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Dieses Thema hat 193 Antworten
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 1:32 / 1:22.5 / 1:16 und größer - Ie, Im, If, IIm, IIf, Gn15, IIe
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rofra Online




Beiträge: 1.184

31.10.2021 11:03
600mm Feld- und Kleinbahnen in 1:32: Dieser Hof ist nicht Jähner Hof Antworten

Seid gegrüßt,

Schon vor einigen Jahren hatte ich mich mit der Maßstabs-Spurweiten Kombination 1:35 auf 16,5mm Gleisen versucht. Zwar machte das bauen im großen Maßstab Spaß, aber der Platzbedarf war mir einfach zu groß, zumal der Aufwand beim Eigenbau eher mehr als weniger im vergleich zur Spur 0 geworden wäre.

Durch das Produktsortiement eines kleinen westdeutschen Herstellers, hat sich dieses Gefüge etwas Verschoben was zu diesem kleinen Beitrag als start eines kleinen Basteltagebuchs geführt hat. Das Konzept kleiner Funktionsdioramen die gleichzeitig Bastelei, Spielzeug und Lehrstück sind, zieht sich dabei als "roter Faden" durch mein modellbauerisches Schaffen. Der Anspruch dabei möglichst nah am Original zu bleiben, wird dabei durch mein handwerkliches Geschick und meinem Fokus auf "Entspannung und Spaß" etwas verwässert. Epochentechnisch bewege ich mich je nach Maßstab und Projekt zwischen Epoche I/II und IV/V. Hier werde ich wohl zwischen der späten Epoche I, bzw. frühen Epoche II und frühen Epoche III bewegen. Der Anspruch, bei den Materialien möglichst nah am Vorbild zu bleiben (Holz und Metall) bleibt dabei erhalten.

Soviel zum Gewäsch, zu meinem Bezug zu diesem Forum und mein bisheriges Tun. Kommen wir nun zum eigentlichen Projekt: "Dieser Hof ist nicht Jähner Hof"

Geschichte

Zitat
Dargestellt wird eine kleine Welt aus Wirtschaftsbahn in der Brandenburger Pampa, welche die um eine Ackerstadt liegenden Gutshöfe und Gehöfte anbindet. Eigentlich verband mal eine 750mm spurige Kleinbahn die (noch namenlose) Kleinstadt mit der großen Eisenbahn und damit der großen, weiten Welt. Schon während des 1. Weltkriegs - der damals noch der einzige war - wurde nach knapp 20 Jahren mit minimal Erträgen der Kleinbahnbetrieb eingestellt und in den Nachkriegswochen zur Materialgewinnung abgebaut. Dieser Umstand stellte die ehem. Anlieger der Bahn und besonders die Betreiber der Gutsbahnen vor ein logistisches Problem. Fuhrwerke und vor allen Dingen Pferde waren nach dem Krieg Mangelware. Der Bedarf an den produzierten Feldfrüchten aber regional, wie überregional erheblich. Also nutzte man die gegebenen Möglichkeiten und nutze die Reste der bestehenden Infrastruktur. Wo noch Gleise lagen wurden diese umgespurt, wo sie nicht mehr lagen, 600mm Gleise verlegt. An einer der ehem. Endstationen der Kleinbahn mit kleinem Lokschuppen wurde eine "große" Werkstatt eingerichtet, in der nicht nur Loks, Wagen und Feldmaschinen gewartet werden konnten, sondern über die Jahre auch der ein oder andere Wagen im Eigenbau entstand. Gleichzeitig entwickelte sich, ein kleinbahnähnlicher Betrieb, der mit minimalen Aufwändungen, minimalen Komfort und erhöhten Risiko für die Reisenden auch während der Wirtschaftskrise aufrechterhalten werden konnte.



Heute richtet sich unser Blick auf diesen kleinen Lokschuppen, am Rande eines Dorfes, das durch Geldmangel zur unbedeutenden Endstation einer Kleinbahn und nach deren Ende zu einerm der Mittelpunkte des feldbahnerischen Treibens in der Region wurde.

Umsetzung:

Gebaut wird auf im Maßstab 1:32 auf 400x250mm Modulkästen, die eigentlich für ein TTe Projekt gedacht waren. Vorbildspurweite sind 600mm, aus denen sich 18,75mm Modellspurweite ergeben. Den Anfang machen zwei Module. Das Eine wird einen Lokschuppen (Lenz Vorbild, ähnlich DKB(O und FKB) mit daneben liegenden Gleis werden. Das andere Modülchen wird die Gleisverbindung inkl. Weiche dorthin aufnehmen, sodass ein minimaler Fahr und Rangierbetrieb möglich ist.



Viel passiert ist bisher nicht aber für eine einfache Stellprobe und eine Vorstellung der Dimensionen zu bekommen, sollte das ganze Reichen.



Die Modelle sind meine Experimente in 1:35 ein O-Wagen nach Vorbild Lenz, der mein initialer Testbau war, sowie eine O&K MD1 von Shapeways (beide für 16,5mm Spurweite ausgelegt). Der O-Wagen wird wohl eine Zukunft haben, die MD 1 eher nicht. Dem Lokschuppenportal fehlt noch ein Sockel. Ob der die vom Vorbild abgeleitet 16mm Höhe haben wird ist noch unklar.



Auf die Kleinen Module passen jeweils ca. 12m Streckengleis, mit dem Lichtraumprofil der OMEG bekommt man theoretisch 3 Gleise nebeneinander.


rofra Online




Beiträge: 1.184

31.10.2021 11:05
#2 Mauern und Wände... Antworten

Beeindruckend ist er schon, dieser große Maßstab. Es ist jetzt das vierte mal dass ich meinen "Standardlokschuppen" in leichten Abwandlungen in div. Maßstäben gezeichnet bzw. gebaut habe (1:120 gezeichnet und als Dummy umgesetzt, die 1:87 nur gezeichnet, 1:45 Gezeichnet und in Umsetzung) aber der hier ist einfach gigantisch.



