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Dieses Thema hat 15 Antworten
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 1:87 - H0e, H0m, H0f
Seiten 1 | 2
Werner Martin Offline



Beiträge: 46

14.07.2022 17:58
Weiszenstein in Württemberg Antworten

Hallo,

ich möchte hier in loser Reihenfolge mein Projekt in H0e vorstellen. Weißenstein war mal der Endpunkt einer von Süßen ausgehenden Normalspur-Nebenbahn. Auf meiner Anlage besteht hier der Anschluss zu einer 750 mm Schmalspurbahn, die über den Furtlepass (Anschluss zum Flugplatz Hornberg), Bartholomä und Zang nach Königsbronn führt. Den Bahnhof Weiszenstein werde ich später vorstellen.

In H0e hat mich immer die vorhandene Bügelkupplung gestört. Nachdem von Veith eine sächsische Trichterkupplung gezeigt wurde, hat auch von Glöckner eine Trichterkupplung mit württemberger Teller vorgestellt. Die erste hat wie gesagt die sächsische Form und bei der Zweiten hat mich der für die Funktion notwendige Kasten gestört. Also habe ich mir Gedanken gemacht, wie man die reichlich vorhandene BEMO-Trichterkupplung entsprechend umbauen kann.



Zunächst wollte ich die vorhandene Kuppeleisen verwenden. Im Schaft der Kupplung wurde ein senkrechtes Messingröhrchen eingeklebt. Dies dient zur Führung eines Drahtes in der Form eines umgedrehten U. Der eine Teil des Us greift in die Bohrung der Trichterkupplung ein. Ein kleiner Ring verhindert, dass das U nicht nach Oben herausgedrückt wird. Ich habe da Prinzip auch schon bei Oe gesehen. Die Kupplung kann dann von unten durch einen Entkuppler gelöst werden. Das Ganze hat funktioniert, allerdings benötigt es zum Ankuppeln doch einen stärkeren Impuls. Der Umbau ist doch eine gewaltige Fieselei damit die Mechanik auch gut läuft.

Beim zweiten Versuch habe ich einen Haken mit Bügel verwendet. Der Haken wird als 0,8 mm Messingdraht einfach in die Trichterkupplung eingeklebt und Oben eine Schräge angefeilt. Auf der anderen Seite des Fahrzeugs wird ein 3 mm langes 1 x 0,6 mm Messingröhrchen quer in den Schaft der Kupplung eingesetzt. Es dient zur Führung des Kupplungsbügels aus 0,45 mm Federdraht. Die Fahrzeuge können somit nicht mehr gedreht werden, was auf der Anlage auch nicht nötig ist. Die Personenwagengarnituren werden untereinander fest mit der unveränderten BEMO-Trichterkupplung verbunden.



Die Gegenüberstellung der umgebauten 99651 und der 99682.



Der Kupplungsbügel wurde wurde hinten an der Lok montiert. Entkuppelt wird mit einem kleinen Magneten. An der Kupplung müssen die seitlich Federnachbildungen entfernt werden. Das Ganze funktioniert sehr gut. Die Anlage führt auch an der Wand lang und es werden Radien über 550 mm eingebaut.

Grüße
Werner


Werner Martin Offline



Beiträge: 46

03.10.2022 17:10
#2 RE: Weiszenstein in Württemberg Antworten

Hallo,

ich möchte hier meine Tssd vorstellen:

99633

Die Lok habe ich bereits in alten Schmalspurforum vorgestellt. Nicht erwähnt habe ich dabei die Ergänzungen am Fahrwerk. Eine Mallet hat ja kein Drehgestell mit den Niederdruckzylindern, sondern das Gestell schwenkt um einen Drehpunkt, der ca. zwischen den Hochdruckzylindern liegt. Der Rahmen des Gestells reicht also rel. weit nach hinten. Beim BEMO-Modell ist hier eine deutlich sichtbare Lücke. Das fand ich nicht schön gelöst. Also habe ich den Niederdruckrahmen verlängert.



Der verlängerte Rahmen.



Der hinter Rahmen wurde ausgespart. Aber Vorsicht, damit der Passstift nicht beschädigt wird.

99637

Die Lok ist meine absolutes Sorgenkind und beschäftigt mich nun seit vierzig Jahren. Neuen Aufschwung hat das Projekt dadurch bekommen, dass ich die zwei neue Fahrgestelle von BEMO ersteigern konnte.





