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Dieses Thema hat 14 Antworten
und wurde 950 mal aufgerufen
 1:87 - H0e, H0m, H0f
Günni Offline




Beiträge: 504

04.03.2022 15:23
Aller Laster Anfang Antworten

Vor gut 20 Jahren habe ich mal das weiter unten Folgende gebastelt. Komisch, viele Sachen scheine ich von 20 Jahren gebaut zu haben, obwohl ich jetzt als verwitwter Rentner ohne Kinder, somit auch ohne Enkel, ohne Haus, ohne Garten doch jede Menge Zeit habe. Gut, Detaillierungsanspruch und -notwendigkeit sowie meine merklich nachlassenden optischen und haptischen Fähigkeiten lassen es heute eben länger dauern.
OK, ich schweife ab. Den nachfolgenden Bericht hatte ich vor gut einem Jahr zusammen mit einem Artikel über die Gynthrolith Grube an die Miba geschickt. Nachdem ich über einen Monat nichts gehört hatte, hab ich mal 'ne Mail hingeschickt, ob denn die CD überhaupt abgekommen sei. Der Redakteur antwortete, ja, er habe das vorliegen aber noch keine Zeit gehabt, sich das anzusehen. Das war nun vor über einem Jahr. Tja, wer nicht will, hat Pech gehabt. Also kriegt Ihr ihn jetzt.
Noch was: im Beitrag werden der Bahnhof Harmsfeld und das Modul Lannemannshof (Kurvenmodul mit Bauernhof) erwähnt. Das sind zwei H0e Module, von Uwe Stehr so um 1986 (?) gebaut. Harmsfeld hatte ich dann übernommen und nach mehr als zwanzig Jahren mit dem Umstieg auf Baugröße 0 wegegeben. Beide existieren noch, nur Harmsfeld heißt jetzt Burgbrohl.

So, nach dieser völlig überflüssigen Vorrede jetzt endlich zum Thema.

Zuerst erzählt Euch Onkel Günni mal eine Geschichte (wenn die Bastelei schon nix Großes ist, muss man eben großes Gerede drum machen).


Aller Laster Anfang

Fritz Jansen, Betriebschef der schmalspurigen Harmsfelder Kreisbahn, hatte mal wieder die Nase voll. Gerade hatte schon wieder dieser nörgelige Bauer Bodo Bruns von Lannemannshof angerufen und rumgemault, dass „da ja immer die dösigen Unkrautsamen von diesem totaaal gammeligen Bahndamm auf seine Getreidefelder fliegen täten".

Außerdem lagen ihm seine Streckenarbeiter seit langem in den Ohren, dass sie „bei Streckenarbeiten immer zu Fuß... un‘ immer über die buckligen Schwellen... un‘ dann noch den ollen Arbeitswagen schieben... un‘ ob mer da nich‘ ma' was mit Motor... un‘ woanners hättense schon längst... un‘ überhaupt !!“

Jansen seufzte. Hatten ja alle recht. Zu Fuß kamen die Arbeiter mit der Unkrautvernichtung wirklich nicht hinterher. Was Motorgetriebenes wäre wirklich schon das Richtige. Aber was das kostet...!

Mooooment mal: drüben bei der Spedition Grevendiek steht doch da hinten im Schuppen noch 'n alter Opel Blitz, bei dem deren Fahrer Kalle mal im Übereifer die Vorderachse kaputtgedroschen hatte. Mit 'n bisschen Überredung könnte man doch sicher...? Abends beim Stammtisch in der Bahnhofsschänke ging er Grevendiek gleich an.

Nach fünf Bier, vier Harmsfelder Doppelkorn und ein bisschen verbaler Nachhilfe („Guck ma', die Vorderachse kriegste eh' nich' mehr repariert und die Kiste steht Dir doch sowieso bloß im Weg 'rum") hatte er ihn so weit: der Laster gehörte ihm.

