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Dieses Thema hat 18 Antworten
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Armin-Hagen Berberich Online




Beiträge: 431

21.11.2022 22:07
Plettenberg Personenwagen Nr.1 und Nr.2 – Teil 1 + 2 + 3 Antworten

Vor ein paar Monaten habe ich über den Bau der Plettenberger Kastendampflokomotive Nr. 5.2 berichtet Eine Kastendampflokomotive fast nach Plettenberger Vorbild . Nun folgt der Bericht zu den passenden Plettenberger Personenwagen Nr.1 und Nr.2.

Die Vorbilder wurden 1896 von der Kölner Firma van der Zypen & Charlier geliefert und gehörten zur Erstausstattung der Plettenberger Straßenbahn. Wagen Nr.1 war ein 3. Klasse Wagen, der Wagen Nr.2 hatte neben der 3. Klasse ein Abteil der 2. Klasse. Die beiden Wagen wurden bereits in den 1920er Jahren ausgemustert. Der nahezu baugleiche Wagen Nr.3 wurde 1906 nachbestellt und erst Ende der 1950er aussortiert. Weitere Informationen zum Vorbild können im Plettenbergbuch von Wolf Dietrich Groote nachgelesen werden.

Die frühe Ausmusterung der beiden Wagen ist mit ein Grund, daß es nur ganz wenige Fotos von ihnen gibt. Da auch keine Pläne überliefert sind, war es sehr schwierig einen Vorbild gerechten Modellbau durchzuführen. Wenn gar keine Unterlagen zur Verfügung standen, dann wurde nach dem Motto gebaut „so hätte es sein können“.

Bereits um 2010 konnte ich von Michael Hundt zwei Platinen für die Wagenkasten der beiden Wagen erwerben. Er hat sich schon damals mit Fahrzeugen der Plettenberger Kleinbahn in Spur 0e befaßt. Seine Platinen waren so konzipiert, daß sie mit Magic Train Fahrgestellen komplettiert werden konnten. Dem Kompromiß mit den Fahrgestellen nach österreichischem Vorbild wollte ich nicht folgen, so verschwanden die beiden Platinen in der Sammlung „die werden auch einmal gebaut“.

Mit meinem Messinggußteile Programm für Schmalspurfahrzeuge konnten nun Vorbild gerechte Modelle entstehen. Daß dies ein anspruchsvolles Projekt ist und seinen Preis hat, muß nicht lange erklärt werden. Der Aufwand für einen Wagen beträgt 230,00 Euro, darin enthalten sind alle Bleche, Bauteile und Profile, bis hin zu den Radsätzen, Kupplungen und der Beschriftung.

Die beiden ersten Fotos zeigen fast alle wesentlichen Bauteile für einen Wagen.





Das Modell habe ich so aufgebaut, daß es aus vier Baugruppen besteht

- Fahrgestell, komplett aufgebaut auf einer eigenen Bodenplatte
- Wagenkasten mit Innenboden
- Dach zum Einsetzen nach der Lackiderung
- Inneneinrichtung Sitze als 3D Drucke auf Polystyrol Platte

Die Ätzbleche waren sehr dünn und wurden teilweise aufgedoppelt. Dabei habe ich eine Innenschale hergestellt, die es erlaubt die lackierten Fensterrahmen und die Verglasung erst bei der Endmontage einzustecken und nicht kleben zu müssen.

Die Dächer wurden an den Rändern ebenfalls auf 1 mm aufgedoppelt. Das Oberlichtaufbau ist angeschraubt, dadurch erleichtern sich später die Lackierarbeiten.

Die feinen Details konnte ich an den wenigen Fotos erkennen und habe sie entweder mit Gußteilen oder mit einzeln angefertigten Teilen hergestellt.

Da nun wieder die kalte Jahreszeit Einzug gehalten hat, wandern die Rohmodelle nun in den Schrank. Sobald die Temperaturen mitspielen erfolgen die Lackierarbeiten und die Beschriftung. Bis hier her habe ich etwa 5 Wochen Arbeit in die beiden Modelle investiert. Für die Lackierung und das Finish wird noch einmal eine Woche benötigt.

