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Dieses Thema hat 71 Antworten
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Claus60 Offline




Beiträge: 737

07.11.2021 12:54
Mein neues Projekt, eine ungarische C50 in Spur 0e Antworten

Hallo.
Dieser Beitrag wurde bereits früher im alten Forum eingestellt.

Als Vorbild für mein neuestes Projekt habe ich mir die ungarische C50 ausgesucht. Die C50 ist ein weit verbreiteter Loktyp der ungarischen Schmalspurbahnen und Feldbahnen. Die Herstellung der zweiachsigen Lokomotiven hat 1952 angefangen. Bis 1968 wurden insgesamt mehr als 250 Exemplare in praktisch allen Spurweiten zwischen 600 und 1000 mm gebaut. Zur Konstruktion wurden teilweise LKW Komponenten verwendet, was der Lok ihr uriges, unverwechselbares Aussehen verleiht. Sie hat etwa 50 PS / 37 KW und wiegt 7 Tonnen. Keine wirklich beeindruckenden Werte. Sie wären es nicht mal für LKW. Trotzdem erreicht sie eine Höchstgeschwindigkeit von immerhin 30 Km/h und wurde sehr erfolgreich.

Das Fahrwerk meiner geplanten C50 stammt erneut, wie schon der Antrieb der GEC von einer Roco Köf3. Das zweite Fahrwerk hat einen völlig anderen Motor, ohne Schwungmasse aber dafür mit imitiertem Lüfterrad, so das es, obwohl ursprünglich als “Motor- Spender” für die GEC geplant, jetzt als Basis für eine C50 dient. Der eigentliche Lok- Rahmen ist aber, trotz unterschiedlicher Motorisierung, identisch. Deswegen passt das C50 Gehäuse, sofern es irgendwann mal fertig ist, vermutlich auf jede Roco H0 Köf 3.

Das Modell soll komplett mit meinem Werkzeug- Bestand bei mir zu Hause entstehen. Außerdem sollen die Kosten so niedrig wie möglich ausfallen. Ich hoffe, das ich ohne Technik (Fahrwerk, Empfänger Akku) nicht über 10-20€ an Materialkosten hinaus komme.

Deswegen würde ich die geplante C50 eher als, wie man bei den RC- Modellbauern gerne sagt, “Semi-Scale” Modell einstufen. Also eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Vorbild soll durchaus vorhanden sein, auch sollen die Proportionen in Etwa stimmen. Aber eine bis zur letzten Niete und auf den 1/100 mm exakte Nachbildung ist nicht geplant. Dazu fehlen mir auch eindeutig die Fähigkeiten.

Als Ausgangsbasis dient zum größten Teil eine 2- Seiten Ansicht, die überall im Internet kursiert. Deswegen lässt sich (zumindest für mich) der ursprüngliche Autor der Zeichnung leider nicht mehr ermitteln, weswegen ich ihn auch nicht erwähnen und mich bei ihm bedanken kann, was ich sonst natürlich tun würde..



Ergänzend werden diverse Fotos vom Vorbild und auch von Modellen der C50 heran gezogen. Da es die C50 sowohl mit hoch ausgeschnittenen Seitenteilen gibt (wie auf der Zeichnung) aber auch mit tiefer herunter gezogenen Seiten, werde ich die zweite Version nachbilden. Ein Public Domain Foto der C50 mit tiefen Seiten habe ich auf Wikimedia gefunden. Ich habe es etwas aufgearbeitet, damit man die Seiten besser erkennen kann.



Durch die tief herunter gezogenen Seiten sieht man die maßstäblich ja zu kleinen Details des Roco H0 Fahrwerks nicht so deutlich. Die Zeichnung selbst habe ich mir, exakt auf 1:45 skaliert ausgedruckt. Auf diese Weise kann ich leicht die benötigten Maße direkt aus der Zeichnung abnehmen.

Das H0 Köf Fahrwerk hat tatsächlich eine bis auf wenige 1/100 mm den exakt passenden Achsstand. Die Räder haben, zumindest wenn man die (natürlich) zu hohen Spurkränze mit berücksichtigt auch ziemlich exakt den passenden Durchmesser.



Die noch verbleibenden Ungenauigkeiten bei Achsstand und Rad- Durchmesser kann man meiner Ansicht nach vernachlässigen. Auch die Höhe des Umlaufblechs passt genau, wenn ich das neue Umlaufblech, wie geplant aus 2 mm dickem Polystyrol fräse.