Nicht nur dass ich zum ersten mal 4 Din-A4 Blätter brauchen werde, alleine um die Grundkonstruktion zu planen (dazu kommt min. eine Seite mit Türen, Fenster, Auf und Anbauten), auch die 25x15cm Grundfläche, die der Schuppen einnimmt,
klingen nicht so viel, wie sie am Ende wirken. Die kleine Grundfläche des Modulkastens tut dann das übrige für den Gesamteindruck. Zu beachten ist, dass hier immernoch einiges an Höhe fehlt (ca 45mm. 16mm unten, 30 oben). Ich finde immer wieder spannend, wie sich mit dem Maßstab auch die Perspektive und die Möglichkeiten des Darstellbaren ändern. Was mich immer wieder fasziniert, wie wenige Handgriffe und Veränderungen den Gesamteindruck einer Szene verändern.

Beim Bau habe ich div. Erfahrungswerte des ersten gemauerten Versuchs in 1:45 genutzt und es tatsächlich mal geschafft, gemachte Fehler im zweiten Anlauf zu vermeiden. Die Fachwerkkonstruktion ist jetzt an sich stimmiger und greift besser ineinander. Holz vor dem verarbeiten zu beizen, ist auch immer eine gute Idee. Positiv hat sich hier auch die einfachere Handhabung der Materialien ausgewirkt (die größeren Ziegel sind einfach griffiger). Generell bin ich diesmal weniger schneller vorangekommen. Unabhängig davon, wie sich das Projekt entwickelt, zumindest scheint es diesmal kein Monumentalprojekt auf dem Weg zu einer unendlichen Geschichte zu werden.



Was definitiv eine scheiß Idee war, war die lange Wand auf eine Korkmatte (1mm?) aufzusetzen (Stirnwand ist noch starke Pappe, beim 1:45 Pendant aka Pondon habe ich 0,2mm Polysterol bzw. bei den ersten Versuchen, noch ganz auf einen Untergrund verzichtet). Eigentlich sollte der Holzrahmen den Kork stabilisieren und der Kork selbst das Kleben erleichtern... war beides nicht der Fall. Nach dem Verfugen ist zwar alles Stabil aber um überhaupt bis dahin zu kommen, musste ich ordentlich Fluchen (generell gilt: So ein Fluchglas ist super um die Modellbaukasse aufzubessern. Man Flucht um zu investieren und jede Investition führt zu neuen Rumgefluche. The circle of life :D )

Die Fenster sind erstmal noch verbarrikadiert. Es sind einfache Balsaholzeinsätze um die Leere dahinter zu verstecken.


rofra Online




Beiträge: 1.184

31.10.2021 11:08
#3 Brigadewagen I Antworten

Brigadewagen zählen im Vorbild zum bekanntesten und multifunktionalsten Rollmaterial was auf kontinentaleuropäischen Gleisen mit 600mm Spurweite rollte. Kaum eine Kleinbahn und viele Industriebahnen mit entspr. Spurweite konnte oder wollte auf die Wagen oder auf ihnen basierende Umbauten verzichten.
Bei mir sah die Sache bisher anders aus. Der Markt gibt - spurweitenübergreifend - erstaunlich wenig brauchbare Modelle her (im Regelfall mit zu breiter Spurweite, damit auch die 7xx mm Bahner was mit den Modellen Anfangen können. Das wirkt sich dann wiederum oft auf den Gesamteindruck und die Proportionen der Modelle aus) und für den Selbstbau gibt es dann doch formschönere und leichter umzusetzende Vorbilder.

Nun sieht die Sache in 1:32 etwas anders aus. Es gibt einen mehr oder weniger "Großserienhersteller", der einen nicht nur mit kompletten Wagen, sondern mit etwas Glück auch mit den begehrten Unterwagen ausstatten kann, was diese Wagenfamilie wieder in meinen Fokus gesetzt hat. Gleichzeitig bietet sich das Fahrzeug auf Grund seiner kompakten Dimensionen für den großen Maßstab an. Die universelle Einsetzbarkeit von Preußen, über Frankreich, den Balkan und (Süd-)Osteuropa bis nach Afrika in geschlossener, offener, kombinierter (Stichwort: Aufsatzwagenkästen: Aus O, mach einen G-Wagen) und gläserner Bauform, tut dann ihr Übriges.

Lange Rede, kurzer Sinn: Mein erster Fahrzeugeigenbau im Maßstab 1:32. Mein erster Wagenbau für dieses Jahr (schwache Leistung...). Mein erster Wagen auf Basis eines Brigadewagens.



Geschichte:

Zitat
Noch während man im ehem. Dorflokschuppen damit beschäftigt war, so etwas wie einen neuen Betriebsmittelpunkt zu schaffen, schuf man auch das erste eigene Rollmaterial. Schon zu Kleinbahnzeiten wurden in den 1917 abegbauten Hauptwerkstatt auch Wagen und Landwirtschaftliches Gerät für die Umliegenden Güter und Betriebe gebaut und gewartet. Eine Möglichkeit die nach dem Krieg fehlte und neu Geschaffen werden musste. Um die anzustehenden Gleisbaumaßnahmen sinnvoller Gestalten zu können, wurde als erster Wagen der neuen Werkstatt und noch unter einfachsten Bedingungen ein Hilfszug und Mannschaftswagen, welcher auf einem altbauchbaren Rahmen eines Brigadewagens aufgebaut wurde, gebaut. Mit und aus ihm heraus wurden die ersten Streckenkilometer in gelegt und auch nach den schwierigen Aufbaujahren diente der Wagen weiterhin bei Bauarbeiten und stellenweise auch als Güterzugbegleitwagen. Woher der Spenderwagen stammte ist bis heute fragwürdig. Der Rahmen fand sich schon recht früh und wurde nicht zusammen mit den für den Wiederaufbau beschafften Gleis -und Rollmaterial angeschafft. Sein Aufbau begann schon vor dem eintreffen der ersten Materiallieferungen. Ob er schon vor dem Krieg auf einer der Feldbahnen lief ist unklar.



