Bauart Kitson Meyer, was Lateinamerika als Sitz der Bahn wahrscheinlich macht. Basis sind zwei Chassis der BR 80 in Spur N und ein Gehäuse der Vale of Rheidol 2-6-2 in 009 von Chivers Fineline. Kessel und Kabine sind verlängert, der Kohlekasten muß selber gebaut werden.
Eine 800-Euro-Lok dafür zu schlachten kriege ich nun wirklich nicht fertig. 2 gebrauchte 80er bei ebay und das Chivers Kit kommen so um die 100 Euro. Außerdem: die IV K ist ne Meyer, keine Kitson Meyer...
Die IVK hat den riesen Nachteil, dass der Platz für die charachteristische, riesige Feuerbüchse fehlt. Als preisliches Zwischending werfe ich mal noch die Roco Hf110C, wegen des Außenrahmens in den Raum. Der bietet sich u. U. bei der schmalen Spurweite an (zumal einer der großen Vorteile der "articulated engines" ist, dass man wie im Original 2 Antriebe verbauen kann => mehr Wumms, bessere Stromabnahme). Anderseits wird der Bausatz wissen, was er will :) (aber wer weiß, was noch kommt? Ich habe mal länger über die Möglichkeiten von 1:64 nachgedacht und hier war das Fahrwerk ein zentrales Element)
Aber freut mich. Ich fand das 0n30/0e Projekt schon spannend und hier gehts gleich so weiter. Zumal ich ja selber heiß aufs Thema bin und nur auf "Faulheit" (es ist halt ein hartes Thema, wenn man nicht nur nach schlechten Bildern bauen will. Es gibt Menschen, die können so bauen, ich nicht. Ich brauch ein greifbares, klares Bild, von dem was vor mir stehen soll) eher wenig in die Richtung nachdenke und das Thema meine Gedankenspiele gerade etwas durcheinander wirbelt. Das Thema bleibt einfach viel zu reizvoll und ich stelle - auch dank anderer Leute am Thema - fest, dass meine Standardquellen regelmäßig neue Inhalte bekommen.
/edit:
Ein gutes Bsp. ist die Sigibahn in Ostafrika. Der Artikel wirkt zwar kurz und oberflächlich, ist aber in den letzten Jahren enorm gewachsen. Alles was über die Bahn - im Internet - zu Finden war, war ein Bild und ein kurzer Absatz. In abgedruckter Form habe ich das Bild in mehrere Büchern, immer in einer Qualität, in der man nichts erkennen möchte.
Allein der neue Absatz über das Rollmaterial Charachteresiert diese mehr als faszinierende Bahn, die in Europa, so niemals hätte überlegen können, doch recht schön. Dazu kommen neue Bilder, wie dieses, aus denen man sogar etwas Bahnhofsleben und auch mal einen Wagen etwas Detailierter erkennen kann. Gerade jenseits der Mutterländer hat man das Problem, dass Rollmaterial oft schon nach kurzer Betriebszeit nicht mehr dem Auslierfungszustand und damit nicht mehr den - noch mit am häufigsten vorhandenen - Werkbildern entsprach. Im Hintergrund auch wieder schön die Tropenausrüstung an den Meterspurigen Personenwagen. Wir befinden uns hier übrigens auf der Ostseite Afrikas, hier gab es neben den Schutzeinrichtungen gegen klimatische unzulänglichkeiten, im Regelfall auch an den G-Wagen Schutzeinrichtungen gegen Insekten (Malaria / Tsetsefliege).
Schade, dass das Bild trotz Cholorieriung nur bedingt Rückschlüsse auf die Fahrzeugfarben zulässt. Seis drum zurück zum Thema, mit einem Kontrastprogramm:
bzw. falls Südamerika noch nicht ganz so fest steht:
Wenn Sie hier auf Links zu eBay klicken und einen Kauf tätigen, kann dies dazu führen, dass diese Website eine Provision erhält.