Schaut Euch die Fotos der Modelle an. Auf den Fotos habe ich nur einen Wagen mit der Bremskurbel, den Bremsschläuchen und den Heizkupplungen vervollständigt. Sie sind jedoch nur gesteckt und werden ebenfalls erst nach der Lackierung angebaut.

Grüße aus VAI
Armin.











Zusammenstellung von Bauberichten


Martin Offline




Beiträge: 1.041

22.11.2022 06:47
#2 RE: Plettenberg Personenwagen Nr.1 und Nr.2 – Teil 1 Antworten

Moin Armin,

wie immer, einfach Spitze !!

Das ist hervorragender Modellbau, danke für´s zeigen.

Viele Grüße aus der Hildesheimer Börde

Martin

DelTang-Funkloks,
Wald- und Feldbahnen 0e, 16,5 mm,
Maßstab 1:45


Claus60 Offline




Beiträge: 811

22.11.2022 08:30
#3 RE: Plettenberg Personenwagen Nr.1 und Nr.2 – Teil 1 Antworten

Hi Armin.
Wie immer bei dir klasse Modelle.

Zitat von Armin-Hagen Berberich im Beitrag #1
Dem Kompromiß mit den Fahrgestellen nach österreichischem Vorbild wollte ich nicht folgen,


Ich würde dazu aber gerne mal etwas fragen. Die Frage ist ernst gemeint und nicht etwa polemisch. Ich weiß es nämlich wirklich nicht. Das Magic Train österreichische Vorbilder hat, ist mir bekannt. Wo liegen aber genau die Unterschiede zu deutschen Fahrwerken? Mir fällt da nie was spezielles auf. Nicht, das es mich darin beeinflussen würde, meine MT Fahrzeuge auch weiterhin einzusetzen, aber es würde mich schon interessieren. Im nächsten Jahr will ich u.A. ein universelles zweiachsiges Fahrwerk für den 3D Druck konstruieren. Wenn es möglich ist, würde ich dabei zumindest versuchen, eine gewisse Ähnlichkeit mit deutschen Schmalspur- Fahrwerken zu erreichen und nicht einfach nur das MT Fahrwerk nachbauen... Bei meinem vierachsigen Fahrwerk habe ich mich an den Bachmann 0n30 Fahrwerken orientiert, was mir aber ganz gut passt. Ich habe sonst nur noch kurze britische Vierachser, die aber ganz ähnlich sind. Wenn ich das zweiachsige Fahrwerk konstruiere würde ich mich sonst am MT Fahrwerk orientieren, da ich eben bisher vorrangig diese Fahrwerke vorrätig habe. Wenn ich dabei das Fahrwerk mehr "germanisieren" könnte, würde das aber sicher nicht schaden...
Also danke schon mal für die Geduld, denn ich könnte mir vorstellen, das ist schon mehrfach behandelt worden. Ich wüsste aber nicht, wie und wo ich danach suchen müsste.

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Danke fürs lesen, Claus

(M)Ein Modellbahn- Blog


rofra Online




Beiträge: 1.182

22.11.2022 08:51
#4 RE: Plettenberg Personenwagen Nr.1 und Nr.2 – Teil 1 Antworten

Ich glaube die Frage ist schwierig bis nur indirekt zu beantworten, allein weil es die "deutschen Bahnen" nicht gibt. Ob es diese "Einheitsbahn" in der Doppelmonarchie / Österreich gab lasse ich auch mal dahin gestellt, generell scheint mir das Rollmaterial aber einheitlicher. Viele 760mm Bahnen wurden vom Staat betrieben und erreichen zwar nicht die uniformität der z. B. sächsischen Bahnen aber da haben wir halt auch schon im nationalen Vegrleich den ersten Knackpunkt.