Umsetzung:

Der Wagen ist einer meiner typischen Prototypen. Die "Zeichnung" (gerade bei meinen "proof of concepts" gibt es selten vollständige Maßskizzen bzw. die Umsetzung erfolgt beim Erstling meist in vereinfachter Ausführung) beruht auf den der alten Bauform der Brigadewagen. Der Rahmen ist aus 4mm Messing U-Profilen (2mm Schenkellänge) aufgebaut. Die Eckprofile sind ebenfalls Messing. Die Restlichen Profile, der Einfachheit halber aus Holz (quadratisch 1x1mm). Generell finden sich hie üblichen Erkennungsmerkmale meiner Eigenkonstruktionen wieder: div. Vereinfachungen und Aus- bzw. Weglassungen. Die Verstrebungen im Rahmen habe ich etwas angepasst, da die Drehgestellaufhängung noch unklar ist.
Im Gegensatz zu meinen bisherigen Eigenbauten habe ich die Einzelteile im Vorfeld lackiert. Der Wagenkasten selbst besteht aus 6mm hohen und 1mm starken Lindenholz. Um nicht zu viele Fenster basteln zu müssen, hat der Wagen pro Seite nur eins. Was dann auch zu seinem internen Spitznamen "Zyklop" geführt hat. Die Holzverstrebungen richten sich nach diesem aus, weswegen sie etwas deplatziert wirken. Wie eine Holzverstrebung so schief werden konnte erschließt sich mir nicht. Ist mir auch viel zu spät aufgefallen.

Der Wagenkasten selbst ist inkl. Rahmenkonstruktion 150 x 59 x 64mm (länge, breite, höhe) groß. Bei der Farbe habe ich mich für eine eher generische und moderne Kombination entschieden. Außen RAL 6020 (Chromoxidgrün), innen Elfenbein (nicht RAL, würde ich mal behaupten), Rahmen und Beschläge sind einfach Schwarz. Kurz standen auch Überlegungen eher in die 20er Jahre passende Kombinationen aus Grau / Schwarz und Rotbraun im Raum.


Bisher ist nur eine Längsseite halbwegs fertig.


Verbesserungspotenzial für die andere Seite. Eigentlich sollte der Wagen nur aus den außen liegenden Brettern entstehen, was sich aber innen wie außen als weniger gute Idee erwies. Eine zweite, aus 3 Teilen bestehende, Wand wurde im Sandwich verfahren eingezogen. Im Gegensatz zur Außenwand aus Balsaholz und nicht aus einzelnen Brettern. Generell habe ich hier zum erstenmal in einem Maßstab > 1:50 nicht mit Einzelbrettern, sondern durch "Einritzen" der entspr. Fugen gearbeitet. Auf der noch unfertigen Seite, wird die Innenwand wohl aus einem einzelnen Bauteil mit durchgängigen Brettern entstehen.

Als Drehgestelle sind entweder (ungern) einfache Loren von Feld oder die entspr. HFB-Unterwagen (falls einzeln beziehbar) vorgesehen. Generell bin ich gespannt, wie sich mein Eigenbau neben eben diesen Brigadewagen machen wird. Der wirklich spannende Teil, die Türen, wird wohl noch etwas auf sich warten lassen, ist aber funktional geplant. Eine Inneneinrichtung soll auch folgen (die wird spannend, auf so engen Raum).

Wenn der Bau weiter so flutscht, wird wohl noch der ein oder andere Wagen so entstehen. Die Konstruktion ist recht simpel, das Erstellen der Teile ist relativ einfach und der eigentliche Bau geht recht flott von der Hand.


rofra Online




Beiträge: 1.184

31.10.2021 11:09
#4 Brigadewagen II Antworten

Moin,

auch wenn Gleise und Rollmaterial weiter auf sich warten lassen, ging es am Wagenkasten weiter. Für das neue Fenster habe ich diesmal - aus "Fetigungsgründen" - das Holz gewechselt. Die angedachten Änderungen für die Innenseite der Seitenwand wurde ausgeführt. Für die Außenprofile bzw. die Abstände, hätte ich mal Formen nehmen soll. Beim Schwellen verlegen nutze ich sowas. Für den Anwendungsfall hier, fiel mir das natürlich erst wieder auf, als ich die üblichen Krummheiten begutachtet hab. Nun gut. Beim nächsten mal :D



Irgendwie gefällt mir das helle Fenster besser.





Dafür, dass es sich eigentlich um ein recht kleines Vorbild handelt, sind seine Außsmaße im Modell, doch ziemlich groß.



Der O-Wagen rechts entspr. MPSB Maßen, dahinter Pommern und Sachsen auf 750mm Spurweite (alles 1:45). Rechts im Vordergrund nochmal ein kleiner Pommeraner in 1:120.


rofra Online




Beiträge: 1.184

31.10.2021 11:23
#5 Interlude Antworten

Da ich es nachträglich nicht mehr oben Anbringen kann: Teile des Fadens, wurden aus anderen Foren übertragen. Nicht nur dass der erste sein wollte, der etwas im 1:32 Forum hinterlässt, ich brauchte auch irgendwas zum üben und gucken wie die Technik hier funktioniert. Ursprünglich gestartet wurde das Projekt Ende September / Anfang Oktober 2021.


lokonaut Offline



Beiträge: 184

01.11.2021 20:13
#6 RE: Brigadewagen II Antworten

Zitat von rofra im Beitrag #4
Rechts im Vordergrund nochmal ein kleiner Pommeraner in 1:120.