Jetzt war Improvisationstalent angesagt. Hinter dem Lokschuppen fand sich ein alter Blechtank, in der Werkstatt eine alte Pumpe, ein rostiges Drehgestell gammelte da auch noch irgendwo vor sich hin und die Schrottkiste lieferte weitere wertvolle Zutaten. Drei Wochen intensiven Rumwerkelns gingen ins Land und der Wagen stand auf den Schienen. Die kaputte Vorderachse war rausgeflogen und durch das Drehgestell ersetzt, die Hinterachse bekam statt der Reifen zwei Güterwagenräder, die weitere Ausrüstung bestand neben dem Tank für das Unkrautvernichtungsmittel aus der Pumpe nebst Sprühvorrichtung, einer Leiter und einem kleinen selbstgebauten Kran am Heck für eventuelle weitere Streckenarbeiten. Im Schuppen fanden sich noch zwei fast volle Büchsen mit der grünen Farbe der Harmsfelder Kreisbahn und so bekam das gute Stück auch gleich noch eine passende Neulackierung.

Jetzt konnten alle zufrieden sein: die Streckenarbeiter, weil sie nun gemütlich durch die Gegend gondeln konnten („ej, probier doch mal, was die Kiste so drauf hat"), Bauer Bruns, weil jetzt kein Unkrautsamen mehr rumflog und schließlich Fritz Jansen, weil alle anderen zufrieden waren und er endlich seine Ruhe hatte.




Soweit die fiktive Vorgeschichte. Die reale Vorgeschichte ist wesentlich prosaischer: angeregt durch entsprechende Literatur trug ich die Idee eines Straßenfahrzeuges auf Schienen schon lange im Hinterkopf spazieren. Als sich dann in der Grabbelkiste noch ein Faulhaber mit Schwungmasse und Schnecke, ein paar Zahnräder, Radsätze, ein Drehgestell und schließlich ein alter Opel Blitz von ROCO fanden, war es an der Zeit, die Idee des Fritz Jansen auf die Gleise zu stellen.

Der ROCO- LKW ist nur zusammengeclipst, was die Zerstückelung natürlich wesentlich vereinfacht. Hier und da ein bisschen ziehen und er zerfällt, im wahrsten Sinne des Wortes, in drei Teile: Führerhaus, Ladefläche und Fahrgestell. Letzteres ist zwar ganz nett detailliert aber eine ziemlich lummelige Angelegenheit - ab damit in die Restekiste. Ein neues Schienenfahrwerk musste also her. Ich weiß, der wahre Freak schnitzt sich sowas aus Messing, dafür war ich aber zu faul. Kunststoff tut's bei so 'nem kleinen Ding auch. Zuerst wurde eine Grundplatte aus etwa 2 mm dicken Polystyrol geschnitten und so lange mit Feile und Sandpapier traktiert, bis das Ding unter die Aufbauten passte. Im Bereich der Hinterachse wurde noch eine passende Aussparung für das Getriebe reingefummelt. Die Hinterachse ist ein Wagenradsatz. Auf die Achse wurde ein kleines Zahnrad aufgezogen und mit Sekundenkleber gesichert (die Stelle vorher natürlich ein bisschen aufgerauht). Da die Achse lang genug war, bot sich ein Außenrahmen an. Zwei passend zurechtgeschnittene Kunststoffstreifen mit je einer Bohrung, Radsatz dazwischen und unter das Fahrwerk geklebt - fertig. Ähnlich ging es beim restlichen Getriebe (ein weiteres Zahnrad und ein Schneckenrad) weiter. Beide Zahnräder sind wieder in Bohrungen in passenden Kunststoffstreifen gelagert. Der Motor wurde dann mittels einer kleinen Grundplatte aus Kunststoff im richtigen Abstand aufs Fahrwerk gepappt. Das war schon der ganze Antrieb. Die Stromabnahme erfolgt nur an der Hinterachse durch zwei mit Sekundenkleber fixierte Federbronzestreifen.