Alles in allem passt das Roco Fahrwerk also sehr gut.



Damit man sieht, wie klein die C50 eigentlich ist, habe ich meine GEC mal auf die 1:45 Zeichnung gelegt, als Größenvergleich.



Die GEC ist doch erheblich größer und wuchtiger als es die C50 sein wird, obwohl dasselbe Fahrwerk zum Einsatz gekommen ist. Und das wo sie eher ein 0n30 Modell, also eher im Maßstab 1:48 gehalten ist.

Weiter geht's.

Ich war schon ein gutes Stück weit mit der Konstruktion des Aufbaus angefangen, als ich auf Thingiverse eine C50 als kostenlos verfügbare 3D Druck- Datei, und das auch noch im Maßstab 1:45 entdeckt habe.

Das Rad ganz neu zu erfinden, ist dann doch nicht so meins. Also werde ich “meine” C50 auf Basis dieser STL Dateien aufbauen. Die komplette “Eigen- Konstruktion” wird dann auf das nächste Modell vertagt…

Da ich inzwischen viel in OpenSCAD gelernt habe, bekomme ich es nun problemlos hin, STL Dateien in OpenSCAD weiter zu verarbeiten… Das Original ist für ein Drehgestell eines Roco Taurus mit einem Faulhaber- Motor vorgesehen. Eine sicher sehr gut laufende aber leider auch extrem teure Variante. Zumindest wenn man keinen Roco Taurus zum Schlachten vorrätig hat… Ein gebrauchter Taurus ist aktuell kaum unter 180-200€ zu bekommen. Etwas arg viel, nur um ein Drehgestell mit Getriebe und Rädern davon zu verwenden… Also muss ich den Rahmen so umbauen, das man eine Roco Köf3 als “Antriebsspender” nutzen kann. Wie oben schon gesehen, passen sowohl Achsstand als auch Raddurchmesser ziemlich gut zu einer C50 in 0e. Die Köf 3 bekommt man für 30-50€, sofern man keine hat. Ich habe halt eine Köf 3 hier auf Halde liegen. In sofern kostet der Antrieb mich gar nichts…

Da ich heute Lust hatte, etwas mit OpenSCAD herum zu spielen, habe ich mich mal an den Rahmen gemacht. Zuerst habe ich die Befestigungen für den eigentlich vorgesehenen Antrieb entfernt und den Ausschnitt im Rahmen auf das Maximum erweitert. So habe ich den Rahmen dann mal als Test ausgedruckt, um die notwendigen Anpassungen genau ausmessen zu können. Das schwere “Unterteil” der Köf3 (aus Metall) kann man leider nicht verwenden. Es ist schlicht zu breit. Dadurch muss man wieder, wie bei der GEC alles, bis auf den Getriebeblock, die Achsen und den Motor “entsorgen”. Allerdings habe ich dieses Mal die untere Getriebeabdeckung, die bei der GEC fehlte. Deswegen werde ich versuchen, sie weiter zu verwenden.



Außerdem habe ich die Öffnung in den Puffern so erweitert, das man dort eine NEM 362 Kupplung einstecken kann. Die Höhe passt zum Glück.

In den Ausschnitt muss ich nun eine Halterung für die Antriebsteile hinein „konstruieren“. Das steht jetzt als nächstes an.

Das Gehäuse kann man wohl unverändert übernehmen. Lediglich die Lampen fehlen, die man einzeln drucken muss. Entsprechende Bohrungen dafür sind aber vorhanden.



Inzwischen habe ich den C50 Rahmen an den Antrieb von der Roco Köf3 angepasst.



Diese Variante ist für das Köf Fahrwerk, aber mit einem Glockenanker Motor vorgesehen. Daneben sind Aussparungen für eine Ladebuchse und einen Schalter vorgesehen.

