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Dieses Thema hat 191 Antworten
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rofra Online




Beiträge: 1.132

03.01.2022 00:26
#31 Interlude: Kleine Zwischenziele Antworten

Zitat
Für [...] die letzten Fächer des Lokschuppenfachwerks ist aber gesorgt.



Knapp wars:



4 - in Worten: Vier - Steine sind übrig geblieben.

Außerdem habe ich die letzten kahlen stellen am Modulabschluss, vor dem Lokschuppen liegenden, Gleis begrünt.



Die Schwellen wurden beim aushärten der Sandbettung eingepasst und sind steckbar, sodass man später vielleicht auch hier lang mal wohin kann.

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der franke, der robert


rofra Online




Beiträge: 1.132

04.01.2022 13:44
#32 Schamloses Metzgern III - Rahmenbau oder "Da ist ein H in meiner Suppe" Antworten

Schon länger steht auf meinem Plan einen der Güterwagen für 600mm Spurweite welche von Lenz & Co. für div. Kleinbahnen beschafft wurden.

Bisher war die Quellenlage zum Thema eher mau. Alle in der entspr. Spurweite ausgeführten Lenz'schen Kleinbahnen verschwanden 1945 im "Osten" (entweder durch Demontage oder durch Grenzverschiebung) und scheinen auch Rückwirkend wenig Beachtung zu finden. Zumindest jenseits der Oder-Neiße Linie liegenden Bahnen sind zumindest teilweise erhalten und einige Fahrzeuge werden museal erhalten. Mit dem frisch gedruckte Buch zur ALKB hat sich die Sache etwas Verbessert, was das Projekt aufleben lies.

Auf Basis von Maßen und Skizzen aus den einschlägigen TransPress Werken zum Thema ALKB und deren Nachnutzungen entstand schon vor einigen Jahren eine Skizze der entspr. O-Wagen im Maßstab 1:35. Weiterverfolgt wurde das Thema nicht. Weitere Umsetzungen, also O-und G- Wagen, sollten in 1:45 geschehen.

Zur Visualisierung ein Werksfoto aus Görlitz. Hier für die Bromberger Kreisbahnen (zu groß, deswegen nur verlinkt). Baugleiche Fahrzeuge gingen vermutlich an alle 600mm spurigen Lenz Kleinbahnen:

https://asset.museum-digital.org/sachsen...-1894-11946.jpg.

Ich gehe bei Betrachtung der Maße und Bilder davon aus, dass in Görlitz, wo die Wagen für Lenz und Co. gebaut wurden, für offene und geschlossene Wagen, der gleiche Rahmen genutzt wurde. Bei den gebremsten Wagen (Gewichtsbremse am Seil) ist dieser minimal Verlängert um die für die Bremse nötigen Bauteile unterzubringen. Für die ersten Versuche, soll es aber ungebremst von statten gehen. So baut es sich einfacher. Generell handelt es sich hier erst einmal wieder um eines meiner "Baumuster" um zu gucken, wie was gehen könnte und was später zu beachten ist. Nach Möglichkeit unter Einbeziehung meiner bisherigen Erfahrungen.

Geplant ist ein G-Wagen. Der wird nicht nur für meinen Bahnbetrieb dringend benötigt. Schiebetüren und die Verstrebungen am Wagenkasten scheinen mir außerdem, spannende Versuchsfelder. Die Vorliegenden Werksbilder aus Görlitz zeigen auf den ersten Blick genug Details um sich ans Werk zu machen. Eine Maßskizze, im oben genannten Druckerzeugnis aus Spandau, des O-Wagen macht den Rest:

https://asset.museum-digital.org/sachsen...-1894-11969.jpg

Basis bildet - wie in vorherigen Beiträgen angedeutet - ein 0m Rahmen aus der entspr. Produktoffensive eines Forumsmitglieds. Spurweite, Raddurchmesser und vor allen Dingen Radstand lassen sich nutzen. Der Rahmen selbst ist dabei für die hier darzustellenden Vorbilder zu lang und muss entspr. gekürzt werden. Anbei ein Paar Zahlen (in mm) auf Basis des Vorbilds:

Raddurchmesser: 450
genutzt: 14
entspr.: 448

Achsstand: 2300
genutzt: 72
entspr.: 2304

Rahmenlänge: 3800
genutzt: 119
entspr.: 3808

Rahmenbreite: 1640
genutzt: 50
entspr: 1600
Anmerkung: hier hatte ich mich verrechnet 51mm wären Passender gewesen, anderseits lässt sich sich einfacher die Rahmenmitte finden.

