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dejot Offline




Beiträge: 103

03.11.2021 21:43
Tomme de Mer Antworten



Hallo zusammen,

die CFIB (Chemin de Fer de l'Ile de Balanec) bietet einen Pendelverkehr zwischen Kerfilec und der Insel Balanec. Natürlich zu vernünftigen Preisen. Nehmen Sie die Bahn durch das Meer...

Ungefähr mit diesen Worten wirbt das obenstehende Plakat für eine abenteuerliche Bahnfahrt vom bretonischen Küstenort Kerfilec auf die vorgelagerte Felseninsel Balanec. Auf der Insel kann man ein historisches Fort besichtigen, mit einer Standseilbahn fahren, in diversen Gaststätten einkehren, den großen Tidenhub der nordwestfranzösischen Küste erleben oder den berühmten Käse "Tomme de Mer" kaufen, der in den feuchten Tunneln unter der Festung heranreift.

Die Geschichte der kleinen Insel ist vermutlich nicht allen bekannt, deshalb hier eine kurze Zusammenfassung:

1698
Der berühmte Festungsbaumeister Vauban errichtet auf der unbewohnten Insel Balanec eine Festung zum Schutz des Hafens von Kerfilec.
18. Jahrhundert
Zahlreiche Kasematten werden unter der Festung angelegt. Unterhalb der Festung entstehen einige Wohnhäuser.
1860
Der Leuchtturm wird errichtet.
1885
Die Festung geht außer Betrieb. Zahlreiche Touristen unternehmen Ausflüge auf die Insel.
1898
Eine Schmalspur-Eisenbahn (Chemins de Fer de l’ Ile Balanec) wird angelegt, um die Insel unabhängig von den Gezeiten des Meeres erreichen zu können.
1904
Eine Standseilbahn zwischen Bahnhofsgebäude und Festung wird angelegt.
1922
Eine Käserei aus Kerfilec kauft die Inselbahn und pachtet die Kasematten unter der Festung. Das Klima in den Kasematten eignet sich hervorragend zur Käsereifung. Ab diesem Zeitpunkt vermarktet die Käserei ihre Produkte als «Tomme de Mer». Zum Transport der Produkte wird das Gleis der Inselbahn durch einen neuen Tunneleingang direkt in die Kasematten geführt.
1969
Die Inselbahn erwirbt nicht mehr benötigte Triebwagen von den Grubenbahnen im Südwesten Luxemburgs. Diese Fahrzeuge übernehmen nicht nur den Verkehr zwischen Kerfilec und der Insel, sondern fahren die Touristen auch direkt zu Rundfahrten in die Tunnel unter der Festung.
1978
In der Festung wird ein Hotel mit Restaurant eröffnet.
1995
Das Käsemuseum auf der Insel wird eröffnet. Dazu wird ein zusätzlicher Tunneleingang erstellt. Die Touren durch die Katakomben können nun ringförmig geführt werden.

Leider gibt es die Insel Balanec in dieser Form nicht wirklich. Sie existiert bloß als kleines Modell im Maßstab 1:43,5, das ich mit einigen Unterbrechungen von 2018 bis Anfang 2021 gebaut habe. Im alten Forum hatte ich dazu einen Bericht eingestellt, den ich hier, leicht verändert, nochmal zeigen möchte. Es folgen in Kürze weitere Teile.

Viele Grüße aus Südhessen

Daniel


dejot Offline




Beiträge: 103

03.11.2021 21:49
#2 Vorwort Antworten

Hallo!

Die Anlage "Tomme de Mer", um die es hier gehen soll habe ich schon 2018 begonnen, richtig Fahrt aufgenommen hat das Ganze aber erst Anfang 2020 und dann verstärkt in der Coronazeit. Der Modellbau hat mir in der Zeit geholfen, etwas Ruhe zu finden. Deshalb auch nochmal vielen Dank an das alte und neue Forum für die zahlreichen Inspirationen, die mich bewegt haben, die Anlage zu bauen!

Da ich im Prinzip ein ziemlicher Neueinsteiger bin, wollte ich mich erst einmal vorsichtig an den Modellbau herantasten. Zwar habe ich früher den ein oder anderen Gebäudemodellbausatz zusammengesetzt und H0-Modelle gesammelt, eine richtige Anlage gab es aber nie, zumindest keine mit Landschaft und Details. Das wollte ich ändern. Zunächst dachte ich an kleine übersichtliche Module, über die man mit einem selbstgebauten Triebwagen fahren könnte. Zu diesem Zweck habe ich mir von Kato ein Fahrgestell und passende 9mm-Gleise gekauft.