Ach herrje,

ist der winzig! Das hätte ich eher für 1:160 oder gar 1:220 gehalten! Wird Zeit, dass ich mal wieder "Modellbahn ich echt" machen kann - habe ja schon das Gefühl für jeglichen Maßstab verloren. Gar nicht schlecht, mal unterschiedliche Maßstäbe nebeneinander zu sehen.

Viele Grüße aus Südhessen

Alexander


rofra Online




Beiträge: 1.184

01.11.2021 21:23
#7 Jung ZL105 von Feld Antworten

Die Lenz'schen Vorbilder sind halt recht klein. Der Wagen wirkt auch neben anderen TTe Modellen aus Sachsen recht zierlich. Das macht TTe aber auch so sexy. Die Modelle sind winzig, im Regelfall aber auch noch erstaunlich detailliert bzw. gut proportioniert.

Was eine erstaunlich gute Überleitung zum großen Maßstab darstellt, hier kamen nämlich meine ersten Modelle die nicht im Eigenbau entstanden sind und die sind eben genau dies: schön detailliert und proportioniert. Eigentlich hatte ich vor einiger Zeit (schon vor Covid...) angefangen, Geld für eine HF110C in 0f zurück zu legen, aber irgendwie... was weiß ich. Am Ende der Geschichte, stand eine mittelgroße Bestellung bei einem kleinen westdeutschen Hersteller von vornehmlich... nennen wir es mal Gartenbahnmaterial. Selbiger stellt neben einem, durchaus probierenswerten, Rollwagen mit 5,5m "Rollfläche" in 0e und div. Modellen in 1:22,5, ein recht umfangreiches Wagenprogramm in 1e und vor allen Dingen, ein kleines aber augenscheinlich feines Feldbahnprogramm inkl. Brigadewagen in Spur 1 her. Alle (Feld(bahn)) Modelle in 1:32 sind dabei in 16,5mm oder 18,75mm Modellspurweite verfügbar.

Dieser Umstand (die 18,75mm Spurweite) führte am Ende zu Projekt und Faden. Die Lieferung der Bestellung heute, führte dann zu diesem vielleicht etwas zu freudegeschwängerten Beitrag, der ein paar mehr Rahmenbedingungen der Kleinstanlage präsentiert. Wirklich Zeit mich der Sache zu widmen hatte ich bisher leider noch nicht. Auspacken, Lampen richten, etwas Fahren und probieren.

Rahmenbedingung 1: Das Zugpferd - eine Jung ZL105 im modischen Azurblau (Sonderausstattung ;)), ab Werk leicht gealtert, analog



Tatsächlich war der Anblick einer Jung ZL233 eine der Initialzündungen zum Thema Schmalspur bei mir. Die kleine ZL105 in Groß ist da schon etwas besonderes. Hier im Größen- und Farbvergleich (ebenfalls RAL5008) mit meiner O&K Lok in 1:35 (derzeit ohne Antrieb).


Die Lok ist schon ohne aber noch mehr mit der Lokführerin etwas hecklastig, was aber leicht zu beheben ist und gleichzeitig für etwas mehr Gewicht sorgen wird. Generell scheinen Gewichtsprobleme - oder besser Gewichtsverteilungsprobleme - auch bei einigen Modellen in 1:32 noch vorhanden zu sein. Ein Detail, was mich irgendwie fasziniert ist der schön patinierte Einstiegsbereich:



Eine kurze Stellprobe mit dem Eigenbau musste auch noch schnell her. Hier erstmal noch testweise mit einem normalen Lohrenrahmen, statt Heeresfeldbahnunterwagen.



Rahmenbedingung 2: neben div. Gleisbaumaterial war auch noch die hier dabei:



Am Ende war es die Wellblechbude, die ich frei beschriften konnte, die zu allem geführt hat :D. Zur Zeit liegen Testweise etwa 35cm Gleis, um die Lok einmal kurz in Bewegung und leuchten sehen zu können. Was ich so auch noch nicht gesehen hab: Bei den Weichen von Feld (so heißt der Hersteller dieses Feldbahnsortiments witzigerweise), liegt jeweils ein gerades und gebogenes Ausgleichstück bei. Was zusammen mit einer Weiche, eben genau diese 35cm sind. Der u. U. nette Herr im Hintergrund, ist eigentlich Lokführer, macht sich aber wegen seiner etwas seltsamen Haltung auch gut als Bremser.

Ich finde es ein gerade passend, das zum neuen Forum, auch das Paket kam. Auch wenn leider eine Lohre aus der Bestellung gefehlt hat, kann ich mit dem Gleisbaumaterial endlich richtig anfangen. Die Lok ist sowohl in Dimension, als auch in der Ausführung (der Kettenanrieb ist ein kleiner Knaller, dazu die verbaute 3 Punktlagerung.) ein Traum in RAL5008. Das wirklich geile ist aber, dass man bei Feld , nicht nur einen kompletten Brigadewagen, sondern eben auch die entspr. Unterwagen einzeln ordern kann. Das macht einiges Möglich und lässt sich wunderbar mit dem fehlenden Wagen Verbinden ;)

~ from prussia with love ~


Uwe Haas Offline




Beiträge: 68

02.11.2021 17:00
#8 RE: Jung ZL105 von Feld Antworten

Hallo,

Dank für die Vorstellung des Themas. Feldbahn hat schon was. Als kleine Ergänzung und zum Testen der Bild-Funktion - hier meine Jung-Lok auf einer französischen Zuckerbahn.

Grüße von Uwe


rofra Online




Beiträge: 1.184

02.11.2021 20:40
#9 RE: Jung ZL105 von Feld Antworten

Zitat
Feldbahn hat schon was



Tatsächlich gefällt sie mir in 1:32 zum ersten mal richtig gut. Ich komme gerade aus der Werkstatt und hab am Ende meinen 2 Wagen Zug fast eine Stunde lang im wahrsten Sinne des Wortes über die Gleise rumpeln lassen. Die Größe der Modelle bringt in Vollmetallausfführung ausreichend Gewicht auf die Gleise um hier wirklich was her zu machen. In 1:45 geht das zumindest für so kleine Fahrzeuge m. E. nicht. Was mir gerade bei näherer Betrachtung der Geschichte aufgefallen ist, wie "breit" die 18,75mm Spurweite wirken, gerade mit den schmalen Jungen Loks, wirkt das ganze sehr stimmig.