Rahmenhöhe (ab SOK): 485 bzw. 523
genutzt: 16,5 bis 17
entspr.: 544
Anmerkung: hier habe ich gestern glatt die vorliegende Skizze fehlinterpretiert. Die 523mm Höhe sollten mit Bretterboden des O-Wagens sein. Meine 17mm sind allerdings noch ohne Boden, d. h. der Rahmen ist insgesamt 2mm zu hoch (15mm entspr. 480mm). Mal schauen was ich aus der Erkenntnis mache. Viel weiter runter komme ich mit dem Wagenboden nämlich nicht. Ich hoffe werde der Umstand selbst, noch die Erkenntnis über selbigen zerstören den Gesamteindruck nicht. Eine der Charakteristika des Wagens ist ja sein gedrungenes Erscheinungsbild.

Falls sich jemals einer gefragt hat, warum ich hier soviel wirres Zeug schreibe: Es lässt mich nochmal nachdenken. Es ist nicht das erste mal das mit bei der nachfolgenden Aufarbeitung fürs Forum Fehler auffallen. (Hab ich mir auf Arbeit angewöhnt. Alles dokumentieren und resumieren.). Zumal der Rahmen komplett ohne Skizze entstanden ist, wo der Fehler hätte auffallen können...

LüK: 4400
genutzt: 137
entspr: 4384
Anmerkung: Das ist ein Glückstreffer, der durch recht passende Spur 0 Kupplungen zu Stande kam. Dummerweise ist die LüK für mich aufgrund ihrer Abhängigkeit zur Konstruktion der genutzten Kupplung einer der unwichtigsten Werte.

Kupplungshöhe (ab SOK): 325
genutzt: 12
entspr.: 384
Anmerkung: Auch die ist eigentlich sehr "Bahnspezifisch". Heeresfeldbahn, MPSB und Lenz Bahnen sollten sich zwar alle am die 3xx mm Kupplungshöhe bewegen. Mir bekannt sind hier aber auch Höhen bis 550mm (OMEG). Eine Umsetzung entspr. "Kuppelwagen" wie in Deutsch Südwest genutzt, bietet sich hier an. Die erreichte höhe sollte aber gut zu den auf dem Markt befindlichen und zu erwartenden Kupplungshöhen passen. Mit "Fanghaken", wie ich ihn beim Pufferteller der Lok verbaut habe, wäre sogar ein niveaugleiches Kuppeln der Loren möglich. Ob man das will, ist eine andere Frage.

Der erste Umsetzungsversuch 1 sieht so aus:






Der Jaffa Rahmen wurde mit einem 5mm Messing U Profil ummantelt, so dass beide Rahmen an der Oberfläche bündig sind. Die Stirnwände sind einfache 50 x 5 x 1 Polysterolstreifen. Die 5mm Profilhöhe sind geschätzt. Ich denke 4 oder 5mm sind hier angebracht und ich habe mich für die schwerere Variante entschieden. Auf manchen Bildern wirken die U Profile an den Seiten zwar recht zierlich aber das scheint mir eher im Schattenwurf begründet. Bei der Betrachtung der digitalen Werksbilder fällt mir außerdem auf, dass auch an den Stirnpartien U Profile verbaut wurden. Dieser Umstand wird beim nächsten mal Beachtung finden.

Die Pufferteller samt Aufnahme sind von Zeunert, das Balanciergeschirr meine übliche Drahtkonstruktion. Mangels entspr. 14mm Radsätze habe ich eine Achse mit MT-Plastikradsätzen und eine mit Metallradscheiben ausgestattet. Wichtig war hier erst einmal nur der richtige Durchmesser. Mit 27g ist der Rahmen noch viel zu Leicht, bietet aber auch noch Luft für zusätzliches Gewicht. Ich hörte selbst H0er fahren hier teilweise mit 100g pro Wagen.






Beim betrachten der Bilder darf man immer nicht vergessen, wie klein die ZL105 eigentlich ist. Ferner kann man hier als Resume festhalten: So schamlos ist dieses Metzgern hier garnicht. Abgesehen von der Rahmenhöhe und der Breite des Jaffa Rahmens (wobei das auch blos Spekulation ist. Eine Skizze der eigentlichen Rahmenkonstruktion und deren Maße liegen nicht vor), kann man hier auf Basis eines Spur 0 Modells annähernd Maßstäblich bauen.