Das Dach des Führerhauses ist abnehmbar und kann eingeklipst werden. An der Führerhaus-Vorderwand wurde ein kurzes Drahtstück (1,5 mm) angelötet. An der Rückwand wurde die Stirnlampe mit dem ungekürzten Befestigungsdraht angebracht. An dem Dach wurden seitlich zwei kleine Winkel angelötet. Hinten wurde eine Öse, in der dann der Lampendraht eingreift und vorne ein kleines Federblech angebracht.





Grüße
Werner


rofra Online




Beiträge: 1.182

03.10.2022 19:33
#3 RE: Weiszenstein in Württemberg Antworten

Der Rahmenumbau ist definitiv eine Nummer für sich. Schönes Detail.

~ from prussia with love ~

der franke, der robert


GMWE Offline




Beiträge: 159

03.10.2022 20:43
#4 RE: Weiszenstein in Württemberg Antworten

Zitat von Werner Martin im Beitrag #2
Das Dach des Führerhauses ist abnehmbar und kann eingeklipst werden.

Hallo Werner,
das abnehmbare Dach ist eine gute Idee, weil man später besser an die
Innereien (Stehkesselarmaturen u.a.) rankommt, die Verglasung montieren
oder auch das Führerhaus mit Personal bestücken kann. Ich habe das ähnlich
gemacht:
https://www.youtube.com/watch?v=Ayo8H3zdUgc

Saubere Arbeit bis hierhin!

Gruß, Peter

https://web.archive.org/web/201708091505...gmwe-online.de/
(Auf die 3 waagerechten Striche links oben klicken - da erscheint der Inhalt meiner ehemaligen Web-site)


Werner Martin Offline



Beiträge: 46

04.10.2022 19:54
#5 RE: Weiszenstein in Württemberg Antworten

Hallo,

ich möchte noch das komplette Bild der 99633 nachschieben, so kommt der Rahmen besser zur Wirkung. Es handelt sich um die erste Version des Bausatzes als Ausführung der Jagsttal Bahn. Das Modell wurde in die DB-Ausführung mit den versenkten rückwärtigen Lampen ( wegen Pufferwagen) umgebaut. Leider habe ich für das Foto das Dach nicht aufgesetzt.



Grüße
Werner


Werner Martin Offline



Beiträge: 46

14.10.2022 09:57
#6 RE: Weiszenstein in Württemberg Antworten

Hallo,

ich bin an verschiedenen Objekten am Bauen. So zu auch an der 99680. Jetzt sind im Buch von Brüning, "Mit Dampf durch Baden-Württemberg" sehr schöne Aufnahmen der Lok. Die Bilder der Seiten 30/31 zeigen die Lok am 27.3.59 mit Zentralverschluss und Aufstiegsleiter auf der linken Seite. Dagegen ist die Lok auf der Seite 32 am 16.9.63 mit Rauchkammertür ohne Zentralverschluss und Aufstiegsleiter auf der rechten Seite zu sehen.
Nun meine Fragen:
1. Wurden die Leitern nur an dem Handlauf des Kessels eingehängt, und befanden sie sich so einmal links und oder rechts an der Lok? Oder hatte die 99680 zeitweise zwei Leitern? Auf der S. 32 ist auch 99671 mit einer Leiter auf der rechten Seite zu sehen. Sie war wohl auch die zweite Lok neben der 99651, die zeitweise einen roten Luftkessel hatte.
2. Wann hat die 99680 die Rauchkammertür ohne Zentralverschluss bekommen?
Interessant sind auch die Lampen an der 99680. Einmal die "modernen" DB-Lampen und die große Lampe als A-Licht. Wer würde als Modellbahner auf so eine Idee kommen?