Da ich bei der GEC ja keine so besonders guten Erfahrungen mit uralten Roco Motoren gemacht habe, habe ich mir gleich einen neuen Motor für die C50 besorgt. Einen weiteren, baugleichen Motor habe ich für die GEC vorgesehen. Der Original- Motor ist 10mm dick. Also darf der neue Motor auch nur 10mm dick sein, sonst greift die Schnecke nicht mehr richtig. Dünner ginge, da man unterfüttern kann. Aber Dicker geht halt nicht. Also habe ich mir zwei 1020 Glockenanker Motoren gekauft, je mit einer 5mm dicken Schwungmasse und einer neuen Schnecke Modul M0.4, passend zum Original- Getriebe der Köf. Der 1020’er sollte eher stärker sein als der alte Roco Motor. Von daher erwarte ich keinerlei Probleme…

Ein guter Freund möchte auch gerne so eine C50 haben, aber für ein Halling Vario Fahrwerk. Dabei stimmt zwar weder der Achsstand noch der Rad- Durchmesser mit dem Vorbild überein, aber dafür sind die Fahrwerke leicht zu bekommen, nicht sonderlich teuer und laufen sehr gut, auch mit RC… Durch den tief herunter gezogenen Rahmen sieht man das auf der Anlage ohnehin nicht.

Also werde ich nach der Köf Version auch noch eine für das Halling Fahrwerk machen. Damit kann man die C50 nun in allen gängigen Spurweiten nachbauen. Das Original gibt es ja in so ziemlich jeder denkbaren Spurweite von 600 bis 1000 mm. Für 0f auf 12 mm Spurweite kann man ein Halling H0m Fahrwerk einbauen, bei 13,3 mm bietet es sich an, die Räder eines HallingH0 Fahrwerks etwas enger zusammen zu schieben. . Für 0e dann ohne weitere Bastelleien entweder ein Halling H0 oder ein Köf Fahrwerk nutzen. Die 0m’er sind ja Kummer gewohnt. Dort gibt es meist nichts, was man als Bastelgrundlage nehmen könnte. Aber sowohl das Halling Fahrwerk als auch das der Köf kann man relativ unproblematisch auf 22,2 bzw. 22,5 mm Spurweite umbauen. Man muss nur die Radsätze mit längeren Achsen umspuren. Das ist bei beiden Varianten nicht sonderlich kompliziert, habe ich mir sagen lassen. Na ja, ich fahre in 0e, da brauche ich solche Umbauen nicht zu machen…

Die STL Dateien werde ich natürlich online stellen, sobald sie fertig sind.

Aktuell druckt der Rahmen nach ersten notwendigen Anpassungen gerade.



Wenn es so weit ist, melde ich mich wieder.

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Danke fürs lesen, Claus

(M)Ein Modellbahn- Blog


Claus60 Offline




Beiträge: 737

08.11.2021 20:04
#2 RE: Mein neues Projekt, eine ungarische C50 in Spur 0e Antworten

Hallo.
Der Druck hat leider nicht geklappt. Irgendwie ist der Wurm drin, seitdem ich mir einen neuen Resin- Tank gekauft habe, weil beim Originalen ein paar Schrauben vermackelt sind und sich nur noch mit viel Mühe aufdrehen lassen (zum Folienwechsel). Ich werde nachher, wenn das Elegoo Bio- Resin angekommen ist (soll heute kommen), noch mal einen Versuch mit dem alten Tank aber dem neuen Harz starten. Wenn das dann klappt, tausche ich die eigentlich noch gute Folie beim neuen Tank aus. Denn an etwas anderem als an der Folie kann es sonst ja eigentlich nicht liegen, das nach dem Tankwechsel die Drucke nicht mehr auf der Bauplatte haften. Sollte das mit dem alten Tank, mit dem es immer funktioniert hat, auch nicht hin hauen, dann muss ich erst ein neues Druckbett bestellen, bevor es weiter geht. Dann müsste es ja am Druckbett liegen. Irgendwie glaube ich das aber nicht, denn das wäre schon ein großer Zufall, wenn das Druckbett (oder auch das Display wegen meiner), genau dann schlapp macht, wenn ich den Tank wechsele…

Beim Aufbau gibt es daneben ein Problem mit der Original- STL Datei. Das Mesh ist nicht geschlossen (“wasserdicht”). Die Fehlermeldung dazu in OpenSCAD kommt erst beim Rendern und lautet “The given mesh is not closed!”. Deswegen kann man das Gehäuse zwar problemlos in der Vorschau anzeigen, aber kein STL der veränderten Datei erstellen lassen. Da es drei verschiedene Downloads für die C50 vom selben Author gibt, habe ich alle drei ausprobiert. Alle drei produzieren denselben Fehler in OpenSCAD…