/edit:

Falls es einer noch zierlicher und knuffiger mag. Das ganze gabs nochmal mit 1400mm Achsstand:

https://asset.museum-digital.org/sachsen...-1894-11957.jpg

https://asset.museum-digital.org/sachsen...-1894-11935.jpg


Ich bin hier jedenfalls hart in Versuchung.

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der franke, der robert


rofra Online




Beiträge: 1.132

09.01.2022 12:25
#33 Landschaftsbau II: Draußen grau, drinnen Frühling Antworten

Um meine Photoecke weiter zuvervollständigen habe ich mich mit der weiteren Begrünung auseinander gesetzt. Neben dem Mauern, eine meiner Liebsten nicht rollenden Beschäftigungen beim Anlagenbau, weil sehr entspannend.

Angefangen hat alles mit einer Schicht Erde, die mir ein etwas übermotivierter subterraner Nachbar aus dem Plänterwald dankenswerterweise ans Tageslicht befördert hat. Das ganze wurde bei 100°C gebacken, von biologischen Verunreinigungen befreit und gesiebt.



Auch wenn es am Ende kaum zu erkennen ist, sollte der Untergrund neben der Gleisbettung dunkler gehalten sein und der Bewuchs etwas mehr im Saft stehen. Bei Selbigen bin ich analog zum letzten mal, erstmal so semi Begeistert. Auf der einen Seite, obwohl jetzt Pflanzen bis 9mm verbaut sind, sieht mir das noch zu kurz und zu dicht aus. Gleichzeitig sind einige Farbtöne und Formen doch zu künstlich und stechen heraus.



Anderseits hat sich mein erster Eindruck vom letzten mal mit der Zeit relativiert und im Nachgang war ich irgendwas zwischen zufrieden mit dem und stolz auf das Endprodukt. Andererseits kann ich jetzt zumindest meinen Fuhrpark adäquat in Szene setzen



Am Lokschuppen fehlt noch etwas Efeu und etwa Patina und dann könnte das was werden.



Das ganze darf jetzt erstmal wirken und trocknen, im Nachgang werden dann noch ein paar Details folgen.

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der franke, der robert


rofra Online




Beiträge: 1.132

09.01.2022 14:37
#34 Landschaftsbau IIa: Draußen grau, drinnen Frühling Antworten

Normalerweise würde ich für sowas den vorherigen Beitrag editieren, aber in dem Fall folgt nochmal ein kleiner Nachtrag. Mir viel vorhin schon beim Tippen ein, wie ich das ganze noch etwas optimieren kann:

Königskerzen

Ein kleiner Eingriff, der das ganze m. E. dezent authentischer macht. Generell blüht es jetzt etwas mehr. Ich habe dafür - eine vermutlich für H0 und kleiner gedachte - Büsche etwas zurecht gestuzt und gleich noch ein paar Bodenblüher ergänzt.







/edit:

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der franke, der robert


rofra Online




Beiträge: 1.132

31.01.2022 10:57
#35 Gleisbau und - Planung III: Gedankendrehscheibe Antworten

Auch wenn ich in den letzten Wochen wenig Zeit fürs Basteln selbst war, habe ich mir ein paar Gedanken zur Nutzbarkeit der Dioramen gemacht. Hauptproblem meines derzeitigen Gleisplans ist, dass der Lokschuppen auf der Länge von 2 Modulen nicht erreicht werden kann, da die Weichenstraße die gesamte Länge des entspr. Moduls einnimmt.



Wir schauen jetzt kurz aufs Bild, erinnern uns kurz an Regel 2 (folgt) und schauen nochmal auf das Bild.

Zitat
2. Platz zum Rangieren: Der Abstand Weiche - Modulenende sollte immer eine Loklänge betragen, um auf möglichst wenigen Modulen möglichst viel rangieren zu können.



Ich hatte mit mich also damit abgefunden, dass so oder so ein drittes Modul her muss, mir aber nie wirklich Gedanken darüber gamacht. Eine weitere Weiche, mit kurzer kurve sollte das Umfahrgleis abschließen, um hier schnell zu einem funktionellen Abschluss zu kommen. Wirklich spannend wird ja erst die Detailarbeit.