Im Heutigen Deutschland würde ich, jenseits der Spurweite, stark nach Regionen bzw. Gründerstaaten differenzieren. Vergleichend zum MT Fahrgestell, sind "preußischen Lenz" Wagen (wilde Umschreibung, ich weiß) zu klein (Achsstand, Raddruchmesser), die Würtemberger Vorbilder ist zu groß (dazu kommt noch die Breite, die stärke des Rahmens.) Nur um das Thema mal anzureißen und zu schauen, wo deine Frage hin führt.

Generell würde unterstellen, einziger Grund für die weite Verbreitung des MT-Fahrgestells, ist seine Verfügbarkeit und seine im Vergleich zu H0 Wagen bessere Eignung bezüglich der Größe. Ich würde mal behaupten insgesamt ist das Fahrwerk von seinen Dimensionen so gestaltet, dass man es zum einen recht einfach kürzen aber auch verlängern und verbreitern kann, es aber im Zweifelsfall auch so passt. Ich würde auch mal so weit gehen, dass das MT Fahrwerk auch für die Österreicher nicht wirklich stimmig ist (bzw. nur für den Wagen der dann halt auch immer das spezifische Vorbild sein dürfte). Am Ende liegt ja gerade bei den vielfältigen 760mm Netzen in Europa, der Fokus stark auf den Restnetzen in Österreich, über alle KuK Bahnen dürfte sich das Fahrgestell ähnlich vorbildlich verhalten wie zu jedem beliebigen deutschen oder vll. sogar brittischen Konstruktion.

Der Gedanke eines Einheitsrahmens/Fahrgestell drängt sich auch mir immer wieder auf, ergibt sich aber im Regelfall aus dem Vorbild (siehe. z. B. Lenz Wagen) bzw. der dort vorherrschenden Umstände. Wenn man hier bunt im "freestyle" mischt, hat man am Ende alle Freiheiten, welche von der Anlage geboten werden. Bei mir ergibt sich das ganze eher aus den sehr spezifischen Vorbildern mit nur wenigen Herstellern und Bautypen.

Am Ende stellt sich ja auch die Frage: Will man diese Gleichartigkeit, die so ein Fahrgestell mit sich bringt, in seinen Zügen? Oder will man lieber ein buntes durcheinander an Größen und Farben? Hat beides einen Reiz finde ich.

~ from prussia with love ~

der franke, der robert


Armin-Hagen Berberich Online




Beiträge: 431

22.11.2022 09:09
#5 RE: Plettenberg Personenwagen Nr.1 und Nr.2 – Teil 1 Antworten

guten Morgen Claus,

es sind drei wesentliche Details, die den Unterschied ausmachen.

Der gravierendste Unterschied sind die falschen Radlager. Bei deutschen Schmalspurbahnen kommen am häufigsten die mit zwei Ölklappen (meist bei den Lenzbahnen im Norden) und die quadratischen mit einer Ölklappen vor. Du kannst sie bei meinen Gußteilen etwa in der Mitte sehen http://www.armin-berberich.de/Gussteile/...htGussteile.htm . Verschiedene andere bei deutschen Bahnen verwendete Radlager habe ich bei den MEG Wagen gesehen. http://www.armin-berberich.de/Baden/MEGWagen.htm .

Die beiden anderen Unterschiede sind die außermittige Anordnung der Hauptwelle und der unförmige Luftkessel in der Mitte.

Natürlich können alle Details nachgebessert entfernt oder ergänzt werden, es wird aber immer ein Kompromiß bleiben. Letztlich fällt auf, daß die Langträger vermutlich konstruktionsbedingt zu niedrig sind. Hinzu kommt, daß bei mir im Bereich der Pufferbohlen Fräsarbeiten erforderlich sind um die Funktion der schwenkbaren und gefederten Kupplungen sicher zu stellen. Was für mein Gefühl auch Probleme bereiten kann ist, daß bei einer Mischbauweise Kunststoff/Metall die Klebeverbindungen nicht dauerhaft sind.

Grüße aus VAI
Armin.