Ich habe schon einige Online- Reparatur- Werkzeuge ausprobiert. Bis auf eines haben sie keine Fehler entdeckt. Und das, was die Fehler entdeckt hat, hat die 8 MB STL Datei auf 3000 MB aufgeblasen. Damit ist die Datei nicht mehr nutzbar. Zum Glück lässt sich das Gehäuse ohne Probleme slicen und drucken. Nur meine eigentlich geplanten Änderungen kann ich vermutlich nicht vornehmen. Da nicht so viel geändert werden muss, ist das kein großes Problem, zumindest nicht für mich. Den Ausschnitt im Boden im Bereich des Führerstands zu vergrößern, kann man zur Not auch ganz klassisch mit Messer und Feile erledigen. Doch eine Version mit abnehmbaren Dach kann ich so natürlich nicht erzeugen… Ich werde im Lauf der Woche noch ein paar andere Sachen ausprobieren, um die STL vielleicht doch noch weiter verarbeiten zu können. Aber an sowas sieht man mal wieder, das STL eigentlich kein gutes Format ist, schon gar nicht, wenn man die Dateien noch weiter verarbeiten will/muss…

Zur Not muss man eben das Gehäuse so nehmen, wie es ist. Die anderen Sachen wie andere Lampen oder die Inneneinrichtung kann man ja gut auch ohne das Gehäuse konstruieren und drucken…

Inzwischen habe ich die Probleme mit dem Drucker im Griff. Doch meine Konstruktion war leider nicht wirklich fehlerfrei. Aber inzwischen bin ich zumindest sehr nah dran. Ich hoffe, das die aktuelle Version jetzt wirklich passt. Die vorherige Version des Rahmens, der heute über Tag gedruckt worden ist, passt schon fast, aber noch nicht zu 100%. Zur Not könnte man mit etwas Nacharbeit diesen Rahmen tatsächlich schon verwenden. Ich will es aber wirklich richtig machen. Deswegen drucke ich noch ein Exemplar mit den letzten kleinen Anpassungen. Ob das jetzt wirklich die finale Version ist, sehe ich erst Morgen.



So sieht es zur Zeit aus. Könnte man fast durchgehen lassen, aber ganz passend ist es nicht. Der Antriebsblock sitzt nicht waagerecht, weil noch etwas im Weg ist.



Im Bereich, in dem die Zahnräder zu sehen sind, kann man vorne an der Kante gut erkennen, das es so nicht geht und noch mal geändert werden muss. Der Druck kommt direkt aus dem Drucker, ist weder gehärtet noch richtig gesäubert. Die Arbeit mache ich mir auch erst, wenn ich das Teil wirklich verwenden will. Auch das Gehäuse ist nur ein Test- Druck gewesen, da ich wissen wollte, ob mein Versuch in Meshmixer die Ausgangs- STL zu reparieren, funktioniert hat. OpenSCAD meckert trotzdem über die Datei jetzt fünf mal so große Datei. Und der Druck ist sogar schlechter geworden als zuvor. Das war also nichts. Aber zum Probieren reicht das Gehäuse auf jeden Fall. Die wirkliche Lok bekommt aber ein neues, hoffentlich dann sauber gedrucktes Gehäuse. Zum Glück ist es ja nicht teuer, das Gehäuse oder den Rahmen auszudrucken. Zusammen sind das keine 3€ an Harz- Kosten.

Noch ein Blick von unten. Hier kann man schön sehen, wie der Antriebsblock der Köf mit der original- Getriebeabdeckung montiert wird.



Weiter geht es, wenn die nächste und hoffentlich finale Version des Rahmens fertig ist.

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Danke fürs lesen, Claus

(M)Ein Modellbahn- Blog


Gerhard Offline




Beiträge: 45

10.11.2021 20:07
#3 RE: Mein neues Projekt, eine ungarische C50 in Spur 0e Antworten

Claus, vielleicht hat die neue Folie eine andere Dicke als die alte?