Die „Vorderachse" besteht aus einem N- Drehgestell, das einfach unter die Fahrweksplatte geschraubt wurde. Die Schraube ist gleichzeitig der Drehpunkt. Hinten erhielt das Fahrwerk einen „Stahlträger" als Pufferbohle (die vordere ist am Aufbau befestigt) mit einem kleinen Drahtpin als Einfachstkupplung. Zum Abschluss wurden an einigen freien Stellen ein paar kleine Bleistückchen mit Sekundenkleber drangegloddert, damit das Ganze wenigstens einen kleinen Hauch von Gewicht bekam. Simsalabim: das Fahrwerk war fertig.
Für den Aufbau wurden zuerst die recht hohen Bordwände der Ladefläche niedriger geschnitten und diese dann mit dem Führerhaus verklebt. Die Ladefläche erhielt noch eine Aussparung für Motor und Getriebe. Links und rechts wurde je eine Mutter aufgeklebt, in die später von unten das Fahrwerk verschraubt wird. Die Schwungmasse des Motors passte zufällig genau ins Führerhaus, der Rest musste irgendwie verkleidet werden. Da der aus dünnen Kunststoffplatten geklebte Kasten, welcher Motor und Getriebe kaschiert, irgendwie wie ein Tank aussah, bin ich auf die Idee mit der Unkrautvernichtung gekommen. Der Rest ist „Interessantmache" mit diversem Kram aus der Grabbelkiste. Die „Versprüheinrichtung" ist z.B. ein etwas modifizierter englischer Wasserkran in Baugröße N von PECO, der Kran am Heck war mal die Seilführung einer Heberlein- Bremse, die Schwungscheibe an der Pumpe hat ihr Leben als negative Hälfte eines Kunststoffdruckknopfes begonnen, usw. Ein paar Loklampen aus Messingguss fanden sich auch noch irgendwo. Die vorderen Radkästen wurden noch verkleidet und zum Schluss das Ganze lackiert und etwas schmuddelig gemacht.



Fahrwerk und Aufbau


Das war's auch schon. Die Harmsfelder Kreisbahn hat also jetzt ein eigenes Bahndienstfahrzeug. Das kleine Ding ist sogar kräftig genug, bei Bedarf auch mal ein bis zwei kleine Güterwagen zu rangieren. Bei der ganzen Bastelei habe ich im Großen und Ganzen ganz hemdsärmelig nach Augenmaß und Anpassen gearbeitet. Bisschen genauer muss man es nur beim Getriebe nehmen. Tatsächlich habe ich aber sogar zwei der Lagerbohrungen ohne groß zu messen nach Augenmaß gebohrt - hat trotzdem gepasst. Ist also alles gar nicht so wild (hat bei mir zwei Nachmittage gedauert). Jedenfalls hat es gezeigt, dass es nicht immer Messing sein muss. Kunststoff ist wesentlich leichter zu bearbeiten und zu verkleben. Gut, ich weiß nicht, wie es auf Dauer mit dem Lagerverschleiß aussieht (wahrscheinlich trübe, 'ne 01 würde ich so sicher nicht bauen), aber bei einem so leichten Fahrzeug, das zudem auch keine großen Strecken fahren wird, kann man, denke ich, durchaus damit leben.





Als Antrieb für Sowas kann man prinzipiell jeden Modellbahnmotor, sofern er reinpasst, verwenden. Ich hatte, wie schon gesagt, noch einen Glockenakermotor rumliegen, also hab‘ ich den genommen. Digitalisierung wird man sich allerdings leider abschminken müssen, jeder Millimeter des Aufbaus ist prall gefüllt, da passt kein Decoder mehr rein (lasse mich aber auch durchaus vom Gegenteil überzeugen).



Prinzipiell lässt sich sowas aus jedem beliebigen LKW- Modell bauen. Das vordere Drehgestell müsste auch nicht unbedingt sein, hier kann auch ein einfacher Radsatz wie hinten eingebaut werden. Hat's beim Vorbild alles gegeben.
Übrigens Vorbild: solche Dinger gab es (und gibt es noch) überall in den unterschiedlichsten Variationen, jedes ein Unikat. Halt je nachdem, was die Leute so rumfliegen hatten. Wer mehr darüber wissen will, dem seien das Internet oder entsprechende Literatur empfohlen (z.B.: Alfred B. Gottwald, „Autos auf Schienen", Franckh'sche Verlagshandlung). Dadurch bin ich auch auf die Idee gekommen.

Günni

Je schmaler die Spur umso größer der Spaß


Armin-Hagen Berberich Offline




Beiträge: 431

04.03.2022 16:04
#2 RE: Aller Laster Anfang Antworten

Günni, da hast Du wieder ein geiles Gerät auf die Schiene gezaubert. Mache doch einen Hänger dazu und verschraube das Jean Tinguely-Gerät darauf
Grüße aus VAI
Armin.


Günni Offline




Beiträge: 504

04.03.2022 19:09
#3 RE: Aller Laster Anfang Antworten

Was meinst Du mit "Jean Tinguely-Gerät"?