Der neue Industriebreich in bzw. auf der Sauren Gurke hatte mich zwar kurz Inspiriert (der Backsteinbau!) aber insgesamt, ist mir das ganze für mein Projekt zu unpassend und auch zu aufwändig.

Im Zuge der Vorbereitungen für das finale Legen der Gleise auf dem Weichenmodul, fiel mir dann doch jetzt schon auf, dass meine Idee einen entscheidenden Schwachpunkt hatte: Wenn ich, wie angedacht, eine symetrische Gegenseite für mein Weichenstraße schaffe, lande ich auch auf dem dritten Modul mit der Weiche an der Modulkante, sodass hier wieder keine Lok hinpasst. Eine planerische Meisterleistung...

Gegenarbeiten ließe sich zwar hier, mit engeren Radien, das kommt aber für mich nicht in Frage. Wie der Titel schon andeutet, kommen hier aber auch (Segment-)Drehscheiben oder Schiebebühen in betracht. Um letztere Drehen sich gerade meine Gedanken, was die Kistenfabrik-Idee wieder verlockender macht.



Ich könnte mir hier einen kleinen Güterschuppen, bzw. einer Mühle, eines Kornspeichers, oder dreist Geklaut eines kleinen Industriebetriebes (u. U. einer kleinen Destille. Die Idee rödelt seit Günnis Kleinod auch noch in meinem Kopf rum aber in einem Reliefgebäude wird das wohl nichts). Vielleicht etwas Größer gedacht? Wer die Aufnahmen der Kartoffelflockenfabrik an den Prignitzer Kleinbahnen kennt, weiß vielleicht was ich mir da Vorstelle. Das ganze, auf so engen Raum, komprimiert einzufangen und in das Gesamtbild der anderen beiden Module einzupassen, dürfte aber sehr schwer werden.

Denkbar wäre auch folgendes Szenario: https://www.presskurier.de/167/prignitze...rg-pollo-verein (Bild i. d. Mitte)
Mit einer Segementdrehscheibe im Vorderen Bildbereich bzw. auf höhe des Photografen.

Die Frage ist, habt ihr irgendwelche Ideen zu dem Thema? Ich kalkuliere gerade mit 5m Bühnenlänger, das entspr. ca. 15 bis 16 cm, d. h. es blieben ca. 25cm (8m) Gleis bzw. Gebäudelänge übrig. Ich überlege auch ob stimmig ist, das Gebäude über die gesamte Modullänge zu ziehen und die Segmentdrehscheibe irgendwie zu integrieren. Gab es sowas bzw. eher, kennt da jemand ein Konkretes Vorbild?

Die Möglichkeit entspr. Dimensionierter Drehscheiben gibt es auch noch... Mhhh so richtig weiter, weiß ich hier nicht, was aber primär daran liegt, dass solche Platzsparenden Maßnahmen noch nie auf meiner Liste standen. Wie gesagt, falls wer was zum Thema hat, gerne her damit. Ich grübel mal weiter...

/Edit:

Es würde dann eine Symbiose den im Link gezeigten Anlagen von Michel Lecoursonnais (oben) und des Dioramas des(?) Les Potes À G (Mitte).

https://www.kirnbachtaeler.de/modell/ram...7/06-11dio.html

Spannend, ist auch das hier (ich nenne es mal Sparsegmentdrehscheibe):

https://www.buntbahn.de/viewtopic.php?p=313807

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der franke, der robert


dejot Offline




Beiträge: 103

31.01.2022 20:16
#36 RE: Gleisbau und - Planung III: Gedankendrehscheibe Antworten

Hallo Robert,

Du hast geschrieben, dass Du auf der Suche nach einer platzsparenden Segmentweiche bist, die in ein Gebäude integriert ist? Da hat etwas bei mir geklingelt...

