entstanden ist).

Tomek hat die Trichterwagen in beiden Versionen mit geschlossenen und geöffneten Klappen konstruiert und damit gibt es erstmalig einen korrekten Wagen. Die seinerzeit von Emmermacher bzw. AHA vertriebenen Wagen hatten einen gravierenden Fehler, die Gewichte für die Öffnung der Klappen waren in der Stellung für geöffnete Klappen, die Klappen waren jedoch geschlossen.
Und da ich mehrere von diesen Wagen benötige, kann ich mir die jetzt bedenkenlos drucken lassen

Vielen Dank Tomek für die Bereitstellung der Dateien.

Gruß
Hubert the Goose
https://www.facebook.com/westoennerkleinbahn
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