Irgendwie bin ich aber von der Modulidee wieder abgekommen. Spannender erschien mir der Bau eines Dioramas in einem größeren Maßstab, so richtig mit Hintergrund und Ausleuchtung. Deshalb habe ich meinen Plan nochmal verändert. Die Gleise und das Fahrgestell wollte ich allerdings trotzdem verwenden, und so landete ich bei 0-9.

Der Bau von Grünzeug und Bäumen erschien mir ja als Anfänger recht anspruchsvoll zu sein. Auf der Suche nach einem Vorbild für eine Landschaft suchte ich deshalb eine kargere, felsige Landschaft. Obwohl ich 2018 seit Jahrzehnten nicht mehr dort war, kam ich auf die Küste der Bretagne. Und da ich ein Faible für die Festungen des Baumeisters Vauban habe, sollte meine kleine Bahn auf einer kleinen Insel vor der bretonischen Küste mit einer Festung oben drauf fahren. Als Vorbild könnten die Festungsinseln rund um die Stadt St. Malo dienen, wie diese hier:



Natürlich hat es meines Wissens nach in der Bretagne zwar vielen Nebenbahnen gegeben, die größtenteils heute schon wieder verschwunden sind. Auf einer Felseninsel ist aber keine Bahn gefahren, das Projekt ist also ohne reales Vorbild und zugegebenermaßen etwas unrealistisch.

Viele Grüße aus Südhessen!

Daniel


dejot Offline




Beiträge: 103

03.11.2021 21:51
#3 Das Szenario Antworten

Wir befinden uns also auf einer kleinen Insel vor der Nordküste der Bretagne, die mit einer Festung bebaut ist. Die Insel sollte dann allerdings nicht ganz so karg sein, wie auf dem Beispielbild in Teil #2, und es sollten auch noch ein paar zusätzliche Gebäude zu sehen sein (ist 'ne Berufskrankheit, ich arbeite als Architekt und verteile gerne Häuser...).

Die Frage ist nur, warum eine Bahn auf der Insel vorhanden sein sollte?

Ein Grund wäre, dass die Bahn über eine aufgebockte Strecke (wie bei den Inselbahnen Spiekeroog oder Juist) die Verbindung zum Festland herstellen könnte, auch bei Flut.
Der andere Grund könnte mit der Festung und den darunter liegenden Kasematten und Katakomben zu tun haben. Mit der Bahn könnten diese Tunnel für Touristen erschlossen werden. Außerdem habe ich mir vorgestellt, dass es dort unten sicherlich recht feucht und salzig zugehen würde - also ideale Bedingungen für das Reifen von Käse. Zwar ist die Bretagne nicht unbedingt für ihre Käsesorten bekannt. Als Thema hat mir das aber ganz gut gefallen - eine Festungsinsel, die einen brühmten Käse herstellt. Und so ist dann auch der (vielleicht noch vorläufige) Titel der Anlage entstanden: Tomme der Mer. "Tomme" werden in Frankreich ja bestimmte Weichkäse genannt. Es gibt tatsächlich einen Tomme de Montage, und wenn es einen Weichkäse aus den Bergen gibt, könnte es ja auch einen vom Meer geben... und der will ja auch transportiert werden!

Die Bretagne hat ja einen teilweise ganz eigenen Architekturstil und besondere Farben. Ich bin deshalb mit einem Gebäudetestmodell eingestiegen, um auszuprobieren, wie so etwas aussehen könnte. Hier das erste Ergebnis:
(Leider konnte ich das auch farblich passende Auto in der Folgezeit nicht weiterverwenden. Erstens ist es englisch, und zweitens wäre die Insel etwas zu klein für einen Autoverkehr. Ich will ja Bahn fahren.)



Das Testgebäude wird uns noch begegnen.

Viele Grüße aus Südhessen!