Ich bin gespannt wie gut sich meine doch eher grobschlächtigen Eigenbauten hier einfügen.

~ from prussia with love ~


rofra Online




Beiträge: 1.184

04.11.2021 19:19
#10 Gleisbau und - planung I: mit wenig Platz und wenig Geschick umzugehen lernen Antworten

Hochmotiviert habe ich gestern schon direkt nach Feierabend meine kleine Werkstatt aufgesucht und angefangen am Gleisplan zu tüfteln. Wie ich feststellen durfte, ist der angedachte Aufbau mit dem von mir genutzte Lichtraumprofil nicht vereinbar. Wie gut sich mein, eigentlich eher kleinbahniger, Oberbau hier überhaupt umsetzen lässt (Kurvenradien!) ist zwar generell fragwürdig, aber zumindest an den großen OMEG (2,10m Fahrzeugbreite wenn ich mich gerade nicht irre) Umgrenzungen würde ich eigentlich gern festhalten.

Generell erweisen sich die Module zunehmend als doch etwas zu unterdimensioniert aber schauen wir mal.



Das ganze sieht zwar eigentlich erstmal ganz gut aus, aber die Gleise liegen nicht ganz dort wo sie liegen sollten und würden nicht bündig auf die des Lokschuppenmoduls treffen. Das schräge Verbindungsgleis hat hier zwar generell noch die falsche länge aber egal was ich hier mache, es wird eng. Zielsetzung ist auch, alle Gleise im rechten Winkel auf die Modulkanten zu bekommen, das klappt weder mit den Weichen so ganz, noch wenn ich einen schwenker einbaue.



Ich hatte das ganze Problem gestern schon so umgangen. Hier auch noch Testweise mit den mitgelieferten Ausgleichstücken aufgebaut. Da so die Kurve direkt auf dem Modulübergang liegt, sollen die weichen zukünftig enger zusammen rücken, dann sollte das ganze etwa so aussehen:



Irgendwie stören Stellenweise auch die Weichenstellhebel (siehe Lichtraumprofil), das wird auch nochmal nervig bis spannend, gerade falls dochmal ein breiterer Wagen über die Gleise rollt.

Testweise ist heute Nachmittag, dann das erste, obligatorische 9m Gleisstück entstanden. Das Gleissystem von Feld... das Feld Feldbahngleis... besteht aus div. Typen Stahlschwellen, sowie einem Gleis mit Holzschwellen. Die Weichen können nur mit Stahlschwellen bestellt werden, ich habe ich hier für die fertige Variante entschieden. Bei den Gleisen mit Holzschwellen (gelasertes Pressholz) sind diese vorgebohrt um die beiliegenden Kleineisen aufzunehmen, ob es das ganze auch als Fertiggleis gibt, weiß ich nicht. Generell würde ich hier wohl insgesamt eher wieder zum Nageln auf selbst geschnittene Schwellen übergehen. Auch wenn das Metall noch frisch glänzt gefällt mir das ganze aber ganz gut. Sehr leicht und luftig und schön breit. So muss das sein :)



Das Gleis wurde erstmal nur lose zusammen gesteckt. Die Schwellen sind einmal mit der Drahtbürste (siehe nächstes Bild) bearbeitet und gebeizt.



Was ich auf jeden Fall nicht vergessen darf, ist ein Testgleis meines (bzw. den einer Mecklenburger Zuckerfrabrik) "Sparoberbau" zu basteln, bevor mir die Gussteile ausgehen. Mit den Kleineisen und im größeren Maßstab, könnte das gut werden. Das Gute ist, wirklich viel Gleis werde ich nicht brauchen, soviel platz ist einfach nicht. Man muss sich hier keine Gedanken über eine "Massenproduktion" machen.

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rofra Online




Beiträge: 1.184

06.11.2021 18:15
#11 Gleisbau und - Planung II: Mit wenig Platz und wenig Geschick umzugehen lernen Antworten

Es gibt so Dinge, die lassen mich nicht in Ruhe... dieser Gleisplan hier gehört dazu. Wenn dann gerade nichts anderes ansteht und das Wetter richtig herbstlich (grau, kühl, feucht) ist, kann es da schonmal Schlag auf Schlag gehen. Generell bin ich die letzten Tage ziemlich viel zwischen Werkstatt (4. OG) und Wohnung (2.OG) gependelt. Meine Nachbarn werden es mir Danken.


Generell versuche ich immer mehrere Rahmenbedingungen zu erfüllen, wenn ich so ein Modulchen baue bzw. den Gleisplan dazu zu ersinne. Im Regelfall sind Vorbildradien hier wichtiger, als Gleisgeometrien von irgendwelchen Herstellern, ansonsten gilt:

1. Kompatibelität: Alle Gleisübergänge sollten möglichst im rechten Winkel erfolgen um alle Module einer Spurweite beliebig wechseln zu können.
2. Platz zum Rangieren: Der Abstand Weiche - Modulenende sollte immer eine Loklänge betragen, um auf möglichst wenigen Modulen möglichst viel rangieren zu können.
3. Lichraumprofil: OMEG sollte immer gehen, sodass möglichst alle erdenklichen 600mm Fahrzeuge theoretisch Platz haben (gilt auch in 1:45 hier kann man es sogar noch für 0e nehmen. Zumindest das alte Lenz Lichtraumprofil ist kleiner)
4. Weichenstellhebel immer in Blickrichgung, um beim Weichenstellen nicht über das Gleis und Züge greifen zu müssen
5. Gebäude im Hintergrund: Bauwerke sollten den Blick nicht versperren und Gleichzeitig als Hintergrund für vorne Liegende Gleise dienen
6. Vorbildtreue: Im Idealfall liegt ein auch im Vorbild existierender oder umgesetzter Gleisplan zu Grunde
7. Kurvenradien: Je nach Spurweite und Maßstab sind min. 30m (Vorbild) besser 50m oder mehr zu nehmen