Claus60 Offline




Beiträge: 737

11.11.2021 00:17
#4 RE: Mein neues Projekt, eine ungarische C50 in Spur 0e Antworten

Hallo.
Das denke ich eher nicht, denn es handelt sich dabei um Original Elegoo Folien. Wenn die bei einem Elegoo Drucker nicht passen was dann?

ich habe ja mehr das Harz als Problematisch in verdacht. Inzwischen kann ich nämlich wieder nichts vernünftig drucken. Die Drucke werden teilweise in der Mitte auseinander gerissen. Das Harz haftet also nicht mal richtig an sich selbst. Was mir aufgefallen ist, ist das sich das Harz sehr schnell (viel zu schnell) wieder entmischt. Nach dem Aufschütteln ist es gut durchmischt (zumindest nach optischem Anschein) und ein paar Minuten später wird es schon wieder wolkig und scheckig im Tank. Sowas habe ich bisher noch nicht erlebt. Ich habe allerdings aktuell kein anderes Harz mehr.

Jetzt muss ich mich aber erst mal um die Sammelbestellung für Platinen aus China kümmern, die ich angeleiert habe. Die 50 Platinen sind heute angekommen und müssen jetzt an die vielen Besteller verschickt werden. Damit bin ich wohl 1 oder 2 Wochen beschäftigt. Bis dahin sollte auch neues Harz da sein. Das Elegoo ECO Harz werde ich jedenfalls nicht so schnell noch einmal kaufen. Das ECO Harz von Anycubic, das ich vorher hatte, war viel besser...

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Danke fürs lesen, Claus

(M)Ein Modellbahn- Blog


Gerhard Offline




Beiträge: 45

11.11.2021 07:43
#5 RE: Mein neues Projekt, eine ungarische C50 in Spur 0e Antworten

Das hatte ich auch einmal mit einem Harz - allerdings kein Eco. Da haben sich Schlieren gebildet und es war nicht mehr möglich vernünftige Drucke zu erzeugen. Ich habe es entsorgt und mit neuem Harz war alles wieder OK.

Schöne Grüße aus Österreich

Gerhard


teetrix Offline




Beiträge: 197

11.11.2021 10:55
#6 RE: Mein neues Projekt, eine ungarische C50 in Spur 0e Antworten

Hallo Claus,

könnte es sich um ein Temperaturproblem handeln? Ich weiß ja nicht, wo Du Deinen Drucker stehen hast - aber ich kenne Leute, da steht er in einem eher schlecht geheizten Nebenraum (dem Bastelzimmer halt, wo dann bei Bedarf mal kurz der Heizlüfter angeschmissen wird...)

Viele Grüße
Michael


Claus60 Offline




Beiträge: 737

11.11.2021 13:39
#7 RE: Mein neues Projekt, eine ungarische C50 in Spur 0e Antworten

Hi.
Mein Drucker steht im wärmsten Raum meiner Wohnung, im Badezimmer. Zu Kalt wird es dort sicher nicht. Mir ist der Drucker wo anders einfach zu laut. Der Lüfter ist wirklich nervtötend. In der Küche (die viel kälter wäre als das Bad) will ich das Zeugs definitiv nicht haben, im ebenfalls ziemlich kalten Schlafzimmer geht wegen dem Lärm sowieso nichts und im Wohnzimmer (dem zweitwärmsten Raum) stört mich der Lärm tagsüber einfach viel zu sehr. Mehr Räume habe ich nicht, außer vielleicht die Garage. Aber die ist undicht, feucht und saukalt, da überhaupt nicht isoliert. Da kann man nur im Sommerhalbjahr irgendwas machen... Ich gehe davon aus, dass das Eleggo ECO Harz entweder gleich verdorben bei mir angekommen ist oder schlicht nichts taugt. Ich glaube, ich habe noch einen Rest von zusammengemischtem normalen Wasser- waschbaren Harz irgendwo rum stehen. Damit werde ich die Tage mal einen Versuch starten. Das Zeugs ist aber schon ziemlich alt, von daher könnte das inzwischen auch schon tot sein. Sonst muss ich doch mal das klassische Alkohol- waschbare Harz testen, wogegen ich mich bis jetzt immer gesträubt habe. Aber man kann wohl statt IPO auch den viel billigeren Brennspiritus zum Reinigen nehmen (soll sogar intensiver reinigen) und das Harz mischt sich nicht mit dem Alkohol. Lässt man das benutze Mittel eine Weile stehen, kann man die Harz- Reste einfach ausfiltern und den Alkohol wieder aufs Neue verwenden. Habe ich so zumindest gelesen... Ich glaube, ich kaufe mir mal bei Aliexpress für 10€ eine 500g Flasche Standard- Harz und einen Liter Brennspiritus in der Postenbörse um das zu probieren...