Grüße
Werner


Werner Martin Offline



Beiträge: 46

02.12.2022 00:29
#7 Helene Antworten

Hallo,

wie schon erwähnt arbeite ich an verschiedenen Projekten. Ich brauche bei den einzelnen Modellen immer eine "Verschnaufpause". Die Helene hatte ich mal in einem erbärmlichen Zustand bei Ebay ersteigert. Ich wollte das Modell mit neuen Rädern ausstatten. Die Idee waren zunächst Räder von der Tillig 996101 einzubauen. Der Durchmesser stimmt und die Gegengewichte passen auch ganz gut. Leider waren die Spurkränze zu groß. Ich bin dann zu den Rädern der Liliput U gewechselt. Die gab es mal günstig bei Kieskemper als Ersatzteil. Sie sind auch deutlich filigraner.
Ich wollte das Arnold-Fahrwerk beibehalten und den mittleren Radsatz mit antreiben. Dazu musste dieser zunächst spielfrei eingebaut werden. Ich habe das mit einem 0,5 mm Messingstreifen bewerkstellig, der zu einem kleinen U gebogen, und dann in das "Wackellager" eingeklebt wurde. Der Radsatz hat dadurch nur noch ein Höhenspiel. Der Radsatz ist dadurch leider etwas aus der Mitte gewandert. Die benötigten Kuppelstangen wurden aus Neusilberblech gefräst. Das Ganze funktioniert ganz gut. Ein kleines Problem ergab sich daraus, dass die Liliput-Radsätze komplett aus Metall sind und an der Achse isoliert sind. Über die Steuerung, der Treibstange und den Gusszylinder würde deshalb ein Kurzschluss entstehen. Die Steuerung war leicht zu lösen, der Liliput-Hebel ist aus Kunststoff. Die Treibstange werden ich teilen und dann das Auge durch ein Kunststoffteil ersetzen, oder die beiden Stangenteile isoliert mit Stabilit verbinden.
Die M+F Zylinder sind zu groß und auch sehr eng angeordnet, was eigentlich ganz gut aussieht. Leider war dadurch kein Platz für die Kuppelstangen vorhanden. Ich habe deshalb die Zylinder geteilt und den Abstand etwas vergrößert. Sie und später die Steuerung wurden bzw. werden am Umlaufblech befestigt.



Das Gestänge stammt von Tillig.



Auf dem Bild ist die Treibstange noch nicht gekürzt.

Grüße
Werner


Werner Martin Offline



Beiträge: 46

02.12.2022 21:28
#8 Helene Update Antworten



Grüße
Werner


Werner Martin Offline



Beiträge: 46

03.01.2023 19:49
#9 RE: Helene Fahrwerk Antworten

Hallo,

ich habe mich doch entschlossen, das Arnold-Fahrwerk auszutauschen. Die Radsätze waren doch zu wackelig gelagert. Ich benutze nun das Fahrwerk eine Piccolo 91. Dies wurde umgedreht, so dass die Laufachse nun nach hinten gewandert ist. Der Fahrwerksblock wurde so bearbeitet, dass er in die Aufnahme des alten Fahrwerks passt.



Die Fahrwerke im Vergleich. Beim neuen Fahrwerk ist der Radstand um 0,5 mm kürzer. Dafür ist jetzt die Anordnung symetrisch.



Der Motor hat ebenfalls die Seite getauscht. Es wurde eine Auflagefläche gefräßt.



Die Hohlräume (N-Kupplungen, Laufradsatz) werden noch mit Stabilit verfüllt und plan geschliffen.

Grüße
Werner


Werner Martin Offline



Beiträge: 46

11.01.2023 21:09
#10 RE: Helene Fahrwerk Antworten

Hallo,

es geht voran. Das Fahrwerk von Fleischman, die Räder von Liliput und die Kuppelstangen von BEMO. Später kommt noch das Gestänge von Tillig dazu.



Grüße
Werner


Werner Martin Offline



Beiträge: 46

13.01.2023 18:48
#11 RE: Helene Fahrwerk Antworten

Hallo,

ob das Ganze so eine gute Idee war? Auf der anderen Seite das Gleiche noch einmal. Zum Glück ist es keine Mallet.





Die Steuerung muss noch angepasst werden. Man kann die Längen der einzelnen Stangen, solange nur die Einzelteile vorliegen, nur schätzen. Jetzt nach der Montage kann man genauer messen. So müssen noch die zwei Stangen, die oben von der Wippe kommen noch gekürzt werden. Die Tillig-Teile haben oben wegen der Kunststoffbolzen sehr große Ösen. Ich habe diese zusammengedrückt und dann die Nieten eingelötet. Ich werde die Verbindung noch einmal lösen, die genannten Ösen aufschneiden und die neuen Niete möglichst weit unten einlöten. Das ergibt ca. 1/2 mm. Die linke Stange muss allerdings weiter gekürzt werden, damit die Stange vom Schieber auf der Höhe der oberen Stange von den Exzentern liegt. Gezeigt wird hier dann die Stellung der Steuerung für die Rückwärtsfahrt. Ich musste mich zunächst mal mit der Funktion einer Alan-Steuerung befassen.