Daniel


dejot Offline




Beiträge: 103

03.11.2021 21:55
#4 Das Fahrzeug Antworten

Weiter geht's mit dem Baubericht. Wie erwähnt wollte ich meine schon gekauften 9mm-Gleise und das Kato-Fahrgestell benutzen, obwohl mir schon gedämmert ist, dass der Fahrspaß vielleicht ein wenig eingeschränkt sein wird. Aber ich wollte das Material auch nicht beiseite legen...
Ich habe also überlegt, welche Art von Fahrzeug über meine Insel zuckeln könnte. Ich mag eigentlich Triebwagen lieber als die Kombi aus Lok und Wagen - deshalb sollte es also ein Triebwagen sein, aber nicht zu groß. Kleine historische zweiachsige Straßenbahnfahrzeuge waren ja mindestens 7 Meter lang oder knapp darunter. Im Maßstab 1:43,5 war mir das zu groß. Ich habe deshalb überlegt, wie man begründen könnte, dass ein Fahrzeug noch kleiner sein könnte, ohne dass es zu einer Parkbahn oder Ähnlichem wird. Da ich ja auch durch meine Festungskatakomben fahren wollte, kam ich auf die Grubenbahnen, wie sie z.B. im Südwesten von Luxemburg in Betrieb waren. Wobei ich natürlich gestehe, dass ich hier auch an das tolle Modell Île Va Où von Thomas Schmid (shitao) gedacht habe, der so eine Grubenbahn in das Modell integriert hat. Da hab ich tatsächlich ein bißchen geklaut...



Da die Bahn erstmal nur als Testmodell gedacht war, ist sie etwas rumpelig geworden. Einige Details fehlen noch, wie z.B. die Scheinwerfer (die man in so einem Tunnel schon gut brauchen würde), Kupplungen und ein ernsthafter Stromabnehmer. Auf der anderen Seite finde ich es für den ersten Versuch akzeptabel. Das erreicht nicht das Niveau in diesem Forum, aber um schnell etwas zu haben, das durch ne Landschaft oder an Häusern vorbei zuckeln kann, ist es ausreichend.



Die Bahn soll natürlich sowieso ein bißchen mitgenommen aussehen. Nach ihrer Karriere in einem Bergwerk wurde sie in den 1960er Jahren in die Bretagne verkauft, um jetzt dort Wind und Wetter ausgesetzt zu sein. Der Fahrerplatz, der im Original ja in der Mitte war, musste ans Kopfende umgesetzt werden, damit man einen besseren Blick auf die flanierenden Touristen hat. Für einen Sitz für den Fahrer hat es allerdings nicht gereicht. Er muss auf einer Holzkiste Platz nehmen.

Viele Grüße

Daniel


dejot Offline




Beiträge: 103

03.11.2021 21:58
#5 Die Standseilbahn Antworten

Neben dem kleinen Triebwagen, der irgendwie über die Insel zuckeln sollte (von der ich zu dem Zeitpunkt noch gar nicht wusste, wie sie aussehen soll), wollte ich auch eine Standseilbahn haben, die die Verbindung zwischen der Flachstrecke und der Festung herstellt. Ohne groß zu planen habe ich da losgeschnibbelt und aus Dämmplatten folgendes zusammengebaut:

http://www.stadtlandsand.de/wp-content/u...07/IMG_7846.jpg

Der untere Teil der Bahn mit der Talstation sollte später irgendwie in die Felsenlandschaft einschneiden, die Bergstation dagegen sollte auf einer leichten Konstruktion vor der Festung landen. Hier war der Funiculaire der Stadt Pau in Frankreich Vorbild.

Die Technik kam in ein Maschinengebäude unter der Bergstation. Als Antrieb verwendete ich den Motor und die Fernsteuerung eines billigen Spielzeugautos, was keine so richtig gute Entscheidung war. Ich habe das später nochmal geändert (und ich muss es auch noch ein drittes Mal umbauen...) Ich lerne noch. Yoda sagt ja: "Tu es oder tu es nicht. Es gibt kein Versuchen." Ich bin trotzdem fürs Versuchen...

Viele Grüße

Daniel


dejot Offline




Beiträge: 103

03.11.2021 22:01
#6 Die Kiste Antworten

In der Folge (also Anfang 2019) habe ich noch ein paar Häuschen gebastelt, teilweise fertig, teilweise nur als "Rohbau". Das war zwar ganz lustig, aber nicht wirklich zielführend.



Deshalb hab ich dann doch eine Größe für die Anlage festgelegt (100x55cm), bin ich zu einem Baumarkt gefahren und hab mir Teile für eine Kiste zuschneiden lassen. In einem Plotstudio ließ ich mir einen Himmel ausdrucken. Das hab ich dann zusammengesetzt und mit einem LED-Licht versehen:



Faszinierend, was so ein bißchen Beleuchtung und der Himmel ausmachen. Oben steht ein früherer Arbeitstitel drauf. Hab aber davon Abstand genommen, mit bretonischen Worten zu arbeiten. Meine Bretonischkenntnisse sind leider... gar nicht vorhanden.