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Danke fürs lesen, Claus

(M)Ein Modellbahn- Blog


Thomas ( gelöscht )
Beiträge:

11.11.2021 13:50
#8 RE: Mein neues Projekt, eine ungarische C50 in Spur 0e Antworten

Zitat von Claus60 im Beitrag #7
im Badezimmer


meinst Du, dass das Badezimmer wegen der hohen Luftfeuchtigkeit ein guter Platz für ein Resin-Drucker ist ?

Bei mir steht das Teil im Heizraum ...

Gruß,
Thomas


Claus60 Offline




Beiträge: 737

11.11.2021 13:59
#9 RE: Mein neues Projekt, eine ungarische C50 in Spur 0e Antworten

Tja, viel Auswahl habe ich nicht. Der Heizungsraum ist nicht abschließbar, nur von Außen zugänglich und extrem staubig. Außerdem ist es da ebenfalls saukalt, da die Heizung gut isoliert ist und keinerlei Wärme abstrahlt. Selbst die Abwärme vom Kamin wird weiter genutzt.. Wir müssen sogar im Winter die Wasserzufuhr zum Außer- Wasserhahn absperren, weil die Rohre im Heizungsraum sonst zufrieren könnten. Das ist definitiv keine Option.

Ich habe den Drucker ja schon eine Weile. Bisher hat das im Badezimmer immer funktioniert.

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(M)Ein Modellbahn- Blog


Claus60 Offline




Beiträge: 737

11.11.2021 14:05
#10 RE: Mein neues Projekt, eine ungarische C50 in Spur 0e Antworten
Wenn Sie hier auf Links zu eBay klicken und einen Kauf tätigen, kann dies dazu führen, dass diese Website eine Provision erhält.

So, ich habe gerade bei Ali eine Flasche Standard- Harz in "Skin" (Hautfarben) bestellt. Grau, weiß oder ähnliches war für 11€ nicht mit kostenloser Lieferung aus "Germany" zu bekommen. Egal, wenn das klappt, kann ich daraus ja einfach jede Menge Figuren drucken. Die Preise bei Ali sind ja noch mal erheblich niedriger als bei Amazon oder gar dem sowieso eher teuren eBay...

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(M)Ein Modellbahn- Blog


Claus60 Offline




Beiträge: 737

15.11.2021 10:09
#11 RE: Mein neues Projekt, eine ungarische C50 in Spur 0e Antworten

Hi.
Das Skin Harz war ausverkauft. Tolle Wurst. Ich bekomme aber eine Flasche ABS-Like Resin. Darauf war ich auch schon immer neugierig. Es soll ja besonders gute mechanische Eigenschaften haben. Muss für eine Lok kein Nachteil sein...

Ach, das Harz ist Gelb...

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(M)Ein Modellbahn- Blog


Claus60 Offline




Beiträge: 737

19.11.2021 11:40
#12 RE: Mein neues Projekt, eine ungarische C50 in Spur 0e Antworten

Hallo.
Ich hatte große Probleme mit meinem 3D Drucker. Irgendwie konnte ich keinen funktionierenden Druck mehr hin bekommen. Die Bauteile blieben einfach nicht mehr am Druckbett haften. Was ich nicht alles versucht habe, um das Problem in den Griff zu bekommen… Ich habe das Harz gewechselt (zum Glück, dazu später mehr) , ich habe ein neues, CNC geschliffenes Druckbett gekauft,



(links neu, rechts alt)

neue Folie in den Tank gebaut, die Raumtemperatur von 20° auf 23° erhöht, egal, nichts hat funktioniert. Auch in der Slicer Software habe ich Optimierungen vorgenommen. Ich habe die Lift- Geschwindigkeit drastisch reduziert, was die Abreiß- Kräfte deutlich reduziert, die Belichtungszeit der Bodenschichten verdoppelt, eine Pause vor und nach dem Belichten eingefügt, damit sich das Harz erst beruhigen kann. Alles witzlos…

Ich war schon wirklich am Verzweifeln, als ich in einem 3D Druck– Forum auf jemand mit exakt demselben Problem mit exakt demselben Drucker gestoßen bin. Genau wie bei ihm ging alles eine halbe Ewigkeit völlig problemlos und dann von Heute auf Morgen funktionierte gar nichts mehr. Kam mir doch sehr bekannt vor. Die Lösung, die der Kollege dort nach unzähligen Fehlversuchen letztendlich gefunden hat, ist so banal, das man nur schwer darauf kommt.