Zusammenstellung von Bauberichten


jaffa Offline




Beiträge: 48

22.11.2022 12:39
#6 RE: Plettenberg Personenwagen Nr.1 und Nr.2 – Teil 1 Antworten

Vorweg: erstklassiger Modellbau! Die Detaillierung bis hin zu den Beschlägen bei Griffen und Leitungen samt Flanschen … toll! War aber ja bei Armin auch nicht anders zu erwarten.

Da ich mich ja ebenfalls mit den Vorbildern der PKB befasst habe, möchte ich ein paar Anmerkungen zunächst zu den PKB-Vorbildern der kurzen Zweiachser machen.
Obwohl die Wagen PKB 1 und 2 von 1896 wie auch der 10 Jahre später gelieferte Wagen Nr. 3 vom gleichen Hersteller stammen, gibt es einige Unterschiede. Ich frage mich, ob es da bereits um den Versuch von Kosteneinsparungen ging: Die verzierten Stützdreiecke, die das Vordach stützen, sind beim PKB Nr. 3 entfallen und durch Stützstreben ersetzt worden. Die Querspanten des Laternenaufsatzes weisen bei 1 und 2 außen eine kleine geschwungene Verzierung auf, bei Nr. 3 fehlen sie. Die Geländerstreben an den Plattformen wurden etwas verändert, ebenso die Anordnung der Griffstangen – der Sinn dieser Änderungen erschließt sicher allerdings nicht. Die »Klappe« an der Plattformwand fehlt bei Nr. 3 ebenfalls. Dabei stellt sich mir die Frage nach der Funktion: Müsste das nicht eigentlich eine Scheibe sein, durch die das Licht der dahinter befindlichen Waggon-Innenbeleuchtung auch die Plattform beleuchten soll?

Zur Umsetzung im Modell: Die Stützdreiecke vom Vordach sind beim Vorbild anders proportioniert. Sie wirken dort zierlicher, weil sie nicht so weit nach unten ragen; beim Vorbild enden sie an der Unterkante des Fensterrahmens.
Die Tritthöhe der Aufstiegsstufen hingegen ist ab Plattform etwas knapp geraten: Die untere Stufe müsste sich ungefähr auf Höhe der Achsen befinden, die andere Stufe entsprechend deutlich tiefer als jetzt.
Was ich nicht weiß und nur fragen kann: Hatten die Wagen 1 und 2 keine Sternspeichenräder?

Die beschriebenen Kritikpunkte mindern die Qualität des Modells keinesfalls; dennoch sollten solche Abweichungen vom Vorbild benannt werden.

Gruß --- Jürgen

Meine Schmalspuraktivitäten www.jaffa-0m.de


Claus60 Offline




Beiträge: 811

22.11.2022 13:06
#7 RE: Plettenberg Personenwagen Nr.1 und Nr.2 – Teil 1 Antworten

Hi.
Danke für die Antworten.

Zitat von Armin-Hagen Berberich im Beitrag #5
Der gravierendste Unterschied sind die falschen Radlager.

Es dämmert mir, das ich das schon mal gehört habe. Darauf kann ich achten, vielleicht sogar unterschiedliche Blenden dafür konstruieren.

Zitat von Armin-Hagen Berberich im Beitrag #5
Die beiden anderen Unterschiede sind die außermittige Anordnung der Hauptwelle und der unförmige Luftkessel in der Mitte.

Den MT Luftkessel finde ich auch nicht so pralle. Den würde ich sowieso separat machen, da ich solche Teile ohnehin schon auf der Festplatte liegen habe. Bei der Hauptwelle muss ich mal sehen, das sollte sich aber auch machen lassen. Die Abmessungen wie Radstand, Länge, Spurweite, Rad- Durchmesser, Achslänge,... werde ja sowieso per Parameter flexibel anpassbar sein...

Zitat von Armin-Hagen Berberich im Beitrag #5
Hinzu kommt, daß bei mir im Bereich der Pufferbohlen Fräsarbeiten erforderlich sind um die Funktion der schwenkbaren und gefederten Kupplungen sicher zu stellen.

Na ja, ich fahre mit Kadee. Dafür wird es sicher eine Anbaumöglichkeit geben und wohl auch einen (H0) NEM Schacht (wahlweise). Das liegt aber beides unterhalb der Pufferbohle.