Schon seit langem habe ich vor, eine Zahnradbahnanlage zu bauen. Ein Vorbild, dass mich, trotz schnurgerader Trassenführung, immer wieder fasziniert ist die ehemalige Zahnradbahn von Lausanne, die das Stadtzentrum mit dem Seeufer verbunden hat. Vor 15 Jahren wurde das Ding durch eine moderne Metro auf Gummirädern ersetzt. Vorher war es aber eine kuriose Kombination aus Zahnradbahn, U-Bahn, Nebenbahn, Seilbahnresten und einem ehemals interessanten Güterverkehr. Ich find diese Bahn super!
Für Dich ist aber vielleicht folgendes interessant: Die Endstation mit Depot nahe des Seeufers lag in einem Hinterhof. Da ging es recht eng zu. Deshalb gab es da eine platzsparende Segmentdrehscheibe unter einem Gebäude und eine interessante Anordnung weiterer Weichen und Gleise. Der Rangiervorgang dort war wohl ziemlich spannend.

Hier findest Du einen Youtube-Film dazu: Le dernier metro

Man kann in dem Film nochmal den Betrieb sehen. Am Ende des Films werden Szenen des Rückbaus gezeigt, bei dem die Zahnradloks nochmal eingesetzt wurden. Interessant wirds für Dich ab Minute 34:25 bzw. noch genauer bei Minute 35:03. Da, wo der Kameramann oder die Kamerafrau stand, sind die Gleise schon zu Ende.

Viele Grüße aus Südhessen

Daniel


rofra Online




Beiträge: 1.132

01.02.2022 15:51
#37 Gleisbau und - Planung IIIa: Gedankendrehscheibe Antworten

Da mir mein Lokschuppen zeigt, wie einnehmend Gebäude auf den kleinen Modulen sind, habe ich mich heute Vormittag hingesetzt und mal einen Dummy gebastelt. Die im vorherigen Beitrag gezeigte Papier Recyclinghof im Format A-4 ging mir dabei nicht mehr aus dem Kopf: https://www.scribd.com/article/450973160...ed-And-Creative

Also ging es wie gehabt an die grobe Planung. Der Modulkasten gab mit deine 40cm Länge, das mögliche Vorbildmaß vor: 12,80m. Als Arbeitsgrundlage wurde, wie immer, erstmal das Buch über die Demminer Kleinbahnen gezückt. Die Lenz'schen Hochbauten passen gut ins Setting und viele der im Buch enthaltenden Skizzen sind bemaßt.

Im wahrsten Sinne des Wortes Formgebend, ist dabei der Bahnhof Demmin. Dieser steht sogar noch, weswegen ich auf ihn hier kurz Verweisen kann (ohne https).

http://www.bahn-in-pommern.de/images/1999-714_eg_demmin.jpg

q: http://www.bahn-in-pommern.de/strecken/klbv8.htm
ferner: http://www.stillgelegt.de/dkbo02/dkbo02-1.htm

Haupt- und Nebengebäude haben eine Seitenlänge von 14m. Etwas zu viel, aber nahe dran. Insgesamt hilft mir hier ein Bahnhof mit angebauten Wirtschaftsräumen für Personal und Fahrgäste wenig. Einen Industrie oder Gutshofflair strahlt das Gebäude auch nicht aus und eine Überdachung für die Segementdrehscheibe fehlt auch... Trotzdem gerade mit der Inspiration oben, kam mir dann diese Idee:



Angedacht ist derzeit, dass die braune Pappe (links), sich grundlegend am oben zu sehenden Nebengebäude, des ehem. Kleinbahnhofs Demmin orientiert. Die Maße wurden etwas aufgebohrt, sodass sie den typischen Lenz Fachwerkgüterschuppen entsprechen. Diese Waren mit min 9m Seitenlänge im Regelfall länger und m. E. etwas höher. Ich habe die 6m (entspr. ca. 19cm) Seitenlänge des Originals beibehalten. Trotz der geringen Länge, würde ein Brigadewagen an der Hölzernen Laderampe des Schuppens platz finden.
Das Bahnhofsgebäude selbst ist nach vorn Gerückt und wurde nicht nur seinem Untergeschoss beraubt, sondern auch etwas Verkürzt (irgendwo mussten die 1,20m bleiben). Die eigentlichen 3 Räume + Treppenhaus werden zu einem großen Lager- oder Produktionsraum, der die Segmentdrehscheibe überdacht. Das ganze soll in rotem Klinker ausgeführt werden... ob mit oder ohne Fachwerk wird sich zeigen. Zumindest beim Relief des Güterschuppens, wirds, vorbildgrecht, wohl auf eine entspr. Konstruktion hinauslaufen, erst recht weil ich gerade überlege, ihn auf die volle Modullänge zu ziehen. Mit Dach dürfte das Gebäude ca. 25cm hoch werden (Seitenlänge ca. 21cm).