Natürlich klappt das so nicht immer. Zuersteinmal ein Blick auf den Aktuellen Bauzustand, samt aktualisierten Plan:



Nehmen wir zunächst den Übergang zwischen beiden Modulen:
1. Ist zumindest am vorne liegenden Gleis gegeben
2. Vorne nicht, aber auf dem Gleis zum Lokschuppen
3. Sollte passen
4. Nein
5. Passt


Am Rechten Rand sieht die Sache besser aus:
1. Vorne passts, hinten nicht
2. Zumindest für Loks mit kleinen Achsständen passts
3. sollte passen
4. immernoch nicht
5. nicht Vorgesehen im Knick ließe sich aber etwas kleines (Kohlebansen? Schuppen? Dieseltankstelle? Uhrenturm?) unterbringen

6. und 7. bekomme ich hier nicht hin. Letzteres ist dabei gerade beim Lokschuppen ärgerlich, da der - die Hoffnung stirbt zuletzt - auch für größere Loks (HFB oder MPSB D-Kuppler) nutzbar sein sollte. Bei den Feldbahnradien der Kurven (ich Tippe mal Analog zu den anderen kurven hier auf 10m Radius) dürfte das nicht der Fall sein.



Insgesamt hat das Plan noch seine Macken, ermöglicht aber auf 2 Modulen schon betrieb, mit einem dritten, wird ein Umfahrgleis möglich. Das Problem was ich hier sehe, sind die Übergänge. Am Ende werden hier nur 3 Module im Verbund sinnvoll funktionieren und diese 3 werden auch immer eine Einheit bilden müssen. Für einen Sinnvollen betrieb, braucht man min. 2 Module und das Lokschuppenmodul wird einzeln nicht mehr funktionieren - was ein wichtiges Kriterium war und ist -. Eigentlich war die Wellblechbude für dieses, ominöse, dritte Modul geplant. ABER, wenn ich hier wie geplant weitermache breche ich hier dann mit Regel 5 und die Wellblechhütte müsste in den Vordergrund.
Die Hoffnung, dass mit fertig und halbfertigen Gleisen, der Gleisbau schneller geht, hat sich nur bedingt bestätigt. Bei den Weichen, scheint etwas schief gegangen zu sein, so dass ich heute erst einmal alle Umbauen musste (eine fehlt noch), so dass die Herzstückpolarisierung - wie gewünscht - immer über die Weichenzungen erfolgt. Ich und der Lötkolben werden zwar nie Freunde werden aber elektrisch funktioniert jetzt ersteinmal alles. Ferner ist ergänzend zum 9m Gleisjoch, ein Ausgleichsstück zur Modulkante entstanden und zumindest am 9m Stück, wurden die letzten blanken Messingstellen schonmal mit Farbe versehen.


Was mich zum derzeitigen Zustand bringt:



Als nächstes sollte dann das fehlende vordere Gleis auf dem Weichenmodul folgen, bevor es mit Lokschuppen und Wagen weiter geht. Das Gleis zum Lokschuppen selbst wird noch etwas auf sich warten lassen. Hier bin ich noch unentschlossen. Ich überlege hier entweder den Sparoberbau einzubauen oder das Gleis einzupflastern, vielleicht kommen hier aber auch normale Holz oder Stahlschwellen zum Einsatz. Wirklich sinnvoll wird das eh erst, wenn der Lokschuppen steht. Von daher ist noch etwas Bedenkzeit
Auch wenn der Gleisplan nur sehr bedingt meinen Vorstellungen entspricht - der Knick in der Mitte, die Weichenstellhebel und die Kurven auf den Modulübergängen machen wir etwas zu schaffen - macht es echt Laune, dem Blauen Wunder dabei zusehen wie es über die Weichen rumpelt. Rangieren mit Loren wäre noch besser geht derzeit nur bedingt, klingt aber gut. Wie immer, bei mir am Anfang, ist noch keins der Gleise fixiert.

Bonusbild:


Wer genau hinsieht erkennt nicht nur die Kette des Antriebs sondern auch, dass sowohl Hand, als auch Bein der Lokführerin bündig an der Lok anliegen. Das hintere bein, nicht, da könnte aber z. B. eine kleine Kiste platziert werden. Entgegen meiner Gewohnheiten bei Kuppeleisen oder -ketten, die normalerweise auf nur einer Fahrzeugseite sind, finden sich hier mal welche an beiden Enden. Warum auch immer hatte ich eine über. Insgesamt immer wieder ein schöner Anblick. Der Hintergrund in 1:120 passt auch ganz gut;)

Soviel zum Samstagsprogramm meiner Wenigkeit. Jetzt gibts erstmal ein Bierchen (schwarz) und etwas Feldbahngerumpel in 1:32 und Azurblau.

~ from prussia with love ~


rofra Online




Beiträge: 1.184

08.11.2021 17:42
#12 RE: Gleisbau und - planung II: mit wenig Platz und wenig Geschick umzugehen lernen Antworten

Ich will nur mal kurz festhalten: Ick hab mich echt ein bisschen gegrämt, dass ich bei meinem 1:32 Versuchswagen so faul war und nur ein Fenster eingebaut habe... aber dank der wunderbaren Realität, die uns immer wieder Vorbilder beschert, kann ich nur sagen... offensichtlich war ich nicht der einzige der beim Thema Licht und Durchblick eher Sparsamkeit an den Tag gelegt hat.