Günni

Je schmaler die Spur umso größer der Spaß


Claus60 Offline




Beiträge: 812

04.03.2022 20:10
#4 RE: Aller Laster Anfang Antworten

-------------------------------------
Danke fürs lesen, Claus

(M)Ein Modellbahn- Blog


schmalspurloethi Offline



Beiträge: 155

04.03.2022 23:14
#5 RE: Aller Laster Anfang Antworten

Hallo Günni,

Zitat von Günni im Beitrag #3
Was meinst Du mit "Jean Tinguely-Gerät"?


damit ist sicher Deine Kleine Bastelei gemeint, welche Du kürzlich vorgestellt hast. Tante google sagte mir, daß Jean Tinguely der Pionier der nutzlosen Technik sei.
Gruß Henning


rofra Offline




Beiträge: 1.184

05.03.2022 06:54
#6 RE: Aller Laster Anfang Antworten

Der Maßstab passt leider nicht "zur kleinen Bastelei", aber ich denke in 0e bzw. 0n30 (gibt bestimmt 'nen Opelblitz 1:48 Plastikbausatz) könnte das Gefährt auch ganz gut kommen. Seis drum, in 1:87 ist das definitiv ein Hingucker. Immer wieder spannend was und vor allen Dingen wie du es in 1:87 auf die Räder stellst. (Von wegen alt... ick hab gestern nach 4h Teile zuschneiden beim Basteln gemerkt, dass die zu Grunde liegende Zeichnung, einen Fehler drin hat und u. U. div. Maße und Mengenangaben falsch sind. Solange es also nur die Motorik ist... ;) )

Sind die Zeichnungen zum Beitrag entstanden? Ich finde ja so eine kleine Geschichte gehört zum Modell dazu sei sie jetzt historisch akurat oder an die Realität anlehnend (wohl dem, der nach Vorbild baut, der muss sich nichts ausdenken) aber hier legst du noch eine Schippe drauf.

/edit

Zitat
ick hab gestern nach 4h Teile zuschneiden beim Basteln gemerkt, dass die zu Grunde liegende Zeichnung, einen Fehler drin hat und u. U. div. Maße und Mengenangaben falsch sind.



Bei näherer Betrachtung hatte ich nur verkehrtherum gedacht und musste nur 2 Teile neu anfertigen...

~ from prussia with love ~

der franke, der robert


Günni Offline




Beiträge: 504

05.03.2022 11:53
#7 RE: Aller Laster Anfang Antworten

Als Techniker mit Leib und Seele hab ich mein Arbeitsleben größtenteils vor dem Reissbrett bzw. später dem Computer verbracht.

Die Zeichnung ist extra für den (von denen offensichtlich verschmähten) Miba Bericht entstanden, weil ich beim Bau keine Fotos unterwegs gemacht hatte (bin ich damals irgendwie gar nicht auf die Idee gekonmmen).

Günni

Je schmaler die Spur umso größer der Spaß


rofra Offline




Beiträge: 1.184

05.03.2022 12:08
#8 RE: Aller Laster Anfang Antworten

Wer nicht will, der hat schon... (ick würde mich jetzt nicht als Techniker durch und durch bezeichnen, aber selbst mit meinem Hauptwerkzeug Computer, gehört Zeichnen definitiv nicht zu meinen Stärken mit dem Werkzeug. Es hat Gründe, warum alle meine Zeichnungen per Hand und auf Papier entstehen).

~ from prussia with love ~

der franke, der robert


Frank Kelle Offline




Beiträge: 96

05.03.2022 16:25
#9 RE: Aller Laster Anfang Antworten

Ich bin mir jetzt nicht sicher, was mir mehr gefällt: der Schienenlkw oder die Zeichnungen zur Geschichte :) Genau mein "Ding", so erkläre ich manche Gegebenheit bei meiner "KFE" - (Kleine Frank Eisenbahn)


dejot Offline




Beiträge: 103

06.03.2022 17:06
#10 RE: Aller Laster Anfang Antworten

Hallo Günni,

da ich ein großer Freund von (erfundenen) Vorgeschichten und von Comics bin hat mir Dein Bericht sehr viel Spaß gemacht. Danke dafür! Das ist quasi ganz großes Kino.
Die Sprengzeichnung ist auch super.