Das Problem lag bei den “Füßen” des Stützmaterials. Da der Slicer für diverse völlig verschiedene Drucker vorgesehen ist, hat der Hersteller versucht, einen Fuß zu entwickeln, der auf allen Geräten irgendwie funktioniert. Auf Geräten wie den Elegoo Mars/Saturn oder Anycubic Photon ist diese Fußform aber sub- optimal. Die Default- Füße sind an den Außenkanten abgeschrägt, so das man leichter mit einem Spachtel darunter kommt. Das führt aber dazu, das die Auflagefläche klein im Vergleich zum eigentlichen Fuß ist. Dadurch werden große Abreißkräfte verursacht, die nach einer gewissen Zeit die Haftung an der Bauplatte so schlecht macht, das man nichts mehr drucken kann. Die Standard- Form nennt sich “Skate”.



Ein Umstellen auf “Cylinder” (bei allen drei Support- Stärken) hat das Problem bei dem Kollegen sofort gelöst. Und so wie es bisher aussieht, funktioniert diese Lösung auch bei mir. Im Piktogramm oben kann man die (in meinem Fall ungünstige) Form des Fußes gut erkennen…

Und voila, der fertige Rahmen:



Im Hintergrund sieht man schon den Halling Antrieb stehen, für den ich als nächstes den Rahmen anpassen will…



Ich hatte zuletzt noch mal den Halter für den Motor leicht geändert und ein kleines Loch oben vorgesehen, durch das man eine kleine, selbst schneidende Schraube eindrehen kann, die den Motor arretiert, wenn der Antrieb selbst schon montiert ist.



Außerdem saßen die NEM Schächte für die Kupplung um ca 0,5 mm zu hoch. Auch das habe ich angepasst. Jetzt ist der Rahmen tatsächlich vollständig einsetzbar.



Das Gehäuse werde ich demnächst auch neu drucken. Dabei will ich es um knapp 1 mm schmaler drucken (durch Skalieren im Slicer). Die Länge passt ganz exakt, aber in der Breite steht das Gehäuse leicht über. Das gefällt mir nicht…



Noch ein Wort zum Harz. Da ich ja unter anderem das Harz in Verdacht hatte, der Grund für die Probleme zu sein (war es letztendlich aber nicht), habe ich, auch wenn ich die Alkohol- Panscherei eigentlich gar nicht mag, doch mal “normales” Resin gekauft. Eine Flasche Standard- Resin über Aliexpress (ist noch nicht da, dafür aber spottbillig) und eine Flasche ABS-Like Resin (beides mangels Alternative in Gelb) über Amazon. Daraus ist dieser Druck entstanden. Und ich muss sagen, das Material ist eine Wucht. Zum einen lässt es sich in Brennspiritus unglaublich leicht waschen und zum anderen fühlt es sich nach dem Aushärten extrem solide an. Es ist überhaupt nicht spröde aber trotzdem sehr stabil. Es fühlt sich auch überhaupt nicht klebrig an. Und der Druck ist sehr “scharf”. Die Details kommen super präzise raus. Vom Ergebnis her definitiv das beste Harz, das ich bisher in die Finger bekommen habe. Und für Sachen, wo es wirklich auf die Qualität ankommt, werde ich es wohl in Zukunft häufig einsetzen, trotz der Alkohol- Panscherei…

Allerdings riecht es dann doch spürbar stärker als das Wasser- waschbare Harz oder gar das Sojaöl- Harz. Und man muss eben mit Alkohol hantieren. Zum Glück reicht der überall leicht zu bekommende und billige Brennspiritus völlig aus dafür. Im Gegenteil soll die Reinigungswirkung besser als die von IPO sein. Wenn der Spiritus zu stark verschmutzt ist, kann man ihn einfach eine halbe Stunde in die UV Härtekammer stellen und danach das ausgehärtete Harz einfach ausfiltern. Somit hat man quasi keinen Verlust (und vor allem keinen Sondermüll), nur das, was im Küchenpapier haften bleibt (geht einfach in den Restmüll) und das, was während der Arbeit eben verdunstet.