Zitat von Armin-Hagen Berberich im Beitrag #5
daß die Langträger vermutlich konstruktionsbedingt zu niedrig sind.

Auch das kann man vermutlich berücksichtigen. Dadurch könnte aber die Auswahl der Radsätze ein wenig eingeschränkt werden, sollten dadurch die Achslager zu tief kommen müssen... Vorrangig werden es wohl die 12,5 bzw. 14,1mm Hornby Radsätze mit 26mm Achsen sein, für die ich das Fahrwerk bauen werde. Aber es werden wohl auch andere Radsätze möglich sein.

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Danke fürs lesen, Claus

(M)Ein Modellbahn- Blog


Armin-Hagen Berberich Online




Beiträge: 431

22.11.2022 13:12
#8 RE: Plettenberg Personenwagen Nr.1 und Nr.2 – Teil 1 Antworten

hallo Jürgen, einen schönen Nachmittag.

Ich möchte kurze Antworten auf Deine Feststellungen geben.

Alles was Du zum Vorbild schreibst stimmt. Die Klappe an den Plattformen war vermutlich so gedacht, daß die Befüllung und Zündung der Laternen von außen erfolgen kann. Ich kann mir vorstellen, daß dies über die Köpfe der Reisenden hinweg schwierig und gefährlich wäre.

Beim Modell habe ich an einigen Stellen Kompromisse gemacht. Die Stützdreiecke neu anzufertigen stand in keiner Preis-/Leistungsrelation. Ich habe deshalb die vorhandenen Messinggußteile meines MEG Personenwagens verwendet. Die kleinen Ätzteile der Platine wären auch nur ein Kompromiß gewesen.

Du hast recht, die Trittstufen sind etwas zu hoch angeordnet. Dies ist u.a. ebenfalls meinen vorhandenen Teilen geschuldet. Gleichzeitig hatte ich das Lichtraumprofil auf meinen Modulen im Blick. Durch den kurzen Radstand schwenken die Spitzen des unteren Bretts an Weichenradien relativ weit nach außen. Ich hatte das Problem bei anderen Wagen, daß sie dann an verschiedenen Ecken und Kanten hängen blieben.

Ob die Wagen Nr. 1 und Nr.2 Doppelspeichenradsätze hatten weiß ich nicht. Ich kenne kein Foto anhand dessen eine eindeutige Aussage möglich ist.

Grüße aus VAI
Armin.

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rofra Online




Beiträge: 1.182

23.11.2022 06:16
#9 RE: Plettenberg Personenwagen Nr.1 und Nr.2 – Teil 1 Antworten

Zitat
Beim Modell habe ich an einigen Stellen Kompromisse gemacht. Die Stützdreiecke neu anzufertigen stand in keiner Preis-/Leistungsrelation. Ich habe deshalb die vorhandenen Messinggußteile meines MEG Personenwagens verwendet. Die kleinen Ätzteile der Platine wären auch nur ein Kompromiß gewesen.

Du hast recht, die Trittstufen sind etwas zu hoch angeordnet. Dies ist u.a. ebenfalls meinen vorhandenen Teilen geschuldet



Ich hatte hier gestern schonmal angefangen zum Thema zu tippen, den Text dann aber verworfen. Sind das nicht so oder so dinge die durch die Umspurung nötig werden?

~ from prussia with love ~

der franke, der robert


Armin-Hagen Berberich Online




Beiträge: 431

23.11.2022 08:55
#10 RE: Plettenberg Personenwagen Nr.1 und Nr.2 – Teil 1 Antworten

guten Morgen Robert,

Maßabweichungen, die durch die Umspurung nötig werden liegen m.E. hier nicht vor. Derartige Abweichungen wurden bis jetzt auch gar nicht angesprochen.