Viele Grüße

Daniel


H0feldbahner Offline



Beiträge: 34

08.03.2022 18:27
#11 RE: Aller Laster Anfang Antworten

Hallo Günni

Das Fahrzeug ist echt super!! Da ich auch ein Fahrzeug mit dieser Achsanordnung gebaut habe (Draisine Ford Transit) würde mich interessieren wie der Laster mit nur 1-Achs-Stromaufnahme läuft.
Ich hatte bei meinen Versuchen riesige Probleme (meine Feldbahnanlage hat Roco-Feldbahnweichen - die haben ein Plastikherzstück), erst mit Stromaufnahme auch vom Drehgestell fährt das Fahrzeug jetzt super.

Gruß
Richard


Günni Offline




Beiträge: 504

08.03.2022 21:36
#12 RE: Aller Laster Anfang Antworten

Das letzte Mal hab ich ihn vor Jahren auf Modulen der H0e-Gruppe aus Hannover, vor Allem auf dem (damals mir gehörenden) Bahnhof Harmsfeld eingesetzt. Da wir dort fast ausschließlich selbstgebaute Gleise und Weichen eingesetzt haben, die Weichen alle herzstückpolarisiert, gab es mit der Einachsstromabnahme keinerlei Probleme.
Die Roco H0e Weichen sind sowieso eine fragwüdige Sache. Vor Allem die Feldbahnweichen mit dem Plastikherzstück sind einfach nicht mehr Stand der Technik.
Bei der Gynthrolith Grube habe ich z.B. eine Roco H0e Weiche aus einer Anfangspackung eingesetzt (hatte ich zufällig rumliegen). Die hat zwar ein Metallherzstück aber die gesamten Stromverbindungen innerhalb waren so absolut miserabel, dass ich erst mal alles mühsam mit Drähten nachlöten musste.

Leider gibt es auf dem Markt außer von Roco keine Feldbahnweichen in H0e. Wenn man auf Dauer wenig Probleme haben will, sollte man die Herzstücke durch welche aus Metall ersetzen (evtl. passt ja was von 'ner N Weiche). Oder man baut sich das Herzstück, besser noch, die ganze Weiche selbst. Eine gute Anleitung dazu findet man im Modellbauhandbuch zur H0e Norm beim Fremo (www.fremo-net.eu/modulsysteme/baugroesse-h0/h0-europa/h0e/). Hier Handbuch.pdf runterladen. Es ist gar nicht so schwer wie man sich das vielleicht vorstellt. Dafür bekommt man eine Weiche so wie man sie haben will und kann sie im Störungsfall auch reparieren. Wesentlich billiger als ein Industrieprodukt ist es außerdem.
Gerade bei den auf der Feldbahn eingesetzten meist sehr kurzen Fahrzeuge finde ich eine Herzstückpolarisierung essentiell.
Wäre 'ne Überlegung wert.


Dein Transit auf dem Youtube-Video läuft wirklich exzellent. Was für ein Thema hat Deine Anlage?

Günni

Je schmaler die Spur umso größer der Spaß


H0feldbahner Offline



Beiträge: 34

09.03.2022 11:28
#13 RE: Aller Laster Anfang Antworten

Hallo Günni

Ja, das mit den Feldbahnweichen von Roco ist etwas schwierig, ich habe die Lösung ja schon gebaut, siehe hier: Roco Feldbahnweichen Herzstückpolarisierung
Bei meiner Feldbahnanlage ist mir der Aufwand für einen Umbau aber zu groß, bei einer Erweiterung werden aber auf jeden Fall die geänderten Weichen verbaut. Die Anlage ist ziemlich klein (knapp 90 x 40 cm), das meiste sieht man hier: https://www.youtube.com/watch?v=pJTd7RKXXhk
Als Erweiterung gibt es noch ein paar Streckenmodule, die geben aber noch einige Arbeit.
Die Anlage die man beim "Draisinenfilm" sieht ist unsere Vereinsanlage, die kein konkretes Vorbild hat, einfach Schmalspur in H0e.

Gruß
Richard


rofra Offline




Beiträge: 1.184

09.03.2022 11:34
#14 RE: Aller Laster Anfang Antworten

Wenn du mal Zeit und Muße hast würde ich mich über ein bis zwei Worte und Bilder zu den im Film zu sehenden Holzloren samt Kupplung freuen.

~ from prussia with love ~

der franke, der robert


H0feldbahner Offline



Beiträge: 34

09.03.2022 12:09
#15 RE: Aller Laster Anfang Antworten

Hallo Robert

Das meiste kannst du hier nachlesen: http://www.modellfeldbahn.ch/

Gruß
Richard


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