Quelle: g4-Eichenberger-Waldbahn.html (Danke an den Häuptling für die Gallerie. Da sind schöne Sachen dabei. Irgendwie wäre ein Danke in der Gallerie besser als bei den Beiträgen.)

~ from prussia with love ~


rofra Online




Beiträge: 1.184

11.11.2021 20:42
#13 Schamloses Metzgern I Antworten

Zitat
Dieses Kraftplex... da bin ich auch etwas gespannt drauf. Ich hab mir mal bei Jaffa ein bisschen 0m kram für 1f gegönnt. Mal gucken ob sich das verwursten lässt."





Schuldigung. Das musste kurz mal sein.

Die, wie ich sie nennen, Freakspurweiten, die jenseits der NEM existieren, bringen m. E. 2 Arten von Modellbauern hervor, beide Puristen, beide Idealisten, beide irgendwo am Nieten zählen. Die einen nutzen ihre handwerklichen Möglichkeiten, ihr Geschick und die anderen... Improvisieren. Vielleicht gibt es auch noch ganz andere. Wer weiß das schon. Ich habe mich in den letzten Jahren immer an letzteres gehalten und war mal mehr, mal weniger Erfolgreich aber der Weg scheint stimmig.

Als vor einiger Zeit begann ein meterspuriger Wind durch die Spur 0 Szene zu wehen begann, beäugte ich das mit einer Mischung aus Neugier, Argwohn und Skepsis. 22,2 bzw 22,5mm Spurweite. So ein Mumpitz. Soviel Präsens. Mit einem neuen 0e Programm hätte ich mich anfreunden können... mit 0f (nebenbei bemerkt die Ideale Spurweiten-Maßstabskombination....) erst recht. Aber Meterspur, war und ist nicht meins. Auch wenn die Bausätze stimmig wirkten, die abstrakten westdeutschen Vorbilder disqualifizieren die Geschichte einfach endgültig.

Als ich mich für einigen Monaten spontan für dieses projektähnliche Vorhaben in Spur 1 entschieden habe, hatte ich aber die 0m Fahrwerke, einer dieser 0m StartUppler, im Hinterkopf. In Anbetracht des Herbstes und dass sich meine Vermutungen auf dauerhaufteres "mehr Heimarbeit" bestätigen, hatte ich vor kurzen ein kleines Testpaket geordert. Früher als erwartet und bisher noch mit unbeglichener Schuld hielt ich heute das entspr. päckchen in den Händen. Was mich 1. zu den Bildern unten und 2. zum Anfang dieses Beitrags führt.



Das hier ist natürlich nicht der Plan aber es zeigt wo die Reise hingehen könnte. Das 2-Achs Fahrgestell könnte die Basis für 2-Achser von MPSB oder AKLB werden. Für die Speichenräder kann man mich gerne doppelt hauen; mir gefallen sie. Der Achsstand ist hart am Limit des Weichen- und Kurvenradius, kommt aber sicher durch. Mit umgerechnet ca. 500mm (15,5mm => 496mm) Durchmesser sind die Räder fast etwas zu klein. Die Drehgestelle könnte eine solide Basis für alles übrige werden. Funktioniert auf jeden Fall für mich, auch wenn es nichts für Puristen ist. Die 0m Radsätze lassen sich einfachst adaptieren (von 22,x mm auf ca. 18,75mm. Wie sich die Bremsen machen wird sich zeigen.), sind in der Größe halbwegs stimmig und laufen sauber.

Bonusbild: Ein kleiner Teaser wo die Reise hingehen könnte. Eine werkseigen Kleinlok rangier einen Kleinbahnwagen. Eigentlich hatte ich ja vor, als nächstes einen 2-Achsigen G-Wagen in 0f in Angriff zu nehmen, der wird jetzt wohl eine Nummer größer



"Dieses Kradtplex" Gefällt mir als Material übrigens sehr gut und, dass das Fahrgestell unter dem Wagen nur gesteckt ist, spricht etwas für den Bausatz, denke ich. Ich wünsche dem Ersteller jedenfalls viel Erfolg mir dem Programm. Leider die falsche Spurweite aber ein super Konzept. Gefällt mir wirklich gut.

/edit: Radmaße korrigiert

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13.11.2021 22:58
#14 Schamloses Metzgern II Antworten

Zitat
[...]ein O-Wagen nach Vorbild Lenz, der mein initialer Testbau war[...] wird wohl eine Zukunft haben[...].



Als ich diese Zeilen vor einigen Wochen schrieb, hatte ich schon die Experimente mit den einschlägigen 0m Drehgestellen im Hinterkopf. Nach dem der Testaufbau, der als durchaus erfolgreich bezeichnet werden kann, ging es heute an die "Drehgestelle 0m mit Langblattfeder" mit 1400 Vorbildmillimeter Achsstand. Verbaut sind 15,5 Radsätze. Im Maßstab 1:32 werden daraus Radsätze mit ca. 500mm (496mm) Durchmesser bei ca. 1m Achsstand (995,5mm)



Davon abgesehen dass sich jetzt die grobschlächtige Ausführung des Wagenkastens rächt - so wirklich für irgendwas außer um mal zu gucken wie groß so 1:35 Schmalspurwagen wird war das Ding nie gedacht. Irgendwann hielt er mal als Testträger für meinen ersten Bemalungsversuch her, was die Sache auch nur aus der ferne besser gemacht hat. - bin ich mit seinem derzeitigen Auftreten noch unzufrieden. So wirklich harmonisch wirken die Proportionen noch nicht. Vielleicht hätte ich doch die 14mm Radsätze (ca. 450mm) nehmen sollen? Für die Drehgestelle waren die Speichenräder auch nicht unbedingt die beste Wahl. Insgesamt bleiben sie aber sehr zufriedenstellend und laufen bestens. Die Bausatzmontage geht einfach und schnell von der Hand. Einziger Nachteil, dürfte das geringe Gewicht und der materialbedingte, nicht vorhandene Sound sein. Die Drehgestelle selbst, liegen am Wagen auf einem einfachen Messing U-Profil mit mittig angebrachten Bolzen auf und drehen sich sehr leicht. Das Profil ist erstmal nur in den Kunststoffrahmen eingespannt, so dass der Drehzapfenabstand noch angepasst werden kann. Obwohl die Drehgestelle recht pan aufliegen haben sie genug Spiel für Steigungen und um unebenheiten auszugleichen. Im Gegensatz zum 2-Achser passiert der Wagen dank seiner Drehgestelle problemlos die engen Kurvenradien. Das Kuppeln zwischen Feldbahnlok und Kleinbahnwagen ist noch etwas... schwierig.