Hallo Robert,
das mit dem "klaren Bild" ist so eine Sache. Es ist einfach zu wenig Informationen verfügbar. Einige Inspiration für den Fahrzeugbau bieten die Exportkataloge diverser Hersteller. Für Afrika würde ich mir da vor allem die englischen Firmen anschauen. Eine Fundgrube ist "Namib Narrow Gauge" von Moir/Crittenden. Die Seiten von Klaus Dierks bieten hochinteressante Informationen über Namibia. Die englische Version ist wesentlich umfangreicger als die deutsche:
Oft gehe ich auch von verfügbaren Modellen aus und überlege, ob sie in mein "setting" passen. Vieles läßt sich umstricken. Manches kann ich auch selber lasern. Für die Tanzania-Bahn in H0 (und eher in Regelspur) gäbe es die Stahlgüterwagen mit den umlaufenden Rippen bei Tebee's shapeways-shop. Dazu ein paar amerikanische boxcars und Kühlwagen. Die Tankwagen sehen eher britisch aus.
Echte südafrikanische Modelle zu Kleinserienpreisen gibt es hier:
War damals mit mein Einstieg. Schön dass es die Seite noch gibt.
Zitatdas mit dem "klaren Bild" ist so eine Sache. Es ist einfach zu wenig Informationen verfügbar.
So klar wie es halt sein kann. Aber hier fehlen einem alle Berührungspunkte und der Bahnbetrieb ist bestenfalls in der Historie mit dem hiesigen zu vergleichen. Dazu kommt, bei Vorbildern aus der Region, kann man hingehen. Man hat ein Gefühl für die Veränderung und hat vielleicht sogar noch den nachzustellenden Zustand selbst erlebt. Von der besseren und ganz anderen Quellenlage ganz abgesehen. Jenseits von der Quantität der Aufnahmen und Quellen, besonders aus der Zeit vor dem ersten Weltkrieg, ist auch oft die Motivwahl eine ganz andere. Dazu kommen fehlinformationen wie hier z. B. https://www.greatwarforum.org/topic/1627...th-west-africa/
(eins der Bilder ist definitiv nicht in Afrika aufgenommen und niemand merkts und die Spurweitenangaben in der ansonsten sehr interessanten Übersicht der "privaten Nebenbahnen" sind halt einfach übersetzungsbedingt falsch. M. E. dürften bestenfalls die beiden Bahnen ganz oben wirklich in 610mm/2ft gehalten sein wesen, weil sie von Britten erbaut wurden. Also zumindest eine, bei der anderen bin ich unsicher und kann mich deswegen nicht festlegen)
Beim - für mich eher uninteressanten - modernen Rollmaterial, würde ich fast noch richtung Japan gehen. Gerade die 2-Achsigen G-Wagen haben oft Ähnlichkeiten mit den von Tomix oder Kato angebotenen Modellen (was an entspr. Lieferungen aus Japan oder China liegt). Die Bilder haben für mich einen anderen Wert: Die Anlagen sind in Afrika oft noch von den Kolonialmächten erbaut. Dazu kommt dass man auf neueren Farbaufaufnahmen ein gefühlt für die Farben und Landschaftsformen bekommt. Ich denke dass man in China in Zukunft auch bei hochwertigen Modellbahnen durchaus fündig werden dürfte. Chinesisches Rollmaterial wird in Afrika seit den 70ern eingesetzt - bzw. man veruscht es zumindest. Hoffen wir mal dass die derzeitigen Infrastrukturprogramme dort etwas haltbarer sind.
Insgesamt, ist es ja nicht so dass es nicht "nichts" gibt, sondern nie das richtige ;) (allein was der brittische Markt spurweitenübergreifend hervorgebracht hat). Egal was man in dem Thema macht ist halt Nische in der Nische.
Neues von der Dieseltraktion: Heute sind zwei Gehäuse einer französischen Rangierlok eingetroffen. Nun fehlt noch ein passendes Chassis und eine Verschmälerung um ca. 4mm:
Heute habe ich mal "Fräselinchen" (Proxxon MF 70) angeworfen und die ersten Seitenwände auf Maß gebracht. Hier ein Bild vor dem Umspannen zum Weiterbearbeiten.