Nachdem die Panier V29 fertiggestellt wurde, wird es Zeit das Nachfolgeprojekt vorzustellen: Aus dem Weinert Bausatz der 995811 (Gernrode) möchte ich ein Modell in der Ursprungsversion bauen. Hier gab es bei DSO eine tolles Bild das die Lok Selke im Jahr 1940 im Bahnhof Eisfelder Talmühle zeigt.
Ursprünglich liefen auf der Selketalbahn sechs C Kuppler. Nach dem 2.Weltkrieg wurden 5 davon als Reparationsleistung in die Sowjetunion abtransportiert. Nur die Gernrode verbleib im Harz und wurde von der DR als 995811 nummeriert, und nach Wiederaufbau der Selketalbahn wieder dort eingesetzt. Das Weinert Modell zeigt die Lok im letzten Betriebszustand wie die Lok nach dem Einbau eines neuen Kessels 1956 bis zum Abbruch 1967 aussah.
Neben dem Bausatz 6239 von Weinert habe ich mir noch Literatur zum Thema und einige Teile für den Umbau in das ursprüngliche Aussehen besorgt.
Das vormontiert Fahrwerk mit Faulhaber Motor.
Nach ausgiebiger Lektüre und Studium der wenigen Fotos die die Loks vor dem Krieg zeigen habe ich mir noch folgende Teile einzeln bei Weinert besorgt:
große Petroleumlaternen, den Schildersatz mit den 6 Loknamen (Im Bausatz liegt nur die Beschilderung für die 995811 bei), den ursprünglichen runden Sanddom, einen Schalldämpfer für die Saugluftbremse und noch eine andere Dampfpfeife, da ich gesehen hatte dass diese früher einmal neben der Glocke oben auf dem Führerhausdach saß. Beim Zusammenbauen werde ich sehen, ob ich noch weitere Teile benötige, oder die Bausatzteile an der einen oder anderen Stelle abändern muss.
Welchen der sechs Namen die Lok dann bekommen soll habe ich noch nicht entschieden.
Falls noch jemand weitere Literatur empfehlen kann, oder Bildquellen kennt, bin ich ein dankbarer Abnehmer. Z.B. zur Farbgebung der GHE Loks habe ich bisher nichts gefunden.
da es sich um eine Konstruktion aus dem Hause Henschel handelt werfe ich mal das Henschel-Archiv in den Ring, zumal es diese Bauart ja auch bei anderen Bahnen gab: https://www.henschel-museum.net/pages/di...otiv-archiv.php Früher konnte man da ganz gut recherchieren, jetzt ist alles hinter ominösen "Bezahlschranken" versteckt.
Auf der Seite von Peter Zander - die übermorgen schließt - habe ich keine Infos dazu gefunden: http://www.zander-heba.de/
By the way: die DSO-Hamster mögen es nicht, wenn Beiträge und erst recht Bilder direkt verlinkt werden. Das von Dir verlinkte Bild Beitrag auf DSO befindet sich hier und gehört zum legendären "Christorama", den Beitrag - über Umwege - gibt's hier: https://www.drehscheibe-online.de/foren/...817#msg-9601817
Hallo Jörn, Vielen Dank für die Tipps. Werde ich mir ansehen. Danke auch für den korrekten link zu dem DSO Beitrag. Hatte den gestern nicht mehr gefunden. Habe es korrigiert in meinem Beitrag. Viele Grüße, Ralf
Zitat von Sauerländer Kleinbahner im Beitrag #2Früher konnte man da ganz gut recherchieren, jetzt ist alles hinter ominösen "Bezahlschranken" versteckt.
Das Henschel Museum hat Fahrzeugpläne noch nie umsonst herausgegeben. Die haben immer Geld gekostet. Aber die sind recht freundlich da, einfach mal Kontakt aufnehmen. Ich gehöre nämlich zum Technik Museuem gleich nebenan.
Ja schon, aber das war aber auch nur eine geringe Auswahl. Die haben ja das gesamte Henschel Archiv und auch dasjenige von Hanomag (jedenfalls soviel, wie in Kassel angekommen ist). Wer also was von Hanomag sucht, könnte hier auch fündig werden.
Hallo Ralf, ich kann Dir mit Fotos aushelfen, vielleicht ist da noch etwas dabei was Du nicht kennst. Allerdings müßten wir das leider irgendwie per PM oder Mail machen, da es ansonsten vielleicht Streß geben könnte. Ich habe die Lok für die Gartenbahn konstruiert und auch gebaut. Die nachfolgenden 2. Fotos zeigen das Modell auf der Gartenbahn eines Modellbahnfreundes. cu Hans-Jürgen
Vielen Dank für dein Angebot. Ich schicke dir gleich eine PN mit meiner Mailadresse. Deine große Gernrode sieht wirklich Klasse aus! Aus welchem Material hast du die gebaut?