Erstmal bin ich unentschlossen ob dies ein Weg ist, den es lohnt einzuschlagen. Es würde mich schon reizen hier noch mal einen Maßstabs- und Vorbildgetreueren Wagen zu bauen aber ob dies mit den Drehgestellen gelingt, kann ich gerade schwer einschätzen.



Zumindest verfügt meine Kleinbahn in 1:32 nun erstmal über einen Offenen Güterwagen mit großer Ladefläche der sich heute auch gleich beim Transport von Schwellen für den weiteren Gleisbau nützlich machen konnte. So wurden heute nochmal unglaubliche 8 Vorbildmeter Gleis verlegt, die ersteinmal als Abstellgleis genutzt werden können. Immerhin liegt damit, außer im und zum Lokschuppen erstmal alles an Gleisen was vorgesehen ist. An der einen oder anderen Stelle müssen die Gleisbaurotten aber nochmal ran...

Zitat
Der offene Wagen mit der laufenden Nummer 1, trägt diese Nummer nicht zu unrecht. Er war der erste Wagen, der in den bahneigenen Werkstatt für die Kleinbahn entstand und ihr zum Betrieb übergeben wurde. Damit war ihr erstes Fahrzeug überhaupt. Es handelt sich um einen ursprünglich in 750mm ausgeführten 2 Achsigen Wagen, welcher die Abbrucharbeiten der "Breitspurigen" Bahn begleitete hat und im Anschluss offensichtlich schlicht im Bahnhofsbereich vergessen wurde. So stand der Wagen ohne Gleise einige Wochen herum und war am Ende auch an der Ideenfindung für den mutigen Wiederaufbau beteiligt.
In der neuen, kleinen Werkstatt entstanden in Eigenregie einfache Drehgestelle und die entspr. Anpassungen am Rahmen. Man sieht dem Wagen an unter welch schwierigen Bedingungen er entstanden ist, dennoch war gerade in den Monaten bevor eine große Anzahl an ehem. Heeresfeldbahnfahrzeugen aus den Demobilisierungslagern verfügbar waren, unentbehrlich für den Einsatz im Streckenbau. Vor wiederinbetriebnahme der Kleinbahnstrecke sah man den Wagen außerdem öfter auch auf den Anschluss- und Feldbahnen der einzelnen umliegenden Güter. Zum einen fehlte es auch den Feldbahnen an Rollmaterial zum anderen konnte man sich so zusätzliches Umladen sparen. Immerhin war interoperabelität einer der Gründe warum hier eine echte Eisenbahn in Feldbahnspurweite entstand.

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rofra Online




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27.11.2021 21:08
#15 Brigadewagen III Antworten

Nachdem es in den letzten Tagen keine Fortschritte gab, wollte ich das Wochenende nutzen um den Werkstattwagen mit Stirnwänden auszurüsten. Eine wie beim Beim Lazarettwagen dreiteilig zu öffnen, für die andere hatte ich mir spontan überlegt, die für zukünftigen Personenwagenkästen angedachte Fachwerkbauweise zu testen.

Soll heißen, die Außenwand (einzelne Bretter) liegt auf einem einfachen Fachwerkgerüst auf, die Innenwand (wieder geritzt) ist auf der anderen Seite befestigt. Das ganze ist also dreilagig. Im Idealfall sollen bei der Konstruktion so auch mal die Fenster zum öffnen sein. Das ist hier noch nicht der Fall. Irgendjemand hat bei seinen Überlegungen vergessen, dass auch die Verglasung (Kunststoff) eine gewisse Stärke hat. So passt das Fenster nicht mehr zwischen die Wände und wurde wieder anderen fest Eingebaut. Spätestens zum lüften dürfte die komplexe "Flügeltür" also vom Personal gefordert werden. Man merkt auch, dass das diese Ausführung so nicht in meiner Grundkonstruktion vorgesehen war. Funktionieren könnte das ganze aber, wenn man den Wagenkasten entspr. konstruiert. Insgesamt habe ich mir so einige Arbeit erspart, zum anderen kann ich den knapp bemessenen Innenraum des Wagens so besser nutzen.



Etwas schüchtern steht er, provisorisch auf einem Lorenrahmen und einer Wäscheklammer, jetzt erstmal auf einem Abstellgleis im Hintergrund (Zumindest im Bild. Beim Blick auf die "Anlage" steht er prominent im Vordergrund.). Vielleicht hätte auch mal jemand Fensterputzen können...

Plan B wäre zumindest noch gewesen, den Anfang bei der Inneneinrichtung (Raumaufteilung, Nasszelle) zu machen. Am Ende hat es nur für die Stirnwand und einen zusätzliche Querbalken fürs Dach gereicht. Für die Türkonstruktion, muss ich mir wohl mehr Zeit nehmen und im Gegensatz zu hier, vorher eine Zeichnung anfertigen. Die recht komplexe Konstruktion, inkl. Scharnieren dürfte wohl das komplexeste werden, was bisher bei mir gebaut wurde. Ich bin gespannt.

/edit: Dieses Standlicht aka "constant lighting system" begeistert mich immer wieder ein bisschen.

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der franke, der robert


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