Viele Grüße aus Südhessen

Daniel


dejot Offline




Beiträge: 103

03.11.2021 22:06
#7 Die Festung Antworten

Zu einer Festungsinsel gehört natürlich eine Festung. Als architektonisches Vorbild habe ich das Fort du Petit Bé ausgesucht, das auf einer kleinen Insel vor der Stadt St. Malo liegt.


Fort du Petit Bé, Quelle: Von Trizek - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0

Leider ist selbst dieses kleine Bauwerk immer noch zu groß für meine Anlage, deshalb mussten einige Fensterachsen und ein Geschoss entfallen. Im Bau sah das dann so aus:



Nach der Oberflächengestaltung wurde die Festung als Halbrelief in den Hintergrund gesetzt.



Im Gegensatz zum Vorbild sollte meine Festung nicht leer stehen, sondern ein Restaurant und (nicht sichtbar) ein Hotel aufnehmen. Schließlich muss es ja auch einen guten Grund geben, die Standseilbahn zu nutzen. Der dort sichtbare Wagen war nur zu Testzwecken aufgesetzt.
Eine der beiden Bastionen wurde gleich vom Restaurant in Beschlag genommen.



Viele Grüße

Daniel


dejot Offline




Beiträge: 103

03.11.2021 22:09
#8 Ein bißchen Landschaft Antworten

Ende 2019 ("zwischen den Jahren") ging es dann mal wieder weiter. Ein Stück Landschaft sollte entstehen.



Nach dem Eingipsen sah das dann so aus:



Von dem Häuschen vorne links, das ja ursprünglich ein Testbau war, wollte ich mich dann doch nicht trennen. Es bekam einen Platz auf der Anlage.

Der erste Teil des Gleises wurde "eingesandet". Unter der Festung entstand ein Tunnelportal aus Beton.

Viele Grüße

Daniel


dejot Offline




Beiträge: 103

03.11.2021 22:11
#9 Kontaktverbesserung Antworten

Wie schon erwähnt waren die Fahreigenschaften des einfachen Fahrgestells nicht sonderlich gut. Ich habe mich deshalb entschieden, doch in die digitale Welt einzutauchen: Das Fahrzeug bekam einen Decoder und die Anlage wurde digitalisiert. Das ging einfacher als gedacht...
Gelöst hat es die Probleme aber nur zum Teil. Der zweiachsige Triebwagen verlor immer wieder den Kontakt zur Strecke.

Deshalb bekam die Bahn einen Anhänger verpasst, der ebenfalls Strom von der Strecke abnimmt und diesen an den Triebwagen weiterreicht. Was lag näher, als diesen Wagen als Güterwagen zum Käsetransport auszubilden?




dejot Offline




Beiträge: 103

03.11.2021 22:12
#10 Die Bergbahn Antworten

Dann begann die "Coronazeit"... Auf einmal gab es viel Zeit zum Basteln und ich muss sagen, dass es mich gut von den ganzen Sorgen abgelenkt hat.

Um Weiterzukommen musste die Bergstation der Bahn erstellt werden. Dazu brauchte ich aber erst das Fahrzeug, das die Länge der Bahnsteige vorgab. Ein entferntes Vorbild war die Funicolare degli Angioli in Lugano, eine Standseilbahn mit nur einem Wagen, die schon seit den 1980er Jahren stillgelegt ist.




dejot Offline




Beiträge: 103

03.11.2021 22:14
#11 Die Bergstation Antworten

Die Bergstation sollte eine möglichst filigrane Angelegenheit werden, um nicht zu viel von der Festung zu verdecken. Das weiter vorne eingestellte Bild der Originalfestung (Teil 6) zeigt ja eine Holzkonstruktion, die den Zugang zum Tor der Anlage herstellt. Daran angelehnt entstand die Bergstation ebenfalls als etwas gewagte Holzkonstruktion. Ich gehe davon aus, dass es französische Sicherheitsvorschriften gibt, die echten Fahrgästen solche gewagten Konstruktionen erspart. Aber auf bretonischen Käseinseln sieht man das vielleicht nicht ganz so streng. Eine rotweiße Kette sperrt dort aber den Zugang auf den eigentlichen (getreppten) Bahnsteig so lange, bis die Bergbahn in die Haltestelle eingefahren ist. Runterfallen kann man dann nicht mehr.