Eine weitere Möglichkeit wäre es, auch hier eine zweite Etage einzuziehen... mhh.

Fehlt nur noch eine Lösung für die Segmentdrehscheibe, denn eine runde passt bei diesem Lösungsansatz nicht. Auch die Geschichte mit den Balken stört mich etwas, da ich die Drehscheibe eigentlich händisch bedienen wollte. Eigentlich sollte es so aber passen. Die liegenden Gleise dienten nur zur Orientierung. Das gute an den Feld Weichen und den dazugehörigen Kurven ist, dass sie für mich hier so eine Art Mindestmaß liefern. Alles was sich damit nicht auf den kleinen Kästen abbilden lässt, sollte ich lieber lassen.

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der franke, der robert


Holger Offline




Beiträge: 149

01.02.2022 17:34
#38 RE zu #29: Es kleinbahnelt ein bisschen Antworten

Robert, das Ponal-Werbeplakat an der Schuppenwand ist aber nicht Epochengerecht, oder?

....beim ersten Hinsehen habe ich ein Plakat gesehen. Als das Gehirn gemerkt hat, das es getäuscht wurde, verschwandt das "Plakat" im Hintergrund, wo es auch hingehört.

Viele Grüße
Holger


rofra Online




Beiträge: 1.132

02.02.2022 06:25
#39 RE: RE zu #29: Es kleinbahnelt ein bisschen Antworten

Ponal hält die Welt zusammen! Der Leim der Götter - älter als die Zeit und haltbarer als die Ewigkeit. Und manchmal ist es auch eine solide Stütze, wenn etwas noch nicht ganz seinen Platz im Leben gefunden hat :D

(Tatsächlich habe ich irgenwann die 2 Schuppenwände zusammengeklebt, dass ich da nicht immer stützen muss.. war auch keine gute Idee. Wobei die Frage gut ist, Weißleim könnte wirklich älter sein, als wir alle Zusammen. /edit: Wikipedia sagt aber Epoche III... )

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der franke, der robert


rofra Online




Beiträge: 1.132

03.02.2022 17:45
#40 Gleisbau und - Planung IIIb: segmentierte Fortschritte Antworten

Moin... Nachdem ich gestern, so etwas wie eine Segmentdrehscheibe und einen Plan für eine mögliche Umsetzung des dritten Moduls geschmiedet habe (zugegebener maßen, entstand mein Segmentdrehscheibenimitat natürlich nicht durch schmieden), ging es heute daran, das ganze mal probeweise aufzubauen.



Den Pappkameraden kennt man ja schon, das Choas im Hintergrund auch. Zu sehen sind außerdem ein 9m Gleisjoch (hier und im folgenden, alles Vorbildmaße) hinten. Daran soll eine Segmentdrehscheibe mit 3,50m Bühnenlänge anschließen bzw. tut es so halb. An einer solchen, in einer möglichst flachen Bauweise, habe ich mich hier nämlich gleich mal versucht. Die Idee war, ohne Einschnitt in den Modulkasten, meine bisherige maximale Höhe Schienenoberkante (Korkebettung + Schwellen + Kleinseisen + Gleis = ca. 13mm.) nicht zu überschreiten (funktioniert).

Am Gleis im Vordergrund fehlt noch der ein oder andere Meter. Die bisher liegenden Gleise, sind Ausgleichsstücke zu den Feld-Weichen, welche lediglich auf Holzschwellen umgebaut worden sind. Ich hoffe das klappt so (ich bin mir beim Winkel der Drehscheibe unsicher). Das fehlende Stück wird dann wieder Eigenbau. Am hinteren Gleis fehlen noch die Schwellen (liegt alles bereit) aber dann wäre der Gleisrohbau hier auch schon abgeschlossen. Da ich nicht wieder Stahl und Holzschwellen mischen muss, gestaltet sich das ganze hier etwas angenehmer (höhenunterschied, an der SO. Die Stahlschwellen sind halt flacher). Die Segmentdrehscheibe selbst ist ein noch lose aufliegender Rohbau. Geplant ist erstmal ein funktionierender Platzhalter. Ein so komplexes technisches Kleinod, stellt in dem Maßstab, m. E. eine echte Herausforderung dar. Hier fehlt noch viel Recherche im Detail, die dann mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einem zweiten Versuch führen wird. Hier ist erstmal Vorteilhaft, dass das Ding eh halb Verdeckt verbaut ist.