Wenn ich die Tage mal meine Makro- Fotoausrüstung ausgrabe, werde ich hochauflösende Fotos der Oberfläche und auch von den neuen und alten Stützfüßen im Vergleich machen. Wann genau das sein wird, weiß ich aber noch nicht.

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(M)Ein Modellbahn- Blog


Martin Offline




Beiträge: 866

19.11.2021 12:14
#13 RE: Mein neues Projekt, eine ungarische C50 in Spur 0e Antworten

Moin Claus,

vielen Dank für deinen tollen Bericht !

Die C50 sieht richtig schnuckelig aus.

Viele Grüße aus der Hildesheimer Börde

Martin

DelTang-Funkloks,
Feldbahnen 0e, Maßstab 1:45


Claus60 Offline




Beiträge: 737

21.11.2021 12:38
#14 RE: Mein neues Projekt, eine ungarische C50 in Spur 0e Antworten

Hallo.
Inzwischen habe ich den Aufbau mit dem ABS-Like Resin neu ausgedruckt. Dabei habe ich ihn in Chitubox leicht kleiner skaliert, damit der Aufbau nicht über den Rahmen übersteht. Die Werte kann man folgendem Bild entnehmen.



Die als nächstes (ok, zuerst mache ich noch den Rahmen für den Halling Antrieb fertig) zu konstruierende Inneneinrichtung wird sich auf ein Gehäuse mit exakt diesen Maßen beziehen, nicht auf ein mit 100% Ausgedrucktes. Wer die Lok also nachbauen will, sollte diese Werte auch wirklich verwenden. Da man ja leider den Aufbau nicht weiter verarbeiten kann, kann man die Anpassungen nur im Slicer (also in meinem Fall Chitubox) vornehmen…



Das ABS-Like Harz gefällt mir wirklich gut. Auch die Proportionen der Lok sind so sehr stimmig. Wirklich ein schickes Maschinchen, die Kleine.



Den Rahmen musste ich aber tatsächlich noch mal überarbeiten. Nur eine Kleinigkeit, aber leider notwendig. Ich habe doch eine kleine Schraube zum Arretieren des Glockenanker- Motors vorgesehen, die von oben eingeschraubt wird.



Leider drückt diese Schraube das Fahrwerk zu stark nach unten, so das die Schrauben , die den Getriebeblock halten, aus dem Resin raus gedrückt werden.



Deswegen drucke ich aktuell den Rahmen noch einmal, dieses Mal aber mit seitlich angebrachten Bohrungen für die Klemmschrauben. Jetzt müssen es zwar 2 Schrauben werden, die gleichmäßig angezogen werden müssen, damit der Motor nicht aus der Mitte gedrückt wird. Aber so sollte die Belastung für die Getriebeblock- Schrauben nicht so groß sein. Funktioniert auch das nicht, bleibt wohl nur noch, den Motor mit 2K Kleber einzukleben… Harz ist eben kein Metall. Da muss man mit sowas immer rechnen.

Jetzt noch die Inneneinrichtung und die Lampen, dann kann die C-50 lackiert und montiert werden… Ich vermute, ich kann Sie noch vor Weihnachten “in Dienst stellen”…

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Danke fürs lesen, Claus

(M)Ein Modellbahn- Blog


Claus60 Offline




Beiträge: 737

21.11.2021 16:57
#15 RE: Mein neues Projekt, eine ungarische C50 in Spur 0e Antworten

​Hi.

ich habe gerade die Farbgebung, die meine C-50 bekommen soll, auf einem Vorbild- Foto entdeckt. Ist zwar nicht exakt der gleiche Lok- Typ, aber zumindest ist die Farbe dann doch vorbildgetreu.



Hier ein Link zu dem Foto:

https://www.albertbahn.hu/kepek/nagy/mag...ev/img_1447.jpg



"Normal" wäre für die C-50 ja grüner Aufbau, schwarzer Rahmen mit roten Seiten. So sieht man sie meistens. Die Nationalfarben "!meiner" Karibik- Insel sind Blau, Grün und Gelb. Eine blaue, eine grüne (genauer oben grün, unten rot) und eine gelbe Diesellok habe ich schon, also kann ich jetzt auch mal was anderes machen, denke. Das leuchtende Rot mit den gelben Griffstangen gefällt mir sehr.

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Danke fürs lesen, Claus

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