dejot Offline




Beiträge: 103

03.11.2021 22:15
#12 Wasser? Antworten

Eine Insel wird ja dadurch zur Insel, dass sie von Wasser umgeben ist. Lange hatte ich die Entscheidung vor mir hergeschoben, wie ich die Darstellung des Wassers angehen sollte. In der Bretagne ist das Meer ja doch eher selten ruhig, das ist also nicht einfach zu bauen. Die Lösung: Es wird überhaupt kein Wasser zu sehen sein. Bei einem Tidenhub von bis zu 12 Metern zieht sich das Meer weit von der Küste zurück. Die Insel wird daher nur mit Schlick und Sand umgeben. Diese Entscheidung erfordert aber, dass das Meer spürbar bleibt, es müssen also allerlei küstentypische Dinge verteilt werden. Dazu gehört natürlich auch ein Leuchtturm, von denen es in der Bretagne ja eine große Auswahl gibt. Das Vorbild für meinen Leuchtturm steht auf der Insel Louet, wobei wieder kein korrekter Nachbau entstanden ist, sondern nur die Gestaltungsidee dem Original folgt.


dejot Offline




Beiträge: 103

03.11.2021 22:16
#13 Laden Antworten

Auf einer Käseinsel wollen Touristen natürlich auch Käse kaufen. Ein Käseladen musste daher dringend her! In dem Geschäftsgebäude, dass auf dem Gesamtbild weiter oben schon zu sehen ist, wurde deshalb eine kleine Ladeneinrichtung untergebracht.
Zwischenzeitlich sah das so aus:



Eines Tages muss ich auch noch in bessere Figuren investieren.


dejot Offline




Beiträge: 103

03.11.2021 22:24
#14 Das Café Antworten

Im Sommer 2019 konnte ich mir die Bretagne im Original anschauen, wenn auch nur die nordöstliche Ecke. Im Gegensatz zur nordwestlichen Küste sind dort weiß verputzte Häuser, wie ich sie bisher gebaut hatte, gar nicht so verbreitet. Stattdessen findet man viele Natursteinfassaden. Gibt es im Erdgeschoss einen Laden, wird dieser oft mit einer etwas historisierenden Holzfassade versehen, auch bei neueren Bauten. Das fand ich eigentlich ganz hübsch.

Hier mal ein noch nicht mal so herausragendes Beispiel:



So etwas wollte ich auch auf der Anlage haben, natürlich ein bißchen abgespeckt. Ein Café konnte die Insel auf jeden Fall noch gut gebrauchen.



Die städtebauliche Anordnung der Gebäude wurde anschließend noch etwas überarbeitet:



Rechts neben dem Café, das hinter der nicht sichtbaren rechten Fassade noch einen Fahrkartenverkauf beherbergt, war mittlerweile auch die Talstation der Bergbahn entstanden. Am Anfang hatte ich hier eine aufwendige Anlage angedacht, das habe ich aber zugunsten einer einfachen Treppenanlage aufgegeben. Die rechte Tunneleinfahrt ist bewusst moderner gehalten als die linke, hier soll noch ein Eingang in eine Art unterirdisches Besucherzentrum angedeutet werden.


dejot Offline




Beiträge: 103

03.11.2021 22:26
#15 Nebenwege... Antworten

Bretonische Inseln sind nicht unbedingt von einer üppigen Flora geprägt, kahl sind sie aber meist auch nicht. Zwar hatte ich ein paar vorgefertigte Grasbüschel und sonstige Pflanzen im Fundus, ich war aber der Meinung, dass das nicht ausreicht. Von daher habe ich ein wenig mit einem Begrasungsgerät experimentiert. Entstanden ist testweise ein Stück ostfriesischer Deich, der aber nun mit der Bretagne nicht so viel gemeinsam hat.



Während meine Aufmerksamkeit der Beseitigung diverser Grasfasern galt, die nun überall auftauchten, wo sie nicht hingehören, hatte einer der Inselbewohner einen merkwürdigen Einfall. Er legte sich einen Uerdinger Schienenbus im Maßstab 1:2 zu. Er passte leider nicht in seinen Keller, deshalb parkte er ihn vorschriftswidrig auf der mittlerweile gepflasterten Fläche im kleinen Inseldorf. Aufgrund seiner unpassenden Größe und der nicht vorhandenen Schmalspurigkeit musste das Fahrzeug auf eine andere Anlage verbannt werden.



Viele Grüße

Daniel


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