Zitat von Schmalspurganove im Beitrag #8Deine große Gernrode sieht wirklich Klasse aus! Aus welchem Material hast du die gebaut?
Hallo Ralf, die ist in sehr vielen Bauteilen gedruckt. Steuerung gegossene Neusilberteile oder gewässerter Edelstahl. Das mit dem Druckenmaterial sieht allerdings durch meine "Dreckspatzenhände" im Bauzustand nicht immer schön sauber aus cu Hans-Jürgen
Nach ausführlichen Studium der Vorbildfotos, die ich von Hans-Jürgen erhalten habe (Vielen Dank nochmal auch an dieser Stelle), sowie den mir vorliegenden sonstigen Informationen aus Büchern oder dem Internet und dem Abgleich mit den Bausatzteilen, entsteht so langsam ein Plan, was ich am Weinert Bausatz alles abändern muss, um die Lok im Zustand zwischen ca. 1910 -1940 zu bauen.
-Entfernen der an der Gehäuserückwand angegossenen Elektroleitungen der Beleuchtung -Petroleumlaternen anstelle der Elektrolaternen -Aussparen des Umlaufs beidseitig im Bereich der Wassereinfüllstutzen -Anpassen der Rauchkammertüre (Entfernen der Vorreiber) -Dampfpfeife und Läutwerk oben auf dem Führerhausdach -kleinen Kessel auf dem Führerhausdach anfertigen (vermutlich Sonderbehälter der Saugluftbremse) -Schalldämpfer der Saugluftbremse rechts auf dem Umlauf, mit Abdampfleitung vorne am Schornstein -runder Sanddom anstelle des eckigen -Einige Leitungen und Teile am Kessel entfallen -Anpassen der Rohrleitungen am Kessel und der Bremsleitungen -Lokheber unter dem Führerhaus -Lokname (vsl. Selke oder Gernrode)
Irgendwas habe ich bestimmt noch übersehen. Ich fange einfach mal an und sehe weiter.
Los ging es gemäß Bauanleitung mit dem versäubern der Weißmetallteile. Es müssen einige Angüsse und Gußgrate entfernt werden.
Ich verschleife dabei auch immer vorsichtig die sichtbaren Formtrennkanten.
Zum Schleifen verwende ich Nadelfeilen, habe mir aber auch aus dünnen Holzleisten, auf die ich mit Doppelklebeband Schleifpapier in Körnung 600 und 1000 aufgeklebt habe einfache Feilen angefertigt. Damit lässt sich das weiche Weißmetall gut bearbeiten und die Oberfläche glätten.
An der Rückwand musste ich die angegossene Elektroleitung entfernen
Zunächst vorsichtig mit Skalpell und dünnen Schraubenzieher abgeschabt und dann verschliffen. War etwas kniffelig um nicht die danebenliegenden Fensterrahmen zu beschädigen.
Als nächtes werden die Bohrungen für die Zurüstteile angebracht.
oi, da haste Dir aber was vorgenommen! Ich wünsche Dir viel Erfolg und "klebe" natürlich an dieser Beitragsreihe. Prima finde ich vor allem, dass Du auch erklärst, wie und mit welchen Werkzeugen Du die Bearbeitung vorgenommen hast.
Für die Montage des Gehäuses empfiehlt die Bauanleitung die Teile mit Gummiband zu fixieren. Ich habe meinen Töchtern einige kleine Gummiringe, die eigentlich zum flechten von Armbändern gedacht waren stibitzt. Damit hat das super geklappt:
Die Teile passen gut und passgenau zusammen. Dann die Teile erst punktuell mit Sekundenkleber geheftet, nochmal kontrolliert und dann den dünnflüssigen Sekundenkleber schön von innen in die Ecken laufen lassen. Das Dach ist nur aufgelegt damit die Wände gut zusammenpassen. Dieses werde ich erst nach dem Lackieren aufkleben, damit ich auch die Kabine innen besser lackieren kann.
Dann konnte ich den Kessel und Umlauf anstecken und alles mal provisorisch aufs Fahrwerk schrauben für einen kurzen Probelauf.
Das motiviert für die weitere Montage der Kleinteile...
Hallo Ralf, ich bin ja nicht neugierig und auch nicht gespannt wie ein Flitzebogen.Trozdem will ich mal leicht nervig nachfragen. Wann geht es mit der Steuerung los ? Erst wenn das Oberteil fertig ist oder parallel dazu ? cu Hans-Jürgen