Anbei nochmal ein Blick auf die Segmentdrehscheibe und den dahinführenden Gleisverlauf (sowie ein paar Kabel). Ich mag es, wie breit die 600mm Gleise durch die geringe Profilhöhe wirken.

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der franke, der robert


Klaus-Dieter Kaufmann Offline




Beiträge: 94

04.02.2022 12:30
#41 RE: Gleisbau und - Planung IIIb: segmentierte Fortschritte Antworten

Hallo Robert,

kannst Du Angaben zu den Speichenrädern der Drehscheibe machen?

Gruß
Klaus

Der frühe Vogel fängt den Wurm, die zweite Maus aber den Käse!


rofra Online




Beiträge: 1.132

04.02.2022 13:26
#42 RE: Gleisbau und - Planung IIIb: segmentierte Fortschritte Antworten

Kann ich. Das sind Jaffas große (15,5mm Durchmesser?) Spur 0m Speichenräder ohne Spurkranz bzw. Radreifen, 4 sind von meiner Umbauaktion des entspr. 2-Achsfahrgestells übrig geblieben. Ursprünglich sollten sie größer werden (1:45 Normalspur.) aber irgendwie, sind es jetzt erstmal die kleinen.

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der franke, der robert


Meterspurbahn Offline



Beiträge: 7

14.02.2022 07:39
#43 RE: Gleisbau und - Planung IIIb: segmentierte Fortschritte Antworten

Hallo rofra,

deine Idee auf die Spur 0m Fahrwerke zurück zugreifen finde ich gut. Ein Fahrwerk mit Drehgestelle habe ich mir inzwischen gekauft. Als Räder habe ich 14mm Räder von Feld erworben. Damit kommt der Wagen etwas tiefer. Von welchem Hersteller ist die Kupplung?
Gruß Henrik


rofra Online




Beiträge: 1.132

14.02.2022 08:08
#44 RE: Gleisbau und - Planung IIIb: segmentierte Fortschritte Antworten

Ach mist, da war ich zu langsam. Ich hatte hier eigentlich nochmal einen Beitrag zum Thema vor, der wartet aber auf Muße und die HFB Unterwagen von Feld. Aber freud mich, dass andere trotzdem schamlos mutig losgezogen sind. Im Vergleich zu MPSB Drehgestellen sind beide Bauarten, wenn ich mich recht entsinne, etwas zu kurz. Ob das stört muss jeder selber wissen.

Bei den 2-Achs Fahrwerken, hat sich im Betrieb bei mir inzwischen herausgestellt, dass die Feldweichen hier etwas zu eng sind. Ob das ganze an den Kupplungen, Achsstand, Spurweiteneinstellung der Räder (umspuren nach Gefühl...) oder der Weiche, mangelendem Gewicht oder einer Kombination div. Umstände ist, weiß ich noch nicht. Aber immerhin habe ich inzwischen über einen Meter Strecke und die kleine Modulanlage hat durchaus Spaßpotenzial!

Die Kupplung an der Lok ist ein Eigenbau aus Puffertellern (die großen Eckigen) der Zeunert bzw. ZT Balancierhebelkuplung und Teilen aus der Bastelkiste (Haken, Balancierhebel). Das ganze kann nicht ganz so einfach in wie die Kuppelketten, per Bolzen, ein- und umgesteckt werden. Beim Wagen sind Spur 0 Federpuffer von 0 Scale verbaut. Haken und Kette biege ich immer aus div. Drähten.

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der franke, der robert


rofra Online




Beiträge: 1.132

19.02.2022 21:32
#45 Gleisbau und - Planung IIIc: segmentweises Herantasten Antworten

Während andere schon ausgiebig den Freuden des Wagenbaus, in dieser doch sehr angenehm zu bauenden Maßstabs/Spurweitenkombination, fröhnen, habe ich die Betriebsruhe durch Sturm genutzt, um an meinem Abschlusssegment inkl. entspr. Drehscheibe zu werkeln. Ich weiß, es gibt schöneres als grob zurechtgerupfte Pappe und nacktes Holz zu betrachten, aber so fängt hier meistens alles an.

Obwohl als letztes begonnen, ist es tatsächlich das erste Segment, mit fertiger Gleislage und Verkabelung (was primär daran liegt, dass der Gleisaufbau recht simpel ist).