Die Platine wurde vor mehr als 10 Jahren entwickelt, Basis für das FG war MT. Die Abweichungen, die sich dadurch ergaben habe ich vermittelt. Sie wären nur in einem direkten Vergleich zu erkennen, wenn zwei von der Machart absolut vergleichbare Modelle nebeneinander gestellt würden. Wem fällt schon auf, daß meine Räder wie bei 0e üblich 14 mm Durchmesser haben? Keiner hat bemerkt, daß die Heizkupplung an der falschen Stelle sitzt. Niemand fragt, ob die Rückholung des Saugluftkolbens durch ein Gewicht richtig ist.Hat der Unterboden mit den Leitungsführungen tatsächlich so ausgesehen? Was ist mit den Abdampfventilen der Dampfheizung? Niemand wird sagen können, wie die Beschriftung auf den Langträgern ausgesehen hat. Ich kenne mein Modell und habe mich lange Zeit mit dem Vorbild auseinander gesetzt - ja es gibt noch mehr Unterschiede bzw. Ungereimtheiten.

Jetzt warte ich einmal ab, ob jemand ein Modell zeigt, das alle Anregungen zu Jürgens Modell und meinem Modell berücksichtigt und belegt, daß es in allen Abmessungen und Details "absolut richtiger und fehlerfrei ist". Bis dahin bin ich mit meinem Ergebnis des Modellbaus völlig zufrieden. Ich glaube Jürgen wir es genau so sehen.

Grüße aus VAI
Armin.

Zusammenstellung von Bauberichten


rofra Online




Beiträge: 1.182

23.11.2022 09:06
#11 RE: Plettenberg Personenwagen Nr.1 und Nr.2 – Teil 1 Antworten

Zitat
Maßabweichungen, die durch die Umspurung nötig werden liegen m.E. hier nicht vor.



Das ist die Frage die sich mir gestern gestellt hat, die ich aber nicht gestellt habe. Die Achshalter bzw. Federungen liegen ja auf den Längsträgern auf, an denen auch die Wagenkastenstützen und die Trittstufen hängen. Wenn ich jetzt 25cm schmaler baue, müsste sich ja alles entspr. Zusammenziehen und die angesprochenen teile länger werden. (Die Achsen wirken hier nicht zu lang, deswegen gehe ich davon aus, dass die Anpassungen an anderer Stelle gemacht wurden). Am Ende stellt sich mir auch blos die Frage, weil man eben nicht sieht, wo der Wagen am Fahrwerk schmaler gemacht wurde (die Restlichen Maße dürften auch für 750mm stimmig sein, würde ich mal behaupten)

Insgesamt, kann ich mehr als nachvollziehen, warum der/die Wagen sich einer gewissen Beliebheit zu erfreuen scheinen. Kompakte kleine Wägelchen mit viel Kleinbahncharme.

Am Ende sind wir hier wieder an dem Punkt, wo die Stimmigkeit des Modells und das eigene Ökosystem bzw. Anlage, die Ausführung bestimmen. (Das der Wagen etwas tief liegt, fiel mir auf, da ich aber das Original nicht kenne...

~ from prussia with love ~

der franke, der robert


Armin-Hagen Berberich Online




Beiträge: 431

23.11.2022 09:30
#12 RE: Plettenberg Personenwagen Nr.1 und Nr.2 – Teil 1 Antworten

Jürgen, jetzt nur zum Spaß. Daß der Wagen tiefer liegt stimmt nicht, es liegt daran, daß ich mit dem Teleobjektiv leicht von oben fotografiert habe. Der fehlende mm Raddurchmesser wirkt sich in der UK des Wagenkastens nur um einen halben mm aus. Er wird dadurch kompensiert, daß zwischen Radlager und Federpaket ca. 0,8 mm Federweg der gefederten Achsen frei liegt. Würde ich weichere Federn einbauen damit die Federpakete auf den Radlagern aufliegen, dann läge der Wagenkasten tatsächlich tiefer.

Beim Teil 2 mit den fertigen Wagen werde ich einmal eine Weitwinkelaufnahme mit der Fotoachse leicht von unten machen.

Grüße aus VAI
Armin.