Grüße
Werner


Werner Martin Offline



Beiträge: 46

22.01.2023 17:35
#12 RE: Helene Fahrwerk Antworten

Hallo,

hier sind Bilder vom Fortschritt des Fahrwerkes.





Das brünierte Gestänge wird noch etwas aufgehellt damit es einen Metallschimmer bekommt. Das restliche Fahrwerk wurde vervollständigt. Der Umlauf ist leicht durchgebogen. Die hintere Aufnahme des Fahrwerks war wohl etwas zu eng. Da muss ich noch nacharbeiten.

Grüße
Werner


Werner Martin Offline



Beiträge: 46

05.03.2023 21:59
#13 RE: Helene und 995611 Antworten

Hallo,

es ging am Gehäuse weiter. Die angegossenen Leitungen wurden entfernt und durch freistehende ersetzt. Das Sandrohr zum ersten Radsatz fehlt noch. Sie werden leicht verbogen. Der Kohlenkasten wurde ausgefräst und der Deckel aufgeklappt dargestellt. Die Lackierung wird auf der Terrasse bei wärmeren Wetter erfolgen.



Bei meiner 995611 wurde der Umlauf und die Pufferbohlen dem Original angepasst. Dadurch musste der Zylinderabstand verkleinert werden. Im Führerhaus wurden kleine Messingwinkel mit 1,6 mm Gewinde eingeklebt. Der weiche Kunststoff hat dem Druck der Rastnasen nachgegeben. Ich hatte vor ein paar Jahren den Umbau schon einmal gemacht. Das Modell hatte ich dann verkauft. Es wurde vor ein paar Monaten bei Ebay wieder angeboten.



Das veränderte Fahrgestell. Die Rastnasen werden noch entfernt und Bohrungen für die Schrauben gesetzt.



Auf der einen Seite ist der Winkel schon eingeklebt. Auf der anderen Seite sieht man die gewölbte Seitenwand.

Grüße
Werner


Werner Martin Offline



Beiträge: 46

22.03.2023 19:04
#14 Sonstiges Antworten

Hallo,

meine 99651 war im AW. Die Leitung am Luftkessel war abgebrochen. Das Modell wurde dabei auch gereinigt und zeigt deshalb Einblicke in die Mechanik. Ich hatte das Getriebe umgebaut. Der Getriebekasten wurde nach vorne verlängert und das Schneckenrad verkehrt eingesetzt. Das Ritzel hat dadurch keinen Eingriff in das Zwischenzahnrad. Über ein kleines Zahnrad wird nun ein Stufenzahnrad angetrieben, das nun auch den Eingriff zum besagten Zwischenzahnrad hat.



Meine 99 680 wartet ebenfalls auf die Lackierung. Das Gehäuse ist von M+F, das Fahrgestell von BEMO.





Die Leitung unterhalb des Wasserkastens ist beim Original auch so schräg. Ich muss noch entscheiden, ob ich die Leiter links oder rechts anbringe.

Grüße
Werner


Werner Martin Offline



Beiträge: 46

15.02.2024 17:39
#15 RE: Anlage Antworten

Hallo,

ich habe die Zeit für den Wiederaufbau des Endbahnhofs genutzt. Der Anlagenteil ist schon älter und hat schon vier Umzüge überstanden. Hier ein paar Fotos einer Stellprobe.



Einen Überblick auf den Bahnhof.



Das BW.



Das Lagerhaus wird ev. noch durch einen württemberger Güterschuppen von TRIX ersetzt.



Die Verladeanlage hat einen Antrieb erhalten und wird noch eingepasst.



Die Bahnhofstraße mit Bach. Auf der Alb eher ungewöhnlich.



Die Wirtschaft erhält noch einen Biergarten: Das Bier aus Ulm wurde schon angeliefert.

Das Ganze wurde aus Platzgründer verniedlicht. Heute würde ich einiges anders machen.

Grüße
Werner


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