Der Drehmechanismus hat etwas gedauert. Am Ende brachte ein Viessmann Lampensockel die Erleuchtung. Die Drehscheibe selbst ist zwar elektrisch, wie mechanisch bereits funktionsfähig (man kann sie händisch drehen und es fließt Strom in den Gleisen) baucht aber noch Feinschliff. Mechanisch, heißt das vor allen Dingen Stabilität rein bringen. Die Fahrbühne gibt noch merklich nach, wenn sich die kleine Lok auf sie quält. Ursächlich ist hier die viel zu schwach dimensionierte Aufhängung der... Drehscheibenräder. Fixiert werden kann die Drehbühne auch noch nicht. Hier muss sowohl noch der Schwenkradius begrenzt, als auch eine Arretierung angebracht werden, sodass Gleis und Drehscheibenbühne in einer Spur bleiben. Für die weiteren Arbeiten ist die Bühne abnehmbar und das Kabel entspr. lang aber im Zweifelsfall auch einfach abzuklemmen. An die mechanischen Probleme werde ich mich kurz und mittelfristig kümmern, die Optik bleibt wohl eine unendliche Geschichte.

Für den ersten Versuch bin ich aber sehr zufrieden. Das ausgerechnet das aus der Not heraus geborene Endsegment im aktuellen Zustand, das erste ist, was komplett verkabelt ist und das einzige der drei Segmente, das alleinstehend nutzbar ist, das hatte ich so eigentlich nicht vorgesehen, stört mich aber auch nicht. Generell bietet es sich an hier gleich weiter zumachen, sobald der Gleisbau auf dem Weichensegment abgeschlossen ist. So habe ich auch mehr Zeit mir über die Gleise zum und im Lokschuppen Gedanken zu machen.

Auch wenn der Gesamteindruck noch etwas roh ist, ein Bild mit Dach:



Die Pappattrappe liegt noch zu tief (ich schätze mal einen guten Zentimeter). Das Dach/der Zwischenboden wird im finalen Zustand also etwas höher sein.


Im Gesamten fehlen auf dem Weichensegment jetzt noch das Gleis zum Lokschuppen und auf dem Lokschuppensegment das Gleis zum und im Lokschuppen. Auf dem folgenden Bild ist faktisch alles, was man sonst nicht sieht (am linken Bildrand fängt das Grün an):



Wie gesagt, alles sehr eng aber ich denke, für einen kurzen Wagen (oder 2 bis 3 Loren) + Lok reicht es immer. An mehr als 2 Wagen zu selben Zeit, sollte ich eh nicht basteln. Spannend werden, dann die großen Wagen. Wenn ich das richtig sehe, sollten die langen MPSB Fahrzeuge (Wismarer Personenwagen, der ominöse Milchwagen, usw.) hier mehr oder weniger ein gesamtes Segment besetzen, was eine Umsetzung besonders interessant macht. Die oben zu sehende Weiche + Gleise wurden erst einmal nicht benötigt.

/edit: Das ist Tatsächlich, von einigen kurzen Tests in TTe abgesehen, das erste mal seit meinen Neuanfängen in Nj (1:150 auf 9mm), dass ich ein voll nutzbares (wenn man das ob der Kürze so nennen will) Umfahrgleis habe. In H0e hatte ich nur 2 Testsegmente, mit einer Weiche und sowohl in 1:45, als auch 1:120 hat der Platz auf meinen Testanlagen nicht gereicht (von den mangelnden Weichen in 0f mal ganz abgesehen. Hier war und ist weniger der Platz, als das Budget und die Möglichkeiten das Problem). Was man bei der Kürze aber nicht vergessen sollte ist, dass man hier im Zweifelsfall noch einen Einschub bauen könnte. Ob sich das lohnt, lasse ich mal dahin gestellt. Am Ende sind die Module nicht nur sehr kurz, sondern auch sehr schmal. Der optische Eindruck der Gesamtanlage wird dadurch wohl immer etwas seltsam bleiben.
Mit etwas Glück, sollten die Endmodule aber auch alleinstehend funktionieren. Ich würde aber sagen, von all meinen Testprojekten, ist das hier bisher das erfolgreichste Prj. Allein wie oft und in wie vielen Maßstäben ich über das Thema Segmentdrehscheibe nachgedacht hab...

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