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lokonaut Offline



Beiträge: 183

23.11.2022 15:45
#13 RE: Plettenberg Personenwagen Nr.1 und Nr.2 – Teil 1 Antworten

Zitat von rofra im Beitrag #11
Die Achshalter bzw. Federungen liegen ja auf den Längsträgern auf, [...]. Wenn ich jetzt 25cm schmaler baue, müsste sich ja alles entspr. Zusammenziehen

Ja Robert,

das stimmt, "irgendwo" müssen die 25 cm (bzw. 5,5mm) ja hin - am besten natürlich so, dass es nicht auffällt. So wie an Armins Prachtwägelchen halt!

Wenn wir mal davon ausgehen, dass Modellräder meist deutlich dicker auftragen als die Vorbildradreifen, hätten wir bei korrekter Spurweite von 16,5mm vermutlich schon mal mindestens ein halbes Millimeterchen erledigt. Bleiben auf jeder Fahrzeugseite noch 2,5mm übrig, die versteckt werden müssen. Die Materialstärke der Achshalterbleche sowie der Federpakete muss (bzw. kann, im Falle von Kunststoff) nicht maßstäblich sein. Da kann man - ohne dass es auffällt - locker noch mal einen Millimeter schinden. Die restlichen 1,5mm sind dann noch etwas mehr Luft zwischen Achshalter und Radebene. Das sieht man von der Stirnseite nur noch, wenn man es weiß, von schräg seitlich betrachtet fast gar nicht und in der Seitenansicht überhaupt nicht mehr.

So in der Art hätte ich das umgesetzt. Armin hat eventuell sogar etwas mehr Luft zwischen Achshalterblech und Radebene, damit seine gefederten Achslager nicht mit den Radsätzen auf Tuchfühlung gehen, dafür sind die Achshalter/Federpakete maßstäblicher?! Aber wie im Detail auch immer er das gemacht hat: Es sieht absolut stimmig aus. So wie der Rest vom Wagen auch.

Viele Grüße aus Südhessen

Alexander


rofra Online




Beiträge: 1.182

23.11.2022 16:01
#14 RE: Plettenberg Personenwagen Nr.1 und Nr.2 – Teil 1 Antworten

Danke :)

Die sind halt das Ding, die 5,5mm. Klingt erstmal nicht viel aber im Zweifelsfall machen einem sogar 0,5mm zu schaffen und das Konstrukt schief. Dazu kommen Maßstabsgeschichten (siehe meine Ns2f, die eine Mischung aus 1:45 und 1:43,5 ist...). Das sind alles keine bösartig oder absichtlich dummen fragen die ich hier stelle - und bei denen ich auch gerne meine Unkenntnis zur schau stelle -, mir geht es um's verstehen und Bilder helfen manchmal nur bedingt (zumal ich sehr eingeengt bzw. problemspezifisch denke)

~ from prussia with love ~

der franke, der robert


Bust Offline




Beiträge: 91

25.11.2022 00:15
#15 RE: Plettenberg Personenwagen Nr.1 und Nr.2 – Teil 1 Antworten

Hallo Armin,

Die beiden sind wirklich toll geworden! Modellbau vom Feinsten, wie immer! Aber ein Detail hast du vergessen: Deine AHB-Plakette auf der Unterseite!

2 kleine Fragen hätte ich noch:
- Ist das Dach ebenfalls festgeschraubt? Das verstecken der Schrauben fürs Dach ist ja immer eine Kunst, vielleicht kann man sich da ja bei dir was abschauen?
- Und es wirkt als hättest du die Stirnwände der Bühnen nicht aus dem Bausatz genommen sondern neu angefertigt und dabei aber auf die horizontale Linie außen verzichtet. Dafür gibts doch wie ich dich kenne auch eine stichhaltige Erklärung?

Ansonsten bin ich mir ziemlich sicher, dass niemals jemand mit einem Modell kommen wird, welches "in allen Abmessungen und Details absolut richtiger und fehlerfrei ist", daher wirst du auf alle Ewigkeit dein Werk uneingeschränkt genießen können. Das solltest du aber sowieso ;-)

Beste Grüße aus Kopenhagen